Forum: Wirtschaft
Im- und Export: So wichtig ist die Türkei für die deutsche Wirtschaft
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Das politische Klima ist angespannt, der Tourismus eingebrochen - doch der Handel zwischen Deutschland und der Türkei floriert. Welche Waren ausgetauscht werden, verrät die Infografik der Woche.

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FlinxDE 08.08.2016, 07:08
50. Leseverständnis

Bei einigen Kommentaren kann man nur mit dem Kopf schütteln. Mit keinem Wort plädiert der Artikel für eine Unterordnung der Politik unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Es werden lediglich die wirtschaftlichen Verpflechtungen beider Länder aufgezeigt. Genau das ist eine Aufgabe der Medien. Nur mit solchen Informationen ist man in der Lage, die Situation sachgerecht beurteilen zu können.

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gunpot 08.08.2016, 07:10
51. die in der Graphik genannten

Leistungsdaten stimmen und sollten nicht minimiert werden; denn auch aus diesem Grunde fällt ein energischerer Politikansatz gegen die Türkei so schwer. Genau diejenigen, die jetzt schreiben, was sind schon 22 Mrd Euro möchte ich hören, wenn auf einmal die Hälfte dieses Absatzmarktes wegbricht. Dieser Hinweis darf keineswegs missverstanden werden. Die Türkei in der jetzigen politischen Konstellation gehört nicht in die EU.

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ansv 08.08.2016, 07:13
52. Was will mir dieser Artikel sagen?

Vielleicht, dass wir den Herrn Erdogan auf keinen Fall lautstark kritisieren dürfen, egal was er tut? Schließlich hängt das Wohl unserer Automobilindustrie zum Teil von seinem Wohlwollen ab. Und für VW darf ja in seiner hausgemachten Krise kein weiteres Problem entstehen. Moral ist irrelevant für wirtschaftliche Interessen.

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MiguelD.Muriana 08.08.2016, 07:15
53. Das übliche Argument, gähn

Da ist es wieder: Die deutsche Wirtschaft benötigt die Türkei, also bitte möglichst nichts durch Fragen nach Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenrechte in Gefahr bringen. Deutschland hat einen riesigen Handelsbilanzüberschuss... Und selbst wenn nicht: Diese Fragen müssen gestellt werden!

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warkeinnickmehrfrei 08.08.2016, 07:20
54.

Die Türkei ist zu 100% abhängig vom Zugang zu den Europäischen Märkten und vom stetigen Zufluß von ausländischem Kapital. Hierzu reicht ein Blick auf die Kennzahlen der türkischen Wirtschaft und der Hinweis wie das rohstoffarme Land zum Beispiel seine notwendigen Energieimporte finanziert. Sollte die EU sich aus irgendeinem Grund dazu entschließen den Zugang türkischer Exporteure zu den Märkten zu erschweren oder zu verhindern, gehen in Ankara 4 Wochen später die Lichter aus und die Türken wegen Massenarbeitslosigkeit auf die Strasse. Umgekehrt brauchen weder DE noch die EU die Türkei.
Das sogenannte Erdogansche Wirtschaftswunder ist ein mit Fremdmitteln finanziertes potemkinsches Dorf. Das BIP der Türkei ist bei aller heissen Luft aus Ankara nicht grösser als das der kleinen Niederlande.
Bekommen die Investoren Bedenken und beginnen ihr Kapital abzuziehen und bleiben die Aufträge aus dem Ausland , die die türkische Exportindustrie am Laufen halten aus, bricht die Türkei zusammen wie ein Kartenhaus und findet sich in einer Liga mit Venezuela. In diesem Zusammenhang sind die Bemühungen der Türkischen Zentralbank zu sehen und auch die Äusserungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten dienen nur der Beruhigung der Investoren.

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lupenreinerdemokrat 08.08.2016, 07:21
55. Peanuts

Kein Grund in Sicht, der uns in eine Abhängigkeit zum Erdogan-Regime zwingen würde.
Vor allem bricht Erdogan internationale Regeln und zwar in deutlich stärkerem Maß als Putin, falls dieser überhaupt welche gebrochen hat. Von daher: höchste Zeit, die Türkei mit Wirtschaftssankionen zu belegen.
Wenn nicht, müsste man sich fragen lassen, wozu dann gegen Russland Sanktionen verhängt wurden. Und die Antwort darauf könnte in einigen Punkten die Bevölkerung Europas beunruhigen, um es mal salopp zu zitieren....

