Forum: Wirtschaft
Importaufschlag: Welche Staaten Trumps Autozölle besonders treffen würden
DPA

Donald Trump sieht in Importautos eine "Gefahr für die nationale Sicherheit" und droht saftige Strafzölle an. Wie stark wären BMW, VW und Co. betroffen - und ist die Lage der US-Autobauer wirklich so desolat?

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fblars 26.05.2018, 07:01
100. Vorurteile

Ich sehe hier im Forum sehr viele Vorurteile gegenüber amerikanischen KFZ. Der Vorsprung deutscher Marken ist doch sehr überschaubar. Klar, irgendwo muss der geringere Preis herkommen, aber US-Fahrzeuge sind Alternativen.

Ich selbst fahre einen FIAT Freemont, in den USA Dodge Journey. Die Qualität stimmt, das Bedienkonzept ist besser als alles, was ich bisher in Deutschland testen durfte. Fahrwerk, Bremsen sind sehr gut, nur der italienische Motor könnte besser abgestimmt sein.

Fazit: Ichbin ein zufriedener Kunde, die US Autoindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, dieses wird in Deutschland allerdings so nicht wahrgenommen.

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redneck 26.05.2018, 07:07
101.

Zitat von peos_g
Ich kugle mich gerade vor Lachen über Ihren Post! Tesla? Im Ernst jetzt? Gerade haben zwei US-Amerikanische Verbrauchermagazine den Typ 3 in der Luft zerrissen, mieserable Qualität, schlechte Verarbeitung, miese Bremsen, technisch nicht ausgereift und zu guter Letzt nicht lieferbar ohne lange Wartezeit. Und das soll der Konkurrent für die ausländischen Premium Fahrzeuge sein?
Hab einen T3. Hat etwas gedauert. Viel mehr Platz als andere Kompakte, komfortables und extrem ruhiges Fahrwerk. Die Bremsen sind etwas weicher, die Abstaende zur Scheibe etwas groesser. Das Kontaktgesirre in deinem Golf kannst eben nicht hoeren weils so laermig ist. Im Tesla halt schon. Nichts knarzt, alles funktioniert.
Ah ja billig Akku fuellen ist toll, die Klima und das Robofahren ist schlicht einzigartig. Falls was schiefgeht kommt jemand zu dir raus oder an den AP.

Der Wagen ist schlicht und es gibt nichts vergleichbares aus D.

Wenn ich die so daherschreiben seh...hoer ich Willi 2 sagen, das Auto sei nur eine Modeerscheinung....

Was ich aber gerne haette war ein Fullsize Pickup mit 10-12l V8 Sauger der mit Solar Wasserstoff betankt wuerde. 1000 PS wuerden drin liegen. Das Zeugs ist wunderbar hochoktanig und verbrennt zu Wasser. Jeder Motor, ausser deutsche Direkteinspritzer kann bereits mit dem Zeugs umgehen.

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Gruuber 26.05.2018, 07:31
102. Wer hindert die USA daran,

Autos zu produzieren, die so wie die deutschen und japanischen Autos in auf der ganzen Welt so gut verkauft werden können? Ich würde mir – wie so viele andere Menschen – auch keine US-Typen bei den Autos kaufen. Schon allein deshalb, weil sie größere Benzinfresser als die europäischen und japanischen Autos sind. Und auch technisch und ausstattungsmäßig schlechter als die europäischen oder japanischen Autos sind. Wenn sie nicht in europäischen oder japanischen Werken in den USA gebaut wurden.

Wieso produzieren die Amis eigentlich anscheinend am Bedarf und den Wünschen der Konsumenten vorbei? Obwohl, die USA könnten ja auch Sanktionen gegen Kunden in der ganzen Welt verhängen, die keine US-Autos kaufen.

Wobei die USA auch sofort Geschäfte mit Ländern machen würden, die nachweislich total unfaire Preise zu ihrem Vorteil (!) hätten.

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PriseSalz 26.05.2018, 08:05
103. Ziemlich viel Blödsinn...

Entsetzt bin ich eigentlich nur über die katastrophale Rechtschreibung der meisten Foristen hier. Wenn die Qualität der deutschen Autos genau so schlecht ist... Leute, ich bin jahrelang ein Oldsmobil gefahren, 6-Liter-Motor, Verbrauch innerorts unter 10 Litern/100 Km, ausserorts nicht mal 7 Liter. Start bei 20 Grad Celsius unter null ohne Murren. DAS müssen Beemer & Co mal nachmachen! Ach so, der Wagen hatte mehr als 500.000 Km drauf, transportierte lässig und bequem 5 Personen plus etliche hundert Kilo Zuladung im Heck. Dann hatte ich, bei meinem letzten Besuch in den USA, einen VW gemietet. Jetta. Ich (192 cm) konnte mich nur knapp hinter das Steuer quetschen, mein Bruder, nochmal 2 cm grösser, musste sich zusammenfalten. Auf der Rückbank ging ausser quer gar nichts. Schöne Autos machen sie in DE, die Motoren schnurren wie ein Kater dem man die Kehle streichelt, aber bequem? Nein, weder sind die bequem, noch fahrfreudig. Die läppische Entfernung von Frankfurt nach Giessen geht noch, aber tausend Km in diesen Schüsseln ist eine Qual. Und was nutzt mir ein exzellentes Kurvenverhalten auf der I90, die ich von Boston nach Miami fahre? Da ist mir ein Tempomat und ein Getränkehalter allemal lieber. In der USA baut man Autos für die USA. Wer in den engen Strassen des Taunus unterwegs ist, für den mag ein Benz OK sein. Ansonsten, verehrte Mitforisten: Einfach mal still bleiben über Dinge von denen Sie nichts verstehen.

