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Immobilienmarkt: Reichster Mann Chinas sieht "größte Blase der Geschichte"
REUTERS

Wang Jianlin brachte es mit Immobiliengeschäften zum Multimilliardär. Nun warnt er mit drastischen Worten vor dem Häusermarkt in seiner Heimat.

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rkinfo 29.09.2016, 10:15
20. Herstellungskosten/Restwert vs. Kaufpreis

Zitat von helmut.alt
Wenn man sich den Immobilienchart der letzten 30 Jahre ansieht, dann kann man keinerlei Anzeichen für eine Blase erkennen. Der Markt verlangt viel mehr Wohnraum als die Produktion liefern kann, die Nachfrage bleibt hoch, die Zinsen müssen niedrig bleiben sonst gehen viele Schuldenländer pleite. So sieht der Markt aus.
Die Bank muss immer mit dem tatsächlich erlösbaren Verkaufswert einer Immobilie rechnen. Dazu das Risiko, bei einer Wirtschaftkrise per Überangebot an Immoblien starke Erlösverluste zu erleben.

Ich denke, da sind wir weltweit schon überhitzt.

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jujo 29.09.2016, 10:20
21. ...

Zitat von De facto
Und immer Immobilien! Japan ende der 80er, Skandinavien in den 90ern, Spanien & USA vor 10 Jahren und China als nächste Kandidat. Es ist politisch gewollt das Leute Immobilien besitzen und die Risiken werden vernachlässigt. Wir brauchen dringend eine strikte Eigenkapitalquote von mindestens 25% für Immobilienkredite.
Wir hatten genau 25% Eigenkapital, somit war eine solide Finanziuerung gegeben, Wir zahlten von Beginn an weniger als der Mietzins gewesen wäre, nach 10 Jahren ca nur noch 50% davon, nach 20 Jahren war alles bezahlt und der Wert der Immo. um 50% gestiegen, so haben wir auch verkauft!
Ein seriöser Berater sollte auch nicht anders beraten. Das Problem ist nur das allzu viele so etwas nicht hören wollen, die wollen es schöngerechnet bekommen, Die Kreditgeber folgen dem, ein Geschäft machen sie immer.

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rudi_ralala 29.09.2016, 10:39
22.

Zitat von muellerthomas
:-) also ich gehe zwar auch davon aus, dass es China eine Kreditblase gibt, Ihr Argument ist aber irgendwie bezeichnend: Weil das seit 10 Jahrne behauptet wird, muss die Blase sehr groß sein, so argumentieren Sie. Alternativ könnte man natürlich auch zu dem Schluß kommen, dass diese Behauptung zumindest vor 10 Jahren schlicht falsch war.
Was interpretieren Sie jetzt wieder in meinen Beitrag rein?
Die Blase existierte bereits vor 10 Jahren, sie war nur noch nicht so aufgebläht wie heute. Sie verniedlichen eignentllich immer alles? Das ist genau so, wie Sie immer behaupten, "Ja, wo ist er denn nun, der chrash?" zeigen Sie etwas Geduld, wenn Sie noch ein paar Jahre zu leben haben und Sie werden ihn erleben.

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behemoth1 29.09.2016, 10:45
23. Immobilienblase

Man muss feststellen, dass sich eine auf das andere immer wieder gleicht, lernen wir denn nie dazu, müssen wir immer wieder die gleichen Fehler machen.
Ob China, USA oder andere Länder, wir stürzen uns auf eine Sache und versuchen sie voll auszureizen und gehen damit dann auch unter, aber wo die Jagd auf Profit ohne Verstand herrscht, da kommt es zwangsläufig zu Verwerfungen.

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tommuc1978 29.09.2016, 11:01
24. China ja, Deutschland nein.

In China existiert eine Immobilienblase definitiv da hier viele Anleger einfach nur als Renditeobjekt kaufen. In Deutschland kauft der überwiegende Anteil zum Selbstbezug.
Entscheiden ist aber auch in Deutschland die Region im der man kauft. In München zB sitzen 5 DAX, 5 MDAX, 8 TecDax und 5 SDAX Unternehmen, dazu kommen große Unternehmen wie die Lufthansa mit über 15.000 Angestellten in München. All diese Unternehmen zahlen gute Gehälter und boomen. Die Mitarbeiter müssen und wollen irgendwo wohnen. BMW baut sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in München, dort werden 12000 Arbeitsplätze für hochqualifizierte geschaffen. Der Münchner Markt wird sich also weiter Büro nicht eine Richtung bewegen.
Ähnlich verhält es sich in anderen hochwertigen Standorten wie zB Stuttgart. Menschen wohnen dort wo es hochwertige, gut bezahlte Arbeitsplätze gibt. Dort gibt es dann auch keine Blase, so einfach ist das.

