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Immobilienpreise: Berlin plant Reform der Kaufnebenkosten
DPA

Angesichts der grassierenden Immobilienpreise sucht die Bundesregierung nach Möglichkeiten für die Entlastung der Käufer. Als mögliche Stellschaube hat sie die Kosten für Notar, Steuern und Makler ausgemacht.

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common.sense 14.08.2018, 09:15
70. Augenwischerei

Die Einführung des Bestellerprinzips entlastet den Käufer doch nur dann wenn der Verkäufer einen Makler einschaltet.
Würde man ALLE Immobilienkäufer wirklich entlasten wollen geht das nur über die deutliche Absenkung/Abschaffung der Grunderwerbssteuer - diesen Antrag wird die Politik aber nicht stellen (es ist leichter den gesellschaftlich nicht hoch angesehenen Maklern etwas wegzunehmen als seine eigenen, permanent wachsenden Budgets zu reduzieren), oder?

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MatthiasPetersbach 14.08.2018, 09:16
71.

Zitat von fabian.bauer.9
... wie sind bei einem Kaufpreis von 400000 Euro 28.560 Euro Maklergebühren, und 24.000 Euro Grunderwerbsteuer gerechtfertigt? Was machen die Makler mit 28.560 Euro um EIN Haus zu verkaufen? Und warum muss Vater Staat dabei 24.000 Euro verdienen?
DAS ist doch der Knackpunkt.

Das sind Löhne/Erträge, die im Normalfalle nichts mit der Leistung zu tun haben. Und die nicht mit der Leistung zusammenpassen, die andere, am Bau/Umbau Beteiligte so einfordern (können) - ob Architekt, Zimmermsann oder Dachdecker.
Was spricht da eigentlich dagegen, die Maklerleistung nach AUFWAND zu veranschlagen? Ein Pauschalhonorar angesichts der Möglichkeit, ein Objekt auch mit 3 Stunden Aufwand (oder 100) loszuschlagen, ist doch völlig panne.

Die Frage, WER das bezahlen soll, ist doch sekundär. Im Falle des VERkäufers wird der das logischerweise auf den Kaufpreis draufschlagen.

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bergeron 14.08.2018, 09:17
72.

Zitat von ThorstenSzczepanski
Der Artikel enthält doch nichts über eine Reduzierung . Wenn der Verkäufer den Makler bezahlt, wird das dann eben auf den Kaufpreis umgelegt. Ist hier ja noch einfacher als bei Mietwohnungen. Die Kostentreiber Maklergebühr (vor 10 Jahren noch oft 2,55 nun 7%) und die gestiegenen Grundsteuern werden doch nicht akitv reduziert.
Ein Makler ist nicht notwendig. Der Verkäufer könnte sich überlegen auf den Makler zu verzichten. Das wird er natürlich eher machen, wenn er ihn selbst bezahlen muss.

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Olli Ökonom 14.08.2018, 09:19
73.

Zitat von Sibylle1969
Absolut richtig. Die hohen Kaufnebenkosten tragen dazu bei, dass der Kauf einer Immobilie oft wegen des benötigten Eigenkapitals nicht möglich ist. Hoffentlich wird das Vorhaben so umgesetzt und nicht noch durch Lobbyisten .....
Das Bestellerprinzip ist hier eher nachteilig, denn der Verkäufer wird diese Kosten auf den Kaufpreis aufschlagen und der Käufer muss auf diesen höheren Kaufpreis auch noch Grunderwerbsteuern zahlen. Also ist dies ein Schwachsinnsvorschlag.

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SchlachthausKomplott 14.08.2018, 09:19
74.

Die meisten Leute hier haben mit Sicherheit noch nicht eigenständig eine Immobilie veräußert respektive keinerlei Ahnung von Betriebswirtschaft. Es ist bei weitem nicht so das man als Wald und Wiesen Makler jeden Tag eine Immobilie verkauft. Teilweise ziehen sich Verkäufer über Monate. Von der Provision müssen dann Ladenmiete, Gehälter der Mitarbeiter, Software, Dienstfahrzeuge etc gezahlt werden. Somit relativiert sich das wieder. Bei größeren Transaktionsvolumen bekommt man auch keine 6% mehr.

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isi723 14.08.2018, 09:20
75. es ist sinnvoll

die Marklerkosten vom Besteller der "Leistung" zahlen zu lassen und dies wäre eine seit Jahren dringend überfällige Änderung. Dann und nur dann werden Immobilienverkäufer sich überlegen, ob ein Markler wirklich gebraucht wird. Ich gebe zu bedenken, dass die Kaufverträge von Notaren erstellt werden, die auch den Kaufpreistransfer absichern können. Ich glaube, dass in 95 + x % der Fälle Markler völlig überflüssig sind. Es werden horrende Summen für minimale bis keine "Leistungen" gezahlt.

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AZ1 14.08.2018, 09:22
77. Geht in die richtige Richtung, aber...

* Bitte nicht nur auf Makler (durch das Besteller-Prinzip) Preisdruck aufbauen, sondern auch auf Notare. Vielleicht könnte Deutschland sogar das System digital reforieren (Träumerei, ich weiß :( ).
* Die Grunderwerbssteuer könnte man streichen (natürlich mit Gegenfinanzierung für die Länder).
* Auch durch entschlacken der Bauvorschriften und der entsprechenden behördlichen Vorgänge könnte Behausung wieder erschwinglicher werden.
* Jetzt bitte nicht nur diskutieren, sondern auch umsetzen.

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eisbaer68 14.08.2018, 09:22
78. Die Politik hat es in der Hand

tut aber nichts. Die Grunderwerbssteuer könnte gestrichen oder drastisch gesenkt werden. Man könnte auch einen Freibetrag einführen und die Steuer bei jedem Grundstückskauf, egal ob privat o. geschäftlich, die Steuer erheben. Über einen Freibetrag könnte auch elegant ein mögliches Baukindergeld kassiert werden. Geht so viel einfacher. Offensichtlich fehlt aber der politische Wille und wir machen weiter wie bisher.

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markus_wienken 14.08.2018, 09:22
79.

Zitat von taboon
die Makler endlich von demjenigen bezahlt werden, der sie beauftragt. Ich empfinde es als höchst ungerecht, wenn mir als Käufer die Kosten aufgedrückt werden, die in der Zeit von Onlineportalen auch noch völlig überzogen in Abhängigkeit des Kaufpreises berechnet werden. Es ist ja so viel schwerer eine hochpreisige Immobilie zu verkaufen... Wenn ich als Käufer einen Makler beauftrage, der mir eine Immobilie sucht, bezahle ich ihn gerne. Ich kann nur hoffen, das bei der Reform wirklich etwas geändert wird.
Hm...
Das wird die Immobilie halt etwas teuer und die Kosten für den Makler fallen weg, für den Käufer dürfte sich nicht wirklich etwas ändern.

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