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Immobilien und Staatsschulden: Was droht, wenn die Zinsen wieder auf fünf Prozent ste
DPA

Die Europäische Zentralbank will weg von der Politik des billigen Geldes. Aber wie weit darf sie gehen? Eine neue Studie warnt vor Einschnitten bei den Staatsausgaben und vor Mehrkosten für Hausbauer.

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markus.w77 24.04.2018, 19:32
10.

das sagt der durchschnittliche Forenteilnehmer schon lange. Das Geldsystem wie wir es haben ist so angelegt, das es irgendwann zu einer Entwertung kommen muss. Geschichtlich gesehen wird aber in der Regel nicht nur Geld entwertet, sondern auch reale Werte vernichtet. ( logische Konsequenz, da sich große Vermögensbesitzer nicht widerstandslos das heilige Geld wegnehmen lassen)

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der.schulz_ 24.04.2018, 19:34
11. Denke Die doch mal einen Schritt weiter...

die entscheidende Frage ist doch, welchen Handlungsspielraum die EZB noch hat, wenn hoch verschuldete Staaten wie GR oder IT in einer Niedrigzinsphase trotzdem nicht von ihren Schuldenbergen runterkommen. Oder anders rum gefragt: Wie wollen Sie ihr Haus trotz niedriger Zinsen bezahlen, wenn Sie ihren Job verlieren?
Verstehen Sie worauf ich hinaus will?

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gerollheimer 24.04.2018, 19:36
12. Die Macht

des Faktischen wird hochgehalten. Aber im Artikel einseitig betrachtet. Moeglicherweise wuerde mit steigenden Zinsen den Spekulationen Einhalt geboten und fuer das Beispiel Hausbau und Preis wuerde eine gewisse Vernuft wieder in den Markt einziehen. Unvernuenftig Verschuldete wuerden allerdings ueber die Klinge springen. Wie ma es wendet... Nach einer artifiziellen Geldpolitik werden die Vernuenftigen die Suppe der Spekulanten ob privat oder institutionell wieder ausloeffeln duerfen. Frech gewinnt wohl immer?

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k.hohl 24.04.2018, 19:36
13.

Zitat aus dem Artikel: "Ein Privathaushalt mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3.314 Euro zahlt beim derzeitigen Zinsniveau für ein Immobiliendarlehen in Höhe von 400.000 monatlich eine Rate von 1.1667 Euro, was etwa 35 Prozent des Haushaltseinkommens entspricht."

Unrealistischer kann man ein Beispiel wohl kaum darstellen. Ein Darlehen in der Höhe bei einem eher durchschnittlichen Einkommen = 35 Jahre Finanzierung???

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Claus_Hangzhou 24.04.2018, 19:38
14. Die Falle

Da sind wir wieder in der Falle, entweder alles kollabiert oder wir wachsen bis alles kaputt ist. Eine wirklich schöne Aussicht. Ein kleiner Tipp: Wachsen könnten wir auch, wenn endlich Wachstum und Investitionen in den Umweltschutz / Klimaschutz in größerem Umfang getätigt werden. Es muss ja nicht immer Wachstum zum Schaden der Zukunft sein, was wir Menschen betreiben.

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fat_bob_ger 24.04.2018, 19:38
15. Lasst die EZB den Zinstiger reiten!

Die Zeiten mit niedrigen Zinsen motivieren Privatpersonen mehr Schulden für Immobilien, Kfz und Möbel aufzunehmen und verhindern, dass Staatsschulden abgebaut werden. Geld kostet nichts. Dieses billige Geld wirkt wie schleichendes Gift, wie ein Opioid, dass zunächst eine dämpfende, beruhigende Wirkung ausstrahlt und bei Entzug zu Unruhe und Schlaflosigkeit bei den Anlegern führt. Ein Weg heraus ist nur möglich, wenn man sich behutsam aus den Niedrigzinsen heraus inflationiert. Das kann nur funktionieren, wenn private und öffentliche Haushalte ihre Neukreditaufnahme in Richtung 0% senken, was wiederum sehr unwahrscheinlich ist. Fazit: Irgendwann wird es gewaltig krachen, niemand kann vorhersehen wann. Dunkle Wolken sind schon in Italien am Horizont. Aber auch in Portugal, Spanien und Frankreich grollt leise der Donner.

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water70 24.04.2018, 19:40
16. Die EZB...

hat die Aufgabe, das Geldsystem und damit auch die Inflation stabil zu halten und nicht die Hausbauer zu schützen. Wir haben eine Immobilienblase und die wird gewaltig platzen....

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chk_23 24.04.2018, 19:42
17. Aktuelle Zinssätze

Abgesehen davon, dass die Zinssätze mit Sicherheit nicht innerhalb weniger Tage so stark ansteigen wie im Artikel suggeriert - aktuell bieten einige Banken selbst eine 20 jährige Zinsbindung mit 1.99 bis 2.2 Prozent eff. Zins an.
Und noch länger sollte eine Finanzierung sinnvollerweise ohnehin nicht laufen.

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schwaebischehausfrau 24.04.2018, 19:48
18. Fatale Sackgasse...

Diese Diskussion zeigt nur, in welche fatale Sackgasse sich die EZB und andere Notenbanken manövriert haben mit ihrem wahnwitzigen Nullzins-Experimenten. Wenn Geld "nichts mehr kostet", dann führt das zu massiven Fehl-Allokationen, u.a. dazu, dass nicht kreditwürdige Schuldner Kredite nachgeschmissen und aufgedrängt bekommen und sich die Leute in vielen Ländern (nicht alle sind so vorsichtig und vernünftig wie die puritanischen Deutschen) bis unter die Halskrause verschulden, als gäb's kein morgen mehr.
O.K., ein Leitzins von 5% ist langfristig betrachtet in Ländern mit stabiler Währung eher am oberen Ende, aber 3% sind ein völlig normaler Leitzins , Lichtjahre entfernt von "hohen Zinsen".
Die Situation der Notenbanken gleicht jetzt einem Delinquenten, dem der Scharfrichter gnädigerweise die Wahl lässt zwischen Erschiessen oder Erhängen.

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Hank-the-Voice 24.04.2018, 19:52
19. Südeuropa hat die Schulden noch erhöht

Ich dachte südlichen Staaten von Europa bauen Ihre Schulden ab. Stattdessen haben die Länder am Mittelmeer ihre Staats-Schulden zu Teil verdreifacht oder im besten Fall "nur" um 30% erhöht. Die Länder waren damals schon Zahlungsunfähig und mussten gerettet werden. Wo bleibt der Stabilitätspakt der eine Staatverschuldung von über 3% des BIP verbietet?

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