Forum: Wirtschaft
Ifo-Index: "Deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf"
REUTERS

Die deutschen Manager sind wieder in Höchststimmung. Das wichtigste Konjunkturbarometer, der Ifo-Index, ist überraschend deutlich gestiegen. Zuletzt hatte es noch zwei Rückgänge gegeben.

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joomee 26.10.2017, 14:00
20. Immer dasselbe...

Es ist immer dasselbe hier:

Bei jeder einigermaßen guten Nachricht, wird solange der Kopf über der Suppe geschüttelt bis ein Haar hinein fällt.

Scheint jedoch wohl eher eine Geistes- bzw. Gemütshaltung zu sein und hat mit der eigentlich Sachlage der Themen meistens wenig zu tun. Aber wem es Spass macht miesepetrig durch die Gegend zu laufen soll es tun... ;-)

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meine_foren 26.10.2017, 14:35
21.

Zitat von joomee
Es ist immer dasselbe hier: Bei jeder einigermaßen guten Nachricht, wird solange der Kopf über der Suppe geschüttelt bis ein Haar hinein fällt. Scheint jedoch wohl eher eine Geistes- bzw. Gemütshaltung zu sein und hat mit der eigentlich Sachlage der Themen meistens wenig zu tun. Aber wem es Spass macht miesepetrig durch die Gegend zu laufen soll es tun... ;-)
Notorisch Unzufriedene haben nun einmal von Natur aus größere Mitteilungsbedürfnisse als wir, die im Großen und Ganzen mit sich im Reinen sind und ihre Zeit lieber zur aktiven und positiven Lebensgestaltung nutzen. Am Ende ist jeder seines Glückes Schmied, nicht wahr? :-)

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rudi_ralala 26.10.2017, 16:21
22.

Zitat von joomee
Es ist immer dasselbe hier: Bei jeder einigermaßen guten Nachricht, wird solange der Kopf über der Suppe geschüttelt bis ein Haar hinein fällt. Scheint jedoch wohl eher eine Geistes- bzw. Gemütshaltung zu sein und hat mit der eigentlich Sachlage der Themen meistens wenig zu tun. Aber wem es Spass macht miesepetrig durch die Gegend zu laufen soll es tun... ;-)
Es gibt eben einige wenige die Hurrameldungen hinterfragen.
Es könnte ja sein, dass die derzeitigen, massiven Ungleichgewichte auf Dauer die Gesellschaft zerstören und darüber machen sich einige Foristen Gedanken. Dann gibt es die anderen, die sagen, nach mir die Sintflut. Mir geht es gut, also darf sich auch niemand beschweren.
Denken Sie mal drüber nach.

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joomee 27.10.2017, 00:26
23. Ich wusste...

Zitat von rudi_ralala
Es gibt eben einige wenige die Hurrameldungen hinterfragen. Es könnte ja sein, dass die derzeitigen, massiven Ungleichgewichte auf Dauer die Gesellschaft zerstören und darüber machen sich einige Foristen Gedanken. Dann gibt es die anderen, die sagen, nach mir die Sintflut. Mir geht es gut, also darf sich auch niemand beschweren. Denken Sie mal drüber nach.
Ich wusste dass sowas kommt.

Mir ist nur nicht ganz klar, wie Sie mir indirekt unterstellen, dass nach mir die Sintflut kommen soll und sich niemand beschweren darf, weil mir es anscheinend so gut geht.

Es tut mir leid, dass Sie jedem, der sich über eine im Grunde positive Nachricht freut, gleich böses oder unsoziales unterstellen. Oder ist es bei Ihnen zuhause nicht mehr erlaubt sich über gute News zu freuen und es ist alles nur schwarz oder weiß?

Weil es noch zuviel Ungleichgewicht gibt ist es doof, dass die Wirtschaft brummt? Also besser dann keine boomende Wirtschaft - und das hilft der Gerechtigkeit, oder was? Ich verstehe Ihre Logik nicht.

