Forum: Wirtschaft
Ifo-Studie: Arbeitskräfte-Mangel bremst Wirtschaft bis 2035
Waltraud Grubitzsch/ DPA

Weil Arbeitskräfte fehlen, wächst Deutschlands Wirtschaft laut Ifo-Institut in den kommenden 15 Jahren deutlich langsamer. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind dabei groß.

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Niteftef 21.06.2019, 14:10
1. Wir haben hier Millionen Arbeitslose

Aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich, dass einige davon sich schon Dutzende Male beworben haben und abgelehnt wurden.
Woher soll dieser Mangel kommen?!

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janos71 21.06.2019, 14:16
2. Ausländische Fachkräfte

D hat doch in den letzten Jahren viele ausländische Fachkräfte durch die Migration bekommen. Somit sollte für die Wirtschaft genügend Fachkräftepotenzial existieren.
Vielleicht werden aber für Industrie 4.0, Digitalisierung, Automatisierung & IT eher hochqualifizierte Fachkräfte aus Westeuropa, USA oder Asien gesucht. Dafür sieht es in D aufgrund des geringen Lohnniveaus eher schlecht aus. Ich denke nicht, dass Informatiker aus NL, USA, IRL, CH, Schweden, Japan... hier in D anheuern werden. Eher werden die wenigen deutschen Spezialisten in Hochlohnländer wie NOR, USA, CH, NL abwandern.

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temp1 21.06.2019, 14:21
3. und immer wieder

und immer wieder wird dieses Thema diese Prognose hochgebracht. Die Öffentlichkeitswirkung soll den Staat zwingen die Versäumnisse der Wirtschaft bei ihrer langfristigen Belegschaftsplanung die Hand unter den Arsch zu halten und sie zu subventionieren mit diversen Maßnahmen. Dafür habe ich ausgesprochen wenig Verständnis. Wer nur in Jahreszeiträumen denkt, sollte sich nicht wundern, wenn langsfristige Prozesse der Vorsorge dem momentanen Profit geopfert werden. In der Konsequenz ist es mal wieder der Versuch der Wirtschaft Gewinne personalisieren (sofort einzustreichen), Probleme der Gesellschaft aufdrücken (die Nachteile des kurzfristigen denkens vom Staat (Steuern der Bevölkerung) finanzieren zu lassen). Schluß damit!

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dasfred 21.06.2019, 14:24
4. Von dem Kaffee hätte ich gern auch was

Dann könnte ich auch aus dem Kaffesatz lesen, dass strukturschwache Räume sich auch in den nächsten Jahren nicht besonders entwickeln werden. Was die sonstigen Prognosen angeht, so sind sie so sicher wie der Wetterbericht für nächstes Jahr. Das ifo Institut hat schon für viel kürzere Zeiträume vorausgesagt, dass der Mindestlohn die Wirtschaft in den Ruin treiben wird. Niemand dort kann die Weltwirtschaft auch nur für drei Monate im voraus vorhersehen.

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localpatriot 21.06.2019, 14:25
5. EU bis 2035 denken

Wenn man schon bis 2035 prognostiziert dann muss man als größter Industriestaat eigentlich an die gesamte EU denken.
Man tut als sei D ein abgeschlossenes Wirtschaftsgebiet und das kann es langfristig nich sein wenn man das EU Konzept bis zur effektiven Einheit fördern will.

Die grossen Fragen sind hier:
Gibt es innerhalb der EU freie Kapazitäten und wie kann man solche wirtschaftlich erschliessen.

Einheit gibt es langfristig nur wenn die Lebensbedingungen ausgeglichen sind. Und das bedeutet in erster Linie die schwachen Bundesländer in D entwickeln und dann die schwachen Wirtschaftszonen der EU.

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kalim.karemi 21.06.2019, 14:28
6. in 15 Jahren?

dann liegt die Automobil und Zulieferindustrie längst ab Boden, der Robert und das Annalenchen haben aus einem Industrie erfolgreich ein Agraland gemacht, CO2 kommt jetzt nicht mehr aus der Fabrik sondern aus der Landwirtschaft. Was IT, KI, Biotech betrifft, sind wir eh meilenweit hinter den USA zurück, den ganzen restlichen Müll importieren wir aus China. Hauparbeitgeber wird der ÖD, die Kümmerindustrie und Studienverfasser sein, was soll der angebliche Arbeitskräftemangel also negatives bewirken?

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muunoy 21.06.2019, 14:28
7. Bitte nicht mehr die Mär vom Fachkräftemangel

Es gibt in Deutschland ausreichend viele gut qualifizierte Fachkräfte. In manchen Berufen (insbes. staatlich regulierten) entspricht die Entlohnung nicht der tatsächlichen Wertschöpfung der Arbeitskräfte. Da darf man sich dann schon einmal nicht über Arbeitskräftemangel beschweren. Er lässt sich auch leicht über eine adäquate Entlohnung beheben. Ein weiterer Aspekt wurde heute auf WON schön erläutert: Arbeit lohnt sich ggf. nicht mehr. Aufgrund der Extrembesteuerung von Arbeit entscheiden sich immer mehr Leute dazu, einfach weniger zu arbeiten. Bei unserem Steuer- und Abgabensystem heißt es nun einmal "weniger ist mehr". Wenn der Staat einem weniger als die Hälfte des Erlöses von Mehrarbeit lässt, entscheiden sich immer mehr Menschen doch eher für mehr Freizeit. Wer will es den Leuten verdenken? Ach ja, anstatt immer nur Trump zu bashen, sollte SPON vielleicht mal darüber berichten, wer von Donald Trump gerade ausgezeichnet wurde. Ich verrate hier nur so viel, dass unsere Regierung von dem Herrn noch viel lernen könnte. Deutschland war immerhin so freundlich, das Theorem dieses Herrn bereits empirisch bei gewissen Steuerarten zu bestätigen.

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markx01 21.06.2019, 14:28
8. Man kann es echt nicht mehr hören.

Fehlt nur noch die These des Aussterbens der Deutschen aufgrund des Fachkräftemangels.

Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte - Lohnunterschied
Mangel an Arbeitsplätzen - Liegt bestimmt an der Zahl der wenigen Arbeitskräfte. Niedringlohnsektor.
Zerstörung der industriellen Netzwerke - Ähm .. ja, da fällt mir nichts mehr zu ein. Wurden halt wegen fehlender Produktivität abgewickelt.
unterschiedliche Produktivität - Der Mensch an sich hat eine psychische Belastungsgrenze. Zum Rest fällt mir nichts mehr ein.
zu wenige Industrie-Ansiedlungen - Ähm ... da fällt mir nichts zu ein.
mehr Schulabbrecher als im Westen - Das könnte man zumindest mal theoretisch durchdenken, woran es liegt.

"Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard werden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen."

Immer mehr Wachstum, immer weniger Geld, mehr Konsumzwang. Sorry, bin grad nicht gut drauf. ;)

Gruß

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Racer2017 21.06.2019, 14:29
9. Die meisten Fachkräfte

Kehren Deutschland mittlerweile den Rücken und wandern aus, so wie ich.

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