Forum: Wirtschaft
Immobilienboom in Deutschland: Je früher die Blase platzt, umso besser
DPA

Eine sprudelnde deutsche Konjunktur, extrem niedrige Zinsen und die Zuwanderung haben den deutschen Immobilienmarkt in Wallung gebracht. Das birgt Gefahren - wirtschaftliche und soziale.

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karl-felix 04.02.2018, 15:56
70. Na,ja

Zitat von nikolasvegas
auf dann immer noch sehr hohem Niveau wahrscheinlicher, so wie in Westdeutschland Ende der Achtziger Jahre. Geld ist genügend vorhanden. Hier im kleinen Heidelberg werden inzwischen Münchener Preise aufgerufen, bis zu 10 k pro Quadratmeter...
in ein paar Städten haben die Prise kräftig angezogen , bundesweit jedoch nicht und Städte wie z.B. Berlin sind international ein Schnäppchenmarkt .
Ich denke die Bundesbank hat da recht und Spon irrt bzw. haut nur mal wieder auf die Sahne.
Es gibt keine Immobilienblase, die seit Jahren immer wieder aufs Neue ausgerufen wird.. Es ist viel Geld im Markt, die Banken vergeben keine leichtfertigen Kredite, der Trend in die Innenstädte hält an und es wird deutlich weniger gebaut als benötigt .
Ihren 10.000 Euro pro Quadratmeter stehen z.B. im Nordharz oder im Erzgebirge Quadratmeterpreise von 700 Euro pro Quadratmeter entgegen . Wer in Heidelberg oder München 10.000 Euro pro Quadratmeter zahlt, der braucht weder Ihr noch mein Mitleid.

Wohl dem , der in den letzten Jahren nicht auf die " Immobilienblase " Kassandren hörte sondern sein Geld in solide Immobilien investierte. Der wird noch lange und viel Freude dran haben und seine Nachkommen auch .

Die Immobilienpreise werden auch weiterhin steigen , gefährlich wird es nur wenn die EZB die Zinsen unbedacht erhöht . Dann geht es dem kleinen Mann, dem Besitzer der Schulden an den Kragen .

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hannesmann 04.02.2018, 15:58
71. Zu 44

Das sehe ich ein wenig anders. Ich kann mich noch an 1994, 95 erinnern als die Immobilienpreise in Berlin nie gekannte Höhen erreicht hatten und der Katzenjammer danach. Start Ups, Tourismus, Zalando etc. sind überwiegend prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Bundesbedienstete ziehen häufig später wieder in ihre Heimat zurück. Ich glaube, dass es Berlin besonders betreffen wird gerade wegen der Abwanderung der einheimischen Bevölkerung und dem großen Zuzug aus dem Ausland. Ich selbst habe vor einigen Jahren nach 30 Jahren Berlin wieder den Rücken gekehrt.

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macjackson 04.02.2018, 16:00
72. Meinen Sie das jetzt wirklich ernst?

Zitat von ichliebeuchdochalle
dass eine Blase platzt und plötzlich Betongold billiger wird ! Wer das glaubt oder darüber redet der hat sie doch nicht mehr alle !
Oder ironisch? Mir ist bis heute zumindest keine Blase bekannt, die geplatzt ist und die entsprechenden Anlagen dahinter wertstabil geblieben oder teurer geworden sind. Das würde den Begriff einer Blase ad absurdum führen. Das Problem einer Blase ist halt, dass man wirklich erst mit Sicherheit sagen kann dass es eine war, wenn sie geplatzt ist.

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mittelstadtuwe 04.02.2018, 16:01
73. Nennen......,

Zitat von Heinrichxxx
Herr Müller darf an dieser Stelle stets irgendwelche Untergangsszenarien aufmalen, die sich glücklicherweise so (noch) nie erfüllt haben. Gewiss, die Fakten sind unstrittig, aber es ist evident, dass Herr Müller mit seinen Schlussfolgerungen eigentlich stets falsch liegt.
Sie mir Bitte die Punkte an denen Herr Müller Unrecht hatte!?

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tatsache2011 04.02.2018, 16:02
74. Ihre Bank ist glücklich

Zitat von Wirrrkopf
Ich gehöre zu den Glücklichen die 2010 in ein Eigenheim investiert haben in einer der A-Städte. Ich freue mich über jeden Wertzuwachs da ich durchaus damit spiele in ca. 2 Jahren das Haus mit ordentlich Gewinn zu verkaufen und in ein Hausboot umzuziehen. Wäre also doof wenn sich der Wert nach unten bewegen sollte. Wenn ich doch das Haus behalte würde ich gerne einen laufenden Kredit mit noch 4,3% Zinsen in 1-2% umschulden. (4,3% Kredit mit Zinsgarantie 25 Jahre daher kann ich nur gewinnen) Ein Zinsanstieg würde mich dann ärgern. Wie immer gibt es also für alle Varianten immer Verlierer und Gewinner.
Sie haben "2010 in ein Eigenheim investiert
4,3% Kredit mit Zinsgarantie 25 Jahre"
Demnach Zinsbindung bis zum Jahr 2035.

Wenn Sie verkaufen oder umschulden, müssen Sie eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank bezahlen.

