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Immobilienpreise: Berlin plant Reform der Kaufnebenkosten
DPA

Angesichts der grassierenden Immobilienpreise sucht die Bundesregierung nach Möglichkeiten für die Entlastung der Käufer. Als mögliche Stellschaube hat sie die Kosten für Notar, Steuern und Makler ausgemacht.

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Fuxx2000 14.08.2018, 07:14
1. Makler und Notarkosten

Sind nur so hoch, da sie vom Käufer getragen werden müssen. Beim Makler muss dringend das Bestellerprinzip (mega Erfolg bei Mieten) übernommen werden. Die Notarkosten gehören gedeckelt nach Aufwand.

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stefan.hemmer 14.08.2018, 07:16
2. Kosten für Notar, Steuern und Makler

An den Kosten für Makler und Notar wird jetzt vielleicht ein wenig herumgeschraubt. Insbesondere Makler eignen sich ja besonders als Buhmänner für Politiker, die sich gerne sozial geben wollen. Im Gegenzug wird dann nach einer kleinen Schamfrist die Grunderwerbssteuer erhöht, natürlich nur um "Bildung" und "Kitas" zu finanzieren.

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lord-crumb 14.08.2018, 07:22
3. Grunderwerbssteuer

Die Bundesregierung hat vor ein paar Jahren die Zuständigkeit für die Grundsteuersätze den Ländern überlassen. Seit dem steigen diese in schöner Regelmäßigkeit und haben sich in den meisten Bundesländern um 100 % und mehr erhöht. Hier sollte auch angesetzt werden.

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abocado 14.08.2018, 07:27
4. Gieriger Staat

Die Grunderwerbsteuer wurde fast überall massiv angehoben. Durchschnittlich 6% kassiert der Gesetzgeber für Nichtstun. Gleichzeitig zahlen die meisten Immobilienfirmen, die mit einem Schlag 100 oder 1000 oder 25000 Grundstücke/Wohnungen oder ein riesiges Einkaufscenter oder einen Bankenturm kaufen 0,00 € Steuer. Wenn sie sich gesellschaftsrechtlich geschickt aufstellen, greift der Befreiungstatbestand, den derselbe Gesetzgeber geschaffen hat, der Lieschen Müller 6% abnimmt. Notare bekommen übrigens für ihre Arbeit und die Abwicklung sowie die Haftung 0,5-1% des Kaufpreises.

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rumburg 14.08.2018, 07:31
5. Nebelkerze!

Was ist dies für ein Quatschvorschlag? Ob Käufer oder Verkäufer zahlt, die Transaktion wird belastet und bleibt teuer.

Wo fallen denn insgesamt Kosten weg? Sinnvolle Beispiele wären Freibetrag von 500.000 bei der Grunderwerbssteuer für Erstkauf oder Limitierung der Notarkosten dank Digitalisierung.

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the_rover 14.08.2018, 07:32
6. Der Staat verdient dann mehr ...

Dann werden Makler- und Notarkosten eben auf den Kaufpreis draufgeschlagen. Die Immobilie wird teurer. Nebeneffekt: auf den höheren Kaufpreis muss dann auch mehr Grunderwerbsteuer an das Finanzamt gezahlt werden.
Hätte der Staat wirklich ein Interesse daran, dass die Kosten des Grunderwerbs sinken, würde er die Grunderwerbsteuer abschaffen.

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taste-of-ink 14.08.2018, 07:34
7.

Ja, die Makler verdienen sich an einer verkauften Immobilie eine goldene Nase. Und (das würde ein ehrlicher Makler auch zugeben) der Arbeitsaufwand dafür ist verhältnismäßig gering . Da man leider fast ausschließlich auf Immobilien stößt, die über den Makler veräußert werden, muss man diese Kosten wohl oder übel aufbringen. Aber: das Bestellerprinzip würde lediglich dazu führen, dass die Kosten vom Verkäufer vorweg auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden. Anders nämlich als Mieten kann man dem auch nicht über einen Mietspiegel begegnen. Sinnvoller wäre es da wahrscheinlich, wenn man die Kaufnebenkosten für privat genutztes Wohneigentum steuerlich absetzbar machen würde. Im Ergebnis würden alle diese Maßnahmen aber nur eine steigende Nachfrage verursachen und wiederum Preissteigerungen bewirken.

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aussieman 14.08.2018, 07:35
8. Endlich....

.... rücken auch mal Käufer ins Blickfeld der Regierung - und das im Positiven. Das Bestellerprinzip muss dabei so gestaltet werden, dass Makler es nicht umgehen und Käufer dann doch gezwungen werden, einen "Suchauftrag" beim Makler zu unterschreiben. Abgesehen vom Bestellerprinzip muss auch die Berechnungsgrundlage geändert werden. Es kann nicht sein, dass ein Makler mit ein paar wenigen Stunden Zeitaufwand, horrende Provisionen einfahren kann. Und es sollte ein geschützter Beruf werden, mit Ausbildung. Es gibt einfachnzu viele Makler, und alle erzählem einem, egal ob Käufer oder Verkäufer, das Blaue vom Himmel herunter.

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Strothi 14.08.2018, 07:38
9. Leider Blödsinn.....

wenn ich den Verkäufer die Provision zahlen lasse, werden diese Kosten einfach auf den Kaufpreis aufgeschlagen, denn der Verkäufer verzichtet ja nicht freiwillig auf Geld. Dadurch fallen für den Käufer wieder rum auf den vollen Betrag Grunderwerbssteuer an. Es wird also in Summe noch teuerer.

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