Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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walterkurtz 06.11.2017, 15:24
10. kennt man noch aus den 1970ern

https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Kaußen

Hat auch den Hals nicht vollbekommen. Am Ende hat er sich in seinem Badezimmer erhängt. So kann's gehen.

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k.michael62 06.11.2017, 15:26
11. Mitleid

Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Niemand hat die Mieter aufgehalten eine Genossenschaft zu gründen und selber zu erwerben.
Eigentum wirft eine ganze Menge an Themen auf, die Mieter nicht wollen.

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reinerotto 06.11.2017, 15:28
12. Das schnelle Geld ist hier zu machen

Warum vermieten, und lange Zeit auf den Verdienst warten, wenn durch Verkauf der Wohnungen viel schneller Geld zu verdienen ist.
Aber auch die Banken und Volksbanken tragen zu der Mietmisere bei, indem sie, so wie in meinem Falle, Eigentümer einer ETW bei Neufinanzierung eines Kredits mit untragbaren Tilgungserhöhungen zum Verkauf nötigen. Wobei dann diskret auf mein Rentenalter und die Tilgung bis zum (erwarteten) Lebensende hingedeutet wird. Habe nun die Wahl: Auswandern oder Miete.

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eggie 06.11.2017, 15:29
13.

In Berlin ist ohnehin die Politik derart käuflich, daß sich die Einrichtung von Gesetzen nicht lohnt. Die Mietpreisbremse ist im Grunde nur das i-Tüpfelchen auf dem neoliberalen Kurs der SPD, die damit jegliche Verantwortung für die Interessen des Bürgers auf den Einzelnen abwälzt und die selbst die anständigen Vermieter unter Generalverdacht stellt.

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Ardarell 06.11.2017, 15:30
14. Es sieht finster aus

Zitat von Geopolitik
Auch weil es sich nicht lohnt in Berlin Wohneigentum zu erwerben um es zu vermieten. Bei Eigenbedarf bekommt man die Mieter nicht heraus. Also stehen auch Eigentumswohnungen leer und nur Luxuswohnungen werden gebaut.
...das ist doch Quatsch, begründeter Eigenbedarf klappt immer. Vorgeschobener Eigenbedarf, um die Miete zu verdoppeln dagegen sollte auch nicht klappen. Eigentumswohnungen stehen dann leer, wenn sich Menschen in Berlin eine Wohnung als Zweit-,Dritt-,... Wohnung kaufen und dann für maximal drei Wochen im Jahr in der Stadt sind. Allein davon gibt es Tausende.

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magic88wand 06.11.2017, 15:30
15. Immobilien-Profitstrategien

Es gibt im Wesentlichen zwei Wege, um mit Berliner Immobilien Geld zu machen: Erstens, umwandeln und die einzelnen Wohnungen separat verkaufen (s. Artikel, wobei die Wohnungen auch vermietet sein können, wenn die Miete hoch genug ist). Zweitens, vermietete Wohnungen mit niedrigen Mieten vergleichsweise billig kaufen, warten bis sie frei werden (kann dauern, evtl. nachhelfen mit Eigenbedarf für Kinder, Neffen und Nichten) und dann leerstehend verkaufen. Was sich spätestens seit der Mietpreisbremse gar nicht mehr lohnt ist kaufen um zu vermieten. Das ist ein Modell von gestern.

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guenther2009 06.11.2017, 15:30
16. Haben alle schon vergessen

was der damalige Finanzminister im Jahr 2009 getan hat? Er hat 1,4 mio Wohnungen an Private verkauft, damit genung Geld da ist für die Bankenrettung. Das nenn ich "sozial". Was glauben die Politiker? Wir sind doch nur Stimmvieh.

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andjessi 06.11.2017, 15:31
17. Kaufen statt Meckern

Zitat von neutron76
Jeder dritte Mieter hätte sich vermutlich die Wohnung vor 10-15 Jahren selbst für weniger als 1000€/qm kaufen können, aber wozu denn, wenn man für wenig Geld mieten kann.
Ganz von der Hand zu weisen, ist dieser Einwand nicht. Auch wenn es dafür jetzt in einigen Stadteilen zu spät (weil zu teuer) ist und sich natürlich nicht jeder Eigentum leisten kann (die Mehrzahl der Mieter aber schon).

Man kann nicht als Mieter nur die Rosinen picken (Flexibel bleiben, billig Mieten, andere investieren und das Risiko tragen lassen, bloß keine Veränderung, alles soll so bleiben, wie es ist) und darauf vertrauen, dass man in seiner Mietwohnung schon für Jahrzehnte wohnen kann und die Mieten nicht oder nur in Höhe der Inflationsrate steigen (vielleicht von öffentlich gefördertem Wohnraum oder Genossenschaftswohnungen einmal abgesehen).

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jusch 06.11.2017, 15:31
18. Unverständlich

Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Jeder Mieter sollte sich freuen, wenn seine Wohnung saniert wird, ein Balkon oder ein Aufzug angebaut wird, werden sie doch selbst davon profitieren. Sie selbst lassen doch ihre Mietwohnung nicht renovieren, sondern leider viel zu oft vergammelt, weil eben kein Eigentum. Jede Modernisierung hat aber auch seinen Preis. Wenn man als Mieter ihn nicht zahlen möchte, dafür aber die ganzen sich daraus resultierenden Vorteile genießen möchte, dann liegt es auf der Hand, dass man sich eine andere Wohnung suchen soll, die den eigenen Ansprüchen entspricht - gerne im Außenbezirk mit einem 30 Jahre alten Bad. Wo liegt das Problem?

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capote 06.11.2017, 15:38
19. Falsche Politik

Die Nullzinspolitik führt zu immer mehr Verwerfungen. Dazu kommen Millionen Migranten, die auch wohnen wollen.

Wenn das Haus 3,35 Mio gekostet hat mit 22 Wohnungen, sind das pro Wohnung 152'000,- €. Dann verkauft man die als Eigentumswohnung zu 300'000,- € Das geht, weil die Leute 60'000 selber haben müssen und 240'000,- zu 3 % geliehen bekommen, also 7200,- Zinsen pro Jahr = 600,- pro Monat. Wenn die Zinsen höher wären, würde niemand für eine Belastung von 1400,- € pro Monat so eine Wohnung kaufen und das ganze Geschäft würde nicht funzen.

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