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Ifo-Studie: Iren könnten größte Brexit-Verlierer werden
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Die Nachbarn träfe es am härtesten: Im Fall eines No-Deal-Brexits drohen Irland laut einer Ifo-Studie deutlich höhere Wohlstandverluste als Großbritannien.

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appenzella 23.08.2019, 16:20
10. Die sogenannten Ifo-erkenntnisse basieren auf telefonischen Rundfragen

und haben in 50 Jahren keine einzige richtige Vorhersage (man sollte es besser Vorhermärchen nennen) erbracht.
Kaffeesatzlesen ist um 1000 Prozent zuverlässiger.
pnegi hat recht: "Einfach nur Apple, Google, Microsoft & Co marktgerecht besteuern".

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quark2@mailinator.com 23.08.2019, 16:21
11.

Irland, Luxemburg ... also ich hätte mehr Mitleid, wenn das nicht gerade die Länder wären, die (neben den Niederlanden) besonders davon profitiert haben, daß sie für Amazon und Co die ganze EU quasi steuerfrei gemacht haben. Auch wenn ich absolut gegen den Brexit bin (egal mit was für Deal), hoffe ich, daß DE ggf. bischen von den Banken und der Luftfahrtindustrie profitiert, falls diese UK verlassen sollte. Aber, und da bin ich verwundert, es hieß eigentlich, daß viele Firmen nach Irland umsiedeln wollen, wegen der Nähe zur englischen Sprache und Kultur. Irgendwie hoffe ich immer noch, daß der §50 abgesagt wird. Alles andere schwächt Europa.

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AxelSchudak 23.08.2019, 16:24
12. Optional...

Optional könnte Irland auch - um die Grenze zu vermeiden - die EU verlassen und sich wirtschaftlich dem UK anschliessen. Das liegt bei Dublin. Eine Frage der Prioritäten...

Das mit Malta finde ich auch überraschend. Haben die einen so hohen Warenaustausch mit dem UK?

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burlei 23.08.2019, 16:28
13. "Ifo-Forscherin Steininger sagte: ...

... "Ein Freihandelsabkommen würde auf jeden Fall die negativen Folgen dämpfen.""

Ist das ein Problem? Schon am 2. November kann GB und die EU in die Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen eintreten und schon 10 bis 15 Jahre später wäre das unter Dach und Fach. Nur .... lohnt sich das überhaupt?

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Kamillo 23.08.2019, 16:28
14.

Wie sieht es eigentlich mit dem Warentransport von Festland-EU nach Irland aus? Da dürfte es ja dann auch diverse Verzögerungen geben, weil die Sachen entweder durch das Nicht-EU-Land GB (F-Calais->GB-Dover->GB-Liverpool/Holyhead->IRL-Dublin bzw. F-Calais->GB-Dover->Fishguard->IRL-Rosslare) transportiert werden müssen, oder über die Häfen in F-Cherbourg/Roscoff/Brest nach IRL-Rosslare transportiert werden müssten, was ein sehr langer Seeweg ist, im Vergleich zu über GB.

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bigroyaleddi 23.08.2019, 16:31
15. Immer wieder interessant

wie da auf einmal Daten verbreitet werden, welche nur auf Prognosen ohne nachweisbaren Ansatz erhoben werden. Das ist Kaffeesatzleserei. Klar ist, natürlich wird es Ein- und Umbrüche geben. Bei der Veränderung einer Geschäftsgrundlage ist das immer so. Hier aber sollten wir eines bedenken.

Es waren die Briten, welche gehen wollen. Die müssen selbstverständlich ihr eigenes Unvermögen in Sterling bezahlen. Wenn jetzt die Anrainer, welche aber Mitglieder der EU sind Einbußen haben, wird es sicher einer Gesamteuropäische Lösung geben.

Das darf aber auf gar keinen Fall dazu führen, dass auch nur ansatzweise mit einer Aufweichung der EU-Haltung gedanklich gespielt wird. Es muß einen klaren und auch einen harten Brexit geben. Die Iren können, wie einige Foristen schon sehr korrekt gesagt haben, sich an Googel halten. Da ist mehr zu holen!

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Darwins Affe 23.08.2019, 16:32
16. Noch einfacher

Zitat von pnegi
Einfach nur Apple, Google, Microsoft & Co marktgerecht besteuern und schon wird der Ausgleich zum Überschuss. Oder?
1) Südirland könnte ebenfalls aus der EU raus und sich einer Freihandelszone unter Führung von GB anschliessen.
2) Mancher EU-Staat, der sich nicht unbedingt in seine inneren Angelegenheiten einmischen lassen will, würde sich wohl im Laufe der Zeit anschliessen.
3) Dies ist natürlich ein Schreckgespenst für die Brüsseler Bürokraten. Deshalb auch die unnachgiebige Haltung gegen GB.

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Joachim Kr. 23.08.2019, 16:38
17. Den Iren nun Hilfe anbieten

Das wie muss gut überlegt sein, aber Irland könnte man zur gemeinsamen Handelsdrehscheibe machen.
Eine Wiedervereinigung Irlands wäre aber die allerbeste Lösung.
Dann liegt es an London, die Transportwege effizient zu lösen.
Vorstufe: Nordirland als Handelsplattform, sozusagen als Freihafen etablieren. Innerhalb Nordirland Freihandel, geht es rein oder raus, wird Zoll berechnet. Hamburgs Freihafen hatte natürlich einen Zaun drumherum, aber wenn dieser dann Geld und Arbeit bringt, vielleicht machbar?

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Actionscript 23.08.2019, 16:39
18. Optional...

Zitat von AxelSchudak
Optional könnte Irland auch - um die Grenze zu vermeiden - die EU verlassen und sich wirtschaftlich dem UK anschliessen. Das liegt bei Dublin. Eine Frage der Prioritäten... Das mit Malta finde ich auch überraschend. Haben die einen so hohen Warenaustausch mit dem UK?
...könnte sich auch Nordirland Irland anschliessen und wäre wieder EU Land. Dann wäre zumindest ein grosses Problem gelöst. Warum sollte Irland aus der EU austreten? Das käme einem Anschluss an die UK gleich, und Irland müsste wie UK alle Verträge neu verhandeln. Trump lässt schön grüssen.

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Proggy 23.08.2019, 16:40
19. Brexit 'ruiniert' das UK?

Wohlstandsniveau Einbruch bei einem No-Deal von -2,76% im UK - das ist schon ein Hammer - der erst einmal kompensiert werden muss.

In den Medien (und vor allem in den Foren) las es sich schlimmer. Aber ok, ist ja nur eine Ifo-Studie.

Irland -8,16%, Luxemburg -5,23%, Malta -5,19% und einige andere EU-Staaten natürlich auch mit (kleinerem) Minus, die hier in der Aufzählung vergessen wurden.
Hauptsache Deutschland nur -0,72. Dann ist doch alles in Ordung!

Die Verluste von Irland und den anderen EU-Staaten, fängt die EU (zumindest die verblieben Nettozahler) über verstärkte EU-Zuwendungen, doch locker wieder auf.

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