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Immobilienkrise: Was wirklich gegen die Wohnungsnot hilft
Frank May/ picture alliance/ DPA

Mieten und Hauspreise steigen - was tun? Die einen wollen enteignen, die anderen mehr bauen. Dabei ist beides als Lösung abwegig, solange Märkte versagen und Banken eifrig Immobilienblasen fördern.

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haarer.15 05.04.2019, 17:31
80. Nö - so ist es nicht

Zitat von p2063
auch nicht an bezahlbaren. Woran es mangelt, ist die Bereitschaft der Arbeitnehmer länger als 20 Minuten zu pendeln weil man ja unbedingt im gentrifizierten Hipsterviertel leben will. Dann muss man eben auch entsprechend zahlen.
Nein. Es ist auch in den Randlagen und Vororten schon eng. In den Ballungsräumen allemal. Der Wohnungsmarkt für bezahlbaren Wohnraum ist de facto leergefegt. Einen Arbeitsweg von ca. einer Stunde würden die Allermeisten doch längst schon in Kauf nehmen.

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apfeldroid 05.04.2019, 17:31
81.

Was schlägt der Autor vor? Bauen schlecht, nicht bauen schlecht, kaufen schlecht, irgendwelche Blase platzt (oder auch nicht platzt?)

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uklakow 05.04.2019, 17:33
82. Politik hat zuviel Angst

Ich denke ein wesentlicher Grund ist Politikversagen, abers als um das Jahr 1900 herum gibt es kaum mutige Schritte um die Ursachen anzugehen.
Damals wurden große neue Stadtteile gaschaffen, überall wurde in die Infrastruktur, gerade in Berlin infestiert.
Heute macht der Staat vorzugsweise Gesetze die z.B. die Nebenkosten immer weiter nach oben treibt.
Was wir benötigen wäre ein Masterplan der auf breiter Front die richtigen Weichen stellt. Hier wäre z.B. das Anlegen von ganz neuen Stadtteilen, sofort mit S- oder U-Bahnstrecken, mutiges zulassen von höheren gebäuden wo das Sinnvoll ist. Unterirdischen Kanälen wo man an den ganzen Strecken an die Infrastruktur Wasser, Abwasser, Strom, Datenverbindungen (LWL), Gasversorgung und wo sinnvoll auch einen Teil des Strassenverkehrs SOFORT anlegt.
Das ganze aber bitte nicht in üblicher Tiefbaumanier sondern mit anlieferbaren fertigen Modulen oder mittels Robotern in 3D-Drucktechnik.
Klar kostet dies erstmal mehr, aber danach wird keine Strasse mehr aufgerissen.
Ich bin da auch für enteignungen, es geht nicht an das ein Bauer mit 500 Hektar Hof durch so einen neuen Stadtteil quasi übernacht mal 1Millarde € auf dem Konto hat, das steht in keinem Verhältnis zu seiner Leistung.
Was wir brauchen wäre ein Masterplan, nicht nur für die Städte sondern für ganz Deutschland.
Wenn man es klug macht kauft man einen Teil der Leistung gleich in Ländern wie Italien ein, da diese Leistung bei uns anfällt aber über Traget II abgewickelt wird, ist das Geld von den Traget II vielleicht nicht eh alles weg.

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csm101 05.04.2019, 17:34
83. Ursache und Wirkung

2015 haben auf dem deutschen Wohnungsmarkt 300.000 Wohnungen gefehlt. Dann kamen 1.5 Millionen Neubürger nach Deutschland. Der Preis wird hier einfach über Angebot und Nachfrage bestimmt. Und wo kein Angebot, da steigt der Preis.

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stefan taschkent 05.04.2019, 17:37
84.

Naja, da hat der Herr Fricke halt mal eine These aufgestellt. Gibt unendlich viele Gegenthesen, und die eine Wahrheit kennen wir alle nicht - auch nicht Mr. Ryan-Collins. Mutig finde ich die gewählte Überschrift. Diese suggeriert, dass man (bzw. der Herr Kommentator und Verfasser) aufgrund neuester Erkenntnisse und/oder Modellfälle tatsächlich den springenden Punkt ausfindig gemacht hätten. Der Content unter der Headline ist davon allerdings meilenweit entfernt.

