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IfW-Studie: Neumieten in Deutschland steigen kaum
DPA

Die Mietpreise in Deutschland explodieren? Unsinn, sagen zwei Wirtschaftsforscher. Selbst bei Neuverträgen müssen die Deutschen im Durchschnitt demnach kaum mehr bezahlen als 2008. Für Mieter, die in teuren Gegenden wohnen, haben die Ökonomen eine Lösung: wegziehen und pendeln.

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bayernmuenchen 07.03.2014, 11:18
20. Keiner

muss umziehen, das ist nur eine Alternative. Ansonsten weiter zahlen und nicht meckern. Stadt kostet eben.

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jdm11000 07.03.2014, 11:21
21. Mietwucher - ist meist Quatsch!

Zitat von sysop
Die Mietpreise in Deutschland explodieren? Unsinn, sagen zwei Wirtschaftsforscher. Selbst bei Neuverträgen müssen die Deutschen im Durchschnitt demnach kaum mehr bezahlen als 2008. Für Mieter, die in teuren Gegenden wohnen, haben die Ökonomen eine Lösung: wegziehen und pendeln.
Ich bin selber Vermieter in unterschiedlichen Gegenden und kann immer nur über diesen Quatsch lachen, wenn ich mitbekomme, daß irgendwo jemand schreit, die Miete sei viel zu teuer!
Das dergleiche für sein Bier oder seinen Liter Sprit mal so in 10 Jahren ca 10 bis 30 % gern mehr bezahlt, wird vergessen. Nur bei der Wohnung, das soll es billig oder umsonst es geben. Was ein Quatsch! Der Handwerker der die Wohnung repariert, verlangt auch uU 10 % mehr, was der Vermieter eben nicht mal als Steigerung auf die Miete umlegen kann. Oder wenn die nicht umlegbaren Nebenkosten steigen, dann ist das auch das Pech des Mieters. Das der Vermieter sein Hab und Gut an jemand vermietet wird sogar noch als Recht des Mieters angesehen und der Vermieter hat ja die Pflicht dazu. Kein Wunder also, wenn es immer mehr Eigentümer gibt, die ihr Hab und Gut eben nicht vermieten - was zu Wohnraumknappheit kommen lässt. Oder verkaufen und somit auch nicht mehr vermieten.
Aber es ist für die Medien und den Politiker wirksamer, wenn man auf die Gruppe der "Besitzenden" einschlägt und diese als Raffzähne und Vampire zeichnet.
Wer meint, 11 Euro für den qm sei viel oder wenig, vergisst, daß eben der Raum in einem bestimmten Bereich eben endlich ist. Will er dort wohnen, zahlt auch er einen gewissen Anteil wegen der Knappheit. Kaufen will er ja nicht - warum wohl? Weil er keine Lust zum Eigentum hat? Oder weil er keine Pflicht eingehen will?
Ich bin der Auffassung, daß dieser Quatsch von Mietpreisbremse und Kappungsgrenze einfach nur einen unzulänglichen Eingriff in das Eigentum und in die Vertragsfreiheit ist - zur Verdummung des Wählers.
Mehr ist das nicht.

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Pfeiffer mit drei F 07.03.2014, 11:22
22.

Zitat von kdshp
Der witz ist dich der das sehr viele die in teuren gegenden wohnen dahin pendeln wo wohnraum günstiger ist!
Was soll daran denn ein Witz sein? Natürlich lebt man lieber in Berlin-Mitte oder Prenzlauer Berg als im Wedding oder einem brandenburgischen Kuhdorf.

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Strichnid 07.03.2014, 11:25
23. ...

Man muss ziemlich lange suchen, um den entscheidenden Fehler der Studie zu finden:

"Die zugrundeliegenden Preise sind wiederum als hedonische Preise berechnet, das heißt, sie tragen unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen der jeweiligen Wohnungen Rechnung."

Das ist ein beliebter Trick all derjenigen, die Inflationsraten runterrechnen wollen. Auch das Statistische Bundesamt verwendet hedonische Preise. Was heißt das? Eventuelle Qualitätssteigerungen (zB bei PCs die doppelte Prozessorleistung, bei Wohnungen eine bessere Dämmung) werden als preissenkende Effekte einberechnet. Man vergleicht also einen PC von 2008 mit einem von 2013 und überlegt, wieviel man heute für den 2008er PC bezahlen müsste (natürlich sehr viel weniger), bzw. was man 2013 für eine Wohnung zahlen müsste, die seit 2008 nicht renoviert wurde.

