Forum: Wirtschaft
Immobilienspekulanten in Berlin: Die Entmieter
Verein Reichenberger 55

Das Geschäftsmodell ist so lukrativ wie zynisch: Mietshäuser kaufen, Bewohner verdrängen und die Wohnungen dann zum Verkauf anbieten. Besonders erfolgreich betreibt das eine süddeutsche Firmengruppe in Berlin. Der Widerstand wächst.

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Schandmaul 06.11.2017, 17:03
80. Unerträgliche Dekadenz

Es gibt kein Gott gegebenes Menschenrecht, in hippen Innenstadtlagen zum Spottpreis wohnen zu können. Die lautstarke, arrogante Forderung danach zeugt von einer fast schon unerträglichen Dekadenz. Paradoxerweise kommen solche Forderungen dann häufig aus dem ultralinken Kiez-Milieu, getreu dem Motto: Wasser predigen und Wein saufen.

Bewegt eure Ärsche und macht was aus eurem Leben. Bildet euch weiter und leistet was. Dann klappt's auch mit dem Penthouse in der Innenstadt.

Immer wird nur rum gemault, schon klar, von Stütze leben und vom Amt nen schönen Altbau in bester Innenstadtlage bezahlt bekommen. Und andere sollen dieses Anspruchsdenken mit ihren hart erarbeiteten Steuergeldern dann finanzieren.

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jetbundle 06.11.2017, 17:04
81. Bester Kampf gegen Entmieter

Die beste Methode solchen Spekulationen entgegen zu wirken wäre es, mit entsprechend Angebot auf dem Immobilienmarkt den Preissteigerungen entgegen zu wirken. Das bedeutet die Bebauung innerstädtische Brachflächen sowie die Nachverdichtung zu erlauben, und neue Stadtteile im Randgebiet attraktiv zu erschließen. Aber die berliner Regierung macht genau das Gegenteil und spielt somit Immobilienspekulanten in die Hände.

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frank_w._abagnale 06.11.2017, 17:08
82. Wenig Miete zahlen, aber alles wollen? Nee!

Wenig bezahlen und trotzdem mittendrin wohnen wollen. Dass das nicht aufgehen kann, sollte doch dem letzten Kämpfer gegen hohe Mietpreise klar sein.

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Schöneberg 06.11.2017, 17:10
83. Super Vorschläge

Echt super Vorschläge von vielen Kommentatoren hier. Wohnungen selber kaufen statt mieten! Muss ich mal den ganzen alten Leuten erzählen, die man immer wieder durch den Müll wühlend beim Flaschensammeln sieht. Gehört ja mittlerweile schon zum "normalen" Stadtbild.
Sollen die doch alle an den Stadtrandziehen, dann müssen die ganzen zugezogenen Hipster auch kein schlechtes Gefühl haben, wenn sie das ganze Elend erblicken müssen.
Man kann ja noch weiter gehen und wie in Frankreich die ärmeren in Randgebieten einzäunen. Man hört ja nur gutes aus solchen Gegenden.

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Michael200669 06.11.2017, 17:11
84.

Zitat von Geopolitik
Auch weil es sich nicht lohnt in Berlin Wohneigentum zu erwerben um es zu vermieten. Bei Eigenbedarf bekommt man die Mieter nicht heraus. Also stehen auch Eigentumswohnungen leer und nur Luxuswohnungen werden gebaut.
Bei begründeten Eigenbedarf bekommen sie jeden raus. Und glauben sie wirklich, das bei Luxuswohnungen keine Probleme gibt?! Dann täuschen sie sich gewaltig.

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hkl2013 06.11.2017, 17:12
85. Kgv

Kapital-Gewinn Verhaeltnis...75000 EURO bei mehr als 3 Mìo eingesetztem Kapital - das kann kaum gut gehen. Und da liegt wohl das Problem. Die Wohnungen sind also entweder zu teuer (im Kauf) oder die Mieten zu schlecht. Und die Gehaelter wohl auch. Es ist Audruck der Schere, die sich auch sonst in D immer weiter oeffnet... Bevore man den Investor an den Pranger stellt, sollte man andere Loesungen suchen.

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Michael200669 06.11.2017, 17:12
86.

Zitat von k.michael62
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Niemand hat die Mieter aufgehalten eine Genossenschaft zu gründen und selber zu erwerben. Eigentum wirft eine ganze Menge an Themen auf, die Mieter nicht wollen.
Weil Genossenschaften das passende Kleingeld brauchen. Damit sie aktiv werden muß.

