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Im Nachtzug nach Malmö: Kurz vor Prenzlau geht die Sonne unter
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Die Deutsche Bahn schiebt ihre Schlafwagen nach und nach aufs Abstellgleis. Angeblich fahren sie Verluste ein. Ein Frankfurter Unternehmer glaubt nicht an das Ende des Nachtzugs - er betreibt seinen eigenen. Bloß wie lange noch?

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realist29 31.05.2015, 09:13
1. Anmerkungen

Der EN300 ist nicht der letzte private Fernzug Deutschlands. Zwar wurde der InterConnex zwischen Leipzig und Rostock kürzlich eingestellt, aber der HKX zwischen Hamburg und Köln fährt noch immer.

Wenn ich mir auf Bahn.de die Verbindungen von Berlin nach Malmö anzeigen lasse taucht der EN300 nicht auf. Warum klagt der Anbieter hiergegen nicht? Ich bin viel mit der Bahn unterwegs und kenne mich relativ gut aus. Dennoch war mir der Zug bis gerade eben unbekannt.

Ein Link auf die Homepage des Anbieters wäre nett gewesen. http://www.berlin-night-express.com/
Laut Homepage kostet die Fahrt 39€. Leider funktioniert die Buchungsmaske bei mir nicht.

Ebenfalls könnte der Artikel darauf hinweisen, dass MeinFernbus Flixbus gerade eine Busverbindung von Berlin nach Malmö gestartet hat. Die Busse fahren zweimal am Tag, davon einmal über Nacht. Die einfache Fahrt kostet 28€. Das preissensible junge Publikum wird sich wohl zukünftig hierfür entscheiden. Der EN300 wäre dann nach dem InterConnex der zweite private Fernzug, der unter dem Druck der Fernbusse aufgeben müsste.

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ingenör79 31.05.2015, 09:16
2. Ab 600 km

ist der Flieger einfach schneller und bequemer. Wer will schon 10 h im Zug sitzen. Und wer es billig will und Zeit hat fähert mit dem Bus.

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stuhlsen 31.05.2015, 09:26
3. Schade um Aus der Nachtzüge

Ich war als Student in den Ferien Schlafwagenschaffner bei der Bahn (damals DSG). Das waren noch echte Abenteuer Eine meiner Lieblingstouren war München-Kopenhagen. Allerdings war dieser Nachtzug schon damals nur schwach besetzt. Die 1.Klasse Autoreisezüge dagegen, z.B. Kassel-Narbonne, waren stets voll. Wir mussten damals morgens binnen kürzester Zeit 10 Schlafabteile umbauen (Wäsche abziehen, Betten hochklappen, Sitze und Tische aufbauen) und dann Frühstück (aus einer klitzekleinen Küche heraus) servieren! Aber es war aller Mühen wert, Trinkgeld floss reichlich und meist nur in Scheinen! Die wildeste Tour war München-Athen, zwei Tage und zwei Nächte. Traumhaft der griechische Speisewagen, der ab Saloniki angehängt wurde. Das war Eisenbahnromantik pur.

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Antares42 31.05.2015, 09:29
4. Hochmodern :-)

Der "hochmoderne Schnellzug nach Stockholm" im letzten Bild sieht allerdings verdächtig nach dem X2000 aus, der nun auch schon über 25 Jahre auf dem Buckel hat. http://de.wikipedia.org/wiki/SJ_X2

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guenther2009 31.05.2015, 09:34
5. Wieder einmal

zeigt ein Fastmonopolist wo und wie es lang geht. Da die DB keine eigenen Ideen hat, versucht sie andere zu behindern.Mit Hilfe der Bürokratie kann man zumindest verzögern.Die DB muss wieder verstaatlicht werden, nur so wird sie wieder kundenfreundlich, dann kann sie auch leichter als Versorgungsstation für Politiker dienen.

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fahrgast07 31.05.2015, 09:39
6. Ich fahr gerne Bahn.

@ #2: 600 Km in 10 Stunden? Da sind Sie aber laaange nicht mehr Bahn gefahren...

Ich mach es mir auch lieber im ICE oder Schlafwagen mit einem guten Buch bequem, als ewig an irgendwelchen Flughäfen warten, laufen, warten, stehen und wieder laufen zu müssen. Aber jedem wie ihm beliebt.

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prof.unrat 31.05.2015, 09:44
7. Interconnex

Der Interconnex musste nicht wegen des einen parallel fahrenden Fernbus aufgeben, sondern wegen der DB selbst. Denn zwischen Berlin und Rostock fährt nur alle wei Stunden ein langsamer Regionalexpress. Nur ausgerechnet beim Interconnex fuhr dann genau zeitgleich dann ein Regionalexpress, der dann diese Strecke zügig durchfuhr und damit dann noch schneller war als der Interconnex und zwar nachdem diese Strecke für ca. 800Mio Euro ausgebaut wurde. Aber kaum war der Interconnex eingestellt, wurde auch der "schnelle" Regionalexpress eingestellt bzw. wurde zu einem Bummelzug, der nun ca. 30 min länger braucht. Nein, da hat die DB dem Interconnex systematisch "das Wasser abgegraben".

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Kapugen 31.05.2015, 09:47
8. Der Begriff

...sagt schon alles. Je nach Gusto ist die Bahn mal Behörde mal Firma. Und das wir auch so bleiben, weil der homo politicus mangels Wiederwahl ja auch ein ruhiges Altenteil braucht!

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Robert_Rostock 31.05.2015, 09:49
9.

Zitat von guenther2009
zeigt ein Fastmonopolist wo und wie es lang geht. Da die DB keine eigenen Ideen hat, versucht sie andere zu behindern.Mit Hilfe der Bürokratie kann man zumindest verzögern.Die DB muss wieder verstaatlicht werden, nur so wird sie wieder kundenfreundlich, dann kann sie auch leichter als Versorgungsstation für Politiker dienen.
Wenn, dann muss das Netz verstaatlicht werden.

Ich finde es immer wieder lustig, wenn manche Foristen in ein und demselben Beitrag erst die schröcklichen Folgen der Bahnprivatisierung, die nur wegen Profitgier unzumutbare, servicefreie DB anprangern,
und dann den tollen Service, die gradiosen Leistungen der privaten, daher natürlich an Gewinnen orientierten Bahnkonkurrenten lobpreisen.

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