Da an deutschen Wohnungen jede Menge Reparaturen und Verbesserungen ausgeführt werden, macht allein die hedonische Methode locker 3-5% Senkung aus. Das ändert aber leider nichts daran, dass die Menschen diese virtuelle Preissenkung nicht haben. Sie müssen die tatsächlichen Preise der renovierten Wohnungen zahlen. Und die sind dann eben nicht +2%, sondern 5-8% gestiegen.

Die Studie ist ein Fail.

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SasX 07.03.2014, 11:25
24.

Zitat von sysop
In ganz Deutschland seien die Mieten in bestehenden Verträgen heute sogar niedriger als 1995, wenn man die Inflation herausrechnet.
Wer das tut, muss aber auch zeitgleich die Veränderung der Kaufkraft durch die Lohnentwicklung in der gleichen Zeit betrachten.

Wenn die Mieten 10 Jahre lang um den Inflationswert steigen, die Einkommen aber stagnieren, dann ist der Anteil des Einkommens, welches für die Miete ausgegeben werden muss, deutlich gestiegen.

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Bin_der_Neue 07.03.2014, 11:26
25. Kokoloresbeitrag

Zitat von Haller
Ein Blick in die Samstagsausgaben und deren Mietangebote reicht um diesen Kokoloresbericht ad-absurdum zu führen.
Der Blick in die "Samstagsausgaben" verrät nur, dass Beschreibung und tatsächliches Objekt oftmals kaum zueinander passen. Ausserdem, gerade im angesprochenen Bamberg gibt es auch in den "Samstagsausgaben" kaum attraktive Mietobjekte im Stadtbereich zu realistischen Preisen. Klar, wer aufs Kaff ziehen will (wie von den sog. Experten empfohlen), der hat derzeit noch eine geringfügig größere Auswahl, Tendenz weiter fallend.

Also, wenn man keine Ahnung hat, lieber etwas zurückhalten.

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wurzelbär 07.03.2014, 11:27
26. an #20 bayernmuenchen

Zitat von bayernmuenchen
muss umziehen, das ist nur eine Alternative. Ansonsten weiter zahlen und nicht meckern. Stadt kostet eben.
sprach der von Geburt an im Glauben und nicht Denken erzogene, staatlich verschuldete Arbeitssklave und Zwangsabgabenzahler, in seiner totalen Finanz-Zwangsabgaben-Diktatur!
Ja, das ist ein herrliches Leben, also weiter zahlen und nicht meckern.

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Sleeper_in_Metropolis 07.03.2014, 11:28
27.

Zitat von
"Zwingt man Mercedes, seine Autos für 5000 Euro zu verkaufen, gibt es bald keine mehr. Einen Mangel wird man mit einer Preisbremse immer verschlimmern."
Der Vergleich hinkt doch wohl. Einen Mercedes für einen Preis weit unter den Herstellungskosten zu verkaufen wäre natürlich absurd. Aber die gestiegenen Mieten in manchen Hotspots rühren ja nicht daher, das nun die Instandhaltungen plötzlich deutlich teurer wären, sondern einzig und allein vom Profitdenken einiger Vermieter. Die verlangen nicht soviel, weil sie es zur Kostendeckung brauchen, sondern einfach weil sie es können.

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fahrgast07 07.03.2014, 11:28
28. Weltfremde Wissenschaft.

Heute fahre ich alle Wege mit Fahrrad und Tram, und hab gar kein Auto.
Wenn ich ins Umland ziehe, muss ich erst mal was im S-bahn-Bereich finden, wo die Preise ebenfalls ehrgeizig sind. Ansonsten bräuchte ich ein Auto, was locker 500 Euro pro Monat verschlingt. Vom Zeitverlust ganz zu schweigen.

Fakt ist, dass die Mieten in München unerträglich sind - und da ist es nur ein schwacher Trost, dass ich irgendwo im Bayerischen Wald eine billige Bleibe finden könnte.

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millern 07.03.2014, 11:29
29. IfW? Lächerlich.

Da sitzen gut bezahlte "Wissenschaftler", schieben Zahlen hin und her und haben dann die Lösung: Umziehen. Umweltbelastung durch Pendler? Egal. Soziales Umfeld der Familien? Egal. Kosten der Pendelei? Egal. Mietraum für Normalverdiener in Städten? Egal. Meine Schlussfolgerung: IfW? Egal.

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