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Immobilienpreise: Berlin plant Reform der Kaufnebenkosten
DPA

Angesichts der grassierenden Immobilienpreise sucht die Bundesregierung nach Möglichkeiten für die Entlastung der Käufer. Als mögliche Stellschaube hat sie die Kosten für Notar, Steuern und Makler ausgemacht.

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hup 14.08.2018, 09:01
60. augenwischerei

Wenn der Verkäufer den Maklerbetrag bezahlt, dann erhöht sich der Kaufpreis um genau die Summe die ihm durch das Bestellerprinzip aufgebürdet wird.

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rainercom 14.08.2018, 09:02
61. Wenn an den gefundenen Stellschrauben

drehen wird wieder nur den Vermögenden Geholfen!

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hador2 14.08.2018, 09:02
62. Selbstgenutzte Immobilien

Zumindest bei selbstgenutzten Eigentumswohnungen oder EFHs wäre es schon sehr hilfreich die Regeln für Absetzbarkeit bei der Steuer zu ändern. Wer selbst kauft kann de facto gar nichts absetzen, wer real oder gefaked (z.B. Eltern / Selbstständige) zur Vermietung baut kann jede Menge absetzen. Als junge Familie ohne reiche Eltern schaut man da aktuell auch wieder in die Röhre.

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hilj 14.08.2018, 09:02
63. Leider Unsinn, Strothi

Zitat von Strothi
wenn ich den Verkäufer die Provision zahlen lasse, werden diese Kosten einfach auf den Kaufpreis aufgeschlagen, denn der Verkäufer verzichtet ja nicht freiwillig auf Geld. Dadurch fallen für den Käufer wieder rum auf den vollen Betrag Grunderwerbssteuer an. Es wird also in Summe noch teuerer.
Dieser Unsinn wurde auch schon bei der Maklerpovision für Mieter behauptet. Viele Immobilienbesitzer sind sich nicht im klaren darüber, das eine Immobillie am Schluss inkl. Maklerprovision verkauft wird. Ein Immobilienkauf hängt fast immer an der Finanzierung. Diese hat eine Grenze die nicht von den Maklerkosten befreit ist. Daher bezahlt schon jetzt der Verkäufer indirekt den Makler, er merkt es nur nicht. Der zahlende Verkäufer wird bei Umkehr der Zahlplicht in der Regel dafür sorgen, den Makler nach Leistung zu bezahlen. Und damit i.d.R. bedeutend weniger.

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shaff 14.08.2018, 09:06
64. Mal in die Lage der Verkäufer versetzen

Was würden Sie machen, wenn Ihnen Ihr Makler erzählt, dass Sie 5 oder 6 % netto Provision an ihn zahlen müssten? Also bei einem erwarteten Verkaufspreis von 300.000 Euro zwischen 15- und 18.000 Euro. Sie würde diese Mehrkosten auf den Angebotspreis aufschlagen lassen. Der Verkäufer bezahlt die ursprüngliche Käuferprovision mit dem Kaufpreis und zusätzlich mehr Geld für die Grunderwerbssteuer. Ein Gewinn ist das nicht.

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bergeron 14.08.2018, 09:06
65. Grunderwerbsteuer

Im Prinzip eine sehr gute Idee! Dass der Käufer den Makler bezahlt, ist ein Unding. Auch die Notare verdienen sich dumm und dusselig. Wenn gleichzeitig noch die Grunderwerbsteuer abgeschafft oder reduziert wird, kommt ein vernünftiges Konzept raus.

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bergeron 14.08.2018, 09:08
66.

Zitat von rumburg
Was ist dies für ein Quatschvorschlag? Ob Käufer oder Verkäufer zahlt, die Transaktion wird belastet und bleibt teuer. Wo fallen denn insgesamt Kosten weg? Sinnvolle Beispiele wären Freibetrag von 500.000 bei der Grunderwerbssteuer für Erstkauf oder Limitierung der Notarkosten dank Digitalisierung.
Wenn die Verkäufer den Makler selbst bezahlen, werden sich einige überlegen, ob es auch ohne Makler geht.

