Forum: Wirtschaft
Immobilienmarkt: In der Stadt wird zu wenig gebaut - auf dem Land zu viel
DPA

Der deutsche Immobilienmarkt driftet immer weiter auseinander: Während in den Großstädten zu wenig neue Wohnungen entstehen, wird auf dem Land laut einer Studie oft zu viel gebaut. Die Folge sind enorme Preisdifferenzen.

Seite 2 von 17
Frank Zi. 19.08.2015, 15:55
10.

Zitat von danielc.
Als Investor würde ich eher größere Häuser in der Stadt.... oh, ich vergaß die Mietpreisbremse!
Kleiner Tip:
Einfach ein paar billige Möbel von IKEA oder Poko in die Wohnung stellen und die Wohnung -möbliert- vermieten.
Für möblierte Wohnungen gilt die Mietpreisbremse nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nepheron 19.08.2015, 15:55
11.

Was nützt ein tolles Häuschen im Grünen, wenn man täglich auf verstopften Straßen und in vollen Zügen in die Großstädte zur Arbeit pendeln muss?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ährengast 19.08.2015, 15:56
12.

Zitat von danielc.
... Als Investor würde ich eher größere Häuser in der Stadt.... oh, ich vergaß die Mietpreisbremse!
Neubauten (um diese geht es im Artikel) sind von der Mietpreisbremse ausgenommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
des_pudels_kern 19.08.2015, 15:57
13.

Zitat von licorne
Es ist doch wünschenswert, wenn sich nicht alle in den Ballungsräumen stapeln. Es muss halt eine ordentliche Infrastruktur vorhanden sein: verkehrsverbindung, Netzausbau, Schulen, medizinische Versorgung. Dann kommen auch die Familien und Unternehmen oder umgekehrt. Es wollen doch nicht alle in überteuerten, lauten Großstädten leben. Die Lebensqualität in Kleinstädten kann auch sehr gut sein, die Rahmenbedingungen müssen aber stimmen und eine Kneipe muss vor Ort sein.
Als ob eine Kneipe als Kulturangebot reichen könnte. Ich brauche schon ein Theater, eine Oper, ein O-Ton-Kino und ein paar schöne Möglichkeiten, Tanzen zu gehen. (abseits von Dorfdissen, also z.B. regelmäßige Milongas). In welcher Kleinstadt gibt's das?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariannevondamals 19.08.2015, 15:58
14. Pendlersteuer

Auf dem Land billig wohnen und in der Stadt arbeiten ist ein sehr einseitiges Geschäft. Die Verlierer sind die Stadtbewohner. Die Pendlerpauschale sollte in eine Pendlersteuer verwandelt werden, mit dieser könnte Wohnraum in der Stadt geschaffen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
verissimus 19.08.2015, 15:58
15. Grober Unfug!

Allein eine gut etablierte und funktionierende Lobby der Bauträger & Co. treibt mit offenkundig unzutreffenden Behauptungen die Politik (und auch Teile der ahnungslosen Presse) vor sich her. Tatsächlich gibt es in vielen Stadtteilen der meisten großen Städte ein mehr als ausreichendes Angebot an Bestandswohnungen; selbstverständlich in der Wahrnehmung der Mieter, die über ein geregeltes Einkommen verfügen, nicht immer in der gerade als `en vogue` geltenden Lage, aber idR nur wenige Straßenzüge entfernt. Klar, durch immer wieder entstehende Neubauten sind diese `Altbauwohnungen` häufig nicht mit den `aktuellen Bauteilstandards` gesegnet, aber nicht jeder kann und soll das auch beanspruchen, wenn er eine Wohnung sucht. Die Preisunterschiede sind also eher ein `Luxusphänomen`und spiegeln die ausgeprägte Anspruchshaltung der Bevölkerungsschichten wieder, die es sich immer noch leisten können, immer und überall nur `das Beste` zu fordern auch, wenn das mal knapp und übertrieben teuer wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPetersbach 19.08.2015, 15:58
16.

naja, die Zersiedelung hat wohl doch auch andere Ursachen. Insbesonders, wenn die Landgemeinden ihre Säckel dadurch auffüllen, indem sie neue Baugebiete ausweisen - und verkaufen.
OBWOHL noch genügend Reserve und Baulücken im Ort sind. Die gehören allerdings Privatleuten - also ist das für die Gemeinde kein unbedingtes Anliegen, die bebauen zu lassen. Dann lieber das Feld zumüllen.