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gartenkram 05.04.2019, 17:37
85. Nun ja

Sehe ich anders. Wären die Zinsen mal auf einem vernünftigen Niveau, dann würden weniger Menschen glauben,eine eigene Immobilie haben zu müssen - die sie sich nicht leisten könnten, wenn die Zinsen mindestens bei 3-4 Prozent lägen. Diese ganze Billigfinanziererei fliegt den Beteiligten um die Ohren, spätestens bei Ablauf der Zinsbindung. Und ja, Boden ist endlich und auch nur einmal zu verkaufen. Also würde jeder, der Boden hat, diesen so teuer wie möglich verkaufen, weil er das nie wieder kann (jedenfalls nicht mit dem Grundstück). Enteignungen werden nicht helfen, Bauen um jeden Preis sicher nicht. Anderswo habe ich heute gelesen, dass ganze Gebiete aussterben, weil die Bevölkerung ausstirbt oder wegzieht, v.a. in ostdeutschen Kreisen und Gemeinden. Da gibt es jede Menge Immobilien, da wäre eine Investition in eine vernünftige Entwicklung statt Schwafeln von "Blühenden Landschaften" sinnvoller gewesen. Und nein, nicht jeder muss im Zentrum einer Grossstadt leben. Das war noch nie anders, solange es die Menschheit gibt. Neid ist der falsche Weg, Enteignung ebenfalls, Anpassen von Ansprüchen wären schon ein Fortschritt. Gucke ich mir hier einige Neubaugebiete an (mich überkommt das Schaudern) dann frage ich mich, was das werden soll. Die Häuser sind teilweise viel zu gross, viel zu teuer, auf viel zu kleinen Grundstücken und und und ... Geld zum Fenster rausgeschmissen.

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Kurt-C. Hose 05.04.2019, 17:38
86. Warum

warum erklärt eigentlich nicht mal irgendeiner der Enteignungsapologeten, warum es legitim ist, eine Rentnerin zu enteignen, die ihre ersparten Kröten wohlmeinend in Aktien der Deutschen Wohnen (solides Unternehmen, kleine, aber sichere Dividende, der Anlageberater hat gesagt, Wohnimmobilien sind sicher) angelegt hat? Und warum das sinnvoll ist, um einem Studienrat an der Frankfurter Alle seine preiswerte Innenstadtwohnung zu sichern?

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deuro 05.04.2019, 17:38
87. Hier werden doch eh alle Banken gerettet

Also warum sollte die Immobilienblase platzen?
Das Geld, was Draghi hier mit der Giesskanne im Markt ausgeschüttet hat, ist ja schon im Umlauf und es wird noch mehr!! Und ausser Betongold und Rohstoffen gibt es halt wenig wertsteigernde Investments. Die Millionenbonis der Banker müssen ja auch irgendwo investiert werden. Also läuft die Immobilieninflation losgelöst vom Rest der Wirtschaft ungebremst weiter nach oben. Der kleine Mann schaut zu oder rennt mit kaputten Socken hinterher und fällt auf die Nase, wenn er dann mit seinem Nulltilger in Rente geht.

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muellerthomas 05.04.2019, 17:39
88.

Zitat von alexander.maier1010
Die einzige Lösung ist daher die Baukosten zu senken und das funktioniert nicht indem man auch noch die einzige Finanzierungsquelle für Privatleute reguliert.
Grundsätzlich volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag, nur bei dem o.g. Punkt frage ich mich, wie Sie das erreichen wollen?

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muellerthomas 05.04.2019, 17:47
89.

Zitat von gartenkram
Sehe ich anders. Wären die Zinsen mal auf einem vernünftigen Niveau, dann würden weniger Menschen glauben,eine eigene Immobilie haben zu müssen - die sie sich nicht leisten könnten, wenn die Zinsen mindestens bei 3-4 Prozent lägen.
Gut, dann wäre die Arbeitslosenquote in Europa vermutlich massiv höher, das Wachstum noch niedriger und damit auch die Einkommen der Beschäftigten.

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