Forum: Wirtschaft
Ifo-Chef Fuest: Top-Ökonom warnt vor Neuwahlen
DPA

Ifo-Chef Clemens Fuest plädiert für eine Jamaika-Koalition - auch aus Sorge vor Neuwahlen: "Für die Konjunktur wäre Unsicherheit schädlich." Wie können sich FDP und Grüne einigen?

Seite 10 von 12
senso-neu 26.09.2017, 12:41
90. Lustlosigkeit?

Zitat von solongcharly
...die aus reiner Lustlosigkeit die Regierungsbeteiligung verweigert. ...
Häh, Lustlosigkeit? Wie erklären Sie sich das denn?

Beitrag melden
hotgorn 26.09.2017, 12:44
91.

Zitat von charlybird
Wirtschaft vor Mensch, wie sein Vorgänger Sinn. Exakt die vielen Entscheidungen in dieser Bewertungsfolge haben auch dazu geführt, dass wir jetzt Rechtsradikale im Parlament haben, aber Hauptsache der Wirtschaft geht es gut. Wenn meine alte Nachbarin ihr Kreuzchen bei der AfD macht, weil sie keine Zinsen mehr auf ihr Sparbuch bekommt oder ihre Enkelin keine bezahlbare Wohnung mehr findet, trotzdem aber der Wirtschaft mehr oder weniger die alleinigen Lösungen überlassen werden, kommt es eben auch zu solchen Wahlentscheidungen. Es half auch mein Zureden nicht, war eh zu spät, aber es bleibt trotzdem ne nette Nachbarin. :-) Ich habe aber die Befürchtung, sie war nicht die einzige, die, neben den wirklichen nationalen Deutschtümlern, darum so gewählt hat. Und wenn ich Herrn Fuestes topökonomisches Geplauder so durchlese, befürchte ich, an der Reihenfolge wird sich weiterhin nichts ändern, eher das Gegenteil, mit der FDP wird das Wort Wirtschaft deutlich größer geschrieben. Also wird es weiterhin Leute zur AfD treiben, auch wenn die dafür die vollkommen falsche Adresse ist.
Es gibt noch Marcel Fratzscher der schlägt deutlich andere Töne an natürlich hatte die Wirtschaft beim Mindestlohn recht und der Sinn Nachfolger und die FDP können in Europa auch kontraproduktiv handeln und hatten bei ihren Mindestlohnprognosen unrecht. Aber deshalb wählt keiner AfD das sind irrationale Sachen wie Herrmanns falsch interpretierte Kriminalstatistik, Angst vor Stromtrassen, Flutpolder uvm. Ich lebe selber in einem bayrischen AfD Kiez in dem diese Partei über 20% bekommen hat aber diese Käffer sind nicht Bayern und Bayern ist nicht Deutschland das müsste auch das Münchner Ifo Institut wissen.

Beitrag melden
sansibar1 26.09.2017, 12:47
92. Fuest irrt....

Der "TOP-Ökonom" scheint Angst zu haben vor einer politischen Konstellation ohne Führung der Union.
Dies ist ein weiterer Beweis für die Einseitigkeit seiner Analysen.
Ein Blick in die Geschichte der BRD zeigt, dass es ein politisches Leben auch ohne CDU/CSU gibt.
Daran ändert auch nichts, dass Herr Fuest sich dies nicht vorstellen mag.

Beitrag melden
static2206 26.09.2017, 12:49
93. Chaoskoalition

das geht sowieso schief. Alle drei Parteien wollen regieren, keiner wird nachgeben. Und spätestens in 2 Jahren hat sich Jamaika selbst zerlegt.

Beitrag melden
kleinerbuerger 26.09.2017, 12:52
94. Basisdemokratie wäre die Lösung!

All dieses endlose Affentheater wäre doch von gestern, dürfte der Bürger ( der sogenannte „Souverän“ ) die wichtigen politischen Sach-Entscheidungen per Volksabstimmung selbst treffen.
Wird nicht behauptet, diese Wahl war vor allem eine Protestwahl, der Bürger fühlte sich nicht mehr „verstanden“ = repräsentiert, eher noch: verhöhnt, z.B. weil viele Entscheidungen, von denen der Volkeswille durch Umfragen bekannt ist, genau gegenteilig durchgedrückt wurden / werden?
Ach ja, das Argument: die Radikalen hätten dann dank ihrer Propaganda leichtes Spiel etc...
Haben wir nicht vor jeder heutigen Wahl auch eine solche bis ins letzte Detail ausgefeilte Propagandaschlacht >von allen Seiten

Beitrag melden
migratist 26.09.2017, 13:21
95. Dann aber bitte...

