Forum: Wirtschaft
IfW-Studie: Neumieten in Deutschland steigen kaum
DPA

Die Mietpreise in Deutschland explodieren? Unsinn, sagen zwei Wirtschaftsforscher. Selbst bei Neuverträgen müssen die Deutschen im Durchschnitt demnach kaum mehr bezahlen als 2008. Für Mieter, die in teuren Gegenden wohnen, haben die Ökonomen eine Lösung: wegziehen und pendeln.

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interessierterleser1965 07.03.2014, 12:23
60. Mietpreisphantom

Diese Diskussion und einige Forenbeiträge zeigen, dass viele das Systrem des Marktes nicht verstehen. Die Hotspots sind einfach teuer, weil dort viele Menschen wohnen wollen und Hinterbrandenburg ist billig, weil da keiner wohnen will. So einfach ist das. Das Problem ist nur, was viele (Politiker einschließlich) nicht verstehen, Wohnungen in den Hotspots entstehen nicht durch Gesetze, sondern weil sie jemand mit Geld baut oder kauft, unterhält und am Markt anbietet. So einfach. Dieser Vorgang muss sich wirtschaftlich rechnen, sonst unterbleibt er. Mercedesfahren ist eben teurer als Daciafahren, und im Hamburger Schanzenviertel wohnen ist halt teuerer als in Brandenburg. Wer das nicht akzeptieren will, dem sei ein Blick in die Geschichtsbücher empfohlen. Die Idee mit den geregelten und gedeckelten Mieten ist nämlich nit neu, das gabs in der DDR schon mal. Die Ergebnisse und die Folgekosten dürften hinlänglich bekannt sein. Daran bezahlen wir nämlich noch heute.

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prophet46 07.03.2014, 12:24
61. Falscher Ratschlag

Das geht nicht, wegziehen und pendeln. Zumindest in Berlin braucht jeder Rentner oder HartzIV-Empfänger weiterhin seinen "Hochsitz" in Berlin Mitte bzw. in den angesagten Gebiete für 5 € pro qm. Verwöhnt ist verwöhnt!

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unsichtbarergeist 07.03.2014, 12:27
62. Nicht unbedingt

Zitat von huettenfreak
Wenn die Preise für den Erwerb von Wohneigentum rasant ansteigen (und das ist in den genannten Hotspots der Fall) dann ziehen irgendwann auch die Mieten hinterher.
Nicht unbedingt. Mieten steigen vor alle bei steigendem allgemeinem Wohlstand, da die Leute die Miete ja bezahlen können müssen.
Das Verhältnis von Kaufpreis zur Miethöhe wird aber maßgeblich durch das Zinsniveau festgelegt: Niedrige Zinsen heißt hohes Preis/Rendite-Verhältnis heißt hoher Kaufpreis bei weitgehend gleicher Miete.

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rawende 07.03.2014, 12:29
63. Aha....

komisch, als Mitglied im Deutschen Mieterschutzbund erhalte ich regelmäßig die Fachzeitschrift für Mieter. Deren Berichte gehen ganz ins Gegenteil.
der Clou ist, das gute Wohnungen zum größten Teil nur noch über Makler mit den entsprechenden Courtage zu beziehen sind. Diese Kosten sollte man in Zukunft mal mit anrechnen.
Der nächste clou besteht darin, bei Neuvermietungen offensichtlich die Miete leicht zu reduzieren, weil die meisten Vermieter wissen, dass sie nach einem Jahr eine Mieterhöhung von max. 20 Prozent verlangen können - noch! Nach der Kündigung haben wir die Wohnung in Immoscout nach der 20 prpzentigen Mieterhöhung noch mal um 200 Euro teurer wiedergefunden.....
Der nächste Clou ist, das in den Ballungsgebieten ein großer Mangel an Wohnraum besteht und dies oft von Vermietern ausgenutzt wird. Es wird m.E. nicht mehr so lange dauern, dass wir in unseren Großstädten amerikanische Verhältnisse (siehe New York - Manhatten) haben, wo man für 40 qm horrende Mieten zahlt.....die Berechnung der Wissenschaftler unter Abzug der Inflation ist ein Witz....da kann ich mir mein gehalt auch Brutto rechnen!

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trader_07 07.03.2014, 12:33
64. Klingeling...

[QUOTE=Shoxus;15080119] Artikel 14: (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Na klingelts bei Ihnen? Vermutlich nicht. /QUOTE]

Es muss einzig und allein bei Ihnen klingeln. Sie sind der gefühlt hunderste Poster auf SPON, der Art. 14 GG nicht verstanden hat.

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paris75001 07.03.2014, 12:37
65. In Paris zahle ich 40 EUR pro Quadratmeter ...

... und freue mich, dass ich es so günstig angetroffen habe ...

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lock_vogell 07.03.2014, 12:41
66. seltsam

in köln, bonn und düsseldorf sollen die preise angeblich nur um knapp 3% pro jahr steigen
komisch nur, dass die lokale presse ganz andere prozentzahlen nennt, die nahe gegen 10% gehen...
wer hat nun recht?
und in nachbarkreise ausweichen?
schonmal im rheinland gependelt? das ist ne wahre katastrophe... da hast du bei 40 km pendelzeiten von 30min - 120 min jenachdem wie groß dein "glück" ist... :/

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cola79 07.03.2014, 12:46
67. IfW-Studie: Teuer immer billiger!

Was soll denn eigentlich der Unsinn mit der "Inflationsbereinigung"? Was nutzt das demjenigen, der heute umzieht, der zahlt die Realpreise. Aber bitte, werde eben meinem nächsten Vermieter mitteilen, ich möchte gefälligst den IfW-Mietpreis, also inflationsbereinigt!

Aber warum steigen die Mieten? Weil sies können! Die Städte und Gemeinden haben ihren sozialen Wohnungsbau aufgegeben und somit keine Kontrolle darüber, welche Entwicklung die Mietpreise nehmen. Darüber konnte man wunderbar die Lebensqualität und somit die Attraktivität der Stadt steuern-denn Vermieter mussten da wirklich was bieten, wenn die Miete reinkommen sollte.
Heute reichen im Grunde vier Wände und ne abschließbare Tür und schon klingelt die Kasse. Mitunter ist das durchaus Wucherei zu nennen, denn auch mit Inflation sind manche Mietpreise nicht zu erklären...

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MartinS. 07.03.2014, 12:46
68.

Zitat von skilliard
Ach ja, das IfW... seufz. Wenn diese drei Kürzel in einem Artikel auftauchen muss man schon nicht mehr weiterlesen weil man eh schon weiß was kommt. Und das nennt sich dann "Studie"? Wer's glaubt.
Jetzt standen sie sogar schon in der Überschrift - und trotzdem weitergelesen... und sogar noch kommentiert.

Also effizient ist das nicht wirklich, was sie da betreiben.

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NightToOblivion 07.03.2014, 12:51
69. Witzig

Weg ziehen und pendeln. Klar wer benötigt schon schon Zeit für Luxushobbies wie Schlaf, wenn man doch statt dessen im Auto sitzen kann.

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