Und nicht zuletzt ist noch nicht allen angekommen, daß wir die innerörtlichen Riesengrundstücke nicht mehr nutzen bzw. brauchen, die zur Zeit der Nebenerwerbslandwirtschaft so Usus waren. In der Tat muß man in machen Landgemeinden heute noch den Kampf zum Ausbau der "zweiten Linie" führen - was schon vor 20 Jahren in städteplanerischer Hinsicht völliger Konsens war.

Und für einen Bebauungsplan (vom Profi) für die innenliegenden Quartiere fehlt oft die Kohle.

Nöhh…diese Misstände haben viele Väter. Unter anderem auch die mangelnde Qualität der Bauherren, die sich für 20 Jahre unbedingt nen überdimensionierten Bau hinstellen müssen mit viel Grund aussenrum, den sie eh nichtmehr bespielen. Und wenn die Kinder ausm Haus sind, schon dreimal nicht.
Verdichtung statt Zersiedelung wäre auch aufm Land möglich - problemlos. Wir müssen es nur wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flo_bargfeld 19.08.2015, 15:59
17. Überschüssige Wohnungen auf dem Land nutzen

Die überschüssigen Wohnungen auf dem Land ließen sich gut zur Unterbringung und später auch zur dauerhaften Ansiedlung von Flüchtlingen nutzen. So könnte auch der Entsiedelung in manchen deutschen Regionen entgegengewirkt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariannevondamals 19.08.2015, 16:04
18. @ 4. voellig normal /*Nonvaio01

Nein, diese "Einsicht" geschieht nur aus der Not. Familien würden liebend in der Stadt in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, können sie sich aber immer weniger leisten! Es ist großartig für Kinder, in der Stadt aufzuwachsen!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mocodelpavo 19.08.2015, 16:05
19. Bürger selbst entscheiden lassen.

Zitat von licorne
Es ist doch wünschenswert, wenn sich nicht alle in den Ballungsräumen stapeln. Es muss halt eine ordentliche Infrastruktur vorhanden sein: verkehrsverbindung, Netzausbau, Schulen, medizinische Versorgung. Dann kommen auch die Familien und Unternehmen oder umgekehrt. Es wollen doch nicht alle in überteuerten, lauten Großstädten leben. Die Lebensqualität in Kleinstädten kann auch sehr gut sein, die Rahmenbedingungen müssen aber stimmen und eine Kneipe muss vor Ort sein.
Also ich finde, es steht jedem selbst zu zu entscheiden, wo er wohnen möchte. Fakt ist, dass derzeit die Nachfrage nach Wohnungen bzw. Häusern in der Stadt größer ist als das Angebot. In ländlichen Regionen ist das Gegenteil der Fall. Also ist es völlig widersinnig, dass in beiden Regionen dieselben Regularien und Förderinstrumente greifen. Für Neubau in ländlichen Regionen gibt es derzeit keinen Grund!

Grundsätzlich stimme ich Ihnen aber zu, dass es sinnvoll wäre, durch die o.g. Maßnahmen das Gefälle in der Lebensqualität zwischen Stadt und Land abzumildern. Allerdings fallen alle diese Maßnahmen in den Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand. Darum bin ich mir sehr sicher, dass dort auf absehbare Zeit keine sinnvollen Maßnahmen umgesetzt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 17