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IG Metall kämpft für 28-Stunden-Woche: Nehmt euch die Zeit
DPA

Zwei Jahre ohne große finanziellen Einbußen Angehörige pflegen oder Kinder erziehen können: Das fordert die IG Metall für Arbeitnehmer. Der Vorstoß entspricht dem Zeitgeist - und kann funktionieren.

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Guerilla_77 10.01.2018, 13:23
70. ...

Zitat von dirk.resuehr
Einfach klasse. 20% weniger arbeiten, dafür 6% mehr Lohn, bis der Unternehmer bankrott ist, dann wird nach Alimentierung durch den Staat geschrien. Geld für nix, grandios. Funktioniert ja besonders in Venezuela, alle sind reich, dumm nur, daß sie ....
Wer zieht nochmal den Karren - die Frage ist wundervoll...

Denken wir einfach mal die Metapher - Man stelle sich vor es wäre Krieg und niemand ginge hin - um und stellen uns vor die abhängig Beschäftigen kämen morgen alle nicht zur Arbeit.
Wieviel "verdienen" dann die Vorstände und Chefs(lassen wir der einfachheithalber mal die Aktionäre und Investoren weg) wohl noch so?
Ich verrate es ihnen, da ich vermute das sie selber darauf nicht kommen - nichts...

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trader_07 10.01.2018, 13:31
71.

Zitat von Guerilla_77
4 Kinder, Vollzeit Hausfrau, 1x im Jahr Urlaub und alle 5(!) Jahre einen NEU(!) Wagen.
Eher 2 Kinder, dafür 2-3x Urlaub. Rest passt.
Das ist zumindest in meinem Bekannten-/Freundeskreis normal.

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surfsteffen 10.01.2018, 13:37
72. was ist nur aus unserer Presse geworden

"IG Metall kämpft für 28-Stunden-Woche"
Warum muss mit den Schlagzeilen immer Alles so ins falsche Licht gerückt werden?
Nicht nur SPON auch die anderen berichten ähnlich und wecken damit den Eindruck die IG-Metall will eine Arbeitszeitverkürzung für Alle Branchenmitglieder.
Zum Glück ist es aber nicht so. Die wesentliche Forderung sind die 6% Lohnerhöhung, wovon alle Metallarbeiter profitieren würden. In Zeiten wo die Wirtschaft brummt wie nie zuvor, die Aussichten noch rosig sind und die Manager allesamt noch viel tiefer in die Tasche greifen und bereits gegriffen haben, ist diese Forderung nach Jahren der Zurückhaltung und Zugeständnissen seitens der Arbeitnehmer , mehr als gerechtfertigt. Wissentlich, dass in der Regel ca. 50% der Forderung erreicht werden, sind diese 6% sogar noch deutlich zu niedrig angesetzt.
Nur leider wird uns (ja ich bin auch aus der Branche) das aufgrund der miesen Pressearbeit vermutlich durch die Lappen gehen, weil die Forderungen ja in der Gesellschaft schon als völlig überzogen rüberkommen, weil alle denken wir wollen nur noch 28 Stunden arbeiten bei zusätzlichem Lohnausgleich.
In Wirklichkeit sollen diese 28 Stunden aber nur eine Sonderregelung für bedürftige Mitarbeiter sein, die in besonderen privaten Umständen stecken, welche eine temporäre Arbeitszeitreduzierung erfordern z.B. Thema Pflege Angehöriger. Was gefordert wird, ist dass diese Personen anschließend wieder ein Anrecht auf ihre alte Einstellung zu 100% haben. Schade dass man über so etwas in Tarifrunden verhandeln muss und das wesentliche Thema Loherhöhung deshalb wohl auf der Strecke bleiben wird.
Somit geht es bei dem Thema um eine bedürftige Minderheit. Leider kommt das in den Medien völlig verdreht rüber.

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LPS333 10.01.2018, 13:40
73. Die haben Probleme . . .

