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Immer mehr Multi-Millionäre: Die Deutschen erben sich reich
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In Deutschland gibt es mehr als 19.000 Multimillionäre - so viele wie nirgendwo sonst in Europa. In den USA verdienen sich die Reichen ihr Vermögen überwiegend selbst, hierzulande ist das anders.

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multi_io 20.11.2014, 10:23
150.

Zitat von mensch-maennlich
Diese ganzen Vermögensstatistiken sind doch purer Schwachsinn. Also ob die wirklich Reichen ihre Vermögen einfach so offen legen würden.
In Schland ist es für Superreiche vermutlich auch schwierig, sein Vermögen offenzulegen, weil man dann von Neidhallen wie Ihnen gemobbt wird. Wenn in den USA Leute wie Bill Gates oder Warren Buffet spontan ein Restaurant oder ein Starbucks besuchen, dann gibt es Spontanapplaus der anwesenden Gäste. Wenn ein Milliardär das gleiche in Deutschland versuchen würde, würde der vermutlich mit Eiern beworfen oder schlimmeres -- vorausgesetzt, er würde überhaupt erkannt. Die Neidgesellschaft ist da halt mitunter ziemlich gnadenlos. Superreiche in Deutschland bleiben lieber unter sich.

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griaseich 20.11.2014, 10:26
151.

wie sehen diese Zahlen den Kaufkraftbereinigt aus??? Bei Berücksichtigung der Inflation sieht das Ganze wieder etwas anders aus???

Und ja Deutschland ist erschreckend!! Aufgrund der Abgaben kommen arbeitende Menschen nicht zu einem angemessenen Vermögen!!

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zynik 20.11.2014, 10:27
152.

Zitat von helmut.alt
Solche Diskussionen schüren nur den Sozialneid. Verteilen bringt gar nichts, außer einem Einmaleffekt. Wer nicht mit Geld umgehen kann und nicht hart arbeitet wird es nie zu etwas bringen.
Das Land hat sich viel zu lange von derart primitiven Parolen mundtot machen lassen. Es geht nicht mehr um "Sozialneid" oder den pervertierten Leistungsbegriff (mit dem die Leute ruhig gestellt werden sollen). Stattdessen geht es schlicht um die Tatsache, dass die völlige Ungleichverteilung der Vermögen massiven volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Ein Schaden, der uns allen und unseren Kindern in naher Zukunft schwer auf die Füße fallen wird.

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leidenfeuer 20.11.2014, 10:32
153. Der Staat will mehr Geld, um...

Zitat von fralt-die-hesse
Was für Zinseinkünfte? Haben Sie die letzten 10 Jahre mal den Wirtschaftsteil einer Zeitung gelesen?
...fast nichts für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, den Schutz der Bürger gegen brutale Einbrecher und für eine anständige Ausbildung mit korrekter Orthographie und hinreichendem Niveau zu tun.
Das Staatsgeld wird hauptsächlich für andere
Zwecke im In- und Ausland verbraten. Und deshalb
will der Staat an das Geld der Vermögenden und an
das Geld der kleinen Sparer, die sogar auf Anlagen
mit abnehmender Kaufkraft Abgeltungssteuer
berappen sollen (Sozialabgaben womöglich auch),
und das alles aus historisch-ideologischen
Vorurteilen der deutschen Politik.

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gerd2006 20.11.2014, 10:35
154. Fehlschluss

Zitat von rus13
Eine Verteilung des Vermögens würde so viele Probleme lösen. Wenn man das Vermögen bis auf eine bestimmte Grenze einkassiert ( die Grenze muss nichtmal so klein sein, 30 Millionen ist immernoch extrem viel) und den Rest des Geldes wieder der Wirtschaft zuführt (Investitionen etc), so würde die Konjunktur in die Höhe schießen.
Die Verteilung der großen Vermögen an alle würde kurzfristig relativ wenig bewirken und mittelfristig den Wohlstand verringern. Überlegen Sie einfach mal, dass für allgemeinen Wohlstand einer Gesellschaft gute Ideen und harte Arbeit nötig sind, und beides wird durch die Geldumverteilung nicht besser.

Ein Problem sehe ich eher in der mit Geldvermögen verbundenen Möglichkeit, Macht auszuüben (direkte Korruption, Versprechen interessanter Anschlußpositionen an aktive Politiker usw.). Hier entsteht der Gesellschaft echter Schaden, da partikulare Interessen statt Allgemeininteresse dann die Entscheidungen der von uns gewählten Politiker bestimmen. Was übrigens mächtige Konzerne mehr betrifft als privat Vermögende.

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postmaterialist2011 20.11.2014, 10:37
155. Unterirdische Kommentare !

