Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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tomxxx 06.11.2017, 16:08
40. Genau...

Einbau von Balkonen und Luxus-Hänge-Toiletten wird untersagt. Dann ist das andere unrentable Modell, dass man in den Bruchbuden die Mieten doch immer noch steigen lassen kann. Investionssumme gleich 0, Mieten steigen... dann gehen die Leute auch irgendwann, spätestens wenn sie der Schimmel vertreibt.

Und dann wird eben neu gebaut... in der Zwischenzeit gibt es keinen Wohnraum aus dem 21. Jahrhundert, d.h die lebenswerten Wohungen werden teurer (damit zieht man dann die Mietpreise der Bruchbuden nach, weil das Nachbarhaus ist ja doppelt so teuer). Und dann wundert man sich warum die Preise so explodieren...

Vielleicht probiert es die Politik mal anders? Sicherstellen dass wirklich viel renoviert wird? Dann gibts da halt keine Traumrenditen, sondern nur Renditen?

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:08
41. wiebitte

Zitat von Berliner42
Nein, da freut man sich nicht, wenn die Mieterhöhung so immens ist, daß die Modernisierungen nach ein paar Jahren komplett finanziert sind. Wenn schon, dann müßte die Miete wieder sinken, wenn die Kohle mal drin ist.
der auftrag eines Vermieters ist es Geld zu machen, und zwar soviel wie es geht. Der Vermieter ist nicht dazu da billigen wohnraum zu stellen.

Er muss sich nur an Gesetzte halten, wenn die Gesetzte es zulassen das Mieten erhoeht werden dann ist das so.

Was einige hier fuer eine vorstellung haben. WIr leben im Kapitalismus, und nicht in einer sozialen komune aus den 70ern wo sich alle lieb haben.....man o man...

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huckzuck 06.11.2017, 16:10
42. Kiez-Berliner jammern über steigende Mieten

...und sind gleichzeitig die größten Gegner einer Bebauung des Tempelhofer Feldes.
Die Stadt pumpt Subventionen in eine verfehlte Wohnungspolitik. Weist Bebauungsflächen aus und steuert die Bebauung so, dass preiswert Wohnraum mit dem Ziel Gemeinwohl und sozialer Zusammenhalt realisiert wird. Neue Viertel schaffen, entwickelt Eure Stadt weiter. Dann lohnt sich auch Spekulation nur noch begrenzt, da die Menschen Alternativen haben.

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redwed11 06.11.2017, 16:11
43.

Zitat von jusch
Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Jeder Mieter sollte sich freuen, wenn seine Wohnung saniert wird, ein Balkon oder ein Aufzug angebaut wird, werden sie doch selbst davon profitieren. Sie selbst lassen doch ihre Mietwohnung nicht renovieren, sondern leider viel zu oft vergammelt, weil eben kein Eigentum. Jede Modernisierung hat aber auch seinen Preis. Wenn man als Mieter ihn nicht zahlen möchte, dafür aber die ganzen sich daraus resultierenden Vorteile genießen möchte, dann liegt es auf der Hand, dass man sich eine andere Wohnung suchen soll, die den eigenen Ansprüchen entspricht - gerne im Außenbezirk mit einem 30 Jahre alten Bad. Wo liegt das Problem?
Das Problem liegt darin, dass die sogenannte Sanierungen nicht dem Erhalt dienen sondern dem Wucher Tür und Tor öffnen. Bisher hat der Gesetzgeber nur Gesetze verabschiedet die Spekulanten ihr mieses Geschäft ermöglichen. Spekulanten die nicht davor zurückschrecken, Bundestagsabgeordneten zu drohen. Es muss endlich den Spekulanten ihr ekelhaftes Handwerk unterbunden werden. Man kann nur hoffen, dass auch die Mieter endlich zu den selben Maßnahmen greifen die auch von den Spekulanten angewandt werden. Man kann es nur hoffen, dass endlich auch von den Mietern der Widerstand genauso brutal durchgeführt wird wie diese Raffkes es auch tun.

