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Immobilien: Investoren fürchten Berliner Mietpreisstopp - Aktienkurse fallen
DPA

Der Berliner Senat will die Mieten für fünf Jahre einfrieren - an der Börse sorgt das für Hektik: Die Aktienkurse großer Vermieter wie Vonovia und Deutsche Wohnen rauschen ab.

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geminiape 07.06.2019, 16:40
30. Berlin machts scheinbar richtig!

Abgesehen vom kollektiven Versagen der dort ansässigen Politiker, muss man dies wohl als ersten Erfolg ansehen. Wie sonst können Stadtviertel am leben erhalten werden, wenn nicht dort auch Geringverdiener ( Bäcker, Fleischer, Handwerker ) in Würde leben können. Ganze Stadtviertel zu Luxusvierteln umzustrukturieren und dem öffentlichen Leben den Gar auszumachen, große Autozüge zu den Konsumzentren weil es kein lokales Angebot oder nur Monopolisten gibt die Arbeitszombies einstellen. Es gibt zu viele negative Aspekte der Immobilie als Spekulationsobjekt weil auch die Politik kein Mittel bereitgestellt hat, welches dem „ Freien Markt“ gerecht wurde. Gewinnmaximierung auf kosten einer harmonischen Gesellschaftsordnung. Jetzt braucht es wohl die Keule. Hoffen wir das Beste.

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andneu 07.06.2019, 16:41
31. @romaval

Zitat von romaval
Viele jubeln jetzt aber das Erwachen wird dann kommen, wenn sich diese Unternehmen zurückziehen wegen mangelnder Profitabilität. Dann müssen die Kommunen die Wohnungen ankaufen und diese Mittel haben sie nicht. Oder es wird NICHTS mehr investiert und die Wohnungen verrotten.
Aha! Und solche Heuschrecken sind die einzigen, die Wohnungen bauen und unterhalten können? Sonst kann das keiner?

Geschäftsmodelle, die darauf beruhen, auf Teufel komm raus Rendite aus den Mietern rauszupressen braucht hier niemand. Je schneller die gehen, desto besser.

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Hamberliner 07.06.2019, 16:43
32. Enteignung prekärer Rentner

Ich fürchte, Katrin Lompschers Intelligenz hat nicht ausgereicht um vorher zu untersuchen: wieviel Prozent der Aktionäre von Deutsche Wohnen sind prekäre Rentner, deren Lebensstandard aus der Zeit, als sie noch arbeiten konnten, nur zur Hälfte von der Rente gedeckt ist und zur anderen Hälfte eben mit Aktiengeschäften und ähnlichem bestritten werden muss. Ich fürchte, Katrin Lompscher glaubt, restlos alle Aktionäre seien zigarre rauchende Millionäre mit Seidenanzug, Strunztuch, Panama-Hut, Lackschuhen und Rolex, die nur zum Spaß um sich wichtig zu machen mit Aktien rumwuschteln, obwohl sie es gar nicht müssten.

Ich habe im übrigen festgestellt, dass in Berlin behördlicherseits zur Wohnraumverknappung beigetragen wird, indem man den Dachgeschoss-Ausbau verbietet. Die faulen Ausreden reichen von Denkmalschutz bis Zweiter Rettungsweg.

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favorit601 07.06.2019, 16:43
33. Marktwirtschaft!

Gewinn und Risiko stehen auf einmal wieder in Relation. Wenn Vermieter ihre faktische Monopolstellungen in den Grossstädten missbrauchen, um sich ohne Gegenleistung zu bereichern, ist mit einem Moratorium offensichtlich der richtige Hebel gefunden, dies zu verhindern. Insofern muss es nicht wundern, dass ihre große Gewinnoption nun in ein Kursrisiko rutscht, wenn die Politik endlich handelt (wenigstens hier, Stichwort Veräußerung von Sozialbauwohnungen und fehlender Neubau) und die Schieflage am Markt kompensiert (dies ankündigt...). Ich kann nur hoffen, dass die institutionellen Anleger dadurch bei Immobilen etwas abgeschreckt werden. Alleine das wäre ein großer Erfolg. Es ist nicht richtig, dass die Rentner in aller Welt auf Kosten der Mieter in den internationalen Großstädten versorgt werden.

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lesheinen 07.06.2019, 16:46
34.

Das zeigt, dass Mietwohungen der Goldesel der Nation sind. Wo gibt es solche Renditen? Wo gib t es - wie oben angegeben - so leichte Möglichkeiten, Nebenkostenrechnungen in die Höhe zu treiben? Alles legal! Ein paar Renoviereungen, vorher angekündigt, und schon lässt sich die Miete auf die Jahre gerechnet bis zum x-fachen des Renovierungspreises steigern. Abgesehen davon, dass der Aufwand steuerlich absetzbar ist, was aber nicht dem Mieter zugute kommt. Ein paar eigene Unterfirmen mit Hausmeistertätigkeiten, die Fantasiepreise berechnen, beauftragen, und schon bläst sich die Jahresabrechnung bis zum geht nicht mehr auf. Natürlich wird nicht das im Juli erfolgte Schneeräumen in Rechnung gestellt, das erfolgt kostenlos.

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egoneiermann 07.06.2019, 16:47
35.

Zitat von stefan.martens.75
Vonovia zockt seine Mieter doch hauptsächlich über die Nebenkostenabrechnung ab, nicht über die Kaltmiete.
Nein, der Trick mit der Kaltmiete ist für Bestandsmieten gedacht. Die große Steigerung der Mieten allgemein kommt ja durch die Mieterwechsel, wo der Vermieter immer noch recht frei kalkulieren kann.
Im Übrigen ist es eine traurige Entwicklung, dass Vermieter zunehmen kurzfristig Geweinnorientierte Akiengesellschaften sind und nicht mehr wie früher Menschen oder Gesellschaften, die Mietshäuser als langfristige Anlage ansahen.
Und wer in Eigentum lebt, der kann hier nicht mitsprechen.

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pepe83 07.06.2019, 16:48
36. Es lebe der Sozialismus

Man kann sich die Wohnsituation in den 80ern in der DDR in Erinnerung rufen, um die Segnungen von staatlich regulierten Mieten und Enteignungen richtig einschätzen zu können. Natürlich wird wohnen dann billiger. Aber Neubauten und Sanierungen wird dann kein Investor und Eigentümer mehr vornehmen. Und der Staat kann das nicht vernünftig.

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wintersommer 07.06.2019, 16:48
37. Scheint zu funktionieren

Es geht ja genau darum diese Mentalität zu brechen, das man hier Kohle machen kann auf Kosten von Etwas was jeder braucht (Essen, Wohnen, Trinken)

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karlo1952 07.06.2019, 16:49
38. Warum sollte es für Unsicherheit der Anleger

Sorgen, wenn die Mieten für 5 Jahre eingefroren werden. Das Gegenteil ist der Fall, weil ich als Anleger eine zuverlässige Ausgangslage habe, die mir kontinuierlich weiterhin meine Dividende sichert, zumindest für die nächsten 5 Jahre.

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Sparta 07.06.2019, 16:49
39. Vielleicht...

... sollten wir Vonovia und Deutsche Wohnen mit Steuergeldern retten. Schließlich brechen jetzt die Aktien-Kurse ein. Was, wenn die Firmen ganz zusammenbrechen? Nicht auszudenken, wenn Mieten fallen weil die Wohnungen billig verkauft werden müssen. /Ironie off

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