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Immobilien: Mieten oder kaufen - was ist wo günstiger?
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Der deutsche Immobilienmarkt läuft heiß. Eine neue Auswertung zeigt, dass das Wohnen zur Miete vor allem in den großen Städten mittlerweile deutlich günstiger ist als der Kauf. Doch es gibt noch Ausnahmen.

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flooba 26.06.2019, 12:36
1.

Ich verstehe diese Logik nicht ganz. Es mag ja richtig gerechnet sein, dass die Miete weniger Prozent vom Gehalt benötigt als ein Kauf. Aber, beim Kauf ist das Geld ja nicht weg. Ich erhalte etwas dauerhaftes dafür! Die Miete ist auf ewig weg und die Zahlungen werden, anders als beim Kauf, niemals enden.
Anders ausgedrückt, wer rechnet wie im Artikel, rechnet sehr kurzfristig.

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Tapir62 26.06.2019, 12:48
2. Klingt interessant - ist es aber nicht

Der Befund ist doch höchstens akademischer Natur. Als ob es bei der aktuellen Situation eine Möglichkeit der Wahl gäbe. Wir suchen in Bonn seit 2 Jahren eine Wohnung mit 4 Zimmern oder mehr, hatten in der Zeit vielleicht 3 oder 4 Besichtigungen. Ich habe in der Zeit kein einziges Mal das Gefühl gehabt, ich könnte jetzt tatsächlich eine Grundsatzentscheidung treffen hinsichtlich Miete oder Kauf. Das hängt immer vom Objekt und den Lebensumständen ab.

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brunellot 26.06.2019, 12:50
3. Völlig falsche Annahmen!

Wenn mann mit falschen Annahmen startet kann hinten nichts vernünftiges rauskommen.
Im Moment zahlt man ca 1,2 % Zinsen auf eine 20-Jährige Hypothek (und nicht 2,4% wie im Artikel angenommen). In dem vorgestellten Beispiel (München, Gesamtkosten 391.000€) muss der Käufer folglich über die 20 Jahre ca. 50.000 € weniger für den Kredit zahlen als angegeben. Dadurch verschieben sich natürlich die Kosten signifikant und kaufen wird vermutlich in vielen Regionen dann doch attraktiver sein als hier suggeriert.

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RiHo 26.06.2019, 12:58
4. Invest vs. Kosten?!

Der unterschied zwischen einer Investition und Kosten sollte wohl klar sein.
Und Miete ist nunmal keine Investition... also warum wird es dann so stumpf miteinander verglichen?

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curiosus_ 26.06.2019, 12:59
5. Berlin auf Platz 2, mit..

..einer um 15,6% höheren Kaufbelastung:

Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich in Berlin der Kauf/Neubau einer Wohnung zwecks Vermietung am wenigsten lohnt. Wodurch man sich nicht zu wundern braucht warum in Berlin starker Mietwohnungsmangel herrscht.

Typischer Spekulanteneffekt: Wie bei Aktien zählt für den Kaufpreis/Kurs nicht die aktuelle Performance, sondern das Potential/die Erwartung für die Zukunft. Und das wohl nicht in Bezug auf die zu erwartende Miete (warum sollte sich das Kauf/Miet -Verhältnis auch verbessern?) sondern in Bezug auf weitere Kaufpreissteigerungen.

-> Also ein typischer Spekulantenmarkt. Die Mieteinnahmen sind da nur Beifang. Was natürlich auch bedeutet, dass die Mieter/selbstbewohntes Eigentum -Quote sich auch zukünftig nicht verringern wird.

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peter_1974 26.06.2019, 13:07
6.

Beeindruckende Unterschiede! In Nordfriesland müsste man 64,5 Jahre in der eigenen Immobilie leben, um den Kaufpreis auch nur 1:1 wieder rein zu bekommen.
In Mansfeld-Südharz reichen dafür 9,7 Jahre.

Jetzt müsste man nur noch wissen, wo das eigentlich ist...

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a.kopp 26.06.2019, 13:15
7. Äpfel und Birnen..

Es macht doch nur Sinn, die Mietzahlung den Zinsen der Hypothek gegenüber zu stellen, nicht aber der Summe aus Zins+Tilgung.
Dann kann evtl. noch eine prognostizierte Wertveränderung nach 20 Jahren abzüglich der Instandhaltungskosten eingerechnet werden, um eine Grundlage zur Entscheidung Kauf vs. Mieten zu fällen.

Ein Mieter kann ja schließlich auch den monatlichen Differenzbetrag zur alternativen Zins+Tilgungsbelastung einer Hypothek auf ein Konto einzahlen und von diesem Betrag nach 20 Jahren dann eine entsprechende Immobilie quasi cash erwerben..

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auweia1 26.06.2019, 13:17
8. Nie ganz einfach die Berechnung

Aber Menschen, die z.B. seit längerer Zeit zur Miete wohnen sollten es sich sehr genau überlegen eine Wohnung zu kaufen. Denn die erreichen häufig den hier zu Grunde gelegten Mietpreis von 11,52 Euro/qm nicht sondern liegen drunter.

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chewbakka 26.06.2019, 13:19
9. Völlig praxisfern ...

Dieser 'Vergleich'. Wie schon erwähnt werden hier Äpfel (Investition) mit Birnen (Kosten) verglichen, unrealistische Zinsen angenommen und dazu noch für den Kauf eine für den Darlehensgeber gute, aber für den Darlehensnehmer ungünstige Konstellation angenommen. Wer über 20 Jahre finanziert hat mehr als dopplet so hohe Finanzierungskosten, wie jemand, der über 10 Jahre finanziert. Es gilt die Laufzeit der Finanzierung so kurz wie möglich zu halten, möglicherweise auch durch eine Aufsplittung in mehrere kleinere Teile, von denen immer ein Teil höher (und damit schneller) getilgt wird als die anderen Teile. Sobald ein Teil weg ist, können die freigewordenen Mittel dazu genutzt werden, einen weiteren Teil schneller zu tilgen ......... Verkürzt die Gesamtdauer signifikant ..........

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