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muunoy 06.11.2017, 17:13
87. Der Staat ist Hauptpreistreiber

Zitat von ruediger
Das Problem ist doch nicht der Eigentümer. Selbst dem Autor ist klar, dass sich eine Vermietung nicht rechnet (obwohl die Zinsen derzeit auf einem Rekordtief stehen). Also muss der Eigentümer nach Alternativen suchen. Und wenn es nicht der jetzige Eigentümer täte, dann hätte es eben der Vorgänger tun müssen. Letztlich sind Preistreiber wie Kündigungsschutz, Mietpreisgrenze, Vorschriften zur energetischen Sanierung genauso verantwortlich wie die politisch motvierte 0 Zinspolitik der EZB (die die Immobilienpreise treibt)..
Da ich selbst in zwei Mietwohnungen investiere, die im Abstand von 8 Jahren gebaut wurden, kann ich Ihren Kommentar nur bestätigen. Der Staat hat alles dafür getan, das Wohnen drastisch zu verteuern. Durch die Entwertung unserer Arbeitseinkommen und Spareinlagen kam es selbstverständlich zu einer Preisexplosion bei Vermögenswerten, wozu nun einmal auch Immobilien gehören. Dazu kamen zig neue bauverteuernde Vorschriften. In NRW hat die besonders unsoziale rot-grüne Landesregierung die Grunderwerbssteuern mal eben fast verdoppelt. Und nahezu alle Kommunen haben kräftig an der Grundsteuer- und Abgabenschraube gedreht bzw. drehen noch immer daran. Das Problem: Die Mieten stiegen nicht vergleichbar an. Meine in 2011 gekaufte und in 2013 fertig gestellte Wohnung in Frankfurt wird heute für einen Preis taxiert, zu dem ich nicht mehr kaufen würde. Dafür sind die Mieten noch zu gering, obwohl ich bereits eine Kaltmiete verlangen muss, die ich selbst kaum noch bereit wäre, zu zahlen. Folge: In Mietwohnungen werde ich bei dem aktuellen Preisniveau nicht mehr investieren. Vor Jahren hatte ich mal an eine Investition in Sozialwohnungen in meiner Heimatstadt Münster nachgedacht. Aber schon damals verlangte die Kommune so exorbitant hohe Grundstückspreise, dass sich das einfach niemals rentieren kann. Ich halte das inzwischen für eine Blase. Und Blasen platzen irgendwann, ausnahmslos. Für manche Städte wie Berlin ist angesichts linker Politik aber eine Entwicklung wie in London oder Paris zu erwarten. Sprich: Es wohnen nur noch sehr reiche Leute und Transferleistungsbezieher in der Stadt. Die Mittelschicht, die das alles bezahlen muss, wird sich in die umliegenden Orte verabschieden.

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Michael200669 06.11.2017, 17:14
88.

Zitat von jusch
Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Jeder Mieter sollte sich freuen, wenn seine Wohnung saniert wird, ein Balkon oder ein Aufzug angebaut wird, werden sie doch selbst davon profitieren. Sie selbst lassen doch ihre Mietwohnung nicht renovieren, sondern leider viel zu oft vergammelt, weil eben kein Eigentum. Jede Modernisierung hat aber auch seinen Preis. Wenn man als Mieter ihn nicht zahlen möchte, dafür aber die ganzen sich daraus resultierenden Vorteile genießen möchte, dann liegt es auf der Hand, dass man sich eine andere Wohnung suchen soll, die den eigenen Ansprüchen entspricht - gerne im Außenbezirk mit einem 30 Jahre alten Bad. Wo liegt das Problem?
Das die Mieten dadurch 50 Prozent und mehr danach kosten interessiert sie nicht. Woher soll der/die Mieter das Geld nehmen. Denn Vermieter ausrauben?!

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peter.kwasierovsky 06.11.2017, 17:15
89. Mit den Vorkaufsrechten der Bezirke wird das wohl nichts mehr.....

https://www.morgenpost.de/berlin/article212451669/Landgericht-stoppt-Vorkaufsrecht-der-Bezirke-fuer-Immobilien.html

Hätte ein guter Reporter auch recherchieren können anstatt nur den vollmundigen, verträumten Baustadtrat zu zitieren

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