Forum: Wirtschaft
Immobilienboom als Gefahr für die Gesellschaft: Billionengewinner - und Millionen Ver
Jan Woitas/ DPA

In Deutschland wird bisher spektakulär unterschätzt, wie sehr hochschnellende Hauspreise das Land spalten. Diesen Schluss legen neue Berechnungen nahe. Wie lange ist die Ungleichheit noch auszuhalten?

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kumi-ori 22.06.2019, 04:04
240. Eine Million ist heute einfach kein Geld mehr

Wenn die Menschen über die Steigerungen bei den Mietkosten schimpfen, müssen sie einfach auch mal bedenken, dass a la longue die Inflation in allen anderen Bereichen des Lebens genauso hoch ist. Seit den Tagen meiner Kindheit haben sich die Preise für Brot, ÖPNV-tickets, einen Kaffee im Cafe, einen Teller Suppe im Wirtshaus deutlich mehr als verzehnfacht. Die Preise für Milka-Schokolade, Barilla-Nudeln haben sich in sechs Jahren mehr als verdoppelt. Die Miete hält da eben mit Schritt. Da sind wir in Deutschland auch nicht allein. In England, Frankreich, Italien und Amerika wird alles gleichermaßen mit der Zeit teurer. Und ich war zwar noch nie da, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch in Moskau die Mieten seit den Tagen Gorbatschows gestiegen sind.

Was uns von anderen Ländern unterscheidet, ist, dass wir Deutschen so genügsam bei den Einkommen sind. Wir freuen uns wie ein Schnitzel, wenn wir für 2.000 Euro im Monat hinter anderen den Dreck wegputzen oder für 2.500 Euro den ganzen Tag beim Aldi hinter der Kasse sitzen dürfen (bei letzterem Gehalt gilt man in Deutschland bereits als Bestverdiener). In anderen Ländern würde jeder solche Angebote von sich weisen. Genau die gleiche Bescheidenheit erwarten die Menschen auch von ihren Vermietern. Aber das funktioniert so eben nicht.

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hup 22.06.2019, 04:56
241. Eben - besteuert wird zur Realisierung

Zitat von skylarkin
Den Bewohnern vielleicht nicht, aber ihren Kindern oder Enkeln. Irgendjemand in der immobilienbesitzerfamilie wird den Wert dann erben und so sind es eben auf längere Sicht keine Buchgewinne. Ich schreibe das, obwohl unsere Wohnung in 24 Jahren ihren Wert vervierfacht hat. Selbst nach Abzug der Kosten über diese Zeit bleibt ein ordentlicher Gewinn.
Das Konzept des Buchwertes ist für manche offensichtlich schwer zu verstehen (aka „Resignierter“ und ein paar andere hier).
Wenn die Erben das Haus verkaufen, dann wird der realisierte Gewinn über die Erbschaftssteuer versteuert - im Moment des Verkaufs. Wenn ihnen die zu niedrig ist, dann verlangen sie eine höhere Erbschaftssteuer.
Diese ist aber schon heute der Grund dafür, weshalb Erben (vor allem Erbengemeinschaften) die geerbte Immobilie nicht halten können - und wer ist der Käufer? Eben. Und der hat kein Interesse die Mieten auf dem alten Niveau zu lassen, falls Mieter vorhanden sind.
Das begünstigt zwangsweise die weitere Aufkonzentration von Mieteigentum, weg vom Einzelvermieter hin zu Vermietern mit immer mehr Eigentum. Der Staat erzwingt das geradezu mit seinen Steuerungsmitteln.
Dass mein selbstbewohntes Haus theoretisch mehr Wert ist (ob ich das will oder nicht) wird dazu führen, dass die „neue“ Scholz’sche Grundsteuer höher wird, obwohl ich keinen Cent mehr in der Tasche habe. Hätte ich hingegen Mieter, könnte ich den schwarzen Peter einfach weitergeben. Wohnen wird also teurer, gerade für die, die für die Rente vorsorgen wollen und für Mieter. Mit anderen Worten: Die Grundsteuer beklaut meinen (und den von Mietern) Vermögensaufbau für die Rente, speziell wenn ich eben keine Spekulationsgewinne realisieren will. Das ist Gerechtigkeit a la SPD - alten Immobilienfehlern werden neue hinzugefügt, als Garnierung gibt es kostenlose Hetze gegen Angeblich „Reiche“.
Die SPD entdeckt gerade den linken Populismus neu und das hetzen gegen jeden oberhalb des Prekariats, das man mit Hartz4 selbst geschaffen hat. Man hetzt die Verlierer gegen die untere Mittelschicht auf, frei nach dem Motto „teile und herrsche“. Solange die unten sich mit denen fast unten beharken fällt nicht auf, dass man selbst massiv mitverantwortlich ist für die Misere. Kein Wunder, dass die immer mehr Wähler verlieren, denn gerade die Arbeiter aus den 60ern und 70ern, die es mit harter Arbeit und sparen zu einem bescheidenen Eigenheim und Wohlstand gebracht haben, stehen nun als angebliche „Kriegsgewinnler“ auf der Feindesliste ihrer alten Stammpartei. Je mehr die SPD in Panik im Sumpf der Ergebnisse ihrer eigenen Politik rumzappelt und sich irgendwo neu anbiedert, desto schneller geht sie unter. Gut so, das hat sie sich redlich verdient.

