Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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zielweg 06.11.2017, 16:45
70. Freier Markt, aber...

nach fairen Regeln. Die Bestands-Mieter sollten gegen übermäßige Modernisierungsmehrkosten geschützt werden. Z.B Mieterhöhungen durch Modernisierungen max 3 % über ortsüblicher Steigerung. Dann wäre das ganze Geschäftsmodel nicht mehr so interessant.

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:50
71. Hahahahha

Zitat von lafindl
Es ist schon bezeichnend wie zynisch und selbstgerecht viele Foristen hier über ein Grundbedürfnis reden. Wahrscheinlich wären sie selbst gerne Immobilienhai.
haben Sie das auch gesagt als es die Kriese in GR gab? Oder die in Irland? den die gruende fuerd ie Kriese in Irland war immobielen speculation von deutschen banken, in GR haben die ganzne "hilfen" auch die Banken aus D und Frankreich bekommen.

Eine Firma ist nicht dazu da die grundbeduerfnisse der Menschen zu befriedigen, das muss die regierung machen. Wenn die regieren den rahmen fuer spekulationen schafft, dann ist es eben so. Sie koennen aber nicht den nutzniesser dafuer anklagen.

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lupenrein 06.11.2017, 16:51
72. Die Entmieter

sind doch wirklich kein kein neues Problem.
Die Entmieter gibt es zusammen mit den Heuschrecken schon seit
Jahren. Sie sind ein Phänomen , so wie viele andere Errungenschaften
aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die sich immer weiter ausbreiten .

Jetzt die AfD damit in Zusammenhang zu bringen, ist schon hübsch
scheinheilig.

Man kann nur noch feststellen: wem sind wir in die Hände gefallen....

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böseronkel 06.11.2017, 16:54
73.

Zitat von WiderstandsgewächsII
vielleicht sind unsere Ansprüche etwas zu hoch, es wird halt eng der Welt und alle müssen sich einschränken! es geht doch nicht, dass der Staat!?! wer ist dies eigentlich, für alles zuständig ist. Was der Staat tun kann, ist den Erwerb von Wohnungseigentum für Individuen zu erleichtern, was vermutlich sogar Altersarmut abfedert, aber er kann nicht von heute auf morgen die Gesetze des Marktes außer Kraft setzen. Das Gejammere hier und die Beschuldigungen hier des Staates und der anderen geht mir auf die Nerven. Wer 1989 in die DDR führ, kann sich vielleicht noch erinnern, welche Wohnqualittät gesicherte Mieten durch den Staat erzeugte. Vielleicht einmal etwas komplexer denken, und Verantwortung ....Eigenverantwortung wahrnehmen, davon hält dieser Staat zumindest nicht ab!!!!!
Der Tochter meiner allein erziehenden Nachbarin werden für eine 30 Quadratmeter Studentenbude 400,-- Euro abgeknöpft. Soll durch diesen kriminellen Wucher der intelligente Nachwuchs der mit dem sarrazinschen Dummheitsgen Geschlagenen durch marktgerechte Maßnahmen von einer qualifizierten Ausbildung abgehalten werden?

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:54
74. gerechtfertigt vs Legal

Zitat von der.tommy
Es geht nicht darum, dass das wohnen in Berlin nicht teurer sein dürfte, als in neu rosow an der polnischen Grenze. Es geht darum, dass die Mieter, um die es hier geht, aus den Wohnungen gedrängt werden, weil jemand (der das Haus nur gekauft, aber nicht mal gebaut hat) unbedingt und ganz schnell Rendite will. Und das ist nicht gerechtfertigt.
ist es legal? also kein problem, nur darum geht es. Gerechtfertigt klingt doch sehr nach moral.....und moral hat nun einmal nichts I'm geschaeftsleben zu suchen.

