Forum: Wirtschaft
Immobilienboom als Gefahr für die Gesellschaft: Billionengewinner - und Millionen Ver
Jan Woitas/ DPA

In Deutschland wird bisher spektakulär unterschätzt, wie sehr hochschnellende Hauspreise das Land spalten. Diesen Schluss legen neue Berechnungen nahe. Wie lange ist die Ungleichheit noch auszuhalten?

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marcanton80 21.06.2019, 21:13
160. Irre wie manche Kommentare hier!

Zu Beitrag #1 :Das glauben sie nicht ernsthaft das das mit dem Haus bauen so einfach geht ich bin Facharbeiter und meine Frau ist auch berufstätig +1 Tochter und glauben sie mir wir sind weder zu faul noch leben wir über unsere Verhältnisse und trotzdem ist es uns bei den momentanen Preisen( und die sind schon seit Jahren völlig überzogen )absolut nicht möglich auch nur eine adäquate Wohnung zwecks kauf zu finden.....also kommen sie bitte in der Realität an und hören auf mit diesen Schwachsinn von man muss nur sparsam und fleißig sein lächerlich MfG

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gigi76 21.06.2019, 21:16
161. Buchgewinne selbstgenutzter Häuser

Ein Buchgewinn ist kein echter Gewinn. Was nützen fiktiv gestiegene Preise? Die 3 Billionen Wertzuwachs wären relativ schnell vernichtet, würden alle Immobilen zum Verkauf stehen. Der Immobilienwert hat auch nur bedingt etwas mit den Mieterträgen zu tun. Mieterträge hängen maßgeblich an der Produktivität von denjenigen ab, die dies erwirtschaften. Dort wo Realeinkommen gestiegen sind, werden diese auch durch Mietsteigerungen abgeschöpft, kein wirklich ungewöhnlicher Vorgang. Das bedingt auch, dass die Nachfrage nach solchen Mietwohnungen genau dort steigt, wo eben sehr hohe Lohneinkommen (als Hauptquelle für Mietzahlungen) erzielt werden kann.

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lostcontinent 21.06.2019, 21:17
162. @45, MisterD

Zitat von MisterD
Wie soll eine Familie mit 2.500 EUR Nettoeinkommen, denn eine Rate von 1.200 EUR/Monat wuppen?
ich habe auch mit einem Familien-Nettoeinkommen von 2600 EUR eine Hypothek in Höhe von 1300 EUR bedient - in München (mit Kind), PLUS Strom, Gas, Wasser, Müll, etc, was also wollen Sie aussagen? Das dass heute nicht mehr möglich ist?
*Kopfschüttel*
Und ich habe nicht auf Urlaub verzichtet......

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labuday 21.06.2019, 21:18
163. Erklären sie doch mal genau - wie wo und womit diese

Zitat von bammy
Das Problem sind die Vermieter die am Finanzmarkt jonglieren und spekulieren. Da sind stetig steigende Mieten Geschäftsmodell, um den Aktionären Rendite zu generieren.
Vermieterhaie am Finanzmarkt mit Betongold spekulieren - das würde mich mal interessieren - ie scheinen ja die fette Ahnung zu haben.
Ich möchte gerne mit meinen 20 Mietwohnungen auch Billionen verdienen - bin anscheinend zu dumm.
Bitte klären Sie uns arme Vermieter doch auf.

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vliege 21.06.2019, 21:21
164. k70-ingo

fragen Sie ernsthaft nach Beispielen von sozialisierten Verlusten? Die EZB Politk und die damit einhergehende Vergesellschaftung von Bankschulden haben Sie wohl komplett verschlafen? Abgesahnt haben vor der Bankenkrise genau diejenigen 25%+ Renditegierigen, die heute mit der Rendite von damals in Immobilien "flüchten". D.h. die Party geht auf Kosten der Allgemeinheit weiter. So oder So, Gewinner ist immer nur ein kleiner elitärer Kreis. Die Eigentümer von 2-3 Objekten zur Altersvorsorge sind nicht das Problem und das falsche "Feindbild".