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mittelstadtuwe 04.02.2018, 16:04
75. Denken...

Zitat von Ökofred
Erst wird lang und breit erklärt, dass es eigentlich keine Blase ist, dann dass sie besser schnell platzen sollte damit alles nicht so schlimm wird. Was denn nun? Die amerikansche und spanische Immobilienblase hatte ganz andere Vorzeichen, denn es wurde am Bedarf vorbei gebaut und die Bankenkrise hat sich (in Spanien) parallel zur Immobilienkrise entwickelt. Das ist hier anders, der Bedarf entwickelt sich ja nach wie vor.
Sie doch Bitte an die Deutsche Bank und auch andere Kredithäuser - an die Autoindustrie u.a. - vielleicht wird Ihnen dann auffallen das Deutschland nicht die Insel der Ruhe ist - sondern das Deutschland vor einem sehr großen Sturm steht!

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polstar 04.02.2018, 16:05
76. Schlicht Marktwirtschaft

nach einer völlig verfehlten Wohnungsbaupolitik der letzten 20 Jahre. Wir haben definitiv 200.000 Wohnungen zu wenig. Durch verschiedene Faktoren ist der Bedarf nun auf 350-400tsd. WE gestiegen. Und wir schaffen aktuell keinen wesentlichen Abbau. Dazu kommen unsichere Anlagemöglichkeiten für Geld. Immobilien sind halt was sicheres. Eine Blase kann es deshalb gar nicht geben.

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Lisa_can_do 04.02.2018, 16:06
77. Worum geht es?

es werden die (angeblichen) Gründe für eine angebliche Blase kurz ausgeführt, dann wird über Auswirkungen gesprochen, wenn die angebliche Blase geplatzt ist. Das Angebot ist deutlich geringer als die Nachfrage, wir haben in Deutschland die niedrigsten Preise, der Anteil an Wohneigentum ist in Deutschland EU-weit am geringsten und es ist viel Geld im privaten Markt, für das zu wenig Kaufangebote bestehen. Blase? Die ist noch lange nicht voll und somit ist das Risiko, dass eine nicht gefüllte Blase platzt Bekannterweise nicht gerade hoch.

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hoimar 04.02.2018, 16:12
78. Da platzt nichts...

zumindestens in der Kategorie A Stadt. In Hamburg kennen die Preise nur eine Entwicklung seit 1945: Aufwärts. Und unsere Immolandschaft ist schwer vergleichbar in Europa, weltweit gar nicht.
Hier werden auch nicht schwerpunktmäßig, mehrfach Hypotheken auf völlig überbewerte Häuser wie in den USA aufgenommen. Solange Wohnraum knapp ist in den Ballungsstädten, bestimmt Angebot und Nachfrage den Preis. Da Städte limitierten Raum haben, wird das so munter weiter gehen. Derweil kann man in Brandenburg noch immer Großgrundbesitzer mit kleinem Geld werden :)

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karl-felix 04.02.2018, 16:17
79. Na,ja

Zitat von peter.di
die Nullzinsen und die massiven Ankäufe, die die Immobilienpreise und in Folge Mieten hochtreibt. In der Welt ist gerade ein Artikel dazu. Die EZB wird ihre Geldpolitik aber nicht ändern können, weil dann die Eurokrise sofort wieder voll da ist (bzw. nicht mehr überdeckt wird). Allerdings ist es nicht nur die EZB, ein Effekt den wir gerade sehen ist ja der, dass auch Russen und Chinesen auf dem deutschen Immobilienmarkt auftauchen und die Preise endgültig in für die meisten Deutschen unbezahlbare Höhen treibt "Das birgt Gefahren - wirtschaftliche und soziale.". In der Tat, meiner Meinung nach sogar sehr große Gefahren, denn Wohnen ist nun mal ein Grundbedürfnis. Aber das sind eben die Nebenwirkungen der Eurorettung und damit die Folgen einer aus politischen und gegen jeden ökonomischen Sachverstand eingeführten Gemeinschaftswährung. Und die Folge der Globalisierung in einem Land in dem es im Vergleich wenig privates Vermögen und wenig Immobilienbesitzer gibt.
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Ich denke die Bundesbank hat Recht : Eine Deutschland weite Immobilienblase ist nicht zu erkennen . Es ist viel Geld im Markt, der Trend in die Innenstädte hält an , es wird deutlich zu wenig gebaut und die Banken vergeben nicht leichtfertig Kredite, die Preise werden auch weiterhin steigen . .

Sie mögen recht haben , Nebenwirkung der Eurorettung sind halt die goldenen Zeiten für die Sparer, die Häuslebauer und die kleinen Leute - die Eigner von Schulden .

Also drücken wir uns und allen kleinen Leuten und Steuerzahlern die Daumen , dass die Niedrigzinspolitik noch ein paar Jährchen anhält..


Ich befürchte halt nur die Kritiker der Niedrigzinspolitik setzen sich durch und die goldenen Zeiten für uns Sparer und Rentner gehen dann langsam zu Ende und die Zinsgeier fallen wieder über den kleinen Mann, den Draghi bisjer schützte ; her.
.

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