Forum: Wirtschaft
Ifo-Chef Fuest: Bei hartem Brexit droht Deutschland eine Rezession
DPA

Sollte Großbritannien ungeordnet aus der EU ausscheiden, prognostiziert der Ökonom Fuest gravierende Folgen für Deutschland - und plädiert für weitere zwei Jahre Übergang.

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Werner Koben 01.04.2019, 09:42
10. typisches Ökonomendenken

Herr Füst ist vermutlich wie viele Ökonomen der Meinung, daß es - nicht nur beim Brexit - letztlich um wirtschaftliche Fragen geht und Politik Nebensache ist. Leider blendet er völlig aus, welche politischen Folgen hier im Raum stehen. Möglicherweise wird es beim Brexit am Ende unvermeidlich sein, sich zwischen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen und größeren politischen Verwerfungen zu entscheiden. Ob es dann ein angemessener Preis ist, für ein bißchen mehr Wirtschaftswachtum eine massive Beschädigung der EU inkauf zu nehmen - dazu würde ich von Herrn Füst gerne auch mal etwas hören.

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juba39 01.04.2019, 09:43
11. Das ganze Dilemma!

"Fuest sagte dem Deutschlandfunk: "Natürlich kann man das May-Abkommen jetzt nehmen. Aus meiner Sicht wäre es aber besser, statt jetzt unter Hochdruck abzustimmen, die Frist ganz erheblich noch mal zu verlängern, und zwar um so etwas wie zwei Jahre." Zwar müsste Großbritannien dann an der Europawahl teilnehmen, könnte aber noch mal grundlegend nachdenken."
In diesem einen Absatz alles kommprimiert.
- Was soll in weiteren 2 Jahren verhandelt werden, was in den verflossenen 2 Jahren "vergessen" wurde?
Rechnen einige (auch Herr Fuest) damit, daß als Ergebnis ein neues Referendum stehen sollte, das eigentlich was erreichen sollte? WWerden die Brexitiers "überzeugt", für Verbleib zu stimmen? Was aber, wenn nach wie vor eine Mehrheit für Brexit hetauskommt? Haben die Brexitiers das Recht, wenn sie unteriegen, dann ein 3. ...
- Die Briten sollen wählen müssen, acu wenn sie evtl nach zwei Jahren aussteigen? Wählen sie (das ja eigentlich ihr Recht) die Führungsfunktionen der EU auch mit? Bestimmen die dann auch den EU-Haushalt auch mit, für die Zeit, wo sie gar nicht mehr dabei sind? Dürfen sie allerdings nicht mitwählen. Was wird dann mit der Rechtsgültigkeit von Entscheidungen der EU, die ja einstimmig sein müssen?
Was kann in einen Ifo-Chef gefahren sein, die ganze verfahrene Situation noch verworrener zu machen? Wissenschaftlich ist das jedenfalls nicht. Höchstens interessengeleitet. Fragt sich nur, wessen.
DAS wiederum wäre die Aufgabe für den Spiegel, das zu eruieren

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radlrambo 01.04.2019, 09:45
12. Brexit = Dexit = leider falsch!

Mein Gott, mein Gott, was ist da los in GB? Geht es noch? Chaos wohin man schaut und kein Ende in Sicht.
Rechtspopulisten haben dieses Land zu Grunde gerichtet! Die weiteren Folgen sind völlig unklar, im jeden Falle dramatisch.

Das Vertrauen verhält sich ähnlich wie die Jungfräulichkeit, ist die erst mal weg, kommt sie so schnell nicht wieder. Jeder der in Zukunft in GB investiert, wird sich das min. 3x überlegen.

Für diesen Schwachsinn dürfen vermutlich noch Generationen von Briten zahlen, selbst wenn jetzt sofort zurück gerudert und der Brexit abgesagt wird, die ersten wirtsch. Folgen werden bereits jetzt eintreten, da sich viele Firmen auf einen harten Brexit vorbereitet haben.

Die Politik in GB hat völlig versagt, es bleibt jetzt nur noch der Rückzug, das einzige was eine reelle Chance auf eine Mehrheit hat! Da bin ich wirklich gespannt, wie es diese Woche weitergeht, da der Druck auf die Abgeordneten weiter steigen wird.

Und in D? Die AfD hat sich beim Dexit halt leider in einem ihrer zentralen Forderungen geirrt, nicht so schlimm, kann mal passieren (lach). Ein Dexit hätte in D noch schlimmere Konsequenzen als der Brexit, egal! Das ist so als hätten sich die Grünen bei der Atomkraft geirrt. Ich lach mich schief.

Ein echten AfD Wähler ist das natürlich, genauso wie der korrupte AfD-Spendenskandal, völlig egal. Die laufen ihren rechten Spinnern wie die Schafe hinterher und spielen freiwillig kritikloses Stimmvieh. Ich frage mich eigentlich, ob es diesen Leuten eigentlich um Politik geht oder nur ums Jammern, wenn sowieso alles egal ist?

