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Immobilienumfrage: 84 Prozent der Deutschen wollen lieber Eigenheim statt Miete zahle
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Der Immobilienboom scheint ungebrochen. Laut einer Umfrage für den SPIEGEL präferiert die große Mehrheit der Deutschen das Eigenheim - und rechnet mit weiter steigenden Preisen.

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hubwood 20.08.2018, 08:59
10. Mit Verlaub...

Zitat von andraschek
sich aber nur recht wenige ein Eigenheim oder zumindest eine Eigentumswohnung kaufen. Gearde im Hinblick auf die Rente finde ich Wohneigentum zur finanziellen Absicherung im Alter als Unschlagbar.
... aber für meine Freundin, meine 9 Monate alte Tochter und mich (1 Brutto Gehalt + Elterngeld + bald ein 50% Gehalt, beide 33 J. beide Abitur und gebildet) ist das absolut utopisch.
Die monatlichen Abzahlungen überträfen sogar Stuttgarter Mieten bei weitem. Wir können uns das schlicht nicht leisten. Selbst wenn wir 40 Jahre abzahlen, wäre monatlich nicht mehr genug zum (über)leben übrig.

Auch kleinste, einfache Häuser kosten in Stuttgart 500.000 Euro und mehr.

Ich habe gar mienen Bausparvertrag gekündigt da ich erkannt habe dass es für mich absolut utopisch sein wird in diesem Leben Wohneigentum zu erwerben.

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krautrockfreak 20.08.2018, 09:00
11. Alles wollen ihr Häuschen, aber das geht halt nicht

130 m² in denen dann 3, max. 4 Personen wohnen und wenn die Kinder ausziehen dann nur noch zwei. Das ist irre und kann so nicht weiter gehen. Es gibt nur eine Lösung, und das sind viel mehr Mehrfamilienhäuser. Vor allem in den Städten sollte nur noch in die Höhe gebaut werden.
Und übrigens, auf den Dörfern ist es noch krasser. Oft wohnt da nur eine oder max. 2 Personen in riesigen Dreifamilienhäusern mit 300 m² Wohnfläche. Die Häuser sind schon ewig abbezahlt, die alten Menschen leben sparsam und wollen keine Mieter drin haben. Hier müsste die Politik was tun und eine massive Steuer für leerstehende Wohnungen einführen.

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mariakar 20.08.2018, 09:01
12. Finde ich gar nicht

Zitat von andraschek
sich aber nur recht wenige ein Eigenheim oder zumindest eine Eigentumswohnung kaufen. Gearde im Hinblick auf die Rente finde ich Wohneigentum zur finanziellen Absicherung im Alter als Unschlagbar.
Das Problem ist doch, eigentlich schon seit den 70ern und 80ern Jahren, dass Bauen bei uns so schrecklich teuer ist. Häuser werden bei uns auf Jahrhunderte hinaus gebaut und nicht für eine oder zwei Generationen. Darüber hinaus sind selbst Bauplötze von Kommunen kaum mit einem Durchschnittseinkommen bezahlbar.
Und das tifft auch auf Eigentumswohnunge zu. Unsere Freundin wolllte ihre 4,5-Zimmer-Wochnung aus Ende der 70ziger Jahren verkaufen, weil die Kinder aus dem Haus sind. Sie wollte in eine neu gebaute 2-Zi-Wohnung ziehen. Der Erlös der alten Wohnung hätte aber nicht die Anschaffungskosten der neuen Wohnung gedeckt. Sie hätte einen Kredit aufnehmen müssen. Das wollte sie so kurz vor der Rente nicht, falls die Bank überhaupt einen Kredit gegeben hätte.
Ergebnis: Sie bleibt in ihrer großen Wohnung, obwohl die eigentlich für eine Familie mit Kindern gedacht ist. Was ähnliches haben uns Bekannte berichtet, die sich eigentlich eine "betreute" 3-Zi.Wohnung leisten und dafür ihr Haus verkaufen wollten. Auch da ging die Rechnung nicht auf. Vom Hausverkauf wäre nichts mehr fürs Alter übrig geblieben. Alles wäre für die Wohnung drauf gegangen.

