Forum: Wirtschaft
Immobilien in Deutschland - was sind Ihre Erfahrungen?

Die Rezession hat den europäischen Immobilienmarkt durcheinander gewirbelt. Deutschland profitiert: München und Hamburg stehen nun an der Spitze der europaweiten Liste. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Immobilien in Deutschland?

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Rainer Helmbrecht 02.02.2009, 15:19
30.

Zitat von Rainer Eichberg
Angesichts der Aussicht darauf, daß ich mit ziemlicher Sicherheit in einem Altenwohnzentrum ende, stand für mich ein Hauskauf ohnehin nicht zur Debatte. .…...
Hallo Rainer,

wie weit können Sie denn in die Zukunft schauen, oder woher wissen Sie, wo Sie Ihr Leben aushauchen werden.

Ich kenne einige Menschen, die auch so tolle Pläne hatten, leider, oder Gottseidank gingen die nicht in Erfüllung.

Ich kenne Ehepaare, die ins Ausland gingen und dann wurde einer der beidem krank und der Plan wurde gekippt. So gibt es viele, die ganz andere Pläne hatten, die sich dann nicht erfüllen.

MfG. Rainer

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Fidelity 02.02.2009, 15:19
31.

Es spielen ja immer eine Menge Faktoren in die Eigenen Überlegungen mit ein. Ich habe mir gerade selber in Köln eine Wohnung gekauft, ein Faktor dabei war der, dass ich endlich mal alles so gestalten kann wie ich das möchte ohne dass ich später etwas wieder in den Ursprungszustand versetzen muss und ohne dass ich dann eine höherwertige Ausstattung (bsp: laminat-echtholzdiele) dem Vermieter schenke. Und ich sehe das als einen wichtigen Schritt für meine Altersvorsorge. Wenn ich recht informiert bin bedeuten alle bisher beschlossenen Rentenreformen der letzten 5 Jahre real ein absenken meiner zu erwartenden Rente um ca. 25% gegen über dem Stand von vor 5 Jahren. Eine selbtgenutzte Wohnimmobilie hat halt dann den charme dass ich meine Wohnkosten drastisch senken kann. Welchen Nominalen Wert sie dann später hat ist für mich ja unerheblich. Die chance ist sehr gross dass ich ebenfalls in einem Alters-/ Pflegeheim enden werde, und da ist es mir gleich ob ich die Kosten dann durch die Immobilie für ein oder drei Jahre selber tragen kann bis dann letztlich doch das Sozialamt einspringen muss.

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Andreas Heil 02.02.2009, 15:25
32.

Zitat von david66
Persönliche Beleidigungen finde ich unpassend.
Ihre Worte: Die größte Schweinerei in D. ist der Denkmalschutz.

Da es nicht Ihr Haus ist, also auch noch gefühlte Bürokratie nach einigen Umdrehungen stiller Post ?

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Andreas Heil 02.02.2009, 15:38
33.

Zitat von Polarwölfin
Sollte es eine Ente sein, so verbreite nicht ICH das, sondern die Stadt Dortmund selber. Vor einigen Wochen lief eine Sendung im WDR genau über dieses Projekt "Leben und Arbeiten am Wasser" in Dortmund, bei der auch Angehörige der Stadtverwaltung zu Wort kamen. Es wurde über den Umfang der Umsiedelung berichtet, damit man das Wasser auch erst einmal schaffen kann, über Art und Höhe der Erschließungskosten und vor allem die Mühe, diese noch zusammenzukratzen (O-Ton), denn der Haushalt hätte massive Probleme und nicht zuletzt durch solche Projekte erhofft man sich mehr zahlungskräftige Steuerzahler. Ist also nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wird offiziell verbreitet. Auf die gleiche Idee sind auch Duisburg, Gelsenkirchen, Hattingen und noch eine weitere Stadt gekommen, deren Namen mir grade nicht einfallen will. Düsseldorf übt sich auch an solchen Projekten, nicht nur im Medienhafen für Porschefahrerpublikum.
1. Die Stadt ist nicht pleite, sondern hat erhebliches Anlagevermögen, sie ist sogar so wenig pleite, dass sie sich die Dauersubventionierung des Flughafens gönnt und noch einiges mehr.

