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Immobilienumfrage: 84 Prozent der Deutschen wollen lieber Eigenheim statt Miete zahle
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Der Immobilienboom scheint ungebrochen. Laut einer Umfrage für den SPIEGEL präferiert die große Mehrheit der Deutschen das Eigenheim - und rechnet mit weiter steigenden Preisen.

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**Kiki** 20.08.2018, 09:59
40. Hm.

Zitat von wrkffm
Ist die Hütte dann nach 20-30 Jahren abgebuckelt, wird´s dann als Rentner erst richtig lustig, wenn dann nämlich die Modernisierungs und Renovierungskosten anstehen/ anfallen, ( z.B. Heizung , Dach , usw. ) und die angeblich eingesparte Miete an die Handwerker weitergereicht werden muss. Selbst erworbenes Eigentum ist und bleibt in Deutschland " Luxus " , da auf Dauer immense Kosten damit verbunden sind und viele eben langfristig daran scheitern.
Bei einem eigenen Haus fallen diese Kosten tatsächlich an, aber erstens nicht alle auf einmal, und zweitens steht man finanziell trotzdem besser da als ein Mieter, weil in der Zwischenzeit ja auch die Mieten fröhlich weiter steigen.

Wenn ich mir überlege, was für große Sanierungen meine Mutter (Rentnerin, verwitwet) in ihrem Haus mehr oder weniger nebenbei gestemmt hat. Dach, Fassade, neuer Heizkessel, es ist eigentlich immer alles nach Bedarf instandgehalten worden. Aber da ihre Ausgaben niedriger sind als die Einnahmen, ist immer, wenn etwas anfällt, genug Geld dafür da.

Bei Eigentumswohnungen entsteht das Problem bei einem gut verwalteten Haus von vornherein nicht, weil dann regelmäßig ausreichend Geld in die Instandhaltungsrücklage eingezahlt wird. Und auch bei einem nicht so gut verwalteten Haus oder einer unerwartet hohen Ausgabe, die eine Sonderumlage nötig macht, verteilen sich die Ausgaben auf mehrere Miteigentümer.

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remixbeb 20.08.2018, 10:01
41. ist das verwunderlich??

Ich finde nicht. Allerdings ist das System in Deutschland falsch. Eigenheim können sich nur Reiche leisten. In Italien haben fast alle ein Eigenheim, da alles darauf abgestimmt ist, dass man sozusagen wie eine monatliche Miete die Wohnung abbezahlt. Man muss bei weitem nicht das Eigenkapital vorweisen wie hier.

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spiegelfail 20.08.2018, 10:02
42. unverständlich

Was ich nicht verstehe...

Alle wollen in der Stadt in schönen neuen Wohnungen leben, aber keiner möchte viel Miete zahlen. Es ist nunmal so, dass das leben in größeren Städten teuer ist. Ich habe selbst in Bremen zentral gewohnt. Mittlerweile besitze ich ein Eigenheim ländlich. Ich habe mich nie über hohe Mieten beschwert, weil zentrales Wohnen nunmal Geld kostet. wer es sich in der Stadt nicht leisten kann kann auch an den Stadtead ziehen und zu deutlich besseren Konditionen leben. Pendeln muss man so oder so, innerhalb Bremens hatte ich mit der S-Bahn oder mit dem PKW auch locker meine 30 Min. anfahrt zur Arbeit, also die selbe Zeit die man benötigt wenn man am Stadtrand wohnt. Ich vertrete die Meinung, dass wenn man zentral Wohnen möchte man auch dementsprechend dafür bezahlt. Wenn man auf andere Großstädte schaut (New York, Amsterdam usw.) dann ist es ganz normal, dass die Preise im Stadtzentrum enorm teuer sind...ich denke, das ist eine ganz normale Entwicklung. Karten für die besten Plätze kosten im Kino nunmal auch mehr.

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spasssbremse 20.08.2018, 10:02
43. Viele Vorteile des eigenen Hauses werden vergessen!

