Forum: Wirtschaft
Importaufschlag: Welche Staaten Trumps Autozölle besonders treffen würden
DPA

Donald Trump sieht in Importautos eine "Gefahr für die nationale Sicherheit" und droht saftige Strafzölle an. Wie stark wären BMW, VW und Co. betroffen - und ist die Lage der US-Autobauer wirklich so desolat?

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kenterziege 25.05.2018, 22:47
90. Profit ist eigentlich eine

Zitat von obersterhofnarr
Es gibt in Mexiko keine originär mexikanische Automarke mal von irgendwelchen Kleinstserienprodukten abgesehen, die es geben könnte. Es sind vielmehr die US-amerikanischen Automobilkonzerne die ihre Produktion aus Profitgründen nach Mexiko verlagert haben. Und deshalb ist Mexiko der größte Exporteur von Autos in die USA, ganz einfach. Das wird aber wie immer schön unter den Teppich gekehrt und die pösen pösen Europäer und Japaner vorgeschoben. Also wie immer läuft die Fake-News Maschinerie auf Hochtouren und alle laufen brav hinterher.
US-amerikanische Wirtschaftsmaxime. Trump reagiert national. So einen hatten wir auch mal an der Spitze. Damals stand in den Fachzeitschriften: "Deutsche - kauft deutsche Stoßdämpfer! "
Der, den ich meine fing dann einen Krieg an. Hoffentlich tut Trump das nicht!

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rainerspielberg 25.05.2018, 22:55
91. Apple mit Apple vergleichen

Auf den US Zollsatz auf PKW von 2.5% zu verweisen geht in die falsche Richtung. Die USA schützt heute den hochprofitablen Teil der US Autoindustrie (Trucks, SUV) mit 25%. 10% auf alle Fahrzeuge von allen Seiten würde für die USA einen Nachteil bedeuten. Die haben in dem Punkt PKW schon heute einen guten "Deal". Die Kollegen vom Handelsblatt haben hierzu eine schöne Graphik erstellt.

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spmc-12355639674612 25.05.2018, 22:59
92. Wenn der Dollarkurs weiter steigt,

brauchen sich die Europäer um ihre Exporte in die USA wahrlich keine Sorgen zu machen. Dann sind sie nämlich mit Zoll billiger als vorher ohne. Ob Herrn Trump das wohl gefallen wird?

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Useless_User 25.05.2018, 23:55
93.

Zitat von musca
Aber , ich glaube man sollte Europa nicht gleich vollkommen abschreiben. Bzw. das Europa mal wieder stark werden wird. Du bist da zu pessimistisch. Die USA sind weit entfernt auf der anderen Seite des atlantischen Ozeans, machen halt nun ihre Sache die USA unter dem Präsident Trump derzeit und können sie auch gerne machen. Das ist aber auf der anderen Seite des Atlantik. Auf der anderen Seite des zweitgrößten Ozeans der Erde liegt Europa. Europa ist sich selber aber sehr nahe, und immer sehr nahe gewesen, auch wenn man das nicht glauben mag. ( trotz aller Differenzen) und Europa muss es nur schaffen, in gewissen Belangen ganz laut gemeinsam mittels einer Stimme zu sprechen. Ich seh das nicht so trübe wie du, wenn Europa mal gemeinsam spricht ( endlich sprechen würde) dann könnte die USA nur noch eines zu tun . zuhören und schweigen was Europa nun zu den USA zu sagen hat. Und vielleicht dabei auch etwas lernen. Europa könnte sehr stark sein , wenn es sich gemeinsam sich dazu nach außen endlich mal entschließen würde. Davon bin ich überzeugt. Nach wie vor. Freundliche Grüße.
Mit wohligen Überzeugungen kann man keine Politik machen und schon gar nicht den drei Weltmächten China, USA und Rußland Paroli bieten.

Osteuropäer sind Erdogan näher als uns, es geht nur um finanzielle Vorteile und die Befriedigung der Oligarchengelüste, parallel dazu wird der Rechtsstaat zum Gefälligkeitsstaat umgebaut. Von Griechenland, Portugal und Spanien kommt nichts außer Dankbarkeit gegenüber Chinesischen Investitionen, die ebenfalls taktische Zersetzungsarbeit sind.

Es kommt schon bald das große Fressen.

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thobie2 26.05.2018, 00:35
94.