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dies-und-jenes 01.04.2019, 09:46
13. Widersprüchliche Aussagen

Der Spiegel selbst hat geschrieben das die Verluste im ca. 1% Bereich liegen.
Jetzt rutschen wir schon in die Rezession.
Ich dachte haupthandelspartner von DE wäre Frankreich?
Die "Wirtschaftsweisen" sollte mal mit einer konsolidierten Meinung kommen.
Ich denke daher bis dahin ist das Kaffeesatzleserei.
Ich möchte auch anmerken, dass die Wirtschaft sich auf das worst case Szenario vorbereitet hat.

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5mark 01.04.2019, 09:48
14. Jetzt geht's los

Jetzt geht also genau das los, worauf die Briten von Anfang an spekuliert haben.
Die Experten beginnen, erst sachte aber bald immer kräftiger, für die Interessen des Vereinigten Königsreichs zu trommeln.
Dort hatte man zwar gedacht, dass die deutsche Automobilindustrie schon dafür sorgen werde, dass sie weich fallen. Aber ich denke mal ein Ifo-Chef tut's auch.

Geben wir uns bitte keinen Illusionen hin. Wir sind in den Verhandlungen immer noch in der Phase: Wer blinzelt zuerst?
Und mit Ihren Abstimmungen gegen den May-Deal ohne eine Alternative, was sie denn wirklich wollen, zu präsentieren, halten uns die Briten nur die No-Deal-Pistole auf die Brust.

Die Frage an die EU ist jetzt: Lassen wir uns erpressen oder nicht? Die Folgen eines Einknickens wären um ein Vielfaches katastrophaler als ein No-Deal-Brexit.

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bartsuisse 01.04.2019, 09:49
15. interessant

es wurde doch immerwieder behauptet der Brexit hätte keinen Einfluss auf die EU, viele Foristen prahlten, dass Deutschland natürlich gar nicht betroffen sei. Schadenfroh wurde das in die Welt posaunt. Und nun? Rezession. Eigentlich logisch. GB ist einer der wichtigsten Handelspartner des Exportverliebten Deutschland, das wiederum einen kleinen Heimmarkt hat. Erstaunlich, dass der Exportweltmeister 2 Jahre lang geschlafen hat und auch politisch nichts tat um seinem wichtigen Partner zu helfen. Jetzt gibts halt Rezession..Die zeichnete sich allerdings seit Dezember ab. Bald gibts Wahlen. Danach wird dem deutschen Wähler dann die Wirklichkeit präsentiert. Bis dann wird er darauf eingestimmt von den Experten

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Weltbild 01.04.2019, 09:50
16. Spinnerei

Wirtschaftlich kann es für GB keinen Vorteil geben bei einem harten Brexit. Zwar würden die Ultras mit einem riesigen Grinsen durch Englands Strassen laufen, aber dies wird ihnen schnell vergehen. Wenn diese glauben GB könne alleine bessere Freihandelakommen abschliessen mit einem Markt von 60 mio Konsumenten (GB), gegenüber einem Markt von über 400 mio Konsumenten dann sind dieses realitätsfremde Überlegungen. Wer bekommt wohl die besseren Handelskonditionen?

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taglöhner 01.04.2019, 09:51
17. Wollen und Wissen

Zitat von CyberDyne
Und was droht Europa und somit Deutschland und letztendlich der Wirtschaft, wenn die Briten dies Possenspiel weiter fortführen und im Mai an der Wahl teilnehmen? Je schneller die Briten raus sind, desto besser.
Das ist falsch. Es ist besser, sie blieben.

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tommirf 01.04.2019, 09:56
18. Ifo?

Wollen wir mal eine Liste machen, wieviele der Vorhersagen diese Experten in den letzten 30 Jahren schon eingetroffen sind? Erziehungsurlaub, Mindestlohn, Ökosteuer, bleifreies Benzin ... Die Liste wird SEHR kurz.

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kia-ora 01.04.2019, 09:58
19. Könnte, könnte.....Fahrradkette (nach Johann König)

Was für ein Statement wieder einmal von einer "ökonomischen Größe". Natürlich "könnte" all das eintreten worüber er spekuliert, genauso gut "könnte" auch das Gegenteil eintreten. Es "könnte" auch die Queen während ihrer Geburtstagsparade tot umfallen oder Theresa May während sie im HoC spricht eine Niesattacke bekommen und sich dabei in die Hose schei... (könnte, könnte).

Was soll diese schüren der "German Angst"? Will hier jemand vorbeugend auf weitere 2 Jahre Hängepartie einstimmen? Die Leute (in ganz Europa) haben langsam kein Verständnis mehr für die Briten und erwarten eine finale Entscheidung (wie auch immer diese aussehen mag).

Ich glaube die Geduld Europas hängt nicht unbedingt nur an der Ökonomie sondern vielmehr an dem Wohlergehen des Mitgliedstaates Republik Irland. Würde es nicht das Problem mit der vertraglich vereinbarten offenen Grenze auf der irischen Insel geben, wären die Briten längst raus und mit viel weniger Rücksicht als der verhandelte Vertrag hergibt.

Das Verhalten der Briten, die ganz Europa mit der Irland-Frage in Geisel-haft halten zeigt wie sie zu einem Miteinander in Europa stehen (Britain first, second, third.....).

Geht bitte.....

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