Forum: Wirtschaft
Immobilienkonzern: Vonovia gibt Wohngarantie für Mieter ab 70
Ina Fassbender

Als besonders kundenfreundlich war Vonovia bislang nicht bekannt. Nun verspricht der Immobilienkonzern, dass ältere Mieter sich ihre Wohnungen weiter leisten können. Die Linke will die Altersgruppe auch gesetzlich schützen.

Seite 2 von 6
tumut 16.05.2019, 08:51
10. Nebenkosten

Wegen exorbitanter Energiekosten und anderer Abgaben müssen Sie sich aber vertrauensvoll an die Politikdarsteller in Berlin wenden.
Die 'Energiewende' ist auf deren Mist gewachsen.
Oder haben Sie eventuell Parteien gewählt, die das gut heißen - dann sind Sie leider mit selbst Schuld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 16.05.2019, 08:59
11.

Irgendwie ist das Konzept nicht schlüssig und komplett durchdacht. Weder von Vonovia, noch von der Regierung. Erstens ist ein Alterslimit von 70 schon ziemlich willkürlich. Wahrscheinlich sind ältere Mieter ab 60 oder ab 50 oder oder schon früher gezwungen Ihre Wohnungen zu verlassen. Ich könnte mich ja relativ gemütlich zurücklehnen, denn ich bin 64. Aber was ist mit Familien?
Es wäre doch gerade bei Großvermietern naheliegend, dass man Mietern, die früher mit Ihren Kindern und/oder mit Partner in einer Wohnung wohnten, die nun zu groß geworden ist, eine kleinere Wohnung zu einem günstigeren Preis im gleichen Haus oder im gleichen Kiez anbietet. Das würde die Bezahlbarkeit erhöhen und gleichzeitig würde Platz geschaffen für WGs und Familien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 16.05.2019, 09:11
12. Warum immer die Alten

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die 50 bis 80 Jährigen in den Jahren 2013 bis 2018 einen Vermögenszuwachs von über 40% verbuchen konnten, die Jungen zwischen 24 und 36 Jahren aber nur halb soviel. Warum pampert man immer die Alten, zu denen auch ich gehöre. Auch beim Thema Mieten haben die Alten meist günstige Bestandsmieten, während die Jungen teuere Neumietverträge abschließen müssen.Dazu sollen sie dann noch eine Familie gründen und Kinder großziehen. Nur weil die Alten die größte Wählergruppe sind, sollte man die Jungen nicht diskriminieren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max-mustermann 16.05.2019, 09:23
13.

Zitat von Sentimenta
Besser wären höhere Hürden für den Eigenbedarf, die mit dem Alter des Mieters aber auch bei dessen eventuellen körperlichen Einschränkungen steigen.
Noch höhere Hürden ? Gerade bei älteren Mietern die auch schon lange in der Wohnung leben sind die Hürden/Fristen heute so lange das sie der Eigentümer defakto gar nicht mehr aus seiner Wohnung bekommt. Mal abgesehen davon wie wollte denn eine Unternehmen wie Vonovia eine Eigenbedarfskündigung begründen ? Der Sohn vom Chef braucht ne Wohnung oder wie ? Da lacht ihn ja jeder Richter aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
demokrit2012 16.05.2019, 09:30
14. Kündigung wegen Eigenbedarf

"Für über 70-Jährige soll eine Kündigung durch den Eigentümer wegen Eigenbedarfs gesetzlich ausgeschlossen werden. Das geht aus einem Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor."

Das sehe ich tatsächlich auch kritisch. Gibt genug Menschen, die sich eine kleine Wohnung kaufen, um in der eigenen Rente (und wenn die Kinder aus dem Haus sind) etwas eigenes zu haben und dann selber keine Miete mehr zahlen zu müssen (oder man kauft für die Kinder, eigenen Eltern, etc...). So eine Wohnung muss man als Vermieter dann praktisch vom Markt nehmen, bzw. nur noch auf Zeit und möbliert vermieten. Was den Wohnungsmarkt u.U. noch mehr anspannt und der Sache aus meiner Sicht wenig hilft. Eine Eigenbedarfskündigung sollte schon das grundlegende Recht eines Vermieters sein, wenn auch im Zweifel stärker kontrolliert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ThomasS79 16.05.2019, 09:33
15. Irrwitzige Naivität!