Zitat von Palmstroem
Und bei Autos ist ihm besonders Mexiko ein Dorn im Auge, wo besonders der VW-Konzern seine Kapazitäten ausbaut und die Autos dann fast zollfrei in die USA liefert. Sieht man sich die Einfuhrzölle auf Autos an, dann hat Trump gute Argumente - die USA liegen bei 2,5%, die EU bei 10% und China bislang bei 25%. Warum also Kritik an Trump?
Weil Sie das Zollsysstem nicht verstanden haben. Auf PKW erhebt die EU in der Tat 10% und die USA 2,5% Zoll. Darauf hat man sich bei den WTO-Verhandlungen geeinigt. Die USA konnten sich darauf einlassen, weil praktisch fast keine PKW aus den USA in Deutschland verkauft werden. Wer mal ein Fahrzeug aus amerikanischer Produktion gefahren hat, weiß, was ich meine. Und selbst wenn die EU auf amerikanische PKW überhaupt keine Zölle mehr erhebt, würde mein nächster wieder eine S-Klasse und gewiss kein Fahrzeug aus Amiland (not quite our class).

Im Gegenzug erheben die USA aber auf SUV und Kleintransporter 15% Zoll. Denn diese Produkte haben in den USA eine enorme Bedeutung.

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Blackmountain2340 26.05.2018, 00:42
95. Souveraener Staat?

Zitat von Duzend
Könnte jetzt nicht die deutsche Kanzlerin sich vorab mit den deutschen Automobilkonzernen (inkl. Zulieferer) absprechen und dann in einem Auftritt betont Größe demonstrieren, indem sie beispielsweise sagen würde: "Wir hören das mit den Zöllen mit Sorge und Befremdung. Andererseits verstehen wir auch die Sicht des US-Präsidenten. Weil wir den Freihandel hochhalten wollen, werden wir sicherlich nicht mit ähnlicher Münze zurückzahlen. Wir wollen ein friedliches Nebeneinander in der Welt. Die muß für alle Platz haben. Er mag es wie einen Angriff oder wie einen Stachel klingen lassen, wir aber denken, wir werden es verschmerzen können. Schade für ihn, vielleicht hat er ja auch was ganz anderes gemeint. Wir sollten es ihm jedenfalls nicht krumm nehmen, auch wenn man sich erbaulichere Nachrichten als dieses eigenartige Getöse vorstellen kann. - Unabhängig davon wollen wir uns nach eigenem Gusto und mit vor allem dem eigenem Nutzen im Auge auf der Weltbühne unserer Rolle gebührlich entfalten: Das mit dem JCPOA bleibt, über die Raketen reden wir bei später Bedarf, Nordstream2 wird gebaut, und - ähnlich wie die Italiener - denken wir an das Aufheben der einseitigen Sanktionen gegen Rußland. Herr Trump wird es einordnen können, denn es sollte ihn an seine eigene Art zu handeln erinnern." Dann hätte Donald trump nur noch die Möglichkeiten, entweder zu sagen "Stimmt. Ihr könnt so gut wie wir machen, was ihr wollt. Ihr seid ein souveräner Staat..." oder "Moment mal! Hiergeblieben!..." und müßte sich vor der ganzen Welt als Polterer und Imperator outen.
Anzahl der U.S. Militaerbasen in Deutschland: 15 - 20, je nach Statistikquelle. Anzahl der deutschen Militaerbasen in U.S.A.: 0,0.

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thobie2 26.05.2018, 00:50
96.

Zitat von Garak
Das sich das die USA nicht länger bieten lassen wollen ist imho nur logisch!
Das ist Unsinn, wobei Trump genau so denkt.

Was MB betreibt, ist reine Marktdifferenzierung. In den USA ist nicht mehr Geld für das Fahrzeug zu bekommen. Und auch der Preis ist mehr als kostendenkend. Natürlich könnte MB auch in Deutschland zu diesem Preis anbieten. Aber warum sollten sie. Sie bekommen ja 20.000 Euro mehr. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es gerade im Gewährleistungsrecht in Deutschland einige Varianten gibt, die die USA so nicht kennen. Aber der Mehrpreis in Deutschland geht zu einem guten Teil in einen höheren Gewinn.

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spon-facebook-1035483455 26.05.2018, 01:02
97. Durchgeknallt?

