Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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Jor_El 06.11.2017, 15:40
20. Harte Strafen

für Mietspekulanten wie z. B. Enteignung und Gefängnis, denn diese Geschäftsgebaren sind hochgradig kriminell.

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matthias.schwarz.ldn 06.11.2017, 15:40
21. falscher ansatz

Anstatt sich gegen den markt zu stemmen sollte man sich gedanken machen wie man mietern zu eigentum verhelfen kann. das mag dann zwar nicht in denselben gebaeuden sein aber am ende gibt es voellig falsche erwartungen von mietern dass diese ein leben lang anspruch auf ein eigentum eines andern haben. Selbst angenommen die mieter bleiben drin so wird ueber die nachsten jahre das verhaeltnis von verfuegbarem einkommen zur miete stetig weiter abnehmen dann werden die mieter langfristig ebenfalls verdraengt. warum dann nicht jezt mit den niedrigen zinsen eigentum kaufen?

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spmc-125536125024537 06.11.2017, 15:40
22. Dilemma auf beiden Seiten

Wie soll der Käufer bei einem Kaufpreis von 45 ! Jahreskaltmieten denn sonst auch anders handeln, und in den 45 Jahren kommen ja noch Reparatur- und Instandhaltungskosten dazu. Vor 10-15 Jahren betrug der KP für eine Mietshaus in meiner Stadt ca. 12 Jahresmieten. Für den Privatmensch ist der Kauf eines Mietshauses zur Altersvorsorge heute keine Option mehr.

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blubbblubber 06.11.2017, 15:44
23.

wie ein anderer forist schon schrieb: auch mein mitleid hält sich in grenzen. mein ehemaliger vermieter hat uns auch raus saniert. wir sind nicht gegangen, weil uns das geld für die miete fehlte, sondern weil immibolienkauf genauso teuer oder günstig war. woraus ergibt sich der anspruch billig, ohne verpflichtung im zentrum einer millionenstadt leben zu wollen? und dann über modernisierung meckern... ich habe das schon oft geschrieben: kauft häuser. billig aufm dorf. entgeht dem stress der städte. in 20 jahren setzt die stadtflucht spätestens ein. dann lehn ich mich zurück und gucke zu, wie der wert meines eigentums steigt :)

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austriacus39 06.11.2017, 15:45
24. Zustände wie auf Jamaica

JA, das kommt heraus, wenn man jahrzehntelang die Falschen wählt, in Berlin, in London, in Stockholm. Die Reichen wohnen in der Stadt, die Armen am Stadtrand. Aber selbst dort werden die Mieten heutzutage immer teurer.

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Poco Loco 06.11.2017, 15:46
25. Wenn das schon alles wäre.

Dazu kommen noch die Folgen der "Energetischen Sanierung", die es Eigentümern erlaubt, die Wohnungen in eine monatelange Baustelle zu verwandeln, um anschliessend die Miete zu verdoppeln. In München können da viele nicht mehr mithalten, das wird in Berlin nicht anders sein. Diese politisch forcierten Sanierungsmaßnahmen, kommen ebenfalls einer "Massenentmietung" gleich. Das sind im Schnitt ca. 1000 Gebäude im Jahr alleine in München, mit über 10.000 Wohnungen und noch mehr betroffenen Bestandsmietern, pro Jahr wohlbemerkt.

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Berliner42 06.11.2017, 15:48
26.

Zitat von neutron76
Jeder dritte Mieter hätte sich vermutlich die Wohnung vor 10-15 Jahren selbst für weniger als 1000€/qm kaufen können, aber wozu denn, wenn man für wenig Geld mieten kann.
1000 EUR sind Unsinn. Das war damals schon deutlich mehr und die Zinsen waren viel höher. Damals war der Zins > 6%. Der Kauf war damit nicht viel billiger als heute.

Und "jeder dritte" heißt eben, jeder erste und zweite konnte nicht.

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magic88wand 06.11.2017, 15:49
27. Stimmt nur theoretisch

Zitat von jusch
Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Jeder Mieter sollte sich freuen, wenn seine Wohnung saniert wird, ein Balkon oder ein Aufzug angebaut wird, werden sie doch selbst davon profitieren.
In der Praxis schaut der Vermieter meist nur auf den Mietspiegel, wenn es darum geht, an seinem Eigentum was zu tun. Statt Instandhaltung (bringt keine Mieterhöhung) werden dann superteure Modernisierungsmaßnahmen ergriffen, die nur wenig Wohnwertverbesserung bringen (z.B. separat Wanne und Dusche in einer Einpersonenwohnung oder Wärmedämmung, die nur ein winzigen Bruchteil der Mieterhöhung einspart). Das führt zu Wohnungen, wo zwar die Decke droht herunterzubrechen, die aber mit neuem elektrischem Handtuchtrockner ausgestattet sind.

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schadland 06.11.2017, 15:50
28. Neubau hilft;

die normale Mietpreisentwicklung auch im Bestand hilft, weil das Delta zur Neuvetrragsmiete kleiner wird; Mieterprivatisierung hilft (oder Schaffung von entsprechenden Genossenschaften). Manchmal hilft auch eine satte Abfindung.
Jedenfalls ist das Beschriebene bloß das Symptom verfehlter Wohnungspolitik, nicht die Ursache für Spekulationen.

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ruediger 06.11.2017, 15:50
29.

Das Problem ist doch nicht der Eigentümer. Selbst dem Autor ist klar, dass sich eine Vermietung nicht rechnet (obwohl die Zinsen derzeit auf einem Rekordtief stehen). Also muss der Eigentümer nach Alternativen suchen. Und wenn es nicht der jetzige Eigentümer täte, dann hätte es eben der Vorgänger tun müssen.

Letztlich sind Preistreiber wie Kündigungsschutz, Mietpreisgrenze, Vorschriften zur energetischen Sanierung genauso verantwortlich wie die politisch motvierte 0 Zinspolitik der EZB (die die Immobilienpreise treibt)..

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