Glaubt den wirklich jemand an solche kurz gedachten Schnellschüsse? Was wird wohl passieren? Richtig, Rentner werden zu Mietern zweiter Wahl, da man damit rechnen muss, sie nicht mehr los zu bekommen, oder die Wohnung nicht kostendeckend vermieten zu können! Neben Kindern, Haustieren, Schufa kommt dann noch das Alter und prospektive Lebenserwartung als Mieter-Indikator in Frage! Zum Vorschlag der Linken bezüglich Eigenbedarf fehlen mir dann völligst die Worte! Schon jetzt belegen viel zu viele Rentner nach Art des kürzlich thematisierten "Lock-in-Effekts" viel zu große Wohneinheiten, die für Familien wiederum fehlen! Hier müssen ganz andere Konzepte der Verlagerung und Bewertung von Wohnraum her! Mit Mieter-Garantien und Altersversprechen und Gängelei der Vermieter erreicht man das Gegenteil, daher wirkt die Aktion eher wie ein Papierflieger für die Rentner auf dem Weg zur Wahlurne!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
igel_52 16.05.2019, 09:36
16. Welche Studie ?

Zitat von Palmstroem
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die 50 bis 80 Jährigen in den Jahren 2013 bis 2018 einen Vermögenszuwachs von über 40% verbuchen konnten, die Jungen zwischen 24 und 36 Jahren aber nur halb soviel. Warum pampert man immer die Alten, zu denen auch ich gehöre. Auch beim Thema Mieten haben die Alten meist günstige Bestandsmieten, während die Jungen teuere Neumietverträge abschließen müssen.Dazu sollen sie dann noch eine Familie gründen und Kinder großziehen. Nur weil die Alten die größte Wählergruppe sind, sollte man die Jungen nicht diskriminieren!
Ich darf Ihnen versichern daß nicht nur ich, sondern auch alle aus unserem Umkreis (im Alter zwischen 50 und 80) nicht ansatzweise 40% reicher wurden seit 2013. Deshalb bitte mehr Details zur Studie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the-observer 16.05.2019, 09:46
17. Nebelkerze

Die Ankündigung, ältere Menschen aus Bestandsverträgen nicht rausschmeißen zu wollen, ist nichts anderes als eine billige Werbung, die nur dem Image dienen soll. Tatsächlich ist es in Deutschland faktisch unmöglich, Mieter jenseits der 70 erfolgreich aus einer Mietwohnung rauszuklagen - spätestens nach dem dritten Vollstreckungsschutzantrag gibt jeder Vermieter entnervt auf. Außerdem sind Mieter am Ende ihrer Erwerbsbiografie für die großen Akteure auf dem Wohnungsmarkt gern gesehene Kunden: Sie verfügen in aller Regel über angespartes Vermögen und haben ein festes Renteneinkommen, so dass die üblichen Risiken des Erwerbslebens (Arbeitsplatzwechsel, Jobverlust) sich nicht auf das Mietverhältnis auswirken können und einer hohen Mieterfluktuation entgegenwirken. Insofern stellen die Senioren gewissermaßen die "Ankermieter" größerer Objekte dar, die den Wohnungswechsel junger Familien mit Kindern kompensieren können - und für die Einhaltung der Hausordnung sorgen, auch wenn der teure Hauswart nicht da ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quidquidagis1 16.05.2019, 09:47
18. Zunächst..

Zitat von techniker6
Die die es oft am wenigsten nötig haben. Wer sorgt sich um junge Familien mit Kindern, vielleicht sogar allein erziehende, welche sich oft keine Wohnung leisten können. Stattdessen werden Seinioren bevorzugt behandelt. Führt dazu das die die oft ein gutes Auskommen im Alter haben in Palästen Wohnen während erstgenannte sich in einem Schuhkarton wiederfinden.
..sind die Vonovia Buden keine"Paläste"zum anderen wohnen aus diesem Grund dort auch keine Rentner mit gutem Auskommen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
so-long 16.05.2019, 09:52
19. Unsinn

Zitat von starhawk2013
In Anbetracht dessen, dass Personen über 70 auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Chance für eine Neuanmietung haben, solle die von der Vonovia eingeführte Mietgarantie für alle über 70-jährigen gesetzlich und verbindlich festgeschrieben werden.
Ich kenne mehrere Mieter, die mit 70 eine Wohnung bekamen. Die Leute sind meistens solvent, keine Mietnomaden. Und meist langjährige Mieter.
Das unter-Naturschutz-stellen kommt einer quasi Enteignung des Vermieters gleich. Sozialistische Träumereien, bei denen -wie immer- Annehmlichkeiten auf Kosten Dritter verteilt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6