Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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Michael200669 06.11.2017, 17:17
90.

Zitat von matthias.schwarz.ldn
Anstatt sich gegen den markt zu stemmen sollte man sich gedanken machen wie man mietern zu eigentum verhelfen kann. das mag dann zwar nicht in denselben gebaeuden sein aber am ende gibt es voellig falsche erwartungen von mietern dass diese ein leben lang anspruch auf ein eigentum eines andern haben. Selbst angenommen die mieter bleiben drin so wird ueber die nachsten jahre das verhaeltnis von verfuegbarem einkommen zur miete stetig weiter abnehmen dann werden die mieter langfristig ebenfalls verdraengt. warum dann nicht jezt mit den niedrigen zinsen eigentum kaufen?
Erklären sie doch mal, wie Rentnern, Hartz IV- Empfänger, Menschen in Niedriglohnsektor usw., wie die Eigentum erwerben sollen. Ich bin ganz Ohr.

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stefank 06.11.2017, 17:18
91. Problemeingrenzung

Zitat von jusch
(...) Wenn man als Mieter ihn nicht zahlen möchte, dafür aber die ganzen sich daraus resultierenden Vorteile genießen möchte, dann liegt es auf der Hand, dass man sich eine andere Wohnung suchen soll, die den eigenen Ansprüchen entspricht - gerne im Außenbezirk mit einem 30 Jahre alten Bad. Wo liegt das Problem?
Man kann es nicht sicher feststellen, wo das Problem liegt, aber die meisten Psychiater vermuten hinter einem Empathiemangel eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

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Poco Loco 06.11.2017, 17:18
92. @geraldwinkeler

Ihrem Kommentar kann man nur zustimmen, hervorzuheben ist vielleicht nochmal Hr. Schäuble, dem Padrone des kriminellen Kapitals. Fast alle EU-Staaten haben ein Immobilienregister, insbesondere dafür geschaffen um Geldwäsche zu erkennen bzw. zu kontrollieren und ggfs. auch zu pfänden. Aber Hr. Schäuble boykottiert dieses Vorhaben auf Europaebene seit Jahren und öffnet somit Tür u. Tor für Investoren, die auf fragwürdige weise zu Vermögen gekommen sind und es hier in D. waschen können. Eigentlich ist es ein Skandal wie Schäuble hier den kriminellen Mafiastrukturen Vorschub leistet und zeitgleich zur Mietpreisexplosion beiträgt.

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Michael200669 06.11.2017, 17:19
93.

Zitat von blubbblubber
wie ein anderer forist schon schrieb: auch mein mitleid hält sich in grenzen. mein ehemaliger vermieter hat uns auch raus saniert. wir sind nicht gegangen, weil uns das geld für die miete fehlte, sondern weil immibolienkauf genauso teuer oder günstig war. woraus ergibt sich der anspruch billig, ohne verpflichtung im zentrum einer millionenstadt leben zu wollen? und dann über modernisierung meckern... ich habe das schon oft geschrieben: kauft häuser. billig aufm dorf. entgeht dem stress der städte. in 20 jahren setzt die stadtflucht spätestens ein. dann lehn ich mich zurück und gucke zu, wie der wert meines eigentums steigt :)
Nur das der Großteil der Mieter das Geld gar nicht haben.

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v.keil 06.11.2017, 17:20
94. Aber,

beim 75 000€ Mieteinnahme soll dieses Haus nur 1 125 000€ kosten beim 15 Jährige Rendite oder? Wieso will Stadt Berlin beim Verkäufer nicht anschlagen? Verkäufer hat doch Mieter Verdrängung verursacht und nicht Käufer!
Na, weil Stadt Berlin verdient ganz gut mit 6% Grunderwerbsteuer mit (142 500€ zusätzlich). Und Berlins Regierung will es, dass Immobilien weiter teuer verkauft wird!

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Axel Schön 06.11.2017, 17:20
95.

Zitat von spon-1166190186838
Solang ich Mieter war habe ich mich über jede billige Wohnung gefreut. Jetzt bin ich unfreiwilliger Weise Vermieter geworden und verliere dauernd Geld.
Tüte Mitleid? Oder auf was sind Sie hier aus? Mag sein, dass es auch den unglücklichen Fall des armen Vermieters geben mag - da mag dann tatsächlich etwas falsch laufen, aber ich vermute mal, dass das im persönlichen begraben liegt und nicht in der großen Politik. Nicht jeder, der ein Haus besitzt, ist auch gleich ein begnadeter Wirtschafter. Die Rahmenbedingungen müssen für alle stimmen - und dazu gehört für mich unbedingt ein gesetzlich festgelegter Mindestanteil (>50%) an genossenschaftlichen Strukturen. Wohnen darf nichts mit Spekulation zu tun haben. Punkt und Basta.