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unzensierbar 06.11.2017, 16:11
44.

Und dies und alle sämtlichen Probleme rund um Mieten und Mietpreisbremse sind der Grund warum einzig alleine der Staat den Wohnungsmarkt vollständig kontrollieren sollte.

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Annabelle_ 06.11.2017, 16:14
45. Es gibt offensichtlich nicht genügend bezahlbaren Wohnraum.

Warum? Weil er knapp ist. Und was knapp ist, ist bekanntlich wertvoll. Wer also hat ein Interesse daran, dass bezahlbarer Wohnraum knapp bleibt und ist dies eigentl. noch demokratisches Interesse der Mehrheit? Apropos: Man fragt sich - wie übrigens auch bei anderen Themen - inzwischen immer mehr, ob sich überhaupt noch die Interessen der breiten Masse durchsetzen.

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MisterD 06.11.2017, 16:14
46. Wenn das in dem Tempo weitergeht...

prophezeie ich uns, dass wir in spätestens 12 Jahren Regierung haben werden, in der die AfD bzw. einer ihrer Ableger mindestens beteiligt ist, wahrscheinlich sogar als stärkste Kraft...

In wenigen Jahrzehnten wird es für die normal arbeitende Bevölkerung nicht mehr möglich sein, vernünftig zu leben. Gut leben kann dann nur noch, wer Vermögen hat, das für ihn arbeitet...

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cpt.z 06.11.2017, 16:16
47. Wie bitte?

Jemand kauft ein Gebäude, modernisiert es und verkauft es mit Gewinn weiter. Das soll jetzt unmoralisch sein? Aha - na das muss mir mal einer erklären. Wenn man bezahlbaren Wohnraum in Berlin möchte, dann hat man als Staat oder Land die Verantwortung den sozialen Wohnungsbau zu fördern - oder entsprechend der letzten Absätze im Artikel, selbst Wohnraum zu erwerben und den dann günstig anzubieten. Der Skandal ist doch, dass das jahrelang versäumt wurde. Aber man soll doch bitte jetzt nicht mit dem Finger nicht auf die Eigentümer zeigen. Genausogut hätte man doch auch den Verkäufer des Gebäudes anprangern können, der überhaupt erst einen Preis von 45 Jahresmieten aufgerufen hat...

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buchenzal 06.11.2017, 16:21
48.

Zitat von Annabelle_
Warum? Weil er knapp ist. Und was knapp ist, ist bekanntlich wertvoll. Wer also hat ein Interesse daran, dass bezahlbarer Wohnraum knapp bleibt und ist dies eigentl. noch demokratisches Interesse der Mehrheit? Apropos: Man fragt sich - wie übrigens auch bei anderen Themen - inzwischen immer mehr, ob sich überhaupt noch die Interessen der breiten Masse durchsetzen.
Die Frage ist doch dann eher, was macht den Wohnungsbau so teuer, wenn nur noch der hochpreisige Immobilienmarkt bedient wird und nicht mehr für den Normalo?

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:24
49. so sehe ich das auch

Zitat von cpt.z
Jemand kauft ein Gebäude, modernisiert es und verkauft es mit Gewinn weiter. Das soll jetzt unmoralisch sein? Aha - na das muss mir mal einer erklären. Wenn man bezahlbaren Wohnraum in Berlin möchte, dann hat man als Staat oder Land die Verantwortung den sozialen Wohnungsbau zu fördern - oder entsprechend der letzten Absätze im Artikel, selbst Wohnraum zu erwerben und den dann günstig anzubieten. Der Skandal ist doch, dass das jahrelang versäumt wurde. Aber man soll doch bitte jetzt nicht mit dem Finger nicht auf die Eigentümer zeigen. Genausogut hätte man doch auch den Verkäufer des Gebäudes anprangern können, der überhaupt erst einen Preis von 45 Jahresmieten aufgerufen hat...
dem ist nichts hinzuzufuegen. Es wird einfach nur versucht die versaeumnisse der Politik jemandem anderes in die schuhe zu schieben.

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