Ich kenne das von anderen Ländern anders. Wenn sich Leute da verkleinern, bleibt meistens was übrig. Nicht so bei uns.

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neurobi 20.08.2018, 09:02
13.

Wir hatten eine Miete von 750 Euro Miete für 70qm. Dann haben wir gebaut, 105 qm und 1200 Euro Rate. Das war 2001.
Heute ist die Rate unter 1000 Euro und fix bis die Hütte abgezahlt ist.

Mit entsprechenden Eigenkapital ist eine eigene Immobiele absolut zu empfehlen. Allerdings nicht in einer überteuerten Metropole.

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MadDoubleF 20.08.2018, 09:06
14. Ich gehöre auch zu denen

Wir haben 2016 den Schritt gewagt und mit der Planung angefangen. Auch wenn die "Flexibilität" verloren geht, es war der richtige Schritt. Wir haben gesehen, was eine 4-Raum-Wohnung in Frankfurt kostet - wenn man überhaupt eine bekommt. Unter 1500€ ist/war da nichts zu finden. Dann kann ich auch ein Haus bauen und im Monat 1600€ hinlegen. Wenn die Zeit der mikrigen Rente anfängt, habe ich das Haus abgezahlt und meine Ruhe. Natürlich werden auch Wartungsarbeiten anfallen. Dennoch werde ich im Alter wahrscheinlich mehr zur Verfügung haben.
Man muss aber auch sagen, dass die Grundstückspreise extrem nach oben schießen. Der m² in dieser Gegend ist innerhalb eines Jahres um 50% gestiegen. Angebot und Nachfrage eben. Aber wer ein Haus haben möchte, der muss ein Risiko eingehen. Wer immer nur "auf Nummer sicher gehen" will, der brauch erst gar nicht darüber nachdenken.

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friwi1 20.08.2018, 09:10
15. Felix. leidmann "Bitte nicht ueberschulden"

a. ueberschulden im Sinne des " ueberschultern/Uebergewicht"
b. Ueberschulden als Ueberbezahlung/Rechtsvergehen mit Strafverfolgung
Nicht die Zins-/Tilgungskosten sind das Hauptkriterium sondern der Investitionswert und bei Hypotheken/Krediten die Laufzeit.
Immobilieninvestitionen muessen bei fertigen -an Standort fixiertem Platz(naja, extreme Ausnahme : Adlon, Sony Gebaeudeverrueckung)Gebaeuden immer
aufgeteilt werden, Preisangebotsvoranschlag (ein angebotener Preis kann immer ueber-/unterboten werden) in Bodenwert und Gebaeudewert.
Zudem sollte die Laufzeit in Regionen mit progressiver-aggressiver Wirtschaft dementsprechend kurz gehalten werden: aequivalent 20 Jahre Patentschutz-Zeitmax. und 10 Jahre Gebrauchsmusterschutz-Zeitmax. .
Dieses gilt insbesonders fuer alle Grossstaedte, global.

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Talent 20.08.2018, 09:11
16.

Zitat von cabotine
Ich habe erhebliche Zweifel daran, ob die Mehrheit der 84%, mit einem Wunsch nach einem Eigenheim dies finanziell wirklich durchgerechnet haben. Herr Kommer hat dies getan und zeigt auf, dass mieten und gleichzeitig investieren unter finanziellen Aspekten oftmals günstiger ist als der Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie. Er berücksichtigt sämtliche Kaufkosten, Nebenkosten, Instandhaltungskosten sowie Verkaufskosten und vergleicht die Renditen mit denen anderer Anlageklassen. So wird deutlich, dass sich der Immobilienerwerb als Lebensstilentscheidung begründen lässt aber zur Altersvorsorge in vielen Fällen anderen Anlagen (wie z.B. günstige, passive, breit diversifizierte ETF-Indexfonds) unterlegen sind.
Liebe(r) Cabotine,

mit meinen Ausführungen wollte ich auch in die Richtung hinaus. Kommer selbst habe ich nicht gelesen, aber "umfassende" Rezensionen. Wie gesagt, es kommt immer auf die Ausgangslage an. Verbeamtet oder nicht. 2 Verdiener oder nicht, Kinder? usw usf.

