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Immobilien: Der Kampf um den Berliner Wohnungsmarkt
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In Berlin ringen Politik und Wohnungsgesellschaften um mehrere Häuserblocks in der Karl-Marx-Allee. Bei der Auseinandersetzung geht es um eine zentrale Frage: Wem gehört die Stadt?

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Niederbayer 05.02.2019, 11:15
30. Wem gehört die Stadt

"Wem gehört die Stadt: den Investoren oder den Mietern?"

Na den Mietern sicher nicht, denn die sind wie gesagt ja Mieter und nicht Eigentümer. Ein Blick in´s Grundbuch kann da sehr hilfreich sein.

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Freundschafter 05.02.2019, 11:15
31. Finazierung der Miete von wenigen durch den Rest der Stadtbewohner

Rückgekaufte Wohnungen sind dann ggf. ein Zuschussgeschäft durch die Stadt. Denn auch die Stadt kann keine moderne renovierte Wohnungen für 6-7 Euro/Meter sicherstellen. Die Mehrkosten dürfen dann die restlichen Stadtbewohner bezuschussen!

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pterodactylus 05.02.2019, 11:17
32. Wie gut das geklappt hat

wenn man jegliche Investition abwürgt, das hat man auch schon in der Staatsform erleben können, welche die Karl-Marx-Allee zu verantworten hat. Die Mieten zu drücken bedeutet nur, dass die nachfrage noch größer wird und das Angebot noch kleiner.
Wenn die Regierung keine steigenden Mieten gewollt hätte, dann wäre sie in Bonn geblieben. Dass die Preise hochgehen würden, das war man sich damals schon bewusst. Aber man wollte ja Prestige. Nun muss man dafür eben auch zahlen.

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p2063 05.02.2019, 11:17
33.

warum so komplizierte Vertragsschachereien? Einfach ein Gesetz erlassen, das eine Mietsteigerung verbietet die über die Inflationsrate hinaus gehen würde und dann noch eins, dass bei Eigentümerwechsel keine Anpassung der Miete erfolgen darf.

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Berliner42 05.02.2019, 11:20
34.

Zitat von blueshift774
Fragt doch mal in China an und holt chinesische Investoren nach Berlin. Die bekommen eine Auflage, wie sie die Stadt Wien macht: 60% aller Neubauwohnungen müssen zu einem sozialen Miet-Zielpreis von 5.00 Euro pro qm gebaut werden.
5 Euro geht nur mit Billigbauten. Keinesfalls nach den deutschen Standards. Wer billig will, muß erst mal viele Vorschriften streichen.

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marsman 05.02.2019, 11:21
35. Anlagenotstand

Man kann auch sagen, dass eigentliche Problem ist der Anlagenotstand bei niedrigen Zinsen. Irgendwo muss Private Equity ja das ganze Geld parken, und da wird halt mit Immobilien spekuliert. Und die überhöhten Preise müssen dann mit überhöhten Mieten wieder aus dem Mieter gequetscht werden.
So eine Diskussion geht nie ohne Ideologie. Aber wenn die Politik der Meinung ist, weiterhin eine Politik für Reiche und Superreiche machen zu müssen, wird die Stimmung tatsächlich irgendwann kippen. Es gibt mittlerweile fast keine Möglichkeit mehr, mit ehrlicher Arbeit aufzusteigen - entweder man hat (geerbt), dann hat man alle Voraussetzungen mehr zu bekommen, oder man hat nicht, dann wird man auch nie haben. Allerdings wird die Mehrheit dann wahrscheinlich so dumm sein, eine Partei zu wählen, die noch mehr für die Reichen macht, es aber mit populistischen fremdenfeindlichen Parolen geschickt verschleiert.

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lab61 05.02.2019, 11:22
36.

Zitat von abcd63
Gibt es eigentlich ein Grundrecht auf "Wohnen in Berlin"? Man kann auch in Bernau, Eberswalde, Oranienburg o.ä. wohnen
Ja. Ich finde, dass es das für Berliner, die schon immer in Berlin gelebt haben, durchaus gibt. Im Gegensatz zu denen, die neu in die Stadt strömen.

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Rosenhag 05.02.2019, 11:23
37.

Die Stadt gehört den Investoren der Deutsche Wohnen (internationalen Investorengemeinschaft), schließlich wurde ein Grossteil der städt. Wohnungen für 400 Millionen ? (heutiger Wert 7 Milliarden ?) von einem Senat unter SPD-Führung an selbige verkauft. Wo ist eigentlich Wowereit heute angestellt?

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horstenporst 05.02.2019, 11:23
38.

Zitat von kleineEiszeit
Ich bin in Ostberlin gross geworden. Mir wird speiübel, wenn ich von einer “Verstaatlichung von Wohneigentum” höre. Immer, wenn der Staat mitgemischt hat, kam nix Gutes dabei raus. Das war so und wird immer so sein
Nur weil der Sozialismus à la DDR nicht funktioniert hat, ist nicht jede Verstaatlichung schlecht. Genauso wenig wie jede Privatisierung schlecht ist, weil das Konzept des alles Privatisierens in Chile unter Pinochet (Stichwort Chicago boys) nicht funktioniert hat.

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Berliner42 05.02.2019, 11:25
39.

Zitat von quark2@mailinator.com
Wenn der Autor des Artikels es schon für nötig hält, hier billiges DDR-Bashing zu betreiben, dann sollte er vielleicht zumindest seinen letzten Satz um die historische Wahrheit ergänzen, daß die DDR sich sehr bemühte, genügend, ....
Tolle Wurst. Die Mieten waren zu niedrig, um den Bestand zu erhalten. Die Innenhstädte sind verrottet und stattdessen wurden an der Perhipherie hässliche Plattenbauviertel hochgezogen.

Wer weiß wie die jetzt aussehen würden, wenn die Wende nicht gekommen wäre. Vielleicht hätte man dann noch weiter draußen wieder neu gebaut. Die Mieten müssen eben hoch genug sein, um die Substanz zu erhalten.

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