2. DO und Wohnen am Wasser ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Es geht um den Phoenixsee (im Südosten) auf einer Industriebrache, zu klein für einen richtigen See, sonst ein wenig wie der Maschsee in Hannover - derzeit im Baggerstadium. Da tauchen wie immer "unerwartete" Kosten auf und im Übrigen ist Wahlkampf. Den Genossen geht der Arxxx auf Grundeis und entsprechend ist die Stimmung. Viel später könnte am Kanalhafen (im Nordwesten) noch was entstehen, da ist aber noch die Hafen AG vor und das wird wegen SPD-Altkaderentsorgung wohl auch eine Weile so bleiben.

3. Im Rest NRWs gibt es real existierende Projekte, die z.T. schon recht alt sind, aber z.T. auch erstklassig, wie Duisburg z.B., dafür brennt's da sonst an allen Ecken und Enden.

Dortmund hat den Vorteil eines relativ großen Einzugsbereichs mit wenig Verlust an angrenzende Regionen, deswegen geht es ihm ökonomisch trotz erheblichem Strukturwandel von Stahl und Kohle zu Nanotechnologie, IT, etc. und immer noch hoher Arbeitslosigkeit noch vergleichsweise gut.

Und gegen den Rest von Ihrem ersten Beitrag wollte ich ja auch gar nichts vorbringen.

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eberego 02.02.2009, 16:20
34. Schlechte Erfahrungen

Zitat von sysop
Die Rezession hat den europäischen Immobilienmarkt durcheinander gewirbelt. Deutschland profitiert: München und Hamburg stehen nun an der Spitze der europaweiten Liste. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Immobilien in Deutschland?
Hohe Mieten, erbärmliche Wohnungen. Damit stehen wir an der Spitze.

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Senfkorn 02.02.2009, 16:49
35.

Zitat von **Kiki**
Die Immobilienpreise hier (jedenfalls für Wohnimmobilien) haben sich bis heute nicht vom Platzen der hiesigen Immobilienblase Mitte der neunziger Jahre erholt. Und die potentiellen Käufer offenbar auch nicht, denn die ziehen es vor, weiter zur Miete zu wohnen. Rational zu erklären ist die Auseinanderentwicklung im Verhältnis Miete zu Kaufpreis aber eigentlich nicht.
Problem ist das Eigenkapital das man parat haben muss und die Nebenkosten die beim Kauf enstehen, wie Grunderwerbssteuer ect..
Muss man dann doch innerhalb einiger Jahre wieder verkaufen, läuft es meist auf Verlust hinaus, denn so schnell steigen die Immobilienpreise nicht, ausser vielleicht im vielgepriesenen München.

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almabu 02.02.2009, 16:58
36. In meinem Umfeld kenne ich einige,

Zitat von eberego
Hohe Mieten, erbärmliche Wohnungen. Damit stehen wir an der Spitze.
deren Immobilien auf Drängen der Banken mit zu hohen Hypotheken belastet wurden. Dies geschah mit Hilfe von Gefälligkeits-Wertgutachten. Als es einst mein Banker bei mir auch versuchte, bat ich ihn vor die Tür, wo seine eigene Bank in einem Schaukasten, mit meinem Haus vergleichbare Objekte zu etwa 20% geringeren Preisen feil bot, als den, den er bei mir zur Grundlage der Anschluß-Finanzierung machen wollte.
Das sind die zwanzig Prozent, die sich bei einem vorzeitigen Verkauf in Luft auflösen. Da wird sauer Erspartes "verbrannt" und viele merken das nicht einmal. Ich lehnte damals ab und wechselte den Banker. Als ich einige Jahre später wegen Scheidung das Haus verkaufte, deckte sich der Verkaufspreis bis auf zehntausend Euro mit meiner damaligen Wertschätzung.
Hätte ich auf den Rat des Bankers gehört, hätte ich zwischen 40 und 50 Tsd. Euro verloren...