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sinasina 22.06.2019, 05:12
242. Ich wünsche mir von (!) ganzen Herzen

Sehr geehrte Redaktion, ich habe keinen Adblocker und auch sonst keine Zusatzprogramme.
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Ich wünsche mir von (!) ganzen Herzen, dass (wie in anderen Ländern auch, siehe weiter unten), mindestens 80% der Bevölkerung über Wohnungseigentum verfügen:
Dann würde nämlich schlagartig die Hetzerei gegen Vermieter aufhören.
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Ich bin übrigens Mieter und mein Vermieter wird zu denen gehören, die bei einer Neuvermietung Probleme bekommen, denn die Miete aller Mieter liegt erheblich unter der ortsüblichen Miete.
Und nein, kein Einzelfall, aber eben nicht in der Bundeshauptstadt in angesagter Lage.
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Niederschlagsgebühr, Müllgebühren, Grundsteuer, Straßenreinigungsgebühren, Winterdienst, Kanalgebühren, Wassergebühren, Wasserzählergebühren etc. - ups, es sind ja Städte und Gemeinden, die mit staatlichen Abgaben Mieten extrem in die Höhe treiben.
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Und was auch die wenigsten zu Wissen scheinen:
Der deutsche Staat ist der größte Grundbesitzer von Bauland.
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Sehr sehenswert:
ZDFzoom-Doku: Das Drama um die Sozialwohnungen
von Renate Werner
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1/3 aller Sozialwohnungen sind »fehlbelegt«, d.h. die Sozialwohnungen werden von Menschen bewohnt, die gar kein Anrecht auf eine Sozialwohnung haben, was ca. 400.00 fehlbelegten Sozialwohnungen entspricht.
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Bauen ist in Deutschland extrem teuer.
Alle 16 Bundesländer haben eigene Bauverordnungen, es gibt zig 1.000send Bauvorschriften.
Baugenehmigungen dauern oft extrem lange und es werden Dinge bemängelt, wie z.B. die falsche (!) Farbe der (!) Dachziegeln: Da müssen dann sogar nagelneue Dächer abgerissen werden.
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Instandhaltung ist ebenfalls extrem teuer, einfach mal die Preis für Handwerksstunden erfragen. Aber klar, bei Herrn Kühnert und Herrn Fricke bezahlt die Instandhaltung ja der lieber Gott.
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Und ups, immer öfter wird Ackerland in Wiesenland umgewidmen und Wiesenland wird zu Naturschutzgebieten erklärt, auf dem dann noch nicht mal ein Gartenhaus für Gartengeräte stehen darf, auch kein (Eigenbedarf-) Gemüseanbau erlaubt ist.
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Über Wohnungseigentum verfügt von 100% der Bevölkerung in Schweden 71%
Spanien 83%
Rumänien 97%
Großbritannien 70%
Slowakei 90%
Ungarn 90%
Bulgarien 87%
Polen 81%
Tschechien 79%
Portugal 75%
Finnland 74%
Belgien 72%
Italien 72%
Griechenland 77%
Aber in Deutschland haben z.B. Mietvereine den Bürgern seit Jahren eingeredet, mieten sei viel günstiger, als Wohnungseigentum und dafür auch abstruse Prozesse angezettelt:
In Deutschland gibt es mehr Mietprozesse, als in der ganzen (!) EU zusammen.