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:55
75. yep

Zitat von zielweg
nach fairen Regeln. Die Bestands-Mieter sollten gegen übermäßige Modernisierungsmehrkosten geschützt werden. Z.B Mieterhöhungen durch Modernisierungen max 3 % über ortsüblicher Steigerung. Dann wäre das ganze Geschäftsmodel nicht mehr so interessant.
nur der Gesetzgeber will nicht, schliesslich ist das auch immere ine gute steuer einnahme.....

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Nonvaio01 06.11.2017, 16:56
76. im ausland

Zitat von kraijjj
Weil nach einem Umbau eine für den Mieter oftmals nicht mehr zu finanzierende Mieterhöhung folgt. Es hat ja keiner etwas dagegen, wenn zur Wertsteigerung der Immobilie ein Balkon angebaut wird aber eben bitte nicht, wenn es eine Verdoppelung der Miete zur Folge hat. Und die Mietpreise hier in Berlin-Kreuzberg sind eben schon Jenseits von Gut und Böse. Als Single mit durchschnittlichen Einkommen ist es fast unmöglich bezahlbaren Wohnraum zu finden. Es ist einfach nur noch unverschämt was bei Neuvermietungen verlangt wird und das selbst für Hinterhof-Souterrain-Buden.
zahle ich 45% meines gehalts fuer miete, und nochmals 15% fuer Strom und Heizung.

Das ist hier normal....

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Schandmaul 06.11.2017, 16:57
77. Unerträgliche Dekadenz

Es gibt kein Gott gegebenes Menschenrecht, in hippen Innenstadtlagen zum Spottpreis wohnen zu können. Die lautstarke, arrogante Forderung danach zeugt von einer fast schon unerträglichen Dekadenz. Paradoxerweise kommen solche Forderungen dann häufig aus dem ultralinken Kiez-Milieu, getreu dem Motto: Wasser predigen und Wein saufen.

Bewegt eure Ärsche und macht was aus eurem Leben. Bildet euch weiter und leistet was. Dann klappt's auch mit dem Penthouse in der Innenstadt.

Immer wird nur rum gemault, schon klar, von Stütze leben und vom Amt nen schönen Altbau in bester Innenstadtlage bezahlt bekommen. Und andere sollen dieses Anspruchsdenken mit ihren hart erarbeiteten Steuergeldern dann finanzieren.

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romanjur 06.11.2017, 17:01
78. Interessanter Artikell nur Rechtsbegriffe ungenau

Interessanter Artikel, nur aus sprachjuristischer Sicht etwas ungenau - das kann verwirren.
1) Unterschied zwischen Eigentümer und Besitzer (mit der BOW 3 GmbH meinen Sie wohl den Eigentümer)
2) das Bundesbaugesetz gibt es seit 1960 nicht mehr - Nachfolger ist das Baugesetzbuch (BauGB)
Viele Grüße, romanjur

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Mister Stone 06.11.2017, 17:01
79.

Das Haus ist ein Beispiel dafür, wie Immobilienspekulanten mit der Wohnungsknappheit enorme Gewinne erzielen und wie leicht die Gesetze, die genau das verhindern sollen, ausgehebelt werden können.

Sie irren sich. Das Einzige, was die angesprochene Gesetze, die maßgeblich von Anwälten der Immobilien-Lobby gestrickt wurden (so was nennt unsere Kanzlerin "Einkaufen von externem Sachverstand"), zuverlässig verhindern, ist der Schutz der Mieter. Deshalb sind die Namen dieser Gesetze, die im Grunde aus nicht durchsetzbaren (Schein)-Rechten für die Mieter und ansonsten nur aus Ausnahmen zugunsten der Immobilienspekulaten bestehen, blanker Hohn. Die Gesetze brauchen also gar nicht ausgehebelt zu werden, denn sie hebeln sich von selbst aus, weil sie genau so konstruiert wurden. Und nein, das sind keine Irrtümer, die da begangen wurden, das ist genau so gewollt.

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