Forum: Wirtschaft
Ifo, Wirtschaftsweise & Co.: Wir leiden am Maaßen-Prinzip

Erst wackelige Thesen aufstellen - und dann prima wegkommen. Das kennen wir bisher weniger von Verfassungsschutzchefs als von Deutschlands Ökonomiepäpsten. Und das ist viel schlimmer.

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Corona17 21.09.2018, 19:23
10. @nr9. kelcht

Nö. Ganz unbegründet vielleicht nicht. Aber wissenschaftlich? Ganz unbegründet träumten die Alchemisten ja auch nicht von der Verwandlung von Quecksilber in Gold. Was nicht ganz begründet ist, ist lange noch nicht Wissenschaft.

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BettyB. 21.09.2018, 19:45
11. Diie Gefahr

Nicht nur Ökonomen, auch Wirtschaftsjournalisten unterliegen der Gefahr, den Reichen und somit der Reichenschützerin Merkel nach dem Mund zu reden. Bestes Beispiel ist das laufende Zitieren der Erkenntnis des Wochenmarktökonomen Adam Smith, der wohl auf dem Markt Preisangleichungen beobachtete, aber nicht verstand, dass das nichts mit der Ökonomie außerhalb des Wochenmarktes zu tun hat. Sei es drum, er hatte aber wenigstens etwas erkannt, die Laberei über die "unsichtbare Hand des Marktes" disqualifizierte Jahrgänge von Ökonomen - und eben auch Wirtschaftsjournalisten. Ein trauriges systemtragendes Spiel...

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fozzy2004 21.09.2018, 19:53
12. Wirtschaft ist keine Wissenschaft...

...sondern eine Ideologie. Das Meiste, was diese Herrschaft von sich geben ist empirisch nicht belegt bzw. belegbar. Und empirische Belege z.B. aus der Spieltheorie widersprechen ganz klar den Grundannahmen der Wirtschaftstheorie. Wenn sollte es daher wundern, dass die Vorhersagekraft der Theorien dieser "Weisen" ziemlich gut jenen der Astrologen entsprechen. Warum nennen wir sie nicht einfach die Wirtschaftsastrologen?

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keksen 21.09.2018, 19:55
13.

Hab schon vor längerer Zeit hier im Forum angemerkt, dass die Prognosen unserer Wirtschaftsweisen und Experten häufig nicht viel mehr als Kaffeesatzleserei zu sein scheinen.
Mir wurde der (berechtigte) Vorwurf gemacht, ich sei kein Ökonom. Das ist wohl wahr, aber Vorhersagen mit Ergebnissen abgleichen kann man auch ohne Abschluss in Wirtschaftswissenschaften.

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hj.binder@t-online.de 21.09.2018, 19:57
14. Die "Wirtschaftsweisen"

sind quasi ein Nebenprodukt der Integration von Nazi-Räubern in das CDU-System der Adenauerära.
1945 flüchteten sehr viele Nazi-Günstlinge in die damalige französische Zone (Südwürttemberg, Hohenzollern) - es waren Leute die sehr viel wussten. Z.B. ein gewisser Ludwig Erhardt und sein Freund Paul Binder, verstrickt in die Ausraubung des jüdischen Großbürgertums ("Arisierung"). Natrülich gab es nichts schriftliches, wenn z.B. Paul Binder als "Wirtschaftsberater" mittels Mandantenverrat dafür sorgte, dass die "Preise" für das Raubgut, Immobilien, Firmen, Patente etc. im Keller blieben. Paul Binder machte bei der CDU Kleinkarriere im süddeutschen Raum, allerdings immer in der Nähe seiner Opfer.
Die Karriere Erhardt ist bekannt und so versorgte dieser seinen leidenden Kumpan aus besseren Tagen 1964 mit einem Job, der ideal war: "Wirtschaftsberater" der Bundesregierung, sehr gut und endlos bezahlt, keine Sau fragte oder verstand was die laberten, für Binder war dies ideal, damit fragte keiner mehr was.

Hier im Süden sagen besorgte Mütter von ihren mit bescheidenen geistigen Mitteln ausgestatteten Söhnen, "sie lernen Volkswirtschaft und werden Berater, da müssen sie nichts mehr lernen und nichts arbeiten und kriegen viel Geld".

