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Immobilienkauf: Das Haus als Geldanlage
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Wohneigentum ist vielerorts sehr teuer geworden - günstige Kredite locken dennoch zum Kauf als Geldanlage. Diese Grundregeln sollten Sie beim Hauskauf beachten.

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Hank-the-Voice 14.05.2016, 10:04
1. Wehe wenn die Zinsen anziehen....

dann wird die Blase platzen. Es war noch nie schlau in das zu Investieren, in das derzeit alle investieren. Beispiele aus der Vergangenheit gibt es genug.

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traiano 14.05.2016, 10:06
2. haus als geldanlage

man sollte anreize zum kauf von eigentum geben und nicht umgekehrt

so niedrige zinsen wird es nie wieder geben
wer zahlt denn 6% maklergebühr
welche alternative bleibt denn??
wer hat denn in 10 jahren mehr als 1500 € rente
und davon soll man in münchen die miete bezahlen
wohneigentum ist ein muss und kein luxus
deutschland hat weltweit die fast niedrigste eigentumsrate

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loffenauer 14.05.2016, 10:22
3. ... ein Paar wichtige Punkte vergessen ..

1. Man sollte den historischen Durchschnittszins kennen. Schon Jane Austen sprach von 4% Rendite einer Anlage, Kreditzinsen sind eher bei eher nahe 5%... Delta zum angebotenen Zins der Bank (heute ca. 1,5%) sollte zur Tilgung genutzt werden. So, dass nach 10 Jahren, wenn die Zinsen vielleicht wieder gestiegen sind, man immernoch die 2% tilgen kann, die notwendig sind, um als Rentner dann Schuldenfrei zu sein.

2. Man sollte gleich >10 Jahre Zinsbindung machen, nur dann kommt man nach deutschem Recht bei gültigen Verträgen auch raus aus dem Vertrag ohne Vertragsstrafe. Dies gilt auch beim Verkauf der Immobilie wegen persönlicher (Scheidung...) oder beruflicher (Umzug wegen Job) Gründe.

3. Man sollte die finanziellen Spielräume möglicher Käufer kennen. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von etwas mehr als 2000 Euro in Berlin würde ich den genannten Preis in Kreuzberg nur bezahlen, wenn das eine absolute Spitzenimmobilie ist, die ich auch wieder an das 1% der Bevölkerung verkaufen kann. Sonst ist der Verlust vorprogrammiert.

Und ... die Bank interessiert sich für die Dummheit ihrer Kunden sicherlich nicht. Eine Privatinsolvenz ist - dank Lobbyeinfluss - der letzte Teil deutschen Rechts, in dem Sippenhaft gilt. Geben Sie also auch Rat an Ihre Eltern und Kinder weiter.

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El pato clavado 14.05.2016, 10:31
4. Wie oft denn noch ?

Diese Binsenweisheiten zum Wohneigentum langweilen.
Es gibt nur eine Regel: wer sich auf Wohneigentum einlässt,sollte sehr gut bei Kasse sein und einen guten
Rechtsbeistand haben

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cosifantutte 14.05.2016, 10:39
5. war und bin für Variante 1

das eigene Heim wollte ich eigentlich schon immer als Eigentümer selbst besitzen. Das kann man sich aussuchen, wie man es braucht und muß nicht befürchten, rausgeschmissen zu werden. Selbst die vermietete Wohnung habe ich so ausgesucht: wollte ich da selbst drin wohnen? Immobilien sind halt ein relativ sicheres Investment, Werterhalt oder Steigerung können nur ein angenehmer Nebeneffekt sein.

