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Immobilien: Investoren fürchten Berliner Mietpreisstopp - Aktienkurse fallen
DPA

Der Berliner Senat will die Mieten für fünf Jahre einfrieren - an der Börse sorgt das für Hektik: Die Aktienkurse großer Vermieter wie Vonovia und Deutsche Wohnen rauschen ab.

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thomas_linz 07.06.2019, 19:39
120. Sie haben eine Rendite von 3%

Zitat von Außenbetrachter
Habe mir mal Vonovia-Aktien gekauft, damit ich als 75-jähriger meine 4.Zähne finanzieren kann. 3% Rendite erachtete ich als sicher und zahle davon 30% an den Finanzminister, weil der es nötig hat, und an die Kirche, weil die in Afrika viel Gutes tut. Viele erfreuen sich an dem Werteverfall der Vonovia-Aktie, und noch viel mehr, nämlich Berliner Mieter, erfreuen sich daran, dass sie ihre 160 qm Wohnungen in Pankow weiterhin für 550 EUR im Monat bewohnen dürfen. Mit der Mietpreisdeckelung ist den neu Suchenden, jungen Familien und der immer erwähnten Krankenschwester kein Dienst getan, denn für sie ist das Gesetz garnicht gemacht. Die Stadt Berlin verkauft die Grundstücke zu marktgerechten Preisen und wenn sie darunter liegt, müssen die Investoren eine bestimmte Zahl an Wohnungen mit Mietpreisbindungen anbieten. z.Zt. 6,50 EUR/qm. Wenn es dann für eine Familie nicht möglich ist, dieses zu stemmen, muss das Wohngeld greifen. Das ist nicht unanständig, sondern sozial und ich finde das gut! Deutsche Wohnen ist kein schlechter Vermieter und die Linken schreien nach Enteignung, worüber sich die DW eigentlich nur freuen kann. Enteignung bedeutet Abkaufen mit Steuergeldern - zum Marktpreis natürlich! Deutsche Wohnen gewinnt haushoch - der Steuerzahler verliert auch haushoch! Das Geld ist ja nicht weg, sondern eben nur bei den anderen! Nur Frau Lompscher ist ideologisch verpeilt und der Michi Müller darf jetzt bloß nicht anecken, weil er doch gerne SPD-Vorsitzender werden möchte. Es muss gebaut werden, nichts anderes hilft.
zahlen aber bei der Miete 30% und mehr drauf. Na das nenne ich mal einen cleveren Deal. Wie waers mit billig Wohnung kaufen und keine Miete zahlen?

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artep 07.06.2019, 20:14
121.

Zitat von romaval
Viele jubeln jetzt aber das Erwachen wird dann kommen, wenn sich diese Unternehmen zurückziehen wegen mangelnder Profitabilität. Dann müssen die Kommunen die Wohnungen ankaufen und diese Mittel haben sie nicht. Oder es wird NICHTS mehr investiert und die Wohnungen verrotten. Ja, den Mißständen gehört Einhalt geboten aber mit der Brechstange geht es nicht.
Ja, diese Wohnungen oder besser gesagt Wohnblöcke wurden ja von der Stadt an Privatinvestoren verkauft, nachdem sie in die Jahre gekommen waren und die Erhaltungs- und Renovierungskosten in die Höhe schossen. Viele dieser Wohnblöcke stammen aus den 20ger, 30ger oder 50ger Jahren und die neuen Eigentümer haben investiert, um vermieten zu können und diese Investitionen auf die Mieten geschlagen. Schuld war zunächst der Berliner Senat, der sich Kosten vom Hals geschafft hat und Geld durch den Verkauf eingenommen hat. Dabei war es ihm völlig egal, wer die Immobilien erwarb; an die Bürger hat er nicht gedacht. Nun soll das alles rückwärts laufen. Diese inzwischen reichen Immobiliengesellschaften sollen eingeschränkt oder gar enteignet werden. Wetten, wenn die Immobilien wieder dem Land Berlin gehören, sind sie in 20 Jahren wieder ebenso heruntergekommen, wie sie zum Zeitpunkt des Verkaufs waren.

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artep 07.06.2019, 20:36
122. Wo

Zitat von thomas_linz
zahlen aber bei der Miete 30% und mehr drauf. Na das nenne ich mal einen cleveren Deal. Wie waers mit billig Wohnung kaufen und keine Miete zahlen?
Wo gibt es diese Wohnung? 160qm für 550 Euro. In Pankow? Nehm ich sofort. Aber auch eine billige Wohnung kaufe ich gerne. Die letzte, für die ich mich interessierte hatte 60qm und sollte 800 000 Euro kosten. Auch andere Wohnungen sind auf dem Berliner Markt nicht billig zu haben oder zu kaufen. Für eine 100qm Wohnung wird bis zu 2000 Euro Miete verlangt und wenn sie mehr Wohneigentum als 60qm wollen oder brauchen, gehen die Preise in Millionenhöhe.