Zitat von geschneider
national und international, sind durchgeknallte Möchtegern Mafiosi, die trotz ihres ererbten Reichtums Kandidaten für betreutes Wohnen sind. Da aber fast die Hälfte der Bevölkerung der USA so ein Exemplar zu ihrem Anführer gewählt hat, sollten vernünftige Menschen möglichst weiten Abstand zu diesem Staat halten. Auch wenn man den Doofen am einfachsten seine Waren verkaufen kann.
Wenn Sie die Leute, die Donald Trump gewaehlt haben, als doof verschleissen wollen, dann sollten Sie erst einmal versuchen, auch nur annaehernd die Bildungsgrad zu erreichen, ueber den viele der Trump-Waehler verfuegen.

Selbstverstaendlich habe ich in 2016 fuer Trump/Pence gestimmt, denn die Alternativen lauteten:

Democratic: Hillary Clinton/Tim Kaine
Libertarian: Gary Johnson/Bill Weld
Green: Jill Stein/Ajamu Baraka

Diese Kandidaten standen alle auf dem Wahlzettel.

In Deutschland waehlt man bei einer Budestagswahl mit der Erststimme den Wahlkreiskandidaten aus und mit der Zweitstimme die Partei. Ein Kandidat fuer das Amt des Bundeskanzlers ist nicht aufgelistet. Bei uns werden zudem keine Parteien in das Abgeordenetenhaus oder in den Senat gewaehlt, sondern nur Personen.

Und der Bundespraesident wird von der Bundesversammlung gewaehlt. Nur 25 % der Mitglieder der Bundesversammlung werden vom Volk direkt gewaehlt, naemlich die direkt gewaehlten Abgeordneten zum Deutschen Bundestag. Wegen der Ueberhangs- und Ausgleichsmandaten sind es z.Zt. nur etwa 21 %.

Vor dem Hintergrund frage ich mich wo die Doofen leben.

P.S.: Donald Trump hat an der University of Pennsylvania studiert und sein Studium mit dem Bachelor of Science abgeschlossen. Diese Universitaet zaehlt zu den fuehrenden Universitaeten in der Welt, siehe

https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/2018/world-ranking#!/page/0/length/25/sort_by/rank/sort_order/asc/cols/stats

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jufo 26.05.2018, 05:12
98. Unberechenbare Symbolpolitik

Das ist Trump, viele Baustellen aufreißen, viel Geschrei und Drohen um dann irgendwelche Deals abzuschließen, die nichts mit den ursprünglichen Themen zu tun haben. Solche Geschätspartner meidet man so gut es geht, das, werden die USA auch noch merken. Unberechenbar und im Grunde auch unseriös.

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tobilechat 26.05.2018, 06:26
99. Division durch Null

Es wird schwer werden, den Effekt der Schutzzölle auf Deutsche Autos zu beziffern. Denn es gibt da ja auch noch den Effekt von Dieselgate. Hier in Deutschland merkt davon keiner was, aber in den USA gibt es diesbezüglich massive klagen bis hin zum Haftbefehl für Martin Winterkorn.

Ich glaube, dass die Schutzzölle kein großes Problem darstellen, denn Deutsche Autos verkaufen sich über die Qualität, nicht über den Preis. Billigautos aus Fernost, die sich oftmals über den Preis verkaufen trifft es eher. Wer das Geld für ein hochwertiges Auto hat wird auch weiterhin zum Mercedes Benz greifen, wobei, auch die haben seit dieser Woche ja auch keine weiße Weste mehr.

Ford könnte allerdings von Schutzzöllen schon profitieren, für das Luxus- und hochpreisige Segment sind Schutzzölle nicht wirklich das Problem. Wer kauf sich schon einen US-Amerikanischen Wagen, wenn er ein gutes Produkt will. Das Gleiche gilt für Waschmaschinen, wer will da schon eine Candy, wenn er sich eine Miele leisten kann.

Gerade für US-Amerikaner brechen harte Zeiten an, denn es reicht schon ohne Schutzzölle nur noch für Candy, Miele bleibt der Traum. Und das einem US-Ami.

Wir verkaufen dann auch nicht mehr so viel und unser Wohlstand sinkt somit auch?.

Geht so, denn es gibt auch noch andere Märkte als den US-Markt.

Europäische Ware und Dienstleistungen: STRONG BUY!!!. Europa hat das qualitativ bessere Angebot. Nahezu in allen Produkt- und Dienstleistungssparten.

EUROPE FIRST.

Forever and a day.

GOD BLESS AMERICA, it's in deep need of this.

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