Selbst zum Stehpinkeln gibt es ein Urteil. Und ein Nichtraucher kann zwar eine Mietminderung geltend machen, wenn er sich durch rauchende Nachbarn belästig fühlt, aber ein Vermieter kann weder gegenüber dem Raucher den Mietausfall geltend machen, noch Raucher oder Nichtraucher kündigen.

Und was haben die Mieter von den von Mietvereinen angezettelten Urteilen?
Keine Kinder, keine Haustiere, keine Gartennutzung mehr, Nichtraucher, am Besten Doppelverdiener oder Beamte, Schufa-Auskunft, Verdienstbescheinigung der letzten Jahre und Mietverträge in Buchstärke.

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hup 22.06.2019, 05:15
243. Was für ein armseliges Display

Zitat von redwed11
Schon wieder einer der Vermieter die sich arm rechnen. Wenn eine hohe Summe an Sanierungskosten erforderlich ist, dann zeigt das doch, dass Sie über Jahre nichts in Ihre Immobilie gesteckt sondern nur kassiert haben. Dann das nächste Märchen von den 6 Euro m² Miete. Dann muss das Haus in einem miserablen Zustand sein, was dann auch die hohen Sanierungskosten erklärt. Wenn Sie mit Ihrer Immobilie nicht wirtschaften können oder nicht das nötige Eigenkapital haben müssen Sie die Bude verkaufen aber diese Jammerei ist völlig unglaubwürdig. Für Vermieter gibt es dafür in diesem Land keinen Grund. Es ist keine faktenarme Stimmungsmache gegen Vermieter sondern hier werden durch überhöhte Mieten Tausende Menschen in die Armut getrieben. Wenn sich die meisten Vermieter in der Vergangenheit anständig benommen hätten würde es auch diese negative Stimmung gegen Vermieter nicht geben.
Ihre Logik ist bestechend: Erst ist der Vermieter unfähig weil er zu wenig Miete kassiert hat und angeblich (ohne dass sie irgendeine Faktenkenntnis haben) sein Eigentum „verfallen“ ließ - und im nächsten Satz prangern sie an, dass Vermieter pauschal „zu viel“ (gemessen an was?) Miete nehmen und alle böse böse “Gewinnler“ sind - gar ihre Mieter in „die Armut“ treiben (ausziehen ist vermutlich bei diesen Vermietern verboten) - während sie selbst natürlich umsonst arbeiten gehen und auch sonst der gute Mensch von Sezuan sind. Was für eine logikbefreite Heuchelei.
Sie sind einfach jemand, der sich gerne manipulieren lässt und selbst gerne hetzt - zu kurz gekommen und darüber voller Gram - schuld ist immer jemand anders. zusammenhänge erkennen und differenzieren - fehlanzeige. Damit passen sie zu 100% in die aktuelle „social media“ gesellschaft.

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hup 22.06.2019, 05:57
244. Und ihre auch nicht

Zitat von redwed11
Rechnen ist nicht Ihre Stärke. Das Haus wurde für 420.000 DM also für 210.000 Euro gekauft. Heute lag das Angebot bei 450.000 Euro. Das ist ein Gewinn von 240.000 Euro. Das ist ein Gewinn von ca. 115% also ein jährlicher Wertzuwachs von ca. 4,5% im Jahr. Wenn man natürlich nicht DM in Euro umrechnen kann, kommt so etwas dabei heraus.
Lassen wir das mal so stehen ohne anfallende Kosten, also jährlich eine Wertsteigerung von 4,5% ist nun für Sie „wahnsinn“? Jeder Aktienbesitzer im selben Zeitraum hätte sich über die „niedrige Rendite“ seines Portfolios gegrämt.
4,5% rückgerechnet, wobei tatsächlich erst in den letzten 10 Jahren seit der Niedrigzinspolitik der Wert relevant gewachsen ist, ist eine gute Rendite - aber ist das „Wahnsinn“ wenn z.b. Die Apple Aktie im selben Zeitraum (seit mitte der 90er) ein paar tausend Prozent zugelegt hat?