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navysailor 29.09.2016, 12:33
25.

Spannend finde ich die "massenhafte" Arbeitslosigkeit" ... Junge, Junge, uns gehts zu gut glaub ich.

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heiden98 29.09.2016, 13:14
26. Toll

wieviele China-Experten wieder hier versammelt sind. Am besten hat mir #9 gefallen, dass er jetzt also keine Immobilien in China erwerben will ...
Und wie bekaeme man das Geld nach China rein, und - viel interessanter - spaeter wieder raus?

Fakt ist: die Mittelschicht, die gibt's eigentlich nur in den (reichen) Staedten, hat recht ansehnliche Sparguthaben und kauft sich Apartments in irgendeinem Hochhaus (je hoeher das Apt. desto teurer) zum selbst drin wohnen.
Hypothek-Eigenanteil war 2004 20% (da kosteten gute Wohnungen in Shenzhen ca 700Euro/qm, heute das 10-fache und 30% EA).

Post-2008 wurde ein grosser Teil der staatlich subventionierten neu gebauten Wohnungen von Investoren wie Wang aufgesogen. Oft genug bleiben sie sogar leer, weil Mieter hohe Verschleisskosten verursachen. Oder - kein Witz - man brauchte Raum zum Deponieren von Schwarzgeld, immerhin ist die groesste Banknote 100 Yuan, da brauchen ein paar 100 Millionen schon ganz schoen viel Platz, und Bank geht ja nicht :-). Genau dieses Geld ist es, das die Regierung zu den inzwischen sehr strengen Geld-Export Kontrollen veranlasst.

Um den Missbrauch zu stoppen, fuehrte die Regierung "1 Apt/Person", bald darauf mit "1 Apt/Familie" ein, was bis heute eine rasante Scheidungswelle nach sich zieht, in Shanghai muss man am Eingang des Standesamtes eine Nummer ziehen...

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jowitt 29.09.2016, 14:23
27. @sektor7b

Zitat von sektor7b
...haben wir sicher bald auch auf dem deutschen Immobilienmarkt, besonders in Berlin und anderen Großstädten.
Solange Berlin jährlich um 40.000 Menschen wächst und auch immer mehr Firmen sich dort ansiedeln, wie es derzeit ist, sehe ich gerade in Berlin noch lange keine Übersättigung am Immobilienmarkt.

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TiWi 29.09.2016, 14:53
28.

Zitat von tommuc1978
In China existiert eine Immobilienblase definitiv da hier viele Anleger einfach nur als Renditeobjekt kaufen. In Deutschland kauft der überwiegende Anteil zum Selbstbezug. Entscheiden ist aber auch in Deutschland die Region im der man kauft. In München zB sitzen 5 DAX, 5 MDAX, 8 TecDax und 5 SDAX Unternehmen, dazu kommen große ......
Das sich in Stuttgart in einigen Bereichen die Preise in den letzten 5-6 Jahren fast verdoppelt haben, hat aber nichts mit den guten Arbeitsplätzen zu tun, die es zweifelsohne gibt, sondern damit das Leute nicht mehr wissen wie sie Ihr Geld sonst anlegen sollen und das "hemmungslos" in Immobilien gepumpt wird, was dazu führt, das die Preise die aktuell gezahlt werden in keiner Relation mehr zu einem realen Wertzuwachs stehen kann. Ich hatte zwei Vermieterwechsel, einen vor 6 Jahren und einen Anfang des Jahres, und aufgrund der Gesetzeslage musste mir jeweils das ausgehandelte Angebot vorgelegt werden, wegen Vorzugskauf recht, 170000 EUR zu 280000 EUR, das hat nichts mehr mit einem gesunden Wachstum zu tun.... An dem Apartment bzw. dem ganzen Haus wurde nichts renoviert, das Mehrfamilienhaus (rund 12 Parteien) ist jetzt auch über 15 Jahre alt und rutsch damit beim Vermieten im Vergleich von vor 6 Jahren auch in eine niedrigere Kategorie und wer heute da noch Geld investiert, dem kann ich nur Glück wünschen.

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tommuc1978 29.09.2016, 16:14
29. @Tiwi

So richtig verstehe ich Ihren Kommentar nicht.... Sie sind nicht meiner Meinung, bringen dann aber Beispiele die meinen Kommentar zu 100% bestätigen?!?
In den Städten mit vielen gut bezahlten Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte wie München oder Stuttgart ist nahezu unbegrenzt Geld im Markt. Das wird sich auch nicht ändern, da diese Unternehmen weiter gut bezahlen werden. Daher steigen die Werte von Immobilien extrem an, kein Ende in Sicht, wie in Ihrem Beispiel, ergo keine Blase in Sicht....

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