Forum: Wirtschaft
Hyperinflation in Venezuela: Sozialismus ohne Bargeld
AP

Die Inflation in Venezuela erreicht geschätzte 388.000 Prozent: Im täglichen Leben ist Bargeld praktisch verschwunden. Glücklich, wer Dollar oder Gold besitzt - alle anderen hungern.

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cwoller 20.05.2018, 13:26
30.

Zitat von pansatyr
"Oder geht es ihnen wegen des Sozialismus schlecht, oder weil der USA es nicht passt, dass sie das Regime in "einem ihrem Hinterhöfe" nicht politisch kontrollieren können?! Und ist es nicht vielmehr so, dass wegen dieser Verweigerung Venezuelas, ein US-Diktat z akzeptieren - Sanktionen dazu führen, dass Venezuela sein Öl nicht auf dem Weltmarkt verkaufen kann?! Und ist es nicht auch so, dass EUROPA - mal wieder - in Vasallen-Haft die US-Sanktionen zulässt und eben DADURCH dazu beiträgt, dass Venezuelaner und VenezuelanerInnen - Frauen, Männer und Kinder - hungern?! Ist es also nicht viel mehr so, dass hier eine US-Diktatur - unter Ausnutzung eines europäischen Hebels - die Venezuelaner so lange aushungert, bis sie einen US-Statthalter als Präsidenten einsetzen und dann dem US-Dollar und seinen Besitzern, die Herrschaft über das Venezuelanische Öl erlauben?!" Alle Fragen können mit einem klaren "Nein" beantwortet werden.
Man kann alles, auch natürlich die Realität abstreiten.

Jeder, der sich tatsächlich mit der Thematik beschäftigt und allgemein der Weltpolitik und dem Handeln der "Weltpolizei" USA, weiß, dass man sich derartig abartige Scheiße gar nicht ausdenken kann, die diese tatsächlich getan haben.

Aber selbst deren Bevölkerung weiß darüber so gut wie nichts, auch wenn ihre Töchter und vor allem Söhne ebenso dafür bluten.

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Darwins Affe 20.05.2018, 13:27
31. Politische Reife gefragt

Zitat von bluebill
Zum einen ist es nicht gerade die reine Lehre des Sozialismus, wenn eine korrupte Machthaber-Clique sich dumm und dämlich verdient und alle anderen hungern. Zum anderen dürfte das Mutterland des Kapitalismus, die USA, durch seine Sanktionen den Zusammenbruch verursacht haben, weil sie eben den Sozialismus auf diese Weise bekämpfen wollen. Man könnte sagen: Selber schuld, dann soll Venezuela als Staat sich eben brav dem Kapitalismus anschließen, natürlich als Vasallenstaat der USA. Dem "kleinen Mann" auf der Straße wäre das sicher egal, Hauptsache er hat etwas zu essen. Und wahrscheinlich kommt es früher oder später auch so, wenn die Machthaber-Clique gewaltsam entmachtet oder von den USA gekauft wird. Aber wäre das wirklich die integerste und moralisch erhabene Lösung? Ein leuchtender Sieg des Kapitalismus über den bösen Sozialismus? Glaube ich nicht. Eher das Gegenteil.
1) Überall in seiner 100jährigen Geschichte hat der Sozialismus zu absoluter Armut und Diktatur geführt.
2) Wer heute noch den Sozialismus predigt ist entweder verblendet oder kriminell: Erstere sollten sich mal mit der Geschichte statt Ideologie befassen, Letztere hoffen wohl auf persönliche Macht als Parteibonzen.
3) Dass schon wieder 10% in Deutschland ihre Stimme für die internationalen und 14 % für die nationalen Sozialisten abgeben, scheint nicht gerade ein Zeichen politischer Reife im Land.

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hartmut.bonnito 20.05.2018, 13:29
32. Sozialismus funktioniert perfekt!

= Siehe den Berliner Flughafen BER.
= die schlaue Politik mischt sich ein und alles geht den Bach runter.
Dabei könnte es so einfach sein, nur hat populistische Demokratie eben keine Chance.
Staat und Kirche sollen getrennt sein aber unbedarfte und ehem. Staatsdiener sind stets auf der Suche nach absahnend profitablen Alternativen während und nach ihren Politblabla. Ideologische oder Partei interne Richtlinien sind nur fürs Wahlvolk.

