Forum: Wirtschaft
Immobilienkonzern: Vonovia gibt Wohngarantie für Mieter ab 70
Ina Fassbender

Als besonders kundenfreundlich war Vonovia bislang nicht bekannt. Nun verspricht der Immobilienkonzern, dass ältere Mieter sich ihre Wohnungen weiter leisten können. Die Linke will die Altersgruppe auch gesetzlich schützen.

Seite 4 von 6
bluebill 16.05.2019, 10:50
30. Toll.

Ein altes Sprichwort sagt: ein Wolf bleibt ein Wolf, auch wenn er Kreide frisst. - Irgendwelche werbewirksamen Garantieversprechen, die bei Licht betrachtet gar keinen echten Inhalt haben, machen einen Spekulantenverein nicht zur sozialen Einrichtung. Natürlich wird kein Rentner aus der Wohnung geworfen, solange er brav seine Miete zahlt und auch die Nebenkosten begleicht, denn das ist ja alles total fair berechnet. Wobei fair natürlich bedeutet, dass die wirtschaftlichen Interessen der Vonovia nie verletzt werden dürfen. Klar werden die Mieten immer nach irgendwelchen Mietspiegeln berechet, aber wer kann das schon prüfen, und die Mietspiegel steigen ja auch kräftig an, wenn die Mieten steigen. Ein Selbstläufer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hausfeen 16.05.2019, 10:51
31. Ja, nun sind die Superreichen in der Regel durchaus älter ...

Zitat von igel_52
Ich darf Ihnen versichern daß nicht nur ich, sondern auch alle aus unserem Umkreis (im Alter zwischen 50 und 80) nicht ansatzweise 40% reicher wurden seit 2013. Deshalb bitte mehr Details zur Studie.
.... und verzerren die Statistik. "Die Alten" gibt es nicht. Die Arm-Reich-Schere ist hier noch krasser. Allerdings gibt es gute Renten im Mittelbau, die von vielen jüngeren Bürgern so nicht mehr erreicht werden. Z.B: wegen dem Abbau des Kündigungsschutzes, Rückdrängung der Beamtenschaft usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lazarus.beutelmoser 16.05.2019, 10:51
32. Typische Denkweise der Linken ...

Haltung vor Ergebnis. Sie kapieren es einfach nicht!!! Kann man dort nicht von der Tapete bis zur Wand denken? Gibt es keine Hirnschrittmacher auf Rezept? Jede Altersgrenze für besondere Schutzbedürftigkeit führt zur potentiellen Eigenbedarfskündigung vor Erreichen der Altersgrenze.
Langfristig werden sich die Vermieter doch um die Alten schlagen. Laut Herrn Blüm ist die Rente und damit die Mietzahlung ja sicher. Die Jungen werden sich wegen der zukünftig zu leistenden immer höheren Beiträge zur Rentenversicherung immer weniger leisten können. Da die Rentner bald die größte Wählergruppe sein werden, können die Jungen sich auch keine Regierung wählen, die das verhindert.
Also nehme ich als Vermieter doch lieber einen Rentner. Der legt mir seinen Rentenbescheid vor und ich weiß sofort, ob ich einen solventen Mieter für meine Wohnung habe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
augu1941 16.05.2019, 11:21
33.

Zitat von liberaleroekonom
Wenn die oder der 70-jährige dann trotzdem seine Miete nicht mehr bezahlen kann oder will (unverschuldet oder selbst verschuldet), übernehmen dann DIe Linken die Mietzahlung (also dann der Steuerzahler) oder bleibt der Vermieter auf den Verlusten sitzen?
Kündigung wegen Eigenbedarf soll ausgeschlossen werden, bei Mietrückstand von zwei Monatsmieten und mehr ist die Kündigung weiterhin möglich. Der arme Vermieter ( ich gehöre auch dazu) bzw. der dumme Steuerzahler muss also nicht den Mietausfall tragen.
Im übrigen kenne ich einige Vermieter bei meinen Kunden (ich erstelle BK-Abrechnungen für Vermieter), die ältere Ehepaare bei Neuvermietung bevorzugen, der Mieterwechsel mit zusätzlichem Aufwand wird dann unwahrscheinlich.
Wieso der Vermieter durch BK-Abrechnungen zusätzlich Geld verdienen kann, ist mir nicht ganz klar, da die BK bei korrekter Abrechnung nur Durchlaufposten sind. Entweder Betrug durch bewusst fehlerhafte Abrechnung (z.B. korrekte Angabe des Eigenverbrauchs bei Wsr., Heizwärme, Warmwsr.,.... aber zu niedrige Angabe des Gesamtverbrauchs aller abgerechneten Wohnungen bei Umlage nach Verbrauchsanteil) oder Tricksereien bei Abrechnung Hausmeisterdienst. Beides könnte bei wiederholten Auftreten der Straftatbestand Betrug sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paddel2 16.05.2019, 11:21
34. Sinnloser Vorschlag

