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Immobilien: Mieten oder kaufen - was ist wo günstiger?
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Der deutsche Immobilienmarkt läuft heiß. Eine neue Auswertung zeigt, dass das Wohnen zur Miete vor allem in den großen Städten mittlerweile deutlich günstiger ist als der Kauf. Doch es gibt noch Ausnahmen.

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intschutschuna 26.06.2019, 15:22
40. och

Zitat von so-long
bei 60% Beleihung, abzgl. Sicherheitsabschlag seitens der Bank vom Kaufpreis, dann landet man vielleicht bei 50% für die 1.Hypothek; nachrangige Hypotheken kosten mehr, sodaß man schnell bei 2,x landet. Die Wertsteigerung kann -wenn es denn eine gibt, da kann man sich wunderbar selbstbescheißerisch reich rechnen- nur beim Verkauf realisiert werden. Beim Eigennutz habe ich nichts davon. Den Wert steigern tun -so Gott will- die Grundstücke, das Haus selber ist nach 40 Jahren auch eine alte Scholle, welche regelmäßig "im Schuß gehalten werden muß". Und dies kostet durchaus relevante Beträge.
ich habe vor 2 Jahren das 40 Jahre alte Haus meiner Eltern verkauft. Damals gekostet: 160.000 Mark. Verkauft für 210.000,- EUR. Also deutlich mehr als das Doppelte raus bekommen. Und glauben Sie mir, das war 'ne alte Scholle. Fenster, Bäder, Fussböden, alles noch original retro 70ger! 1993 haben meine Eltern mal ne neue Ölheizung eingebaut und 2000 gab's 'ne neue Küche. Das war's aber auch schon. Und der Erlös hat sowas von locker gereicht, um meiner 80 jährigen Mutter eine schöne kleine, für sie haushaltstechnisch machbare Erdgeschoss-2-Zimmer-Wohnung zu kaufen. Und wenn sie mal Pflege braucht ist noch ein ordentlicher Batzen übrig. Übrigens: meine Eltern hatten das Ding nach 15 Jahren abbezahlt und haben somit 25 Jahre kostenfrei (!) gewohnt. Also ja: das hat sich voll gelohnt!

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brunellot 26.06.2019, 15:39
41. Ähem....

Zitat von Hans-Dampf
Diese blumigen Angaben findet man auf den Angebotsseiten der Kreditgeber. Fragt man einmal genau nach, kommen eher Zinsen um die 2 Prozent zustande. Für einen Kredit mit 1,2% Zinsen müssen schon beide Ehepartner Beamte sein, Eigenkapital nahe 100% mitbringen und eine Erbschaft i. H. des Kaufpreises erwarten.
Finanziere selbst mit 0,44% auf 5 Jahre und das ist deutlich unter dem, was man im Internet für fünfjährige Hypothekenkredite angeboten bekommt. Man braucht halt auch einen gewieften Bankberater...
Die Banken sind gerade verzweifelt auf der Suche nach soliden Kreditnehmern, da sie selber Strafzinsen von 0,4% auf Einlagen bei der EZB zahlen müssen.

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dw_63 26.06.2019, 15:40
42. Mietendeckel

Wenn man sich den Artikel ansieht, dann führt der Artikel die ganze Diskussion der vergangenen "Bezahlbarer Wohnraum" Artikel in die Irre, die abertausende von Mietern, die durch die blutsaugenden Vermieter, -wie hat es einer hier mal gesagt-, in die Obdachlosigkeit getrieben werden, zahlen 22,9% für eine 70qm Wohnung Miete von ihrem 39.100 Euro Jahreseinkommen, also Miete 8953,90 Euro pro Jahr oder 746 Euro im Monat. Die 39.100 Euro sind der Anteil am durchschnittlichen örtlich verfügbaren Haushaltseinkommen 2018, also mit Mietern drüber und drunter.

Da wird dann gerne die arme Krankenschwester, oder der Feuerwehrmann genommen, da sieht es tatsächlich anders aus:

"Im Rahmen der tariflichen Vergütung wird ein Einstiegsgehalt von etwa 33.000,00 € pro Jahr gezahlt. Dies entspricht einem monatlichen Krankenschwester Gehalt von 2.800,00 € bis 2.900,00 €."

Quelle: https://www.praktischarzt.de/blog/krankenschwester-gehalt/

Für Berlin wären es 2.400 Euro Brutto, also so um die 1.700 Euro Netto, somit wären es 43% Miete vom verfügbaren Einkommens einer Krankenschwester.

Ergo, während der Durchschnitt 39.100 Euro Jahreseinkommen hat, hat die Krankenschwester so um die 21.000 Euro Jahreseinkommen. Aber nein, die Diskussion wird nicht darüber geführt, dass die Leistungen der Krankenschwester zu niedrig vergütet werden, in Frankfurt wird es immerhin mit 2.900 Euro vergütet, was auch zu wenig ist, sondern die Diskussion wird darüber geführt, dass die Mieten zu hoch sind.

Oder zusammengefasst, es werden Extremfälle herausgenommen, die wirklich Probleme haben die Miete zu zahlen, als Lösung wird folgend nicht die Diskussion geführt, dass diese Extremfälle eine für ihre Arbeit gerechte Vergütung bekommen, sondern, dass die Mieten sich an dem Einkommensniveau dieser Extremfälle orientieren müssen.