Schimpfen wir jetzt mal über die bösen Aktiengewinnler, die zur Miete wohnten und das gesparte Geld in Aktien investiert haben? Oder ist die eine Investition ok, die andere nicht? Und was wollen wir dann im grossen und ganzen? Das keiner mehr investieren darf und Gewinne davon hat? Das wären schlechte News im Land der Lebensversicherungs- und Bausparer.

Hier läuft was schief, aber es ist nicht die langfristige Wertsteigerung von Immobilien, sondern die Diskussion an sich, und das Ausblenden jeder finanziellen Realität. Hier folgen nur Milchmädchenrechnungen auf Milchmädchenrechnungen und die soziale Befindlichkeit derer, die gerne gekauft hätten, es aber nicht getan haben

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hup 22.06.2019, 06:11
245. Typisch

Zitat von bkerlan
Wie schön, dass es immer noch genug Leute gibt, die einem sagen, was man alles hätte tun müssen. Man hätte ja ein Haus kaufen können, man hätte einfach weniger Ansprüche stellen müssen...ach ja? Nach Studium mit Bafög (muss zurück gezahlt werden) und Jobsuche, die einen nun mal meist in die großen Städte verschlägt kommen dann Zeitverträge, erzwungene Umzüge, Entbehrungen und hohe Kosten bei Familiengründung...diese Zustände sind nicht mit dem zu vergleichen, wie es in den 80-90ern oder noch früher war. Aber klar, damals sind die Leute kilometerweit mit dem Bollerwagen und barfuß durch den Schnee ... Nein, das war Sarkasmus. Diese Leute, die jetzt zwischen 50-70 sind, die haben uns Millenials diesen Trümmerhaufen hinterlassen und sitzen zufrieden in ihren Häusern. Danke
Den (angeblichen) „Trümmerhaufen“ haben nicht „die Alten“ hinterlassen, den hat dir die SPD mit der CDU gezimmert. Ich-AG, Zeitarbeit, lockerung bei Kündigungen, Abschaffung von Flächentarifverträgen, Hartz4, etc. pp. - geh dich bei der SPD beschweren, die hat das alles mitgemacht in einer Zeit wo sie das hätte verhindern können.
Statt dessen lässt du dich einspannen gegen andere auszukeilen die etwas mehr haben also du. Solche Bürger sieht die Politik gerne. So lange man sich unten um die Krümel schlägt hat man oben nichts zu befürchten. Millenials gegen Eigenheimbesitzer... was für ein Witz.

Du hättest es weder in den 70ern zu was gebracht mit der Einstellung, noch in den angeblich tollen 90ern. Das verfestigt nur das Vorurteils, dass Millenials nur zwei Sachen können um Erfolg zu haben: Influencer werden oder Erbe sein - auf jeden Fall die Generation Weltmeister im Beschweren...

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Patrik74 22.06.2019, 06:22
246. Kein Hexenwerk

[quore]Höchste Zeit, sich sehr viel grundlegender damit zu befassen, wie der Wahn zu stoppen ist.[/quote]

Höhere Löhne - grenzt aber in der neoliberalen Glaubenslehre an Blasphemie..,

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faz-leser 22.06.2019, 06:59
247. Wohnfläche pro Kopf seit 1990 um 35 % gestiegen

Der Autor wundert sich darüber, dass der Anteil des Einkommens, der für das Wohnen ausgegeben wird, seit 1990 bei einem Teil der Bevölkerung auf 40 % gestiegen sein soll.

Zu den Ursache dafür ist folgendes anzumerken.