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andreasreiter 14.05.2016, 10:41
6. Das Jammern und Wehklagen wird in 20 Jahren kommen

Noch verdienen die Babyboomer prächtig udn können sich nicht nur schöne udn damit größere wohnungen leisten, sondern wollen auch ihr Geld anlegen. Da die zinsen niedrig sind, wählen viele Immobilien, was die Preise hochtreibt. Der Jahrgang 64 hatte die höchste Geburtenraten, danach ging es stetig bergab. In 20 Jahren kommen dann die meisten Babyboomer in die Rente, die dann auch bekanntlich nicht mehr so üppig wie heute ausfallen wird. Zugleich setzt dann auch verstärkt das Schrumpfen der Bevölkerung ein. Diese zwei ursachen führen unweigerlich zu einem Nachlass der Nachfrage (hauptsächlich kleinere preiswerte Wohnung sind gesucht) und einem Steigen des Angebots (denn viele Eigentumswohnungen wollen/müssen verkauft werden). ich bin überzeugt, dass deshalb der Immobilienmarkt in zwanzig Jahren viel schlechter dastehen wird und viele Traumvorstellungen an der Realität zerschellen werden. Wenn dann noch eine industriellen Umwälzung stattfinden würde, zB. Das die Automobilindustriestark schrumpft (hat jemand sich in den 60er Jahren mal jemend den Niedergang der Kohle- und Schwerindustrie im Ruhrgebiet vorstellen können) dann sieht die Lage auch im jetzt prosperierenden Süden plötzlich ebenfalls viel düsterer aus.
Der zug der Lemmige in die Immobilien könnte tatsächlich zur klippe führen.

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RainerCologne 14.05.2016, 10:51
7.

Ich vermisse den Hinweis, dass bei vermieteten Immobilien die Zinsen, Sanierungen und Reparaturen steuervermindernd sind. Bei Eigennutzung kann man hingegen kaum etwas absetzen. Bei rund 80.000? Zinsen in 10 Jahren kann das ein paar Euro Steuern sparen und die Immobilie über Sondertilgungen schneller abbezahlt machen.
Ich kenne viele Immobilienbesitzer die niemals im eigenen Heim wohnen würden, weil das viel teurer ist als zu mieten.

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hup 14.05.2016, 10:51
8. wiederholung von Basics vermutlich notwendig

Im Grunde ist die Regel diese: Kaufe nicht spontan etwas dem eine Lebensarbeitsleistung an Gegenwert gegenübersteht.

Wer sich informiert wird alles was Tenhagen sagt sowieso kennenlernen. Der wichtigste Tipp ist dieser: Nach den Ausgaben pro Monat, die *alle* Kosten enthalten (also inkl. Nebenkosten u. Hausgeld) sollte immer noch ein Puffer vorhanden sein. Wer bereits spitz auf Knopf anfängt wird jahrzehntelang im Dauerstress sein und bei schwierigkeiten ist stets die ganze Existenz gefährdet.

Ansonsten ist aber seine Markteinschätzung IMO an einer Stelle Falsch: Die Verkaufspreise sind nicht unbedingt wie dargestellt an die Zinsen gekoppelt, denn viele Käufe zur Zeit sind Sicherheitsinvestitionen, die nicht nach Rendite gehen, d.h. Überschusskapital wird in Betongold "gerettet" - bei Barzahlung aus Vermögen kommt keine Zinslast hinzu, der Faktor Zinsen entfällt. Dort wo die Preise wirklich hoch sind (aber das ist nur ein kleiner Teil des gesamten Wohnungsmarktes) gilt seit geraumer Zeit das "Haus am See" Modell, nur aus anderer Motivation. Wenn überhaupt soll hier bestenfalls über Wertsteigerungsspekulation Gewinn erzielt werden, das ist schon lange kein Renditemarkt mehr.

So lange Nachfrage nach dem knappen Gut "Beste Lage" besteht wird sich daran auch nichts (mehr) ändern, Renditeorientierte, die bei steigendem Zins rational alternativ investieren würden, gibt es im Immo-Hochpreissegment ja kaum mehr.

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Poco Loco 14.05.2016, 11:00
9. Der Immobilienkäufer am Wühltisch

Es ist doch eine Milchmädchenrechnung zu glauben, nur weil die Kreditzinsen auf niedrigstem Niveau sind, kaufe ich mir deshalb eine überteuerte Immobilie. Wo ist da die Ersparniss? Ganz zu schweigen davon, dass Reparaturen 30-40% mehr Baukosten, Grundsteuern und wieder steigende Zinsen, mir in absehbarer Zeit einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen werden.

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