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appendnix 07.06.2019, 20:42
123. Unglaublich was hier rumgejammert wird!

Erstens: Hat Berlin genügend Kohle, um die "immobilienheuschrecken" zu ersetzen? Antwort: Nein, Berlin ist dauerklamm und bekanntermaßen am Tropf des Länderfinanzausgleichs!

Zweitens: Ist zeitlich und rechtlich absehbar, dass Berlin "Immobilienhaie" grundgesetzkonform enteignen kann? Antwort: Nein, das geht über Jahre und mindestens bis vors EU-Gericht und wenns jemals so weit kommen sollte wird Erstens ein Problem, man braucht nämlich Kohle um grundesetzkonform die "Haie" zu marktüblichen Preisen zu entschädigen!

Drittens: Ist das Empfinden der Berliner zu Miet- und Kaufspreisen von Wohnungen überhaupt gerechtfertigt? Antwort: Absolutes Nein! Schaut nur mal nach Frankfurt, Stuttgart, München, oder einfach in den SPIEGEL-Artikel Feb 2019 (Link, siehe unten). Aber ganz abgesehen davon liebe Berliner und Anhänger Berlins: Ihr seht Euch doch normalerweise im Städtevergleich immer gern in einer anderen - mehr internationalen Liga: habt Ihr Euch schon jemals über die Imobilienpreise in New York, Paris, London kundig gemacht?

Fazit, bzw. was bleibt: Für ein paar flotte Berliner-Politiker-Sprüche und zur Erfreuung der "Phrasen-Heuschrecken" hier, dass die Aktien der "Immobilien-Heuschrecken runterrauschen", wird in Kauf genommen, dass sich in Berlin die Immobiliensituation, schneller und stärker zuspitzt als zu erwarten war, das sag ich nur eins: "Tolle Leistung"

PS: Hier noch der versprochenen SPIEGEL-Link zu diesem - aus meiner Sicht - leidigen Thema(vom - sage und schreibe - 20.2.2019!): "Auffällig sind die noch immer relativ günstigen Mieten in Berlin..."
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mieten-in-deutschland-so-teuer-ist-wohnen-laut-mietspiegel-a-1253832.html

Gruß aus Stuttgart
Appendnix

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artep 07.06.2019, 21:05
124.

Zitat von appendnix
Erstens: Hat Berlin genügend Kohle, um die "immobilienheuschrecken" zu ersetzen? Antwort: Nein, Berlin ist dauerklamm und bekanntermaßen am Tropf des Länderfinanzausgleichs! Zweitens: Ist zeitlich und rechtlich absehbar, dass Berlin "Immobilienhaie" grundgesetzkonform enteignen kann? Antwort: Nein, das geht über Jahre und mindestens bis vors EU-Gericht und wenns jemals so weit kommen sollte wird Erstens ein Problem, man braucht nämlich Kohle um grundesetzkonform die "Haie" zu marktüblichen Preisen zu entschädigen! Drittens: Ist das Empfinden der Berliner zu Miet- und Kaufspreisen von Wohnungen überhaupt gerechtfertigt? Antwort: Absolutes Nein! Schaut nur mal nach Frankfurt, Stuttgart, München, oder einfach in den SPIEGEL-Artikel Feb 2019 (Link, siehe unten). Aber ganz abgesehen davon liebe Berliner und Anhänger Berlins: Ihr seht Euch doch normalerweise im Städtevergleich immer gern in einer anderen - mehr internationalen Liga: habt Ihr Euch schon jemals über die Imobilienpreise in New York, Paris, London kundig gemacht? Fazit, bzw. was bleibt: Für ein paar flotte Berliner-Politiker-Sprüche und zur Erfreuung der "Phrasen-Heuschrecken" hier, dass die Aktien der "Immobilien-Heuschrecken runterrauschen", wird in Kauf genommen, dass sich in Berlin die Immobiliensituation, schneller und stärker zuspitzt als zu erwarten war, das sag ich nur eins: "Tolle Leistung" PS: Hier noch der versprochenen SPIEGEL-Link zu diesem - aus meiner Sicht - leidigen Thema(vom - sage und schreibe - 20.2.2019!): "Auffällig sind die noch immer relativ günstigen Mieten in Berlin..." Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mieten-in-deutschland-so-teuer-ist-wohnen-laut-mietspiegel-a-1253832.html Gruß aus Stuttgart Appendnix
Ja, ja, das wissen wir doch alles. Bloß, dass Berlin keine florierende Infrastruktur hat und dass junge Menschen in Berlin bis zu einem drittel weniger verdienen, als junge Menschen in Stuttgart, falls es die gibt, berücksichtigen Sie nicht.
Gruß an Stuttgart

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redwed11 07.06.2019, 21:24
125.

