Forum: Wirtschaft
Importaufschlag: Welche Staaten Trumps Autozölle besonders treffen würden
DPA

Donald Trump sieht in Importautos eine "Gefahr für die nationale Sicherheit" und droht saftige Strafzölle an. Wie stark wären BMW, VW und Co. betroffen - und ist die Lage der US-Autobauer wirklich so desolat?

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az26 26.05.2018, 09:16
110.

Zitat von Garak
Auch wenn es wahr ist das die deutschen Marken durchaus besser sind als die Masse der amerikanischen Autos, arbeiten die deutschen Hersteller mit Dumpingpreisen! Beispiel: Eine S-Klasse 560 matic kostet in Deutschland 115.000 EURO, der gleiche Wagen kostet in den USA 110.000 U.S Dollar und das bei einem Umtauschkurs von 1 EURO = 1,15 Dollar. Das heisst nichts anderes als das der Wagen in den USA trotz Importzoll nur 95.000 EURO kostet. Das sind 20.000 EURO weniger als in Deutschland! Das sich das die USA nicht länger bieten lassen wollen ist imho nur logisch!
Erstmal ist Mercedes kein Einzelfall, dass Hersteller in verschiedenen Ländern unterschiedliche Preise festlegen, siehe z.B. Arzneimittelpreise.

Dann muss man wissen, von welchen Ausstattungsvarianten man redet, wenn man in den USA mit bei uns verkauften Autos vergleicht. Diese Konfiguritis wie bei uns, wo man aus schier undendlich vielen Ausstattungskombinationen sich "sein" Auto zusammenschrauben lässt und dann noch Monate darauf wartet, gibt es in den USA nicht.

Schließlich sind in US-Modellen deutscher Hersteller oft technisch nicht so hochstehende Teile verbaut. Wo in Deutschland sich die Kopf-, Front-, Seiten- und Wasweisichnochalles-Airbags im Innenraum drängeln, können es in den USA durchaus "ein paar" weniger sein, deshalb auch die niedrigeren Preise.

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jjcamera 26.05.2018, 09:23
111. Reaktion

Die Europäer müssen lernen, auf Druck mit Gegendruck zu antworten, so wie China. Da kuscht Trump sofort.
Also mal Mut haben: noch höhere Importzölle auf US-Autos ankündigen und warten, wie Trump reagiert. Der Mann hat eine verkrustete Krämerseele und keine politischen Visionen. Er macht "Deals" wie am Spieltisch in Las Vegas.

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spmc-12355639674612 26.05.2018, 10:39
112. Globalisierung gibt es seit der Antike!

Zitat von dr._seltsam
...galt die Globalisierung als Allheilmittel einer schwächelnden Wirtschaft. Dabei wurde sehr ungeschickt ausgeblendet, dass politische Gegebenheiten sich -gerade in einem demokratischen Umfeld- sich verändern. Manchmal sogar sehr schnell. Heute sind viele der großen Industriestaaten durch grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten nicht nur erpressbar. Teils werden sie sogar schon erpresst. So kann man sich auch die Möglichkeit der Gestaltung rauben lassen. Ob man dies allerdings unter nachhaltigem, verantwortlichem Handeln verstehen kann?
Die Globalisierung sorgt seit mehr als 2000 Jahren für wachsenden Wohlstand. Die Römer importierten Pfeffer aus Südostasien, Edelsteine aus Indien, Seide aus China, Papyrus aus Ägypten. Prinzipiell sorgen solche Handelsbeziehungen für wachsendes Wohlergehen. Allerdings hatte auch das antike Römische Reich offensichtlich ein Problem mit dem über die Jahrhunderte angewachsenen Handelsbilanzdefizit. Die Globalisierung ist ein Geben und Nehmen, das sich allerdings langfristig irgendwie im Gleichgewicht befinden muss. Im Moment haben wir die wirtschaftliche Stärke Deutschlands einem großen Außenhandelsüberschuss zu verdanken. Es würde zu fatalen Fehlentwicklungen führen, wenn man das in der jetzigen Situation schnell zu ändern versucht. Natürlich sind Staaten bis zu einem gewissen Grad erpressbar, insbesondere durch andere, größere Staaten. Das war aber in der Vergangenheit auch schon so, nur endete es zu oft in militärischen Auseinandersetzungen. Das sollten wir heute versuchen zu vermeiden und deshalb haben wir uns zu einer EU zusammengeschlossen, die wirtschaftlich außerordentlich stark ist, politisch leider nicht, aber das ist selbst verschuldet. Allerdings fahren wir ganz gut damit, dass wir nicht ständig säbelrasselnd in der Welt unterwegs sind.