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gerollheimer 21.06.2019, 21:21
165. nicht so einfach

Zitat von Der Resignierte
dann ist jemand, der 30 Milliarden an aktien besitzt, auch nicht reich, sind ja nur Buchwerte. Ups, ich habe 10 millionen euro auf dem Konto, aber nur auf dem Konto, sind also reine Buchwerte, bin also eigentlich ein armer Schlucker. Und wenn dann eine Hyperinflation kommt dann sind die 10 Millionen Euro auf meinem Konto auch nur noch ein einziges Brot wert. Mist, was mach ich nur, Immobile kaufen ist kacke, der Markt könnte zusammenbrechen, Aktien kaufen -> kacke, könnte ja zu einem Chrash kommen. Firma kaufen, kacke, die könnte ja auch in den Konkurs gehen. Ihr mit euren Buchwerten Argumenten und immer schön arm rechnen gell. Vielleicht könnte mann ja an den Grundsteuern etwas ändern, was die CSU ja erfolgreich verhindert hat. Wäre ein Anfang.
Eine Aktie können Sie oder ihre Erben verkaufen, wenn das fluessige fuer die Erbschaftssteuer fehlt. Ein Mietshaus, welches noch moderat vermietet wird koennen Sie auch verkaufen, wenn der Buchwert 100 fach so hoch wie die Rendite ist, da die dann knapp 20 Prozent Erbschaftsteuer nicht zu erwirtschaften sind. Diese Situation haben Sie in Staedten wie Muenchen, da in der Bestandsimmobilie der Wert viel schneller steigt als die Miete, sofern Sie auch noch humaner Vermieter sind. Durch diese massiv erhöhten Buchwerte werden ueber das Finanzamt Mietbiotope zerstört (SZ Artikel Gentrifizierung durch das Finanzamt) und der naechste kaufende Spekulant wird sich freuen und die Mieter springen ueber die Klinge. Ich gebe zu, dass der grosse Schaden hier nicht fuer die Erben eintritt, denn die bekommen beim Verkauf dennoch fett Kohle, aber es gibt nun auch alteingesessene Strukturen ohne diese Renditebessenheit (klingt richtig altmodisch oder?). Im kleineren Fall fuehrte eine 50er Jahre Huette nach der Verschenkung zu solch einer hohen Bewertung, dass die Nachkommen mit schmalen Gehalt das Elternhaus nur noch verkaufen konnten (soviel zu den Buchwerten). Geld haben die dann dennoch, aber nicht jeder moechte in einen Ferrari investieren.

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labuday 21.06.2019, 21:22
166. Eine kurze Frage: haben all diese Spekulanten mit eigenem Geld bezahlt

Zitat von ProfPedro
gab es ein Programm, mit dem ein preislich festgelegter Haustyp mit staatlicher Hilfe und monatlicher Abzahlung gekauft werden konnte. Hier ist es die Politik, die durch zu hohe Standards beim Hausbau und nicht ausreichender Förderung wenig für Wohneigentum getan hat. Tatsächlich konnte man mit einer Anfang der 90er in Berlin gekauften Wohnung 200% und mehr Gewinn machen. Gekauft haben vor allem auch Griechen, die Schwarzgeld gerettet haben, finnische (und andere) Rentenfonds, Investoren aus China und sonst wo, die so ziemlich jeden Preis gezahlt und damit den Boom ausgelöst haben. Sie alle wollen nicht langfristig kleine Gewinne mit Mieten erzielen, sondern wetten auf den Boom, um später diese unglaublichen Renditen zu erzielen. 2012 gekaufte Wohnungen werden jetzt schon zu ca 30% höheren Preisen gehandelt. Hier wird also spekuliert und auf Rendite gesetzt. Das allerdings mit einem Objekt, dass für den Durchschnittsverdiener überlebensnotwendig ist. Wenn sich das mal am Beispiel Wasser verdeutlicht, weiss man schon, warum die Privatisierung dieses überlebenswichtigen Elements in Berlin ein großer Fehler war. Der Staat wird auf die Dauer Immobilien nicht als Spekulationsobjekt zulassen können. Logisch, dass viele Haus- oder Wohnungsbesitzer das anders sehen. Sie interessiert aber ihr persönlicher Reichtum mehr als der soziale Frieden. Die Frage ist, wie lange die Masse sich das gefallen lässt. Wir sollten uns auf die Tugenden der sozialen Marktwirtschaft besinnen und sehr wohl abwägen, welches Gut mehr zählt, sozialer Frieden oder ungebremste Gewinne. Das gilt auch für die kleinen Läden. Die Vermieter haben alle Eurozeichen in den Augen und bald gibt es nur noch Kaffeeketten in Berlin. Wollen wir das?! Wohin mit den Familien, die von ihren kleinen Geschäften leben? Die Zustände in Deutschland um die Jahrhundertwende sollten uns ein warnendes Beispiel sein.
welches unterm Kopfkissen lg oder haben die vollfinanziert, wie das eigentlich üblich ist ? Was haben die denn dann für eine verzinsdung gehabt und wieviel Zinsen über die Jahre bezahlt ? Bei Ihrer Sachkunde dürfte das eigentlich kein Problem sein, die Fakten liegen ihnen ja klar vor Augen. Und wenn sie die Höhe der gezahlten Zinsen betrachten, können sie sicher auch die 30 % relativieren.