Zitat von Gumbalaya
"Wenn die Börsenwerte solcher Firmen einbrechen, dann hat die Politik endlich etwas richtig gemacht." Na dann hoffen Sie mal, dass Ihre Pensionskasse oder andere institutionelle Anleger die für Sie direkt oder indirekt Werte erhalten und im besten Fall mehren sollen, diese Aktien nicht im Portfolio haben.
Die Menschen in diesem Land erhalten ihre Renten nicht aus dubiosen Pensionskassen sondern von der DRV oder aus den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden. Und bei ausländischen Fonds sollte uns der deutsche Mieter entschieden näher sein als der sogenannte Pensionsfond. Aber vielleicht lernen diese Fonds daraus, dass man in Unternehmen, die mit dem Elend der Leute hohe Renditen erzielen nicht investieren sollte.

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redwed11 07.06.2019, 21:29
126.

Zitat von romaval
Viele jubeln jetzt aber das Erwachen wird dann kommen, wenn sich diese Unternehmen zurückziehen wegen mangelnder Profitabilität. Dann müssen die Kommunen die Wohnungen ankaufen und diese Mittel haben sie nicht. Oder es wird NICHTS mehr investiert und die Wohnungen verrotten. Ja, den Mißständen gehört Einhalt geboten aber mit der Brechstange geht es nicht.
Nur mit der Brechstange kann man gegen solche Schmarotzer vorgehen. Der Berliner Senat macht alles richtig. Nur hat die Sache einen Makel, die Kurse von Deutsche Wohnen und Vonovia sind noch entschieden zu hoch. Besser wäre die Insolvenz.

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thomas_linz 07.06.2019, 21:34
127. Gibts nur

Zitat von artep
Wo gibt es diese Wohnung? 160qm für 550 Euro. In Pankow? Nehm ich sofort. Aber auch eine billige Wohnung kaufe ich gerne. Die letzte, für die ich mich interessierte hatte 60qm und sollte 800 000 Euro kosten. Auch andere Wohnungen sind auf dem Berliner Markt nicht billig zu haben oder zu kaufen. Für eine 100qm Wohnung wird bis zu 2000 Euro Miete verlangt und wenn sie mehr Wohneigentum als 60qm wollen oder brauchen, gehen die Preise in Millionenhöhe.
wenn Immobilien keine Spekulationsobjekte sind. Wobei, eine 160m2 Wohnung für 550 Euro waere auch ohne Spekulation ziemlich billig.

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redwed11 07.06.2019, 21:34
128.

Zitat von DerBlicker
Genau nichts. Wohnungsnot kann man nur durch das bauen von Wohnungen lindern, alles andere ist Hokuspokus.
Aber nur von Kommunalen Wohnungsgesellschaften und Baugenossenschaften und sonst keinem. Alles andere ist Abzocke.

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redwed11 07.06.2019, 21:41
129.

Zitat von Hamberliner
Ich fürchte, Katrin Lompschers Intelligenz hat nicht ausgereicht um vorher zu untersuchen: wieviel Prozent der Aktionäre von Deutsche Wohnen sind prekäre Rentner, deren Lebensstandard aus der Zeit, als sie noch arbeiten konnten, nur zur Hälfte von der Rente gedeckt ist und zur anderen Hälfte eben mit Aktiengeschäften und ähnlichem bestritten werden muss. Ich fürchte, Katrin Lompscher glaubt, restlos alle Aktionäre seien zigarre rauchende Millionäre mit Seidenanzug, Strunztuch, Panama-Hut, Lackschuhen und Rolex, die nur zum Spaß um sich wichtig zu machen mit Aktien rumwuschteln, obwohl sie es gar nicht müssten. Ich habe im übrigen festgestellt, dass in Berlin behördlicherseits zur Wohnraumverknappung beigetragen wird, indem man den Dachgeschoss-Ausbau verbietet. Die faulen Ausreden reichen von Denkmalschutz bis Zweiter Rettungsweg.
Wer in Aktien von Unternehmen investiert deren Geschäftsmodell auf dem Elend der Mieter beruht, ist selber Schuld wenn er Einbußen hat. Da muss an kein Mitleid haben.

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