Wenn ich mir eine Wohnung kaufe in die ich später selbst ziehen möchte, muss ich die Möglichkeit haben darauf zuzugreifen. Der Vorschlag der Linken führt daher zu zwei Lösungen für die Vermieter:
1. Vermietung nur an junge Menschen.
2. Vermietung in attraktiven Lagen nur befristet.
Damit leisten die Linken mal wieder einen Bärendienst. Möchte man das Problem lösen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1. Sozialhilfe bei steigenden Mieten erhöhen.
2. Durch Investitionen Preissteigerungen entgegenwirken.
Es ist aber immer einfacher, auf große Konzerne zu schimpfen, statt die eigene Politik zu hinterfragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
28zwei27 16.05.2019, 11:23
35.

Zitat von starhawk2013
In Anbetracht dessen, dass Personen über 70 auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Chance für eine Neuanmietung haben, solle die von der Vonovia eingeführte Mietgarantie für alle über 70-jährigen gesetzlich und verbindlich festgeschrieben werden.
So steht es im Artikel: "Nach dem Willen der Linken sollen ältere Mieter auch gesetzlich besser geschützt werden. Für über 70-Jährige soll eine Kündigung durch den Eigentümer wegen Eigenbedarfs gesetzlich ausgeschlossen werden."

Wenn man/frau nur ganz, ganz, ganz kurz nachdenkt wird sofort die Konsequenz klar: Mieter ab 60 werden nach Beschluss eines solchen Gesetzes kaum noch eine Wohnung finden!
Eigentlich hätte man/frau vermuten müssen, dass nach "Mindestlohn" und "Mietpreisbremse" nicht noch so ein Schnellschuss folgt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 16.05.2019, 11:42
36. Alte sind anders

Die Vorstellung, dass Rentner unter besonderen "Mieterschutz" gestellt werden müssten, ist absurd und zeigt ein völlig überholtes Welt- und Menschenbild. Fakt ist: Rentner haben ein (wohlverdientes) ortsunabhängiges Grundeinkommen, das ihnen WELTWEIT ausgezahlt wird. Sie können ÜBERALL wohnen - und viele tun das auch. Ortsgebunden ist dagegen die Mehrzahl der Arbeitnehmer. Was bedeutet: Im Jahr des Renteneintritts sollte man die neue Freiheit nutzen und sich eine schönere, angemessenere und billigere Wohnung suchen. In einem anderen Land, in einer anderen Stadt oder auch nur einem anderen Stadtteil. Einfach da hocken zu bleiben, wo man sein Arbeitsleben verbracht hat, scheint im ersten Augenblick vielleicht bequemer, ist aber schlecht für die eigene (seelische) Gesundheit - und unfair gegenüber den Arbeitnehmern und jungen Familien, die in der Nähe der Arbeitsplätze leben MÜSSEN.
Ich kenne Leute, die sich jahrelang auf den Umzug "nach der Rente" gefreut haben und zum Beispiel von München nach Thüringen, Irland oder Berlin gezogen sind. Aber ich kenne auch Leute, die das halbe Jahr in ihrer Datsche auf dem Land wohnen oder mit dem Segelboot in der Weltgeschichte herumschippern, aber trotzdem nicht bereit sind, ihre "mietgeschützte" Wohnung in Berlin, München oder Hamburg zugunsten von Jüngeren freizugeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mxmx 16.05.2019, 11:54
37. Kontraproduktiver Kündigungsschutz

Ein Kündigungsschutz für über 70-jährige würde dazu führen, daß kein privater Vermieter mehr an ältere vermietet, solange auch nur das leiseste Risiko besteht, die Wohnung selbst einmal zu benötigen. Das könnte es demnächst älteren Bürgern massiv erschweren, eine neue Wohnung zu finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 16.05.2019, 11:55
38.

Zitat von Alternator
Junge Leute sollen ja flexibel dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, da ist eine eigene Wohnung, geschweige denn Wohneigentum, nur Hinderlich, nicht wahr? Kinder kann man auch im Wald aufziehen, oder in den Bussen zwischen zei Arbeitsorten, wo die Eltern dann 3 Stunden schlafen dürfen. Vonovia sollte zerschlagen werden. Dieser Konglomerat zeigt sich als unfähig, sich in eine Gesellschaft einzufügen ohne Schaden anzurichten und Gesetzen gegenüber gleichgültig.
Inwiefern ist Vonovia schuld daran, daß es für junge Familien und flexibel sein müssende Berufsanfänger schwierig ist, Wohneigentum zu erwerben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
iphilipi 16.05.2019, 12:28
39. Darf nur für neue Verträge gelten

Bestehende Verträge dürfen nicht betroffen sein. Hier muss es einen Vertrauensschutz geben. Andernfalls hätte man ggf. nicht an Ältere von vornherein vermietet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6