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investor3000 14.08.2018, 09:09
67.

Der Deutsche muss schon verstehen, dass der Staat mit hohen Kosten für die Bürger selber die Steuereinnahmen hoch treibt. Das ist bei Maklern und Notaren so, da deren Umsätze mit mindest. 30% versteuert werden. Das ist in unserem ÖPNV im kleinen das Gleiche, man versucht die Preise lächerlich hoch zuhalten (Nürnberg 3,10 Euro für ca. 1 km). Nun Gut, da sich Immobilienkaufverträge auch von verschiedenen Notaren sehr gleichen, könnte der Staat einen "Einheitskaufvertrag" kostengünstig durch Verwaltungsbeamte abwickeln lassen. Wer für Extra-Vereinbarungen bereit ist einen Notar zu beauftragen, könnte das immer noch tun. Aber was rede ich, wir haben ja zum Glück nur "Steuersenkungs-Parteien"

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M. Wagenitz 14.08.2018, 09:10
68. Lässt sich nicht so lösen

Ist doch ganz klar, das es sich bei dem Vorschlag um die Büchse der Pandora handelt. Wenn der Verkäufer die Maklerkosten bezahlt, dann schlägt er das einfach auf den Verkaufspreis.
Mein Haus soll 300.000 kosten. Der Käufer zahlt 5% Grunderwerbssteuer und 5% Maklerprovision. Also macht es schonmal 30.000 Euro Nebenkosten + Notar (was am Rande bemerkt der kleinste Posten ist)..
Von den 15.000 Euro Maklerprovision, bekommt der Staat aber auch nochmal was ab, da der Makler ja auch Steuern darauf bezahlt.
Soll ich als Verkäufer das nun tragen, dann kostet meine Immobilie schlichtweg nicht 300.000 sondern 320.000... Schon zahlt der Käufer 16.000 Grunderwerbssteuer on top und liegt bei 336.000 + Notarkosten...
Hat sich gelohnt für den Käufer (NICHT).
Also egal wie man es dreht. Wir haben einen Verkäufermarkt bei Immobilien und wer die Immobilie hat, sitzt mit den Assen im Ärmel am längeren Hebel, egal wie man es dreht.

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polza_mancini 14.08.2018, 09:14
69. Alles richtig

Zitat von rwö
Für die Beispielimmobilie des Beitrags für 400.000€ und 28.000€ Maklerkosten wird der Erwerber bei der angestrebten Änderung am Ende 428.000€ als Gesamtkaufpreis zahlen, weil der Verkäufer seine Vertriebskosten (die er ja nun einmal hat) schlicht auf den Preis umlegt. Dann entrichtet der Käufer auf die Maklerkosten (zzgl. Mehrwertsteuer!) zum Dank.....
Natürlich schlagen die Verkäufer dann den Betrag drauf, was und wie hoch auch immer die "Vertriebskosten" sein sollen - angesichts der Summen werden sich die meisten Verkäufer aber dann die Mühe machen und das Geld selbst einstecken und es wird nicht zusätzlich eine überflüssige Berufsgruppe alimentiert! Die Preise wird dann (FDP-gerecht) der Markt regeln.
Und natürlich MUSS dies mit einer Abschaffung oder Deckelung der Grunderwerbssteuer einhergehen, ganz klar. Zusätzlicher Unterschied: wenn diese Kosten eingepreist sind, dann kann ich sie zum Bestandteil meiner Gesamt-Kreditaufnahme machen - die jetzigen Nebenkosten ja gerade nicht!
Und nochmals allgemein zum Unterschied Makler/ Notar: bezahlt wird immer auch Ausbildung und Haftung. Dass die meisten Grundstücksgeschäfte Standard sind, ist dabei natürlich unbestritten...

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