... an dem Tag, an dem in Berlin die "Grüne Woche" oder der nächste Marathon stattfindet. Oder wenigstens an dem Tag an dem der BER eröffnet wird....
Nein ernsthaft. Soweit kommt es noch, dass die Total-Versager im Bundestag ihr Fuss(Abtreter)Volk so oft wählen lassen bis Ihnen das Ergebnis passt.
Wir müssen uns vier Jahre mit deren schwachsinnigen Entscheidungen rumplagen - jetzt sollen die sich wenigstens vier Monate mit unserem schwachsinnigen Wahlergebnis rumärgern!!

Beitrag melden
jackberlin 26.09.2017, 13:29
96.

Zitat von hotgorn
In Sachen Mindestlohn hat die Wirtschaft nicht recht behalten es gab dadurch weniger Arbeitslose die sich in ihrer Tätigkeit auch mehr geschätzt fühlen statt mehr Arbeitslosen. Es ist gut das die Wirtschaft etwas mitzureden hat und die Linke und AfD mit der ....
Der derzeitige Mindestlohn entspricht netto dem Hartz4 Satz. Selbst von diesem Mindestlohn sind noch Millionen Bürger ausgenommen. Wieso verfaule die Erdbeeren, wenn die Firmen angemessene Löhne zahlen müssten? Dann könnte sich der Großbauer eben keinen Drittwagen mit Stern kaufen. Und wenn ihm das nicht passt, kann er ja zum Jobcenter gehen. Es ist absurd, mit welchen Argumenten die Gier der Ausbeuter immer gerechtfertigt wird. Untertanengeist.

Beitrag melden
Bernd.Brincken 26.09.2017, 13:44
97. Wirtschaft

Zitat von grommeck
Es geht nicht um Gewinne, fair erwirtschaftete Erträge und sozialverantwortliche Beiträge zum Staatshaushalt, sondern um teils kriminell erzockte Gewinnmaximierungen, Steueroasen in denen sogar der Kleinstunternehmer sein schwer erarbeitetes .........
Hmm, sagen wir mal so - der Staatshaushalt lebt heute nicht schlecht von jenen Steuereinnahmen, die ohne jede Berücksichtigung von Fairness, Sozialverantwortung oder Legalität der Steuer-Zahler zusammenkamen.
Insofern ist es eine unzulässige Engführung, die Moral und die Geldflüsse zu einer politischen Strategie zu verknüpfen.
Und es war auch seinerzeit, bei Karl Marx, ein Holzweg.

Beitrag melden
solongcharly 26.09.2017, 13:45
98.

Zitat von senso-neu
Häh, Lustlosigkeit? Wie erklären Sie sich das denn?
Dass CSU und Grüne wegen unterschiedlicher Ansichten bzgl. Migration auch speziell hinsichtlich der Landtagswahlen in Bayern nicht zusammenfinden ist für jeden offensichlich. Dass aber die SPD plötzlich nach 4 Jahren gemeinsamer Regierung derart Innhaltliche Differenzen zur Union hat, dass Neuwahlen nötig wären, ist niemandem zu vermitteln. Die SPD hat keine Innhaltlichen Gründe sondern nur machtstrategische, dass mein ich mit Lustlosigkeit.

Beitrag melden
BettyB. 26.09.2017, 13:48
99. Die Befürchtungen der Reichen und ihrer Schützer

Nachdem sich für Reiche endlich der Sieg der Gemeinschaft der Reichenschützer von CDU und FDP abzeichnent, befürchten sie natürlich Neuwahlen, denn man stelle sich vor, die so anderen steuerpolitischen Absichten der SPD würden bei denen rumsprechen, die von ihnen profitieren würden. Also z.B: etwas Geld für eine zusätzliche Currywurst für den nicht begüterten Käufer und den nicht reichen Verkäufer, die beide bisher FDP oder auch CDU gewählt haben, weil sie doch hofften Milliardäre zu werden und keine Steuern zu zahlen. Da können Superreiche und ihre Interessenvertreter schon mal mit Bedenken an Neuwahlen denken...

Beitrag melden
Seite 10 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!