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newliberal 02.02.2009, 17:12
37. Hmmm..........

Schwer, schwer, ganz schwer der dt. Immobilienmarkt. Bzgl. Ruhrgebiet. Hier mache ich mir mittlerweile keine Illusionen mehr, trotz Marinas, Blick auf´s Wasser und div. anderen Mätzchen halte ich diese Region kaum mehr für zukunftsfähig, auch wenn mir Herr Heil hier vehement wiedersprechen wird. Die meisten Städte verlieren Jahr für Jahr Einwohner, und das seit Jahrzehnten. Ausserdem kommt es in den Städten zu einer zügigen ethnischen Segregation, d.h. "Deutsche" vor allem gut ausgebildete verlassen die Region in Richtung Umland oder Süddeutschland. Am Rande des Ruhrgebiets- im Münsterland und am Niederrhein hat sich mittlerweile so eine Art Speckgürtel gebildet in den sich die Mittelklasse absetzt. Das Ganze erinnert mich mehr und mehr an die USA - verfallende Inner Cities und prosperiende Suburbs mit Büros, Jobs, EKZ etc.pp.

Wenn ich jemandem zu einem Investment raten würde, dann München und Umgebung, Stuttgart, Freiburg und Heidelberg. Hannover ist zwar auch ganz nett, aber hier sehe ich nicht unbedingt exorbitant steigende Preise. Wenn man sich schlicht und ergreifend die entscheidenden Parameter ansieht, Bevölkerungswachstum, Akademikeranteil, Zusammensetzung der vorhandenen Industrie, Infrastruktur bleiben nur die o.g. Standorte übrig.

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Rainer Eichberg 02.02.2009, 17:19
38.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Hallo Rainer, wie weit können Sie denn in die Zukunft schauen, oder woher wissen Sie, wo Sie Ihr Leben aushauchen werden.
Wenn Sie sehenden Augen durch's Leben gehen, brauchen Sie keine Glaskugel.
Unsere Gesellschaft ist egoistisch und selbstverliebt. Pflege und Fürsorge dürfen Sie im Alter nur gegen Kohle erwarten.
Wo mein letztes Bett stehen wird, dürfte also klar sein, oder?

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finnegan 02.02.2009, 17:32
39.

Zitat von malbec freund
Fahren Sie doch lieber täglich durch die Innenstadt, so beschleunigen Sie Ihr Wunschziel um das 7-fache. Ich als in Schl.-Holstein geborener habe immer schon Strand, und das gleich an der West- und Ostküste. Die Elbe ist meine Grenze, südlich davon fängt für mich der Balkan an. Wenn ich mal, ganz selten, Berge besteigen will dann schlage ich mich halt mal quer durch den Balkan durch. PS. Hoffentlich machen Sie Ihre Innenstadt Touren auch mit einem mindestens 300G/CO2 Wagen. Grüße nach München.
Hier im Balkan (Rosenheim, österreichische Grenze) sind die Hauspreise ziemlich hoch (für ein vernünftiges Haus zahlt man ca 500.000€).
Als ich im Sommer in Lübeck auf Lesereise war, habe ich mich dort einmal umgesehen, die haben ja Preise --- himmlisch! Allerdings kann man auch keine vernünftigen Mietpreise erzielen.

Dabei haben wir doch in Deutschland diesen ganzen Hypothekenquatsch doch gar nicht mitgemacht. Seit ich 1991 eine Wohnung in Rosenheim kaufte, hat die 20% an Wert verloren. Ich war in London, was ich dort gesehen habe, ließ mir das Wasser im Munde zusammen laufen. In Kensington, eine 60qm Wohnung 2.000€ Miete/Monat. Davon können wir doch hier nur träumen

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