Ich sage Ihnen mal, was ich denke, dann brauchen Sie mir nicht so viel schlechtes an den Kopf werfen: Es ist gut dass die Wirtschaft boomt und ich hoffe, dass dadurch die ganze Gesellschaft profitiert - was früher oder später auch passiert und schon im Gange ist. Leider nicht so schnell wie wir uns es alle wünschen aber immerhin stimmt die Richtung, vor allem im Vergleich mit anderen Ländern. Das kann man jetzt positiv finden so wie ich oder wie Sie, eben schlecht und meckern.

Garantieren kann ich Ihnen jedoch eines: Ohne eine gut laufende Wirtschaft werden wir die Ungleichgewichte mit Sicherheit nicht wegbekommen. Aber vielleicht fühlen Sie sich ja tatsächlich besser, wenn der Ifo-Index runtergeht? Solche Leute soll es ja geben...

Es passt eben alles zusammen - immer nur negativ-pessimistisch und dazu noch Unterstellungen und Dinge reininterpretieren, die nicht da sind. Und das meinte ich mit Geistes- bzw. Gemütshaltung mancher hier...

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christian-h 27.10.2017, 09:58
24. Angabe

Zitat von joomee
1)Es tut mir leid, dass Sie jedem, der sich über eine im Grunde positive Nachricht freut, gleich böses oder unsoziales unterstellen. 2)Weil es noch zuviel Ungleichgewicht gibt ist es doof, dass die Wirtschaft brummt? 3)Garantieren kann ich Ihnen jedoch eines: Ohne eine gut laufende Wirtschaft werden wir die Ungleichgewichte mit Sicherheit nicht wegbekommen.
1) Sie machen das doch in einem ähnlichen Stil. Jeder der die positive Nachricht hinterfragt, im Kontext zu anderen Quellen die unsere Gesellschaft beschreibt, ist für Sie doch ein Nörgler oder Meckerer.
Dabei wäre es durchaus sinnvoll sich sachkritisch mit diesen Nachrichten auseinander zu setzen.

2) Wenn die Wirtschaft "brummt" ist das immer gut, nur muss eben dieses auch der Gesellschaft zugute kommen und nicht nur den Besitzern der Produktionsmittel. Daraus entsteht ja erst das Ungleichgewicht.

3) Das wäre an sich richtig, nur sieht die Realität leider etwas anderst aus.
Das unsere Wirtschaft "brummt" ist ja nicht erst seit diesem Jahr so, sondern geht schon seit ein paar Jahren, trotzdem hat das Ungleichgewicht zugenommen wenn man sich ein paar Statistiken zur Entwicklung von Einkommen, Vermögen, relative Armut, Niedriglohnsektor etc. anschaut.
Ergo kann man eben nicht pauschal sagen das das "brummen" der Wirtschaft der gesamten Gesellschaft zugute kommt, sondern eben nur einem Teil, während ein anderer Teil für das funktionieren dieser Wirtschaft zwar tatkräftig mithilft, aber wenig bis gar nichts von diesem Erfolg hat.

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joomee 27.10.2017, 13:02
25. Wir sind uns doch einig

Wir sind uns doch einig. Es ist gut dass die Wirtschaft boomt.

Und natürlich haben viele Menschen davon profitiert und profitieren - schauen Sie sich doch mal die Arbeitslosenzahlen, Steuereinnahmen und den Staatshaushalt an.

Selbst die Nettolöhne steigen seit einigen Jahren. Im Vergleich mit den meisten anderen Staaten stehen wir ganz gut da. Und natürlich werden sie in jeder Statistik Licht und Schatten finden.

Selbstverständlich gibt es noch viel zu regeln. Sehr viel. Das habe ich noch nie abgestritten. Sie werden in keinem meiner Postings eine absolute Schönmalerei finden. Aber bei sehr vielen hier, speziell auf die ich mich bezogen habe, dafür eine absolute Schwarzmalerei.

Aber das macht eben den Unterschied. Für den einen ist das Glas halbvoll also den anderen halbleer. Und da sind wir wieder bei der Geisteshaltung. Aber diese Diskussion können wir endlos führen.