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emo.alberich 08.08.2016, 07:25
56. Andere Gebetsmühlen ....

Zitat von homosapjens
.... in letzter zeit wiederholen sich diese Art von Artikeln und Aussagen gebetsmühlenartig: immer wenn uns eine sogenannte befreundete Nation von uns abwendet, wird als erstes darüber probagiert, wie wichtig diese Nation für unsrere Exportwirtschaft ist. Seit dem Embargo gegen Russland geht bei uns die Angst um. Einbruch in der deutschen Wirtschaft nun auch bei entsprechender Aussenpolitischer Härte gegen England und der Türkei ?. Aber was will man uns damit denn eigentlich sagen? Dass die deutsche Aussenposlitik von der eigenen deutschen Wirtschaft erpressbar ist? Dass man nicht mit der nötigen gebotenen Distanz gegenüber Enland und der Türkei auftreten kann, weil sonst die deutsche Wirtschaft mit Umsatzeinbruch und Arbeitsplatzverlust droht ? Wie armselig ist das denn. Ist das wirklich das Gebot der Stunde ? .... Und wir schlucken das alles. Wie lange argumentieren wir noch so ?? Ich kann das nicht mehr ab.
Kennen Sie ein Land in Europa - egal ob EU oder nicht - wo nicht die Wirtschaft die Politik bestimmt? Besonders was "Europa" betrifft?

Ich nicht - im UK hatten die Bremainers nur ein Argument - die Wirtschaft. In der Schweiz wurde am 24. Juni der Beitritt zu EU gefordert, um die wirtschaftlichen Folgen des Brexit für die Schweiz abzufedern. Serbien will in die EU, weil es sich von ihr wirtschaftliche Vorteile verspricht. Ohne dass die Serben Sympathien für "Europa" oder Europäer hegten, wie der Regierungschef bemerkte im SPIEGEL.
In den USA soll Hillary Clinton den wirtschaftlichen Niedergang aufhalten und die Spaltung in Arm und Reich überwinden.

Es werden in Paris Klimaziele beschlossen, aber Deutschland exportiert Kohlekraftwerke nach Griechenland und vernichtet so die bereits begonnene Umstellung auf alternative Energien. Aus wirtschaftlichen Gründen.

Nach meiner Wahrnehmung scheint das einzige politische Thema zu sein: der gemeinsame Kampf aller Demokraten gegen den Rechtspopulismus, der global grassieren.

Wobei "Wirtschaft first" und darum "mehr Europa" eben auch eine bemerkenswert einfache Antwort auf alle komplexen Fragen ist.

Darum meine Frage: wo sehen etwas in Europa, wo die Wirtschaft nicht vor der Politik stünde? Deutschland scheint mir da voll im Trend.

Selbst die "humanitäre Geste" diem letzten September wurde wirtschaftlich begründet: wir brauchen Renteneinzahler und Fachkräfte.

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maurenzicurtiz 08.08.2016, 07:34
57. Mutlos

und scheinbar erpressbar verhält sich die Deutsche Regierung gegenüber der Türkei. Wir zeigen kein politisches Profil, verkaufen unsere Werte. Jede politische Entscheidung wird von der Industrie und deren Exporte dominiert und als Grund für unsere Zurückhaltung gebetsmühlenartig vorgetragen. d Deutschland macht sich zum Spielball von Ländern und Regimen auf der ganzen Welt. Wie viel undemokratisches Verhalten und Beleidigungen müssen wir noch über uns ergehen lassen bevor sich die Regierung endlich der Situation entsprechend verhält und endlich deutliche Worte spricht. Ich schäme mich wirklich für so wenig Rückgrat.

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schwallofix5000 08.08.2016, 07:34
58. was solls

dann sinkt halt der absatz von 3er BMW's. BMW wird es verkraften.

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der_gärtner13 08.08.2016, 07:53
59. Überschuss nur 8 Milliarden!

Die Importe muss man ja abziehen, wenn man das Szenario " keine Wirtschaftsbeziehung zur Türkei" durchspielt.


Ich behaupte jetzt mal dass der Wegfall von PKW und Maschinenbauteilen den Türken härter trifft wie mich der Verzicht auf Obst, Nüsse und Unterwäsche made in Turkey!

Deutschland und die EU haben ALLE Trümpfe in der Hand.

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