Übrigens zu den Flüchtigen in die französische Zone gehörte auch eine gewisse Elisabeth Noelle, nach ihrer Heirat 1946 Noelle-Neumann. Auch sie mischte kräftig mit, ihr Institut (1948 gegründet) wurde heftig von Altnazis im Bedarfsfalle gestützt und war unter Adenauer "staatstragen" - der Wikipedia-Eintrag liest sich wie ein Krimi.

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im_ernst_56 21.09.2018, 20:09
15. Höchste Zeit für neue Denker

Die neuen Denker, von denen es genug geben soll, wer sind denn die? Etwa sog. Realutopisten wie Friederike Habermann oder andere aus der Kategorie Karl Marx reloaded? Werden Sie mal konkret, Herr Fricke.

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salomon17 21.09.2018, 20:20
16. Keine exakte Wissenschaft.

Dass Wirtschaftswissenschaften eigentlich keine Wissenschaften sind, sollte dazu gesagt werden. Sie heißen nur so. Wissenschaften erkennt man daran, dass sie Hypothesen aufstellen und diese durch Experimente zu beweisen oder zu widerlegen versuchen. Kann man das Ergebnis des Experiments vorhersagen, ist das EIN Beleg dafür, dass die Hypothese stimmen könnte. Aber EINE falsche Vorhersage zeigt, dass die Hypothese so nicht stimmen kann. Bei den Wirtschaftswissenschaften ist das anders herum.

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53er 21.09.2018, 20:24
17. Bitte nicht vergessen,

auch dem Unsinn von Sinn ist es zu verdanken, dass bis heute alle Steuerzahler die Aufstocker...falsch die Lohnsubventionen für arme Unternehmen, bezahlen die so arm sind, dass sie ihren Mitarbeitern für Vollzeitarbeit nur Löhne bezahlen woll....äh können, die nicht zu einem auskömmlichen Leben reichen. Vielen Dank für diese arbeitsmarktpolitische Glanztat Herr Sinn, natürlich ist jede Arbeit besser als gar keine Arbeit. Den Rest besorgt eben der Steuerzahler der sich nicht vorm Zahlen drück äh....seinen Wohn- oder Firmensitz steuerschonend anpassen kann.

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Darwins Affe 21.09.2018, 20:24
18. Glaskugel verlangt?

Zitat von Corona17
Betriebs- und Volkswirtschaft sind halt keine Wissenschaften, auch wenn es dafür Lehrstühle gibt. Es werden zwar wissenschaftliche Methoden angewandt, z.B. In Form von mathematischen Modellen. Im Vergleich zur Physik fehlt aber jede Vohersagekraft. Ein Witz ist ja, dass es einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gibt. Zehn Jahre nachdem dieser an einen Vertreter einer gewissen Schule (!) vegeben wurde, bekommt ihn meistens jemand, der das genaue Gegenteil vertritt. Das ist schon seit Generationen Jahren so. Erinnert an die Alchemisten, bevor sie zu Chemikern wurden.
1) Das Fach Volkswirtschaft gehört zu den Sozialwissenschaften --- wo die Dinge wesentlich komplizierter sind als in der klassischen Physik.
2) Aber selbst in der (schon nicht mehr so modernen) Quantenphysik sind exakte Voraussagen nicht mehr möglich --- nur noch Wahrscheinlichkeiten.
3) Ob es besser wären, wenn man Forschung und Feldversuche in den Sozialwissenschaften einstellte, darf bezweifelt werden. Nur wer von der Materie keine Ahnung hat, verlangt von den Wissenschaftlern eine Glaskugel, um die Zukunft vorauszusagen.
4) Nebenbei: Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist sicher zu diskutieren. Aber wie steht`s denn mit dem Literatur- oder gar Friedensnobelpreis. Da wird völlig subjektiv vergeben.

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ghdh 21.09.2018, 20:28
19. Kluge Analyse

Kluge, schon lange überfällige Analyse der die deutsche Volkswirtschaft schädigenden Leistungen der deutschen naivliberalen Vokswirtschaftslehrer.

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