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Klapperschlange 20.05.2018, 13:31
33. War Kuba denn....

Zitat von ruzoe
wirklich so weit weg, dass keiner sich erinnern kann, wie man so ein Problem auch in Venezuela angehen kann?
....ein Erfolg? Ich war vor 4 Jahren in Kuba und musste feststellen, dass es dort an allem fehlte. Dass die Einwohner lustig und zufrieden waren war deren Unkenntnis und dem schönen Wetter geschuldet.

Wie hier jemand im güldenen Westen politisch in eine solche Richtung bewegt ist nicht ganz normal.

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Liberalitärer 20.05.2018, 13:33
34. Teuerung

Zitat von wekru
Die Hyperinflation Venezuelas ist ganz einfach erklärt. Da die Regierung mit ihren Verstaatlichungen die Produktivität im Land dramatisch vermindert hat, fehlen ihr aus diesen Bereichen die Steuereinnahmen. Um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, druckt sie Geldscheine und bezahlt damit was zu bezahlen ist. Da Papiergeld kein knappes Gut ist, reale Waren aber schon, rollt die Entwertung des Papiergeldes.
Es steht doch im Artikel, auch Papiergeld ist knapp und verstehen Sie das. Inflation ist als Teuerungsrate definiert. Wenn, dann druckt der Staat den Preissteigerungen hinterher. Das ist immer so. Umgekehrt funktioniert die Sache nicht so einfach. Durch Drucken bekommt man nicht automatisch höhere Preise.

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Trevor Philips 20.05.2018, 13:34
35.

Zitat von schumbitrus
Ach, den Venezuelanern geht es wegen "Sozialismus" schlecht?! Oder geht es ihnen wegen des Sozialismus schlecht, oder weil der USA es nicht passt, dass sie das Regime in "einem ihrem Hinterhöfe" nicht politisch kontrollieren können?! Und ist es nicht vielmehr so, dass wegen dieser Verweigerung Venezuelas, ein US-Diktat z akzeptieren - Sanktionen dazu führen, dass Venezuela sein Öl nicht auf dem Weltmarkt verkaufen kann?! Und ist es nicht auch so, dass EUROPA - mal wieder - in Vasallen-Haft die US-Sanktionen zulässt und eben DADURCH dazu beiträgt, dass Venezuelaner und VenezuelanerInnen - Frauen, Männer und Kinder - hungern?!
Nein ist es nicht. Größter Handelspartner Venezuelas sind die USA, immerhin 43% der Exporte gehen dorthin. 73% der venezolanischen Export sind Rohöl, 16% raffinierte Produkte. Die ganzen Probleme die Venezuela hat, sei es nun der Rückgang der Ölproduktion, der Hunger, das fehlen von allen Produkten des täglichen Bedarfes, sind von einer verbrecherischen Junta, welche mit Vorliebe ihre Todesschwadrone gegen "Abweichler" und "Häretiker" in Marsch setzt hausgemacht.

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Liberalitärer 20.05.2018, 13:37
36. Abewertung

Zitat von r.voelckel
Das Schicksal Venezuelas lässt die neue Regierung Italiens und den Wunsch nach einer Bankenunion und ihren Einfluss auf den Euro in einem interessanten Licht erscheinen.
Kaum, da in Italien die Produktion läuft und die Regale voll sind. Das Land erzielt einen Handelsbilanzüberschuss und eine Lira würde vermutlich kaum abwerten.

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schnulli602 20.05.2018, 13:37
37. Unfassbar

DAS musst Du erstmal hinkriegen. Das Land mit den größten Erdölvorkommen ist pleite und die Menschen hungern. Die dafür verantwortlichen Politiker sollte man zur Rechenschaft ziehen. So blöd kann man ja gar nicht sein. Das Land ist eigentlich so reich, dass selbst der Sozialismus dort funktionieren könnte. Die verantwortlichen Politiker haben es trotzdem geschafft, das Land zugrunde zu richten

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moritz27 20.05.2018, 13:40
38. Nachdem der Strom der Menschen,

die ihre Heimat Richtung Kolumbien verlassen, täglich anschwillt, kann man hier über den Sozialismus schwadronieren, wie man will. Er funktioniert nicht, hat nie funktioniert und wird nie funktionieren. Alle, die für den richtigen und wahren Sozialismus schwärmen, können gerne nach Venezuela reisen und die Regierung dort mit Rat vor allem aber mit Tat unterstützen. Auf gehts!