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Tuolumne Meadows 26.05.2018, 08:06
104. Nationale Sicherheit

Ich würde Zölle auf amerikanische Kommunikationsprodukte Cisco, IBM, HP, Apple etc. erheben, die in unseren Rechenzentren unseren Daten halten und mit denen wir kommunizieren - und die sehr wahrscheinlich über eingebaute Hintertüren von der NSA abgehört werden (können). DAS betrifft unsere nationale Sicherheit - vor allem gegenüber einem Land, das sich langsam zu einem Feind entwickelt. Vielleicht sollten wir Europäer generell eine Art Zugangssteuer für unseren Markt definieren, um die Konzerne wie Google, Facebook, Mc Donalds etc. zu schröpfen, die in der EU kollosal verdienen, aber hier kaum Steuern zahlen. Ferner würde ich Gesetze erlassen, die es erlauben, Unternehmen mit Klagen zu überziehen, die sich nicht an EU-Datenschutzbestimmungen halten - mit exorbitanten Strafen in Milliardenhöhe. Die Amis machen das mit unseren Banken und Automobilherstellern ja auch. Und wo sind die Milliarden, die versenkt wurden aufgrund der angelsächsischen Finanzinfustrie? Man kann auch diesseits des Atlantiks die Bandagen anlegen, wenn man das politisch möchte.

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az26 26.05.2018, 08:41
105. Das Debakel der US-Autoindustrie

Auf den Ölpreisschock 1973 antwortete man nicht etwa mit verbrauchsgünstigeren sondern mit schlechten und damit billigen Autos. Die Leute kauften also vermehrt Asiaten und Europäer/Deutsche.
Der nächste Schock war, als die Ölpreise in diesem Jahrtausend anzogen. Dann konnten sich viele Amis keinen Truck mehr leisten. Wieder war ein verbrauchsgünstiges und gutes Importauto zu fahren die Folge.
Heute sind SUVs und Trucks wieder die Verkaufsschlager, und das Fracking scheint die Lösung auf alle Preisanstiege der Zukunft zu sein. Warten wirs ab.

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localpatriot 26.05.2018, 08:42
106. Endlich eine Analyse mit Zahlen

Bisher hat man im SPON über den US Autohandel berichtet wie die Katze um den heissen Brei.
Natürlich muss man den Markt in NAFTA und andere trennen und US Hersteller (US eigene Firmen) und andere.

Was die Regierung Trump wirklich im Sinn hat muss sich noch zeigen, jedoch wäre eine Anpassung der Zollsätze zwischen US und EU ein vernünftiger Schritt dem eine Flut von US Autos in die EU kaum folgen würde.

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az26 26.05.2018, 08:52
107.

Zitat von spmc-125536125024537
Für deutsche Premiumfahrzeuge wird die amerkanische Klientel im Zweifel sogar höhere Preise akzeptieren
Das kann gut sein. "Seht her, ich kann mir auch ein durch Zölle teureres Auto leisten!"
Wenn die US-Wirtschaft wirklich so brummt wie beschrieben, dann gibts mehr Leute die sich teurere Autos, nicht unbedingt nur Importfahrzeuge, leisten können - und die haben evtl. sogar ein "gutes Gewissen" *g*

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az26 26.05.2018, 09:03
108.

Zitat von draco2007
Weil der Handel nicht nur aus Autos besteht und zwischen der EU und der USA ein BILATERALES Abkommen existiert, in welchem die gegenseitigen Zölle ausgehandelt wurden. Und da gibt es genügend Dinge, auf die die EU mehr Zölle zahlt als erhebt. In Summe gibt das alles plus minus Null. Und bitte nicht Durchschnitte von Prozenten nehmen und damit argumentieren, dass die Zölle der EU ja viel höher sind und damit ungerecht. Handelsvolumen ist mit einzubeziehen.
Wäre es dann nicht die Aufgabe, dies Trump klarzumachen oder zumindest ihn daran zu erinnern, und dies gleichzeitig medienwirksam in Europa und den USA zu verbreiten?
Hier schläft die EU und unsere Politiker.
"Hallo Chemiearbeiter, wenn euer Präsident meint, Importe auf Stahl, Aluminium und Autos sind zu geringt verzollt, dann kommen wir nun zur Erkenntnis, dass eure Chemieprodukte zu gering verzollt sind. "
Trump will "Deals" (schreckliches Wort), der gesamtwirtschaftliche Zusammenhang ist ihm egal. Dann wird eben in jeder Branche 1:1 bezollt.

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dr._seltsam 26.05.2018, 09:04
109. Vor Jahren...

...galt die Globalisierung als Allheilmittel einer schwächelnden Wirtschaft. Dabei wurde sehr ungeschickt ausgeblendet, dass politische Gegebenheiten sich -gerade in einem demokratischen Umfeld- sich verändern. Manchmal sogar sehr schnell. Heute sind viele der großen Industriestaaten durch grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten nicht nur erpressbar. Teils werden sie sogar schon erpresst. So kann man sich auch die Möglichkeit der Gestaltung rauben lassen. Ob man dies allerdings unter nachhaltigem, verantwortlichem Handeln verstehen kann?

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