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Immobilienboom als Gefahr für die Gesellschaft: Billionengewinner - und Millionen Ver
Jan Woitas/ DPA

In Deutschland wird bisher spektakulär unterschätzt, wie sehr hochschnellende Hauspreise das Land spalten. Diesen Schluss legen neue Berechnungen nahe. Wie lange ist die Ungleichheit noch auszuhalten?

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bartnelke 21.06.2019, 14:54
1. höchste Zeit

sich grundlegend mit seinen Grundbedürfnissen zu befassen. Wie wahr.
Man kann mit 18 einen Bausparvertrag abschließen und sich mit 40 im Nirgendwo als schuldenfreier Grundbesitzer erschöpft zur Ruhe setzen oder seine besten Jahre völlig ortsungebunden durch die Welt ziehen. Leider ist letztere Gruppe so verwöhnt dass sie nicht dort wohnen möchte wo sie es sich leisten kann, sondern nach dem schönsten Ort schielt. Die zu nichts verpflichtende Freiheit des Mietens findet in den Mietwucherdiskussionen leider keinen angemessenen Faktor.

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o.schork 21.06.2019, 15:10
2. wo ist das Geld?

Dieser Wertzuwachs ist für den Immobilienbesitzer nicht spürbar. Er ist nur für den Immobilienverkäufer und -käufer spürbar.
Das Transaktionsvolumen mit Immobilien liegt aber nicht bei 3 Billionen sondern bei 240 Milliarden. Gewinnmitnahme vielleicht 1/3. Also 80 Milliarden. Das sind 2.7% der erwähnten 3 Billionen.

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sportinlife 21.06.2019, 15:36
3.

Schön polemisch gegen die bösen Hausbesitzer. Wir wollen aber mal nicht vergessen, dass es auch der Spiegel ist, der in seinen Geschichten immer wieder erklärt und vorrechnet, dass mieten besser sei als kaufen. Wer das glaubt, guckt in die Röhre. Wir haben zum Glück nicht darauf gehört und wohnen heute in einem (abbezahlten) Haus, das seinen Wert in zwölf Jahren fast verdreifacht hat, und das wir uns als Mieter schon lange nicht mehr leisten könnten. Hätten das noch viel mehr Leute so gemacht, wäre der Immobilien-Wohlstand heute gerechneter verteilt.

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dickidoro 21.06.2019, 15:38
4. Immobilienboom

Das ist kein rein deutsches Phänomen. Meine Tochter und ihr Mann, beides Akademikerm arbeiten in Genf,
Leben aber in einer französischen Nachbargemeinde nahe der Grenze, weil das Leben in Genf mit 2 Kindern unbezahlbar ist. Eine andere Tochter lebt mit Ihrer Familie ( beides erfahrene Ärzte ) in Kiel und auch dort gibt es
Dasselbe Bild. nur die sehr wohlhabenden Menschen können es sich leisten, z.B. In der Nähe der Kliniken zu
Wohnen. Über 75 % selbst der Gutverdiener wohnen aber in Ortsteilen am Stadtrand oder sogar in Dörfern außerhalb der Stadt. all das kann man aber auch in anderen Ländern beobachten, insbesondere rund um Grossstädte. Selbst in Riga sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren durch die Decke geschossen. dito in Stockholm. Die Immobilienbesitz stecken sich die Taschen voll und kaufen immer mehr dazu und die ganz große Mehrheit ist ade so über die Runden zu kommen.

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zeichenkette 21.06.2019, 16:30
5. Das hat mehr als eine Seite

Von Immobilienbesitz wird man nicht reich, höchstens vom Verkauf, wenn man billig gekauft hat. Die meisten kaufen heute aber teuer, dank des Booms. Mit den Mieten kann man diese Preise nie wieder reinholen. Sie können nur hoffen, einen Dummen zu finden, der ihnen noch mehr bezahlt.

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Claudius32 21.06.2019, 16:42
6. Komplexer als im Artikel beschrieben

Seit Jahren flutet die EZB die Märkte mit billigem Geld und erleichtert damit u.a. die Rückzahlung der Staatsschulden. Immobilienkredite gibt es fast umsonst und das treibt wesentlich die Preise der Gebäude und insbesondere auch der Grundstücke. Hinzu kommt der Run auf die Metropolen und Entvölkerung der ländlichen Regionen ( aktuell in manchen Bereichen im Osten auf dem Niveau von 1905!) Verursacher ist also ganz wesentlich die Geldpolitik der EZB und Bundesbank und eine jahrelange Vernachlässigung der ländlichen Regionen durch die Politik. Sollten die niedrigen Zinsen deutlich anziehen, wird die Immobilienblase da und dort sofort platzen und mancher, der sich jetzt als Profiteur des Booms fühlt mit seiner Refinanzierung von laufenden Krediten Schwierigkeiten bekommen. Die Preise werden dann nicht auf dem jetzigen Niveau bleiben und sich ggf auch wieder rückläufig entwickeln. Zugegeben: Das hilft allerdings vielen Mietern derzeit nicht.

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PETERJohan 21.06.2019, 17:26
7. Wir haben auf viel verzichtet

3Tsd DM miese haben wir Jahre vor uns hergeschoben, dass alles nur um unserer Tochter ein gutes Umfeld zu geben.Derkleine Garten war ein Spielgarten. Schaukel Sandkiste, usw. Jetzt wo wir ins betreute Wohnen umziehen können wir das nur, weil wir dieses Haus vermieten können.Da kann man nun sagen, dass die Miete zu hoch ist, die wir haben wollen.Meine Frau und ich haben unser Haus schätzen lassen und haben dabei festgestellt, dass es sich gelohnt hat uns in jungen Jahren krumm zu legen..

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Rechtsrum 21.06.2019, 17:43
8. Das ist nur die halbe Wahrheit

Nicht nur hohe Mieten sorgen für Kosten, auch der Staat mit wahnsinnigen Abgaben wie z.B. die Strompreise. Das macht aber nichts, denn es geht allen gut und jeder zahlt gerne bald noch ein paar Euro für den Planeten. Allerdings sieht es im Moment so aus, als dass die Politiker auf drastische Art und Weise auf ihre Ignoranz hingewiesen werden. Aber das ist wohl der Preis für eine "erfolgreiche" Politik.

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hakem2 21.06.2019, 17:44
9. Man kann es auch anders machen !

In den skandinavischen Ländern wohnen bis zu 85% der Bevölkerung im Eigentum !
Wie kommt das wohl zustande ?
Ganz einfach. Die Darlehenszinsen kann man komplett von der Steuer absetzen.
Werden es die Wähler in Deutschland irgendwann durchschauen, daß gewisse Parteien, die um die Gunst des kleinen Mannes buhlen, in Wirklichkeit nur das Interesse der Superreichen vertreten ?

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