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olli118 20.08.2018, 09:13
17. Eine Sache der Abwägung

Wenn man bereit ist, etwas längere Anfahrtswege zur Arbeit in Kauf zu nehmen, und ausserhalb der Ballungsräume Wohneigentum zu erwerben, kann man immer noch gute Investitionen tätigen. Das wollen aber viele nicht, die wollen in oder in unmittelbarer Nähe zur Stadt leben. Man müsste darübehinaus vielleicht soziale Kontakte aufgeben, hätte weniger Angebot. ob es nun Kultur, Bildung, Einkauf oder andere Infrastruktur betrifft. Da muss man dann halt abwägen, was einem wichtiger ist. Und bei aller Liebe zum Eigenheim sind die meisten Menschen heute auch nicht mehr bereit, für die eigene Immobilie auf alles andere zu verzichten. Als meine Eltern Ihr Haus gebaut haben, wurde jahrelang jeder Pfennig zweimal umgedreht. Da gab es keinen Urlaub, keine Markenklamotten, keinen auch noch so kleinen Luxus. Auch das ist ein Preis, den viele veständlicherweise nicht zahlen wollen. So bleibt es bei vielen halt beim Wunsch.

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pheapria 20.08.2018, 09:20
18. in München lohnt sich kein Kauf

es ist einfach zu teuer... und die Ballungsräume sind auch extrem angestiegen. selbst wenn diese billiger sind, so kommt man auf den ungefähren selben Preis, weil man in die Innenstadt reinfahren muss. diese Zeit ersetzt niemand und kostet auch.
es gibt zwei Lösungsansätze meiner Meinung. entweder steigen die Löhne von heute auf morgen um 10% oder die mieten gehen um 10% runter. dann haben wir wieder ein gesundes Niveau. in München ist man so dreist, dass man eine renovierte 2 Zimmerwohmung im 1. Geschoss ganz nahe einer Ubahn für sage und schreibe 700000 euro verkauft. das ist eine Frechheit. aber irgendein Depp kauft es schon. ansonsten setzten sie den Preis auf 600000 was auch noch für diese paar Quadratmeter ein Witz sind. und trotzdem wird es jemand kaufen. als Single ist man sowieso verflucht. vor allem dann, wenn man wenig verdient. da bleibt einem folgende Möglichkeiten. man zieht bei den Eltern ein und sucht nach was günstigem. man sucht ne Freundin. man gründet eine wg. man hat einfach mal Glück. man findet eine sozial Wohnung. man findet weiter draussen was. ne ne... München oder Berlin... das grenzt schon einfach an Ausbeute...

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volucer 20.08.2018, 09:23
19. Mieten sind zu billig

mit der aktuellen gesetzeslage sind die mieten noch viel zu billig. in ballungszentren mittlerweile auf 5% preissteigerung begrenzt. viele ältere leute haben teilweise jahrzehnte kaum die miete erhöht. eine erhöhung auf aktuelles niveau nicht möglich, da maximal 5% im jahr. mein opa hat 55qm für 320 warm vermietet und die wohnung gleichzeitig in schuss gehalten. wenn irgendwas in der wohnung kaputt ist, muss der vermieter springen. bei den aktuellen handwerkerpreisen ist da schnell mal die halbe jahresmiete weg.
gleichzeitig hat mal als vermieter so viel stress mit seinen mietern, dass eine rechtschutzsversicherung pflicht ist.
der mieter kommt da über den mieterbund günstig dran, aber der vermieter muss dafür richtig löhnen.

außerdem müssen bei stark steigenden baupreisen auch die mieten stark steigen. wer hier eine mietpreisbremse fordert will auf kosten des vermieters leben.

ob die mieten in münchen, sturrgart, berlin,.. steigen werden? - mit sicherheit. man schaue mal in andere metropolen. da liegen die mieten noch massiv darüber.

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