Was viele bei der ganzen Rechnerei vergessen:
Im eigenen Haus kann man Tun und Lassen, was man will. Da kann ich den Garten neu gestalten, das Bad neu fliesen wie es mir gefällt usw. In einer gemieteten Immobilie geht dies nicht
Zudem kann der Vermieter nicht irgendwann Privatnutzung anmelden und einem aus dem Haus vertreiben!

Wir haben 2011 bewusst preiswert gebaut (250k EUR für das Haus ohne Grundstück). Mit unserem Einkommen hätten wir uns mehr Schnickschnack leisten können...
Dafür ist die Hütte in hoffentlich 4 Jahren abbezahlt, da wir so viel Sondertilgungen getätigt hatten wie wir können. Danach können wir mit unserem Einkommen ein sehr entspanntes Leben führen und müssen außer den Nebenkosten nichts mehr fuer's Wohnen zahlen.
Klar, in 10 - 20 Jahren müssen wir nochmal Geld ins Haus stecken, aber bis dahin haben wir auch wieder was gespart.

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PolitBarometer 20.08.2018, 10:03
44.

Wer jetzt kauft, ist selbst schuld. Gerade die im Artikel erwähnten "auf Immobilien heissen jungen Menschen" sind derzeit bereit, auf volles Risiko zu gehen. Und weil ja weil meist zwei Einkommen vorhanden sind, und eine Familienplanung oft noch in weiter Ferne liegt, zudem der Arbeitsmarkt derzeit auch noch richtig verheissungsvoll aussieht, wird maßlose Überschuldung in Kauf genommen; Hauptsache eigene Immobilie. Ich habe von Kollegen udn Kolleginnen gehört, denen es absolut nichts ausmacht, bis zu 400.000 Euro für ein Wunschobjekt finanzieren zu lassen, sehr oft mit illusorisch niedrigem Eigentanteil von eher unter 20%. Da lacht schon jetzt die Bank im Hintergrund.

Die Preise für Grundstücke und Häuser sind verglichen mit vor weniger als 20 Jahren zu nahezu 100% künstlich verteuert. Da lohnt es sich eher, das Geld weiter zu horten und darauf zu warten, dass die Immobilien- und Spekulationsblase endlich platzt. Und das dürfte nicht mehr allzu lange dauern. Dann werden die Preise auch wieder auf ein realistisches Niveau fallen.

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deltametro2 20.08.2018, 10:08
45. Eigentum

In Frankreich (65%) oder Italien (72%) sind weitaus mehr Familien Besitzer ihrer Wohnung als in Deutschland (52%), leben aber überwiegend in Apartmentblocks, während die Deutschen, ähnlich wie die Amerikaner, Einfamilienhäuser bevorzugen. Diese Art von Besiedlung beansprucht viel Baufläche und kostspielige Versorgungsnetze (Straßen, Gas, Strom, Telefon, Wasser und Abwasser) und ist alles andere als wirtschaftlich nachhaltig.

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Plasmabruzzler 20.08.2018, 10:09
46.

Zitat von interessierter Laie
Finanzierung ist hingegen eine konstante Belastung.
Nur unter den Bedingungen, dass man innerhalb der Zinsbindung alles zurückzahlen kann und dass keine weiteren Kredite fällig werden, z. B. für große Reparaturen wie das Dach, Heizungsanlage usw. Niemand kann sagen, ob die derzeit niedrigen Zinsen auch noch in 10-15 Jahren Bestand haben werden - und so lange ist in der Regel die Zinsbindung. Bei 20 Jahren und mehr werden oft Zinsen jenseits der 3 Prozent fällig.

