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Immobilien: Baufirmen erhöhen Preise so stark wie zuletzt 2007
DPA

Wer einen Neubau plant, für den kann es schnell teuer werden: Die Kosten für Wohngebäude sind so stark gestiegen wie zuletzt vor der Finanzkrise.

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dipl.inge83 09.04.2018, 15:04
1. Na hoffentlich

platzt die Blase nicht so heftig und anhaltend wie damals.

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kayakclc 09.04.2018, 15:08
2. Angebot und Nachfrage

Der Baumboom hält in Deutschland an und viele Firmen haben Fachkräftemangel: sie könnten einstellen, bekommen aber keine Bewerbungen, die die nötige Qualifikationen besitzen. Zudem erhöht die EnEV 2014, die seit 2016 gilt, die Kosten an Baumaterialen und deren Verarbeitung weiter, die die Firmen an ihre Kunden weitergibt. Wir wollen teure Lösungen. Dann müssen wir als Kunden auch teuer bezahlen. Die Mieter und die Häuslebauer freut es, wenn wir mehr Geld für die Wohnung, und weniger in klimaschädlicher Flüge für den Urlaub nach Malle ausgeben. Die Inflation durch das Draghi Geld und die Bauvorschriften ist schon lange am Immobilienmarkt da. Jetzt beginnt es langsam auf die Bevölkerung durchzuschlagen, weil am Ende die Kosten auf alle Mieter umgelegt werden, wenn sie in einem neuen, oder frisch renovierten Haus leben wollen.

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MadDoubleF 09.04.2018, 15:08
3. Stahl???

... also ich baue gerade. Das einzige, was da an Stahl drin ist, ist etwas Bewährung bei den Ringankern. So wie die das schreiben, könnte man fast denken die Häuser bestehen aus purem Stahl.
Das meiste, was bei den Einfamilienhäusern den Preis hoch treibt, sind die Lohnkosten der Handwerker. Eine Steckdose 65€. Geht mal in den Baumarkt und schaut euch den Preis einer solchen an. Dann sieht man wo sich der Stundenlohn bewegt. PS: Bei mir sind nur Leerrohre. Also nix mit Schlitzaufwand.

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Vanagas 09.04.2018, 15:15
4. Haus- oder Wohnungskauf lohnt sich nicht für die meisten Deutschen

Für die meisten Deutschen lohnt sich der Haus oder Wohnungskauf überhaupt nicht mangels Kapital und der Unwegbarkeiten (Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit um nur einige zu nennen) die für die Jahrzehnte dauernde Finanzierung geplant sein wollen. Und wer meint, er wohne im Alter mietfrei der irrt sich aber gewaltig. Dann gehen die Renovierungen am Objekt los oder Kosten für Straßen- und Kanalsanierung belasten den "Mietfreien". Eine geerbte Immobilie ist auch mit Vorsicht zu betrachten. Sollte die geerbte Immobilie nicht durchrenoviert sein ohne Sanierungsstau ist das in Ordnung. Wenn aber seit 30-40Jahren nichts mehr an der Immobilie getan wurde- besser Finger weg. Der Schuß kann nach hinten losgehen.

Frage an SPON: Das Bild mit dem eingerüsteten Haus gibt es auch auf FOCUS online( Artikel:"Kostenfalle für Hausbesitzer: Wann Sie Zehntausende Euro an die Gemeinde zahlen müssen"). Gibt es nur dieses eine Haus in Deutschland als Motiv?!?!?

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realplayer 09.04.2018, 15:18
5.

Bauen für die Reichen und Schönen. Vielleicht sollte man mal das überbordene und teilweise lächlerliche Baurecht vereinfachten. Das Bauen ist durch Millionen von Vorschriften so teuer geworden. Wie es anders geht zeigen die Niederlande.

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Leser161 09.04.2018, 15:26
6. Verständlich

Wenn viele bauen wollen erhöht man die Preise. Man kann nur das bauen wozu man Kapazität hat, also filtert man die Bauherren mit weniger Geld aus.

Für Bauherren bleibt die Weisheit: Nothing is ever umsonst. Also nicht von niedrigen Bauzinsen unter Druck setzen lassen, einfach bauen wenns ins Leben passt, der Markt niveliert eh alles aus.

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Pixopax 09.04.2018, 15:45
7. Die Bauindustrie verdient daran immer weniger

Der Baustoffhandel ist mittlerweile so stark in Kooperationen und Einkaufsverbänden konzentriert, dass sie die Preise immer weiter drücken können und es auch tun. Rabatte von bis zu 70% sind keine Seltenheit mehr, sie quetschen dann mit Bonuszahlungen und "Werbebeteiligungen" den Rest aus der Industrie und nutzen das Buzzword "Digitalisierung" dazu die Industrie für ihre Onlineauftritte bluten zu lassen.

Eine große Kooperationsgruppe z.B. hat zuletzt die Industrie aufgefordert für das Einlesen von Artikeldaten 4,50 Euro pro Datensatz zu zahlen (+ einen Grudnbetrag natürlich). Das geht schnell in die Tausende Euro, pro Jahr wohlgemerkt.

Andere outsourcen die Rechungsprüfung an Banken und verlangen dann für jede Rechnung wahnwitzige 0,5% des Rechnungsbetrages als Gebühr. Beispielsweise für eine Ladung von 20.000 Euro zahlt man dann 100 Euro "Rechnungsprüngsgebühr"

Der Einzige Weg den die Industrie gehen kann ist am Produkt sparen was geht und regelmäßig die Preise anheben um die Rabattansteiege auszugleichen.

Heute gibt es in manchen Branchen im Vergleich zu den 80ern ein nur halb so gutes Produkt zum dreifachen Preis von damals.

Es ist nicht die EnEV die die Preise erhöht, es ist der zu stark konzentrierte Baustoffhandel der das angerichtet hat.

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veravonhinten 09.04.2018, 15:47
8. Na Klasse,

dann steigen im nächsten Jahr die Versicherungen für Gebäude im gleichen %-Satz. ( Siehe Baukostenindex) Die Branche wird freuen.

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5mark 09.04.2018, 15:58
9. Welche Blase?

Zitat von dipl.inge83
platzt die Blase nicht so heftig und anhaltend wie damals.
Das übersehen viele Leute. Bei uns ist keine Blase geplatzt.
Und das wird die nächsten 7 bis 10 Jahre auch nicht passieren, da bei uns die Kreditvergabestrukturen andere sind als in den USA und sonst wo. Hier finanziert sich jemand sein Haus oder seine Eigentumswohnung mit einem Kredit mit einer Sollzinsbindung von gewöhnlich 10 Jahren. Über diesen Zeitraum sind die Kosten des Kredits gleichbleibend und planbar. Und was in 10 Jahren ist weiß kein Mensch.

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