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muunoy 20.05.2018, 13:44
39. Linke Ideologien lassen sich nicht weg argumentieren

Zitat von markus-hailer1
Jedes mal wenn der Sozialismus wieder sein wahres, nämlich sehe hässliches Gesicht zeigt, sollte man meinen die Menschheit lernt endlich dazu, und entsorgt den Sozailismus dahin wo er hin gehört - in den Abfalleimer der Geschichte. Aber weit gefehlt, es finden sich immer und immer wieder Leute, die der Illusion anhängen, der Sozialismus sei sozial, oder sonstie positiv.
Der Kapitalismus und selbst die soziale Marktwirtschaft mit sehr viel staatlicher Intervention wie bei uns, haben einen gravierenden Nachteil: Wohlstand ist ohne Anstrengung nicht zu erreichen. In der sozialen Marktwirtschaft lässt man zwar niemanden mehr verhungern, aber wohlhabend wird man ohne Anstrengungen nicht. Dagegen stehen linke Ideologien, die von der Gleichheit aller Menschen und anstrengungslosen Wohlstand schwärmen. Das ist natürlich ein verheißungsvolles Versprechen. Das dies wider der Natur des Menschen ist, wird prinzipiell ausgeblendet. Die Menschen wollen gar nicht gleich sein, was man bei uns schon daran sieht, dass jede noch so kleine Sache möglichst individualisiert werden soll. Selbst die Hüllen von Mobiltelefonen ändern manche Leute, um das Telefon (sic!) zu individualisieren. Das mit der Gleichheit ist also schon mal ziemlicher Humbug bei Lebewesen, die gar nicht gleich sein wollen.
Anstrengungslosen Wohlstand fände ich auch klasse, ist aber quasi nur in manchen Jobs im Staatsdienst zu erreichen. Und selbst da wird es schwieriger. Eigentlich wollen Linke, dass andere für sie arbeiten. Daher finden sich ja Anhänger linker Ideen vorzugsweise im Staatsdienst, wo man von den Steuern anderer entlohnt wird. Denjenigen, die sich anstrengen, um das zu bezahlen, ist zumeist klar, dass anstrengungsloser Wohlstand für alle nicht möglich ist. Irgendwann geht einem halt das Geld der anderen Leute aus. In sozialistischen Systemen bleibt der Wohlstand dann nur bei einer kleinen Elite im Staatsdienst hängen.
Aber obwohl linke Ideologien Millionen Tote zu verantworten haben, gibt es immer noch Menschen wie hier im Forum, die einfach nicht akzeptieren wollen, dass die sozialistischen Träume immer in den Untergang führen. Da kommen die üblichen Ausreden: Andere sind schuldig, wie hier die USA mit ihren angeblichen Sanktionen (die USA sind derzeit der Hauptabnehmer venezolanischen Öls und bezahlen in USD). Was mir noch fehlt ist der Einwand, dass eben noch nicht alle richtig gleich sind. Es gibt offensichtlich noch Personen in Venezuela, die über USD und Gold verfügen. Also nehme man ihnen das weg. Dann sind endlich alle gleich arm.
Der Mensch möchte für Anstrengungen belohnt werden. Wenn dies nicht geschieht, dann lassen die Anstrengungen nach. Das kann man sogar bei uns sehen: Ich als Selbständiger arbeite inzwischen auch nicht mehr so viel und suche mir bewusst Aufträge, die mich max. 4 Tage die Woche beanspruchen. Ein Kollege ist schon auf 2 bis 3 Tage runter. Der Staat kassiert vom Mehrverdienst dermaßen viel ab, dass einem die Freizeit da mehr wert ist, als die paar Euros, die einem der Staat noch lässt. Im Extremfall eines richtig linken Systems macht dann halt keiner mehr was.

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