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hansw 20.08.2018, 10:10
47. Beobachtungen

Zitat von freeclimber
Und wo waren die Immobilienpreise 10 Jahre später? Ich habe ähnlich viele Rezessionen erlebt. Nur leider stiegen die Immobilienpreise nach jeder Rezession wieder über den Stand davor. Bei der ersten Rezession, die sie wohl erlebt haben, hätten Sie den Qm Wohnfläche noch für umgerechnet knapp unter 600 Euro kaufen können (durchschnitt Deutsche Grossstädte). Mieten lagen bei umgerechnet unter 2 Euro (alle Angaben Mitte bis Ende sechziger Jahre). Nachdem die aktuelle Preisswelle an den Immobilienmärkten für Miet- und Eigentumswohnungen durch Mangel und nicht durch Spekulation getrieben ist, werden sich die Preise in den kommenden Jahren nur in eine Richtung bewegen. Wer heute bereit ist 50% seines Einkommens in die eigene Immobilie zu investieren, wird in 10 Jahren lachen. Mieter hingegen werden feststellen, dass sie zukünftig 50% ihres Einkommens für nichts ausgeben. Der Mangel an Mietwohnungen kann nur durch Neubauten ausgeglichen werden. Allein für diese Neubauten fehlen heute schon massenhaft Fachkräfte.
Der Sinn meiner Aufforderung heisst: Abwarten bis die Blase geplatzt ist und dann kaufen/bauen. Wie am Aktienmarkt trifft man den tiefsten Punkt nicht genau, aber annähernd.

Kauft oder baut man nach einem Platzen, sind alle Verhandlungspartner zu grösseren Zugeständnissen bereit, weil sie auf "Halden" sitzen oder sich mit Grundstücken vollgesogen haben.

Im Übrigen machen immer noch viele Käufer den klassischen Fehler, in ihre Kalkulationen nicht die laufenden Folgekosten sowie Rücklagen für Erneuerungen festzuhalten. Daraus entstehen dann die "Schnäppchen" ausserhalb einer geplatzen Blase.

Also, kühlen Kopf bewahren und insbesondere die Überlegung einbeziehen, ob man an dem gewünschten Ort sein ganzes Leben verbringen will, oder ob man aus beruflichen Gründen ständig auf dem Globus umziehen muss.

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ericus 20.08.2018, 10:16
48. Stilles Hoffen auf die Blase - wird wohl nix

Ich habe den Eindruck viele Menschen hoffen darauf, dass eine Blase platzen wird und Top-Immobilien in Traumlagen zu Schleuderpreisen auf den Markt kommen. Und dann wollen sie zuschlagen. Ich glaube das nicht: Genügend Menschen haben dank Boom-Konjunktur und Rekord-DAX die Taschen so voll Geld, dass dieser erlauchte Kreis ebenso darauf wartet. Von ausländischen Investoren etc. ganz abgesehen. Ferner steigen die Baukosten, Handwerker werden knapp etc. Ich würde mit demnach keine Hoffnung auf eine erschwingliche Altbauwohnung im Prenzlauer Berg in ferner Zukunft machen - sofern ein normaler Doppelakademiker-Verdienst ausreichen soll.

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technikaffin 20.08.2018, 10:18
49. Warum werden Mieter immer für dumm verkauft?

Die meisten Leute die mir diesen Spruch von wegen "Miete ist rausgeworfenes Geld" bringen, haben sich nie tiefgründigere Gedanken gemacht. Klar gibt es auch in den kleinen Städten mittlerweile hochpreisige Mietwohnungen mit ebenso hochwertiger Ausstattung. Aber eben auch normale oder sogar billige Mieten, ja die soll es noch geben! Man sollte nicht immer alles nachplappern was man liest oder hört. Meine Erfahrung mit der (ländlichen) elterlichen Immobilie, die ich auch irgendwann mal verwalten darf: Viel Arbeit und am Ende darf man trotz abgezahltem Haus froh sein, nicht am Monatsende draufzuzahlen, wenn man wieder was kaputt geht oder sich das Bundesland tolle neue Gesetze wie hier mit der Biokläranlage einfallen (mal eben 8.000 Euro) lässt. Und wenn die Straße das nächste Mal neu gemacht wird, dürfen wir sicher auch wieder unseren Beitrag leisten! Komme ich zurück in meine städtische Mietwohnung muss ich mir um all das keine Gedanken machen, ein Anruf beim Hausverwalter und alles läuft. (Das funktioniert aber eben auch leider nur in gut verwalteten Häusern)

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