1. Im selben Zeitraum ist die Wohnfläche pro Kopf auch um 35 % gestiegen, wobei der Zuwachs bei den unteren Schichten überdurchschnittlich groß war.
2. Außerdem hat sich im selben Zeitraum die Zahl der Einpersonenhaushalten verdoppelt, was das Wohnen gerade im unteren Bereich erheblich verteuert hat.
3. Schließlich besteht die Miete aus einem Anteil Kaltmiete für den Vermieter und einem Nebenkostenanteil, der nicht für den Vermieter ist. SPON selbst hat 2017 mitgeteilt, dass die Kaltmieten seit 1995 nur um 32 % (= weniger, als die Inflationsrate und Einkommensentwicklung im selben Zeitraum), dagegen aber die Nebenkosten um 45 % gestiegen sind.
Fazit: Hauptkostentreiber sind die Mieter selbst durch ihr geändertes Nachhfrageverhalten und die Entwicklung der Nebenkosten, für die zu einem erheblichen Anteil der Staat verantwortlich ist.

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okav 22.06.2019, 07:12
248. Ausweitung der Nachfrage

ein großer Teil des Wertzuwachses bei Immobilien kommt schlicht aus einem starken Anstieg von ausländischer Nachfrage am deutschen Immobilienmarkt. Wenn man beobachtet, wer in Deutschland mittlerweile als Nachfrager Auftritt und in Konkurrenz zum heimischen Bürger tritt, wundert man sich nicht. Wenn Chinesen 10-tausende Wohnungen kaufen und betuchte Norweger, Russen, Araber, Griechen etc. zu deutschen Erwerbsbürgern in Konkurrenz gehen, verwundert es nicht, wer den kürzeren zieht und es wundert nicht das der gehobene Mittelstand wie Ärzte, Anwälte etc. schon auf kleinere Städte ausweichen muss, weil selbst diese Nachfrager in den Metropolen nicht mehr zum Zuge kommen. Vielleicht sollten die Deutschen ihren Immobilien Markt einfach besser schützen. Wenn sie als Deutscher in Polen oder Dänemark ein Haus kaufen wollen, lässt man die Deutschen auch nicht zum Zug kommen.

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Safiye 22.06.2019, 07:40
249. Ich stimme zu. Politik und Gesellschaft ...

Zitat von sportinlife
Schön polemisch gegen die bösen Hausbesitzer. Wir wollen aber mal nicht vergessen, dass es auch der Spiegel ist, der in seinen Geschichten immer wieder erklärt und vorrechnet, dass mieten besser sei als kaufen. Wer das glaubt, guckt in die Röhre. Wir haben zum Glück nicht darauf gehört und wohnen heute in einem (abbezahlten) Haus, das seinen Wert in zwölf Jahren fast verdreifacht hat, und das wir uns als Mieter schon lange nicht mehr leisten könnten. Hätten das noch viel mehr Leute so gemacht, wäre der Immobilien-Wohlstand heute gerechneter verteilt.
... haben größtenteils gepennt und immer dem Mieten den Vorrang vor dem Kaufen gegeben, weil letzteres doch so teuer und mieten so günstig schien. Nun, wo sich das Blatt wendet, soll alles plötzlich anders sein und die Vermieter böse Menschen. Ich habe vor 8 Jahren noch mitten in Berlin eine ETW gekaufen, auch schon nicht mehr billig, aber noch erschwinglich und klar geht es mir jetzt besserm weil ich eben nicht vor Mieterhöhungen zittern muss, aber vor allem, diese Wohnung ab 2022, wenn die letzte, immer gleichbleibende Rate bezahlt ist, mir gehört. Man hätte viele Menschen nicht nur ermutigen, sondern aktiv beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen sollen. Ob ich nun Miete oder eine Hypothekenrate im Monat zahle ist ja schnurz mit einem entscheidenen Unterschied. Nach Ende der Hyothek gehört sie mir und viele Eigentümer sparen die Rate dann einfach privat weiter ... so werde ich es jedenfalls machen, bis ich in Rente gehe.

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