Ich bin jetzt fast 40 Jahre im Metallbau berufstätig. Weder meine Kollegen noch ich kenne oder kannten je eine 35 oder eine 38 Stundenwoche, meistens sind es 45 Stunden in der Woche oder mehr
Den meisten Handwerker aus anderen Sparten die ich kenne und die teilweise auch schwere körperliche Arbeit leisten (Zimmerleute, Maurer, Betonbauer etc.) geht es ähnlich aber sie gehen ihrer Arbeit nach ohne zu murren, zahlen brav ihre Steuern und sind zufrieden damit einen Job zu haben.
Aber ausgerechnet die Damen und Herren die mit weißen Handschuhen im Schwabenlande noble Automobile zusammen schrauben und besser erholt von der Frühschicht nach Hause gehen als andere morgens früh in ihre Arbeit starten glauben wieder mal sie seien chronisch unterbezahlt und müssten eh zu viel in der Woche arbeiten.
Ich persönlich nehme keinen aus der gesamten Gewerkschaftsspitze mehr Ernst, das sind für mich nur gut bezahlte Krawallstifter.

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GoaSkin 10.01.2018, 13:40
74. aus schlechten Jobs sollte man einfach raus, statt zu jammern

Wer mehr verdienen möchte, sollte es mal mit Gehaltsverhandlungen versuchen und sich im Zweifel auch mal woanders bewerben. Die meisten Leute kleben aber am Job, über den sie jammern und meinen, dass die Gewerkschaften und im Zweifel der Staat ihr Leid damit richten müssen.

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Hartmut Schwensen 10.01.2018, 13:51
75.

Zitat von n.wemhoener
Dann erklären sie doch bitte mal, lieber Dirk Resuehr, wer den Karren zieht.
Grundsätzlich erst mal diejenigen, die Wertschöpfung betreiben. Dazu gehören weder Rentner, Beamte, Gewerkschafter, Politiker, Sozialpädagogen usw.

Je geringer der wertschöpfende Anteil in der Bevölkerung, desto mehr muss sich der verbleibende Rest anstrengen, den Karren zu ziehen, um mal in Ihrem Bild zu bleiben.
Dieser Anteil sinkt übrigens seit langem, d.h. diejenigen, die dafür sorgen, dass Geld verteilt werden kann, müssen halt ein wenig mehr reinhauen.

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Bernd.Brincken 10.01.2018, 13:55
76. Währung Zeit

Wenn die "Währung Zeit" wirklich im Interesse der IG Metall wäre, als Vorreiter eines gesellschaftlichen Umdenkens - dann würde sie den vollen Lohnausgleich nicht daran knüpfen. Denn so ist es natürlich einfach ein schlechter Deal für die Arbeitgeber.
So ging es ja schon öfter: Arbeitszeitverkürzung steht oben drauf, aber am Ende ist es nur eine PR-Formel, die in ganz normalen Tarifverhandlungen aufgeht.
Dem tatsächlichen Interesse an flexibleren Arbeitszeiten wird damit eher geschadet.

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themistokles 10.01.2018, 14:02
77.

Zitat von bstendig
Wenn man einen kranken Partner, ein Kind oder die Eltern pflegen muss, ist das zwar bedauerlich, aber nicht Sache des Arbeitgebers oder des Staates oder der Gesellschaft.
Mumpitz. Unser gesamtes Gesellschaftsmodell beruht darauf, dass die Gemeinschaft bzw. "der Staat" in Notzeiten der einzelnen Person hilft. Pflegeversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Arbeitslosengeld und H4, Pflegegeld, Kindergeld, Zuschüsse zu unterschiedlichen Leistungen für sozial schwache Menschen (zB ÖPNV, etc.)... Sie können all diese Leistungen in Anspruch nehmen, obwohl Sie nur ein Bruchteil dieser Leistungen über Steuern und Abgaben selbt irgendwann einmal bezahlt haben.

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Gläbbisch 10.01.2018, 14:03
78. Gewerkschafts-Bashing

Wenn ich hier so den fast durchweg Gewerkschafsfeindlichen Tenor lese, wird mir wieder ein Stück weit mehr deutlich in welch unsozialer Zeit wird leben. Keiner gönnt dem anderen mehr die Butter auf dem Brot (aka "Wenn ich das nicht kriege sollen die das aber auch nicht kriegen"). Unsere Gesellschaft amerikanisiert zunehmend. Dazu kommt noch das falsche Wiedergeben von Fakten und gefährliches Halbwissen von Gesetzeslagen die hier trotzdem vehement verbreitet werden. Gruselig.

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John_Doe 10.01.2018, 14:07
79.

Zitat von seggetma
Die Landesregierung NRW kauft ihren Stahl, für die Brückensanierung, jetzt schon in China ein.
Moin, das ist interessant. Hast Du dazu eine Quelle?

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