Forum: Wirtschaft
Immobilien: Bauland in München ist bis zu 100 Mal teurer als im Osten
DPA

Die Preise für Bauland in Deutschland sind einem neuen Bericht zufolge deutlich gestiegen. Doch die Unterschiede zwischen Wachstumsregionen und ostdeutscher Provinz sind enorm.

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pauli96 13.09.2016, 14:01
1. Fragliche Differenz

Gegenden, in die außer Menschenscheuen und Naturliebhabern keiner ziehen will, gibts bestimmt mehrfach in Deutschland.
Mir persönlich sind auch im Osten der Republik keine relevanten Gebiete bekannt, in denen Bauland zu Preisen deutlich unter 50 Euro gehandelt wird. Die Norm im Bereich von größeren Städten sind 100€/qm und drüber...

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Fortune 13.09.2016, 14:15
2. Lächerlich

Diesen Artikel hättet ihr Euch sparen können, wenn er nicht von Eurem Praktikanten geschrieben wurde..
Der Vergleich ist meines Erachtens nach wertlos. Wenn Ihr behauptet, dass es Baugrund im östlichen Teil Deutschlands in mittlerer 'Lage'( Ich nehme an, dass das gemeint war) für 12 Euro gibt ( und das laut Eurer Formulierung kein Einzelfall ist), wäre es durchaus sinnvoll, diese Zahl mit einem Beispiel zu unterlegen.
Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass es sinnvoll war diese zwei Quadratmeterpreise miteinander zu vergleichen..
Sensationsjournalismus fällt mir dazu nur ein.

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jowitt 13.09.2016, 14:33
3. günstiger Wohnraum ist nicht zu erstellen

Die neue Energieeinsparverordnung, Vorschriften zur Barrierefreiheit, Parkplatzvorschriften und viele weitere Vorschriften verhindern ein preiswertes Bauen. Das alles macht das Bauen unnötig teuer und bringt viel weniger Einsparung, als es im Gegenzuge kostet.

Allein die jährliche Verschärfung der Energiegesetze im Bauen tragen heute schon zu 30% zu den Mehrkosten bei.

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rico76 13.09.2016, 14:49
4. In Teilen zweifelhafter Artikel

Den Osten Deutschlands allgemein als billig und hinterwäldlerisch hinzustellen ist zwar en vogue, aber Bauland für diesen Preis bekommt man auch irgendwo im Nirgendwo im Westen. Man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. In Sachsen und Thüringen, als hochentwickelte Industrie-, Handels-, und Wissenschaftsstandorte, findet man unter 50 Euro/qm kein infrage kommendes Bauland - der Durchschnitt liegt irgendwo zwischen 70-90 Euro/qm, in städtischen Randlagen sogar deutlich über 100 Euro, teils bis 200 Euro. Bauland ist auch hier knapp geworden, in den letzten Jahren durch die niedrigen Baudarlehen erst recht. Regionale Unterschiede aus 5 Bundesländern glatt zu ziehen, ist schon sehr banal. Man darf auch nicht Bodenrichtwertkarten als Maßstab nehmen, der Marktpreis liegt oft deutlich darüber.
Andererseits will uns der Verfasser doch nicht wirklich unterjubeln, dass qm-Preise von mehreren hundert Euro gerechtfertigt sind? Bauen ist ansich schon zu teuer geworden, da sollte Land als Basis wenig kosten - in den USA geht's auch. Zudem sollten die Gemeinden inflationär Bauland günstig abgeben, gerade in Ballungszentren, damit keine Immobilienblasen in den Innenstädten entstehen. Die Bau- und Energievorschriften sind überreguliert - das sagt jeder Architekt oder Bauingenieur. Unter 2.000 Euro/qm bekommt man hierzulande kein Haus mehr gebaut, ohne Keller, Garagen und Außenanlagen versteht sich. Hier muss sich was ändern. So wird kein bezahlbarer Wohnraum geschaffen.

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adep 13.09.2016, 14:53
5. Erschließungskosten sind im Westen schon 15x höher

Hier in einer großstadtnahen Kleinstadt (nicht München) betragen die Erschließungskosten für ein innerörtliches Baugebiet allein 180 €/qm.
Da ist man auch sehr bemüht möglichst alles Kosten und Maßnahmen im Umfeld des Baugebiets (incl. Erneuerung alter Wasserleitung der Stadtwerke) sich durch das Baugebiet finanzieren lassen. Dann noch zusätzlich kostenlose Flächenabtretung für Allgemeinbedarf, ... Dann noch der Ökoausgleich. Dann noch mehr als ein Jahrzehnt Genehmigungsdauer. Doppelte Grundsteuer durch Bauträger ... da ist man schon sehr schnell bei mehreren 100 €/qm ohne dass der Voreigentümer einen größeren Gewinn gemacht hätte.
Dann kommen dann noch die teuren Auflagen durch die überzogenen Energieeinsparungsverordung. Die kleinlichen Vorgaben im Bebauungsplan und dann wundert man sich dass Wohnen unbezahlbar wird.

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untergeher_muc 13.09.2016, 14:57
6.

Also hier im südlichen Münchner Landkreis (Oberhaching) wechselt eigentlich kein Grundstück für unter 1.400€/qm in letzter Zeit mehr den Besitzer. Total verrückt.

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möwe99 13.09.2016, 14:57
7. selbst Schuld

keine Firma ist in der heutigen Zeit gezwungen mit ihrem Standort im Süden zu bleiben, keiner ist gezwungen in den Süden zu ziehen, keiner ist gezwungen im Süden zu leben.

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AmyYma 13.09.2016, 15:07
8. Taschenrechner raus ...

... Bauland, Mieten und sonstige Kosten gegen das Einkommen verrechnen und ggf. dorthin umziehen, wo wohnen billiger ist.
Und auf dem "Land" gibt es weniger Stickoxide usw.

Wer nicht jeden Tag Party machen muss oder ins Theater will, hat Alternativen zu teuren Großstädten. Teilweise gibt es sogar Häuser für unter 30.000 Euro - hier udn da sanierungsbedürftig, aber es gibt sie.

Wenn die Internetverbindungen schnell genug werden, sollte Teleworking die Zukunft für Büromenschen sein. Das spart zudem noch Zeit, weil sich nicht in den Stau gestellt werden muss. So als Signal an die Arbeitgeber.

Und hey: Arbeitslosigkeit ist nicht ortsgebunden ;-)

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lostcontinent 13.09.2016, 15:09
9. Bauland in München unter 1200EUR?

Wo ist das? hinter der Würm? Im Stadtgebiet kaum zu bekommen...

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