Ich habe lange in Japan gelebt, einem Land mit einem sehr hohen Lebensstandard. Dort allerdings wird ein grosses Vermögen welches vererbt wird sehr stark besteuert. Hier ein kleiner Auszug aus einer Mitteilung der deutschen Auslandshandelskammer : "Der Spitzensatz der Erbschaftssteuer steigt bei einem Nachlasswert von über 600 Millionen Yen ( ca. 40 Millionen €) ab dem 1. Januar 2015 auf 55 Prozent. Für Schenkungen wird dieser Spitzensatz ab 30 Millionen Yen erhoben. Im Fall einer Schenkung an eine in gerader Linie verwandte Person, die das 20. Lebensjahr vollendet hat, wird der Spitzensatz ab einem Wert von 45 Millionen Yen erhoben" . Dies bedeutet grosses Vermögen wird mehr als halbiert, da man der Ansicht ist, dass sich jeder sein eigenes Vermögen erschaffen soll und von leistungslosem Einkommen die Gemeinschaft profitieren soll. Nun ist Japan kein sozialistisches Land und der unternehmerischen Tätigkeit dort hat diese Gesetzgebung auch nicht geschadet. Das Bullshitargument, das grosses Vermögen oftmals in Betriebsvermögen steckt und Unternehmen durch hohe Besteuerung ruiniert werden, hat sich auch nicht bestätigt. Durch die hinzugewonnenen Steuereinnahmen könnten die Staatsschulden massiv gesenkt und neue und innovative Ideen mit Kapital unterstützt werden und hiermit neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Denn heutzutage vergammelt das Vermögen vieler Multiimillionäre und Milliardäre irgendwo im Ausland und schafft hier weder Arbeitsplätze, noch wird es in den Konsum gesteckt. Eine gerechte Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen und die Schliessung von unsinnigen Stiftungen ist das Gebot der Stunde, dies hat nichts mit Neid zu tun, sondern wird die Wettberwerbsfähigkeit und Innovationskraft dieses Landes massiv verbessern.

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saiber 20.11.2014, 10:40
156. @Charlybird

Der Staat nimmt ja Steuern ein und von den Reichen mehr Steuern als von Ihnen z.B. Erbschaftssteuer liegt bei 50%. Was wollen Sie noch mehr?
Was ist den Chancen und Chancengleichheit? Sie koennen studieren, sie koennen sich ausbilden lassen und sie duerfen arbeiten. Kinder reicher Eltern haben diese gleicen Moeglichkeiten nur mit dem Vorteil dass sie halt ein besseres Taschengeld haben. Neid ist es wenn sie da nur auf ihr Taschengeld schauen. Aber sie haben die gleichen Chancen mit Leistung dorthin zu kommen wie dieses reiche Kind ist. Alles andere ist nur der Neid. Anders waere es wenn bei uns die Menschen hungern muessten wo andere Champagner schluerfen, aber so ist es nicht so. Bei uns ist immer noch ein bis 2 Autos im Haushalt, woechentlich Auswaerts essen und Skiurlaub und im Sommer eine Kreuzfahrt moeglich. Ein Luxus fuer manch anderer in anderen Laendern.

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CommonSense2006 20.11.2014, 10:43
157.

Zitat von laughingmoon
Warum sollte der Möbelschreiner das Unternehmen dicht machen oder Teile davon verkaufen? Angenommen, der Wert des Unternehmens wird auf 10 Jahre verteilt versteuert. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben werden also EUR 300.000 / Jahr versteuert. Ein nenneswerten Teil davon wird der geerbte Unternehmer aus den Erträgen des Unternehmens zahlen müssen / können. Schließlich müsste ein Unternehmen, mit 10 Mitarbeitern auch rund 250.000 Euro Gewinn (vor Geschäftsführergehalt) abwerfen, sonst wäre es keine 3 Mio wert.
Falsch geschlossen. Es könnte sehr gut sein, dass das Unternehmen vielleicht nur 100.000 € (für den Unternehmer) pro Jahr abwirft, aber trotzdem 3 Mio wert ist, weil allein die Grundstücke, Gebäude, Maschinen und Inventar diesen Wert haben.

Für einen größeren Konzern total untragbar, aber für einen Familienbetrieb nichts ungewöhnliches, der würde ihn nicht zumachen, weil sein Herzblut daran hängt und er sonst auch keine Alternative hat.

Und dann sind 300.000 pro Jahr zu versteuern, das sind dann mal schnell 100.000 zusätzliche Steuern.

Da ist der (Jung)-Unternehmer dann besser bedient, den Laden zuzumachen und die Einzelteile zu verkaufen. Sonst hat er nämlich 10 Jahre lang kein Einkommen mehr.

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wahlmüde 20.11.2014, 10:44
158.

Chancengleicheit... wenn ich das höre. JEDER hat in Deutschland die Möglichkeit, auch als Berufsabgänger, einen Gewerbeschein zu bekommen und einer selbstständigen Arbeit nachzugehen. Und versprochen, nach einem Jahr fliesst nur noch Milch und Honig, in 30 Jahren vererben Sie 1 Million, ganz sicher, versprochen. Der eine setzt sich in Jungen Jahren auf den Allerwertesten, verzichtet auf Urlaub, auf Familie, auf Parties und jedes Jahr das neue Handy. Baut sich ein kleines Vermögen auf. Der andere jede Party ein Knaller, jedes neue Handy, alles muss her, Urlaub jedes Jahr.... Dann nach 30 Jahren ruft genau der, "Hey, Du hast Doch Geld, gib's mir, Du darfst nicht reich sein, Dein Geld ist mein Geld". Ist das so richtig?

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miss_moffett 20.11.2014, 10:48
159.

Zitat von trident
Also, die Albrecht Brüder sterben. Wollen Sie nun den Aldi verstaatlichen?
Soweit ich die Beiträge hier verstanden habe, geht es darum, das Vermögen der Albrecht Brüder auf alle Deutschen zu verteilen, damit sie dann bei Penny einkaufen können.

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