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labuday 21.06.2019, 21:24
167. ein kliner Tip für Sie: Berlin Mitte ist nicht die Welt - etwas 50

Zitat von redwed11
Wie kommen Leute wie Sie auf so wirre Ideen, alle wollen nach Berlin Mitte ziehen? Das gesamte Stadtgebiet ist voll im Griff der Miethaie und nicht nur Berlin Mitte. Die Mieten steigen ins unermessliche, egal in welchem Stadtbezirk Sie wohnen und das auch bei Menschen die 30/40 Jahre die Wohnung schon mieten. Solche Behauptungen aufzustellen, wenn man von den Verhältnissen keinerlei Ahnung hat, ist schon sehr gewagt. Bevor Sie solchen Unsinn verbreiten machen Sie sich sachkundig.
bis 100 km außerhalb stehen doppelt so viel Wohnungen leer herum wie in Berlin Mitte gesucht wird. Fällt der Groschen ?

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labuday 21.06.2019, 21:25
168. sie sind auch einer mit voll Ahnung - was ist mit den Zinsen, die

Zitat von antelatis
1. Man kann ja nicht einfach beliebig Schulden machen, um sich Häuser zu kaufen, dafür müssen ja schon passende Sicherheiten vorhanden sein. Das kann also nicht jeder machen. 2. Mit dem Besitz des Hauses, das man vermietet, hat man ja schon mal einen großen Wert, der normalerweise im Laufe der Zeit immer weiter steigt, wenn man sich keinen Schrott hat andrehen lassen. Also selbst dann, wenn die ganzen Mieten nur für die Instandhaltung draufgehen sollten - was sicher nie der Fall ist -, hätte man schon einen guten Gewinn gemacht, andernfalls macht man sogar doppelt Gewinn. Aus dem Grund ist das Spekulieren mit Wohnraum ja so unglaublich beliebt und rentabel.
man für die Finanzierung zahlt ?
Bis man die Hypo abbezahlt hat, laufen da sicher 3 mal soviel Zinsen auf wie das Haus wert ist.

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ThomasS79 21.06.2019, 21:26
169. Verzerrte Wahrnehmung.

Ich bin zufriedener Mieter. Verheiratet, kinderlos mit überdurchschnittlichen Einkommen, kann und will ich mir (uns) bei den aktuellen Preisen in urbanen Regionen keine Immobilie mehr leisten. Wir mieten seit Jahren, gute Lage, relativ begehrte Genossenschaftswohnung zu moderaten Mieten. Ein vergleichbares Objekt zu kaufen kommt aktuell nicht in Frage. Der Faktor Kaltmiete zu Eigentum liegt bei über 40. Anders formuliert, selbst bei 30% kalkulierter Mieterhöhung kann ich in meiner Mietwohnung wohnen bis ich 90 bin, bis ich den Preis für die Immobilie abgezahlt habe. Zudem habe ich absolute Flexibilität und keine Verantwortung - ein Fakt, der mir in der ganzen Debatte viel zu kurz kommt. Vor 10-12 Jahren konnte man noch Immobilien zu guten Preisen kaufen, da hatte ich aber noch nicht das Einkommen. Heute geht das nur noch weit auf dem Land draußen. Aufgrund der für uns geringen Mietbelastung (aktuell ca. 20% des Nettoeinkommen) spart man eine Menge Vermögen an. Ob eine Immobilie bei der aktuellen Preissituation noch eine sinnvolle Altersvorsorge ist, sehen wir kritisch. Aktuell macht es für uns den Eindruck, als verbrennt man damit eine Menge Geld für einen nicht mehr zeitgemäßen Traum vom Eigenheim. Die Situation der Mieter ist aber heterogen. Ich verstehe wütende Mieter aufgrund irrationaler Mieterhöhungen. Andererseits kann man in Berlin zumindest nach Internetrecherche in Mahrzahn, Spandau und diversen anderen Stadtteilen auch genug Wohnungen mit normalen Mietpreisen finden! Oftmals habe ich dann den Eindruck, manche Mieter haben seltsame Ansprüche und Erwartungen in Relation zu ihrem Budget und ihrer Flexibilität!

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