Ich hab ja oben schon erwähnt, dass jeder für sich entscheiden kann, ob er miesepetrig durch die Gegend laufen möchte. Verstehe ich nicht. Aber Sie verstehen mich ja auch nicht, dass ist aber auch OK. Meine mittlerweile doch sehr lange Lebenserfahrung zeigt jedoch dass diejenigen die negativ/pessimistisch eingestellt sind immer etwas finden und meckern - diese Leute könnte man selbst ins Paradies stecken und auch da wäre es nicht anders.

Wie gesagt, jedem das seine. Ich wehre mich nur dagegen, wenn mir jemand versucht unsoziale Haltung zu unterstellen, nur weil ich nicht ständig mit meckere. Vielleicht bin ich ja viel solidarischer und sozialer eingestellt als die Dauernörgler hier? Nicht jeder der ständig laut lamentiert und von Ungerechtigkeiten etc. redet ist automatisch ein besserer und gerechterer Mensch...

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christian-h 27.10.2017, 14:32
26. Angabe

Zitat von joomee
1)Wir sind uns doch einig. Es ist gut dass die Wirtschaft boomt. 2)Und natürlich haben viele Menschen davon profitiert und profitieren - schauen Sie sich doch mal die Arbeitslosenzahlen, Steuereinnahmen und den Staatshaushalt an. 3)Selbst die Nettolöhne steigen seit einigen Jahren. 4)Sie werden in keinem meiner Postings eine absolute Schönmalerei finden. 5)Aber das macht eben den Unterschied. Für den einen ist das Glas halbvoll also den anderen halbleer. Und da sind wir wieder bei der Geisteshaltung. 6)Ich hab ja oben schon erwähnt, dass jeder für sich entscheiden kann, ob er miesepetrig durch die Gegend laufen möchte. 7)Nicht jeder der ständig laut lamentiert und von Ungerechtigkeiten etc. redet ist automatisch ein besserer und gerechterer Mensch...
1) Richtig, da sind wir uns einig.

2) Das viele davon profitieren ist auch richtig, aber genau so viele profitieren aber auch nicht davon, wenn man sich die Statistik zur Reallohnentwicklung anschaut, da haben die unteren 50% eine negative Entwicklung zu verzeichnen.

Hinsichtlich der Arbeitslosenzahlen ist die reine Aussage dieser Zahl natürlich sehr begrenzt. Sie zeigt eben nur an, wieviel Menschen offiziell als arbeitslos gemeldet sind. Wohin die Differenz gelandet ist (Vollzeit/Teilzeit/Minijob etc.) kann man daraus nicht erkennen.

3) In einer "brummenden" Wirtschaft sollte ein steigen der Nettolöhne selbstverständlich sein, denn nur dadurch werden Ungleichheiten vermieden und dem AN eine Teilhabe am Erfolg ermöglicht. Aber auch hier muss man realistisch sein.
Diese Steigerung erfolgen nicht homogen durch alle Gehaltsgruppen.
Die Einen profitieren da mehr, vor allem die tarifgebundenen (IG Metall, IGBCE, Bergbau etc.), die Anderen weniger (vor allem die AN ohne Tarifbindung).

4) Na doch, im Prinzip schon. Bis jetzt durfte ich von Ihnen noch nichts kritisches lesen wenn solche Jubelmeldungen kommentiert werden konnten, als es geht doch bestens.

5) Das wäre richtig, wenn es sich um einmalige Probleme handeln würde. Tatsache ist aber das es der Wirtschaft schon seit Jahren gut geht, die Probleme aber nicht angepackt werden. Die Probleme werden ja jedes Jahr in div. Studien dargestellt und leider muss man eben feststellen das die Gsellschaft insgesamt nicht zusammenwächst sondern eher weiter auseinandertrifftet.

6) Das wäre eine zu klärende Frage, ob es sich dabei um "miesepetrig" handelt oder eher realistisch und objektiv.
Denn letztlich geht es hier nur um den Ifo-Index.

7) Das kann durchaus sein, nur um Ungerechtigkeiten aufzeigen und abstellen zu können muss man diese erstmal erkennen.
Und da dürfte eher das Problem liegen das div. Ungerechtigkeiten nicht erkannt sondern als gegeben wahrgenommen werden.

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