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Michael200669 06.11.2017, 17:24
96.

Zitat von ruediger
Das Problem ist doch nicht der Eigentümer. Selbst dem Autor ist klar, dass sich eine Vermietung nicht rechnet (obwohl die Zinsen derzeit auf einem Rekordtief stehen). Also muss der Eigentümer nach Alternativen suchen. Und wenn es nicht der jetzige Eigentümer täte, dann hätte es eben der Vorgänger tun müssen. Letztlich sind Preistreiber wie Kündigungsschutz, Mietpreisgrenze, Vorschriften zur energetischen Sanierung genauso verantwortlich wie die politisch motvierte 0 Zinspolitik der EZB (die die Immobilienpreise treibt)..
Eine Vermietung lohnt nicht?! Dann haben sie schlecht gekauft. Denn viele Kosten, kann der Vermieter den Mietern aufs Auge drücken. Und zwar durch die Nebenkosten. Des weiteren kann er weitere Kostenpunkte über die Steuer absetzen.

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Michael200669 06.11.2017, 17:26
97.

Zitat von zweiter
in Mecklenburg und Brandenburg gibt es so viel Leerstand, da hat man die Auswahl unter seestehenden Wohnungen und die Vermieter rollen einem den roten Teppich aus! Die Mieten billigst, die Luft ist besser, die Ruhe ist gut für die Gesundheit und geklaut wird auch weniger. Ach der Weg zum Bio-Markt, zum Heilpraktiker, in die Rigaer Straße zum Theater und zur Uni ist weit? Und die Internationale Firma, bei der man arbeitet kann trotz günstiger Gewerbeimmobilien auch nicht aufs fremdenfeindliche Land ziehen? Ist Berlin also doch attraktiver? Warum darf's im Bio Markt teuer sein, aber wohnen in der Hautstadt nicht, wenn sie doch so toll ist?
Genau, und der Arbeitsplatz zieht gleich mit um. Sie leben echt in einer Fantasiewelt.

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kraijjj 06.11.2017, 17:27
98. ?

Zitat von frank_w._abagnale
Wenig bezahlen und trotzdem mittendrin wohnen wollen. Dass das nicht aufgehen kann, sollte doch dem letzten Kämpfer gegen hohe Mietpreise klar sein.
Wer redet denn von wenig bezahlen wollen? Hier geht es um Mietwucher und Profitmaximierung auf Kosten der Bürger.
Und das sind die Bürger, die den jeweiligen Kiez erst hip gemacht haben.
Gegen eine angemessene Miete hat sicher keiner etwas einzuwenden.
Verdrängt man dieses Klientel hat man am Ende ein totes Millieu.
Und am Rand die frustrierte Masse, welche ihrer Wut irgendwann Luft machen wird.

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Strangelove 06.11.2017, 17:28
99.

Zitat von Schandmaul
Es gibt kein Gott gegebenes Menschenrecht, in hippen Innenstadtlagen zum Spottpreis wohnen zu können. Die lautstarke, arrogante Forderung danach zeugt von einer fast schon unerträglichen Dekadenz. Paradoxerweise kommen solche Forderungen dann häufig aus dem ultralinken Kiez-Milieu, getreu dem Motto: Wasser predigen und Wein saufen. Bewegt eure Ärsche und macht was aus eurem Leben. Bildet euch weiter und leistet was. Dann klappt's auch mit dem Penthouse in der Innenstadt. Immer wird nur rum gemault, schon klar, von Stütze leben und vom Amt nen schönen Altbau in bester Innenstadtlage bezahlt bekommen. Und andere sollen dieses Anspruchsdenken mit ihren hart erarbeiteten Steuergeldern dann finanzieren.
Was hat ein Gott mit Menschenrechten zu tun?!
Es gibt übrigens auch kein wie auch immer gegebenes Grundrecht auf Spekulation, es passiert halt nur! Eigentum verpflichtet heißt es im GG, leider wird das nicht mit entsprechenden Rechtsvorschriften ausgeführt. Bei so etwas grundlegendem wie Wohnraum ist es mindestens moralisch verwerflich was da läuft und m.E. auch Grundgesetzwidrig. Aber da bin ich wohl alleine mit der Ansicht.
Das einzige was mich freut ist wenn die ganzen reichen Schnösel dann in den ehemals hippen Lagen wohnen und es dort dann eben nicht mehr hip ist, weil die drögen Langweiler dann wieder unter sich sind.

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