Forum: Wirtschaft
Immobilienmarkt: In der Stadt wird zu wenig gebaut - auf dem Land zu viel
DPA

Der deutsche Immobilienmarkt driftet immer weiter auseinander: Während in den Großstädten zu wenig neue Wohnungen entstehen, wird auf dem Land laut einer Studie oft zu viel gebaut. Die Folge sind enorme Preisdifferenzen.

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-denker- 19.08.2015, 18:05
100. zu einfach

da macht sich der Autor die Problematik am Land zu einfach. Natürlich gibt es auf den kleinen Dörfern zu viel Wohnraum, aber was für welchen? moderne Häuser stehen eigentlich nie leer sondern nur marode Altbauten die oft Denkmalgeschützt sind und meist ist die Sanierung teurer als ein Neubau. Wem kann man es dann verübeln sich ein neues Häuschen mit meist besserer Lage zu bauen. Man sollte stattdessen den Denkmalschutz aufweichen und alte Häuser abreißen. Außerdem sind Grünflächen in der Ortschaft sehr hübsch und deswegen verstehe ich nie die Politik die eine dichte Bebauung fordert

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pom_muc 19.08.2015, 18:07
101.

Zitat von Central Park
Wenn es denn so ist, dass in den Städten zu wenig neuer Wohnraum entsteht, können sich die Wohnungssuchenden vor allem bei der SPD bedanken. Die populistische Mietpreisbremse führt dazu, dass weniger in Wohnungen investiert wird.
Wenn zum Herbstanfang die ersten leer stehenden Mietwohnungen zwangsweise mit Flüchtlingen gefüllt werden dürfte sich die Begeisterung für den Mietneubau noch weiter reduzieren.

Mietpreisbremse war nur der erste Schritt zum neuen Vermieterglück in der EUDSSR.

Wie der Grüne Palmer vor ein paar Tagen neu betonte: "Eigentum verpflichtet". Es gibt Zeiten da ist es besser in manchen Regionen kein Eigentum zu besitzen.

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jowitt 19.08.2015, 18:09
102. @ mariannevondamals

Zitat von mariannevondamals
Auf dem Land billig wohnen und in der Stadt arbeiten ist ein sehr einseitiges Geschäft. Die Verlierer sind die Stadtbewohner. Die Pendlerpauschale sollte in eine Pendlersteuer verwandelt werden, mit dieser könnte Wohnraum in der Stadt geschaffen werden.
Das ist doch Unsinn. Wenn Sie wirklich "billig" auf dem Land wohnen wollen, müssen Sie schon sehr weit außerhalb der Ballungsräume oder großen Städten leben. Und dann haben sie auch enorme Anfahrtkosten + Zeitbedarf, um in die Stadt zu kommen.

Und meist rechnet sich das nicht, mal abgesehen davon, das da leicht aus einem 8 Std. Tag ein 10 Std. Tag wird. Daher wollen ja auch so viele in die Ballungsräume, näher an die Arbeit ran.

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ernest_rutherford 19.08.2015, 18:12
103. Kleine Frage

Wie ist es eigentlich möglich, dass in Großstädten wo die Bevölkerung am stagnieren ist, die ganze Zeit behauptet wird es gebe ein Wohnungsmangel?
Ich blicke da ehrlich gesagt nicht ganz durch.
Höhere Mieten weil angeblich zu viele Menschen in die Städte ziehen, obwohl die Bevölkerung schrumpft und immer neue Wohnungen gebaut werden ?

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marsman 19.08.2015, 18:12
104. Mut zum Abriss

Dann müssen auf dem Land auch mal ein paar 50er Jahre Baracken abgerissen werden, statt neues Bauland ausgewiesen. Aber wie hier schon erwähnt, da verdient die Gemeinde nix dran. Das ist hier das Hauptproblem, die Gemeinden werden für Zersiedelung belohnt. Das hat viel mit Gemeindefinanzierung zu tun und wenig mit dem Bürger, denn im Ortskern lebt es sich meistens besser als im öden Neubaugebiet, welches mangels Durchmischung mit seinen Bewohnern altert und langsam stirbt bzw. wenn die Preise zu stark sinken in prekäre Vethältnisse abdriftet.

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Bondurant 19.08.2015, 18:18
105.

Zitat von Spiegelleserin57
...wenn größere Hausverwaltungen im Spiel sind haben unangenehme Mieter gar keine Chance.
Wer hat Ihnen denn das erzählt?

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Bondurant 19.08.2015, 18:20
106. Nun,

Zitat von Alm Öhi
...ist das wir um 12 Mio. in den kommenden Jahren schrumpfen werden und dennoch diesen Immobilienbedarf haben.
da sind Sie entwicklungstechnisch nicht up to date:

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1048910.html

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jowitt 19.08.2015, 18:20
107. @diefreiheitdermeinung

Zitat von diefreiheitdermeinung
Und jene Mieter die in jedem Vermieter einen boesen Spekulanten und Ausbeuter sehen kaufen bitte ihre Wohnung und zahlen dann eine Hypothek ab. Warum tun es nicht mehr? Weil mieten eigentlich immer noch zu billig ist?
Sie leben scheints in einer Paralelwelt. Wie soll denn jemand, der 900 EURO im Monat hat, das Anfangskapital dazu zusammensparen? Noch dazu erhält jemand mit dem Gehalt und dann vielleicht auch nur nem Zeitvertrag doch keinen Kredit von der Bank.

Wir selbst haben, statt zu mieten gekauft. (Auch ohne Anfangskapital) Die Abzahlung der Hypothek ist rund 100-130 EURO billiger, als die vergleichbare Miete war. Und das bei einem kleinen Objekt um die 100 m².

Aber so einen Kredit kriegen sie - wie gesagt- nur bei SICHEREN UND HOHEN Einkommen.

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widower+2 19.08.2015, 18:23
108. Zieht aufs Land

wenn Ihr kleine Kinder habt.

Man kriegt in der Regel ohne Probleme einen Kindergartenplatz, die Schulen sind besser, Bauland und Mieten billiger und man kann die etwas älteren Kinder auch mal ganz unbeaufsichtigt Kinder sein lassen, ohne vor Sorgen zu vergehen.

Jetzt in den Sommerferien kicken die Jungs bis zum Dunkelwerden auf den wunderbaren Rasenplätzen des Dorfvereins und die nicht an Fußball interessierte Tochter kann für 6,50 Euro die Stunde reiten.

Die 20 Minuten mit dem Bus bis zum Cinemaxx werden in den meisten Wohnlagen der Großstädte wohl noch übertroffen.

Ich habe die Entscheidung, in ländlicher Umgebung zu wohnen, nie bereut.

Und keine Angst: Schnelles Internet haben wir auch und Ärzte, Schulen, Kindergärten und Supermärkte sind fußläufig erreichbar. Herrlich!

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politik-nein-danke 19.08.2015, 18:23
109.

Zitat von mikado17
Solange man die zum Teil exorbitanten Kilometer des Pendeln auch noch steuerlich absetzen kann, wird das doppelt und dreifach vom Staat belohnt. Das bezahlen auch die Städter neben ihren bereits hohen Wohnkosten! Einfach abschaffen diese Fahrkostenerstattung!
Üblicherweise ist es die gehobene Mittelschicht die pendelt. Wenn die von Ihnen geforderte Abschaffung der Pendlerpauschel wird die Gentrifizierung verschärfen, dann wird es nämlich einfach unattraktiv weiter draussen zu wohnen und die gehobene Mittelschicht mit ihren guten Einkommensverhältnissen drückt zurück in die Zentren und wer der Verlierer ist, dürfte klar sein..

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