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IfW-Studie: Neumieten in Deutschland steigen kaum
DPA

Die Mietpreise in Deutschland explodieren? Unsinn, sagen zwei Wirtschaftsforscher. Selbst bei Neuverträgen müssen die Deutschen im Durchschnitt demnach kaum mehr bezahlen als 2008. Für Mieter, die in teuren Gegenden wohnen, haben die Ökonomen eine Lösung: wegziehen und pendeln.

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Haller 07.03.2014, 10:29
1. Ifw: Immer für einen Scherz gut!

Ein Blick in die Samstagsausgaben und deren Mietangebote reicht um diesen Kokoloresbericht ad-absurdum zu führen.

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melialhope 07.03.2014, 10:35
2. Zusammenfassung

Die Mieten sind niedrig, die Inflation ist eine Deflation, Arbeitsmigration nutzt dem Sozialssystem, niedrige Zinsen sind im Interesse Deutschlands, die EU bedeutet Frieden, Fachkräftemangel dramatisch, Fraking und Genamais sind gesund, die Konjunktur ist stabil, die Renten sind sicher ....

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kdshp 07.03.2014, 10:41
3.

Zitat von sysop
Die Mietpreise in Deutschland explodieren? Unsinn, sagen zwei Wirtschaftsforscher. Selbst bei Neuverträgen müssen die Deutschen im Durchschnitt demnach kaum mehr bezahlen als 2008. Für Mieter, die in teuren Gegenden wohnen, haben die Ökonomen eine Lösung: wegziehen und pendeln.
Der witz ist dich der das sehr viele die in teuren gegenden wohnen dahin pendeln wo wohnraum günstiger ist!

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max__1985 07.03.2014, 10:42
4. Mobilität gibt es kostenlos?

Ganz toller Tip von den Experten. Ich wohne in Berlin Wilmersdorf und zahle 11,50 € /m² kalt. Nicht billig.
Aber wen ich nicht soviel zahlen will soll ich also jeden Tag zur Arbeit (Berlin-Charlottenburg) pendeln? Das kostet mich jede Menge Zeit und auch die Mobilität muss erstmal bezahlt werden, das rechnet sich hinten und vorne nicht. Jetzt fahre ich jeden Tag mit dem Fahrrad und brauche mein Auto nur höchst selten. Zumal es auch generell umweltschonender ist im Zentrum zu wohnen da ich fast alle Wegge zu Fuß oder mit dem Rad oder auch mal mit der Ubahn zurück legen kann. Da ziehe ich betimmt nicht in irgendein Kuhdorf nach Brandenburg!

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Solid 07.03.2014, 10:43
5. Durchschnitt

Der Teich war im Durchschnitt 1m tief, trotzdem ist da eine Person ertrunken.

Natürlich werden die Mietsteigerungen in München ausgeglichen durch den Mietpreisverfall im hinterletzten Kaff in Vorpommern.

Nur will und kann in Vorpommern keiner mehr leben, mangels Infrastruktur und Arbeitsplätzen.

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wurzelbär 07.03.2014, 10:47
6. Die Mietpreise regeln sich selbst

IfW-Studie: (wie jede "krankhafte und unwichtige", aber politisch und von den Medien erwünschte Studie, um sich aus der Verantwortung zu stehlen) - Neumieten in Deutschland steigen kaum. Dazu bedarf es keiner "Studie" ! Bei der unter der Regierung von Frau Merkel betriebenen und verordneten > finanziellen Volksverarmung < regelt sich der Markt eben selbst. Verlangen kann man, bekommen ist etwas anderes. Also lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

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collapsar 07.03.2014, 10:47
7. typische bwl-logik

Zitat von sysop
Zwingt man Mercedes, seine Autos für 5000 Euro zu verkaufen, gibt es bald keine mehr. Einen Mangel wird man mit einer Preisbremse immer verschlimmern.
dieses zitat ist ein typisches beispiel für die weltfremde logik der wirtschaftswissenschaften. durch eine preisbremse besteht zumindest die *möglichkeit* einer mangelbehebung - auch in der ökonomischen denke: investoren legen ihr geld lieber in renditeschwachen anlagen an als überhaupt nicht.

durch das freie spiel der marktkräfte hingegen wird der mangel überhaupt nicht behoben - aus individueller sicht besteht kein unterschied zwischen unbezahlbarem und nicht existentem wohnraum.
natürlich kann man darauf hoffen, daß durch marktwirtschaftliche prozesse das preisniveau langfristig sinkt. eine garantie gibt es dafür jedoch nicht, und jeder kann selbst abschätzen wie realistisch die perspektive wirkt - gerade auf einem markt mit aus der sache heraus hohen eintrittsbarrieren. ganz zu schweigen vom zeithorizont, um den es hier geht.

was bei einem luxusgut wie einem mercedes noch angehen mag, sieht bei einem grundbedürfnis wie wohnraum etwas anders aus.
die empfehlung an einkommensschwache mieter, doch einfach zu pendeln, illustriert eine weitere konstante in der betreibswirtschaftlichen denke: das bestreben, kosten zu externalisieren. für die umweltbelastung durch den pendlerverkehr (energieverbrauch, schadstoffe, lärm, flächenverbrauch) und die nötigen investitionen in öpnv und straßen zahlt schließlich die allgemeinheit (der pendler natürlich auch mit seiner zeit und der schlechteren infrastruktur des täglichen lebens außerhalb der stadt).

mfg, carsten

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SchnurzelPuPu 07.03.2014, 10:49
8. Wohnungen sind nicht da vonnöten, wo Menschen leben

sondern da, wo sie billig sind. Ich ziehe also um, kaufe mir ein zweites Auto mit Kosten von 300€ im Monat, damit ich 300€ Miete sparen kann. Zwischendurch mach ich ein halbes Jahr blau, weil ich einen neuen Kinderbetreuungsplatz suchen muss, da ich ja in der Stadt, in der ich bisher gewohnt habe, das Recht auf einen verwirkt habe. Die Umwelt ruiniere ich durch das Pendeln nebenbei auch und ich muss natürlich Teilzeit arbeiten, da ich ja jetzt 1,5 Stunden länger zur Arbeit brauche. Ökonomen, ihr seid von Sinnen.

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veremont 07.03.2014, 10:53
9. Biobutter

Zitat von max__1985
Ganz toller Tip von den Experten. Ich wohne in Berlin Wilmersdorf und zahle 11,50 € /m² kalt. Nicht billig. Aber wen ich nicht soviel zahlen will soll ich also jeden Tag zur Arbeit (Berlin-Charlottenburg) pendeln? Das kostet mich jede Menge Zeit und auch die Mobilität muss erstmal bezahlt werden, das rechnet sich hinten und vorne nicht. Jetzt fahre ich jeden Tag mit dem Fahrrad und brauche mein Auto nur höchst selten. Zumal es auch generell umweltschonender ist im Zentrum zu wohnen da ich fast alle Wegge zu Fuß oder mit dem Rad oder auch mal mit der Ubahn zurück legen kann. Da ziehe ich betimmt nicht in irgendein Kuhdorf nach Brandenburg!
Na der Witz ist doch: Sie sollen erst wegziehen wenn es ihnen !zu teuer! wird. Offensichtlich ist das derzeit nicht der Fall, da Sie die Mehrkosten gerne in Kauf nehmen um zu Fuß laufen zu können.

Also ist der "Tipp" der IfW eigentlich keiner. Sie sagen nichts anderes als: "Ist dir die Biobutter zu teuer kauf eben normale." *Applaus*

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