Profiteure von dieser Diskussion um die "bezahlbaren Wohnraum" Gesetze und den politischen Aktionismus sind die, die bereits unter 30% gemessen an ihrem Einkommen Miete bezahlen, dann würden diese Mieter noch weniger bezahlen, wo ist das gerecht gegenüber den Krankenschwestern, oder gar sozial, wie hier einige tun?

Krankenschwestern, Pfleger, Busfahrer, Feuerwehrleute, u.a. leisten einen gesellschaftlichen wertvollen Beitrag, der auch von der Gesellschaft so honoriert werden sollte, dass Sie auch vom Einkommen wie der Durchschnitt 22 bis 30% für ihre Miete zahlen.

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Bala Clava 26.06.2019, 15:41
43. Hamburg

komplett uni eingefärbt. Was bringt diese Nicht-Information? Als ob für Blankenese oder Harvestehude die gleichen Kriterien gelten würden wie für Wilhelmsburg oder Horn.

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GPTip.com 26.06.2019, 15:46
44. Gebt her Eure Zahlen

Um ein Gefühl zu bekommen, was an der Zinsfront derzeit möglich ist, können wir doch hier ein paar Vergleichswerte sammeln. Und ich mache den Anfang: soeben Prolongation gemacht, Beginn 1. 08. 2019, 10 Jahre fix, 100K Restumme, 1.86% bei der hiesigen Sparkasse. Mag sein, daß bei der einen Finanzdienstleister mit Außendienst 1,5 oder 1,2% möglich gewesen wären. Ich hatte aber erstens keine Lust auf erneuten Papierkram, und zweitens stützt man Arbeitsplätze vor Ort.

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eulenspiegel2014 26.06.2019, 15:54
45. Milchmädchenrechnung

Der Vergleich berücksichtigt nicht den Ansatz mit folgenden finanzierungsfreien Zeit jenseits von 20 Jahren, der den angeblichen Vorteil der Miete wieder kassiert noch die Vermögensbildung durch Erwerb der Immobilie. Vergleichsweise müsste diese der Mietzahlung noch zugeschlagen werden. Dann sieht es anders aus.

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Bala Clava 26.06.2019, 16:00
46. Bonität

Wenn Sie ein "gutes Risiko" sind, wären auch unter 1 Prozent drin.

Allerdings sollten Sie um Sparkassen einen großen Bogen machen. Deren Kosten (Direktoren mit Gehältern über dem der Kanzlerin, üppiges Filialnetz, Spenden für die örtliche Feuerwehr oder das Stadtteilfest, Auffangpöstchen für "verdiente" Lokalpolitiker) sind zu hoch.

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Lupenreiner.Demokrat 26.06.2019, 16:30
47.

Zitat von brunellot
Wenn mann mit falschen Annahmen startet kann hinten nichts vernünftiges rauskommen. Im Moment zahlt man ca 1,2 % Zinsen auf eine 20-Jährige Hypothek (und nicht 2,4% wie im Artikel angenommen). In dem vorgestellten Beispiel (München, Gesamtkosten 391.000€) muss der Käufer folglich über die 20 Jahre ca. 50.000 € weniger für den Kredit zahlen als angegeben. Dadurch verschieben sich natürlich die Kosten signifikant und kaufen wird vermutlich in vielen Regionen dann doch attraktiver sein als hier suggeriert.
Im Artikel steht 1,33 %....

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kratzdistel 26.06.2019, 16:35
48. am besten auf ratgeber nicht hören

1 + 9 ist 10 und 6+4 auch 10. bei ihren durchnittsberechnungen ist das meist auch so. deshalb sollte jeder individuell prüfen, was günstiger ist.
z.b. sind in berlin viele mieten niedrig. dann sollte man keine ew kaufen und warten bis der markt sich beruhigt, wo restanten von ew billiger angeboten werden. nur eine immobilie hat einen wert während die Miete im Schornstein ist.

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zzipfel 26.06.2019, 16:50
49. Und bei zu erwartenden Negativzinsen kann sich jeder unendlich

Zitat von brunellot
Wenn mann mit falschen Annahmen startet kann hinten nichts vernünftiges rauskommen. Im Moment zahlt man ca 1,2 % Zinsen auf eine 20-Jährige Hypothek (und nicht 2,4% wie im Artikel angenommen). In dem vorgestellten Beispiel (München, Gesamtkosten 391.000€) muss der Käufer folglich über die 20 Jahre ca. 50.000 € weniger für den Kredit zahlen als angegeben. Dadurch verschieben sich natürlich die Kosten signifikant und kaufen wird vermutlich in vielen Regionen dann doch attraktiver sein als hier suggeriert.
hoch bewertete Immobilien leisten, je teurer, desto billiger wird es für den Einzelnen, weil er dann ja Geld bekommt, je höher er verschuldet ist. Damit kann dann jede Immobilie unendlich hoch bewertet werden und - hurra - wir alle werden REICH. Schlaraffenland und völlig Neue Wirtschaft :-)

Sie sehen daran, daß irgendwas an Ihrer "Rechnung" wohl nicht stimmen kann. Wenn der Zinsblase und der Immmobilenblase erstmal die Luft entweicht, dann kann es zügig in die andere Richtung gehen - und dann sitzt manch einer auf einem Haufen unbezahlbarer Schulden. Es ist der Tanz auf dem Vulkan derzeit.

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