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haarer.15 26.05.2018, 10:54
113. Die deutsche Industrie ...

...insbesondere die Automobilindustrie sollte sich andere Absatzmärkte erschließen und sich aus dem US-Markt peu a peu zurückziehen. Als nächstes steht der Petro-Dollar zunehmend zur Disposition. In China und Iran ist man da schon einen erheblichen Schritt weiter. Die Europäer werden nachziehen. Dank dieser Trumpschen Kamikaze-Politik ist diese Entwicklung bereits vorgezeichnet. Anders gehts wohl nicht mehr.

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cipo 26.05.2018, 11:24
114.

Zitat von az26
Wäre es dann nicht die Aufgabe, dies Trump klarzumachen oder zumindest ihn daran zu erinnern
Da Trump vollkommen beratungsresistent ist, wäre das vergebliche Liebesmüh. Das konservative Wall Street Journal, das in den letzten Monaten sehr heftig für seine Trump-freundliche Berichterstattung kritisiert wurde, hat gerade ein absolut vernichtendes Editorial zu Trumps Außenpolitik veröffentlicht.

https://www.rawstory.com/2018/05/pile-impulsive-ill-considered-threats-wsj-trashes-trumps-disastrous-foreign-policy-mess/

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wilburger.ph 26.05.2018, 12:41
115. Deutsche Automarken made in USA

Warum folgen die deutschen Autobauer nicht dem Beispiel von Trump - lügen, dass sich die Balken biegen. Einfach ankündigen, das BMW, Mercedes und VW/Audi ihre Werke in den USA schliessen werden und somit Tausende Arbeiter ihren Job verlieren. Das dürfte dem grössten Präsidenten aller Zeiten überhaupt nicht gefallen und könnte ihm einen Grossteil seiner Gefolgsleute kosten. Später könnte man diese Ankündigungen ja wieder rückgängig machen. Trump macht das ja ständig.

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lalito 27.05.2018, 10:13
116. Halbstark

Zitat von Useless_User
China kauft peu a pau deutsche Unternehmen und diktiert zuhause die Bedingungen. Saudi Arabien hat gerade deutsche Unternehmen vom Handel ausgeschlossen. Donald Trump zeigt den Deutschen, wie beim Iran-Abkommen, den Zöllen auf Stahl und Aluminium, nun der Autoindustrie, wo der Hammer hängt. Ohne zu bezahlen haben es sich die Deutschen jahrzehntelang unter dem Schirm der USA bequem gemacht, das Internetzeitalter verschlafen, die einst globale Bauindustrie herabgewirtschaftet, keinen Verteidigungswillen bzw. eine funktionierende Armee. Währenddessen zerfällt die EU, Polen und Ungarn saugen das Geld ab, ohne daß etwas dagegen getan werden kann. Und tief im Osten schaut der proto-Diktator Putin und seine Oligarchenriege amüsiert dem ganzen Zirkus zu. Nun bleibt Deutschland bald nichts anderes übrig, als sich wie ein Hund auf den Rücken zu legen und den weichen Bauch in Ergebenheitsgeste darzubieten.
Den Nick mal ernstgenommen, kann man das mit dem hingeworfenen Gelaber weniger.

Der Donald-Hammer hängt also in the US und vor allem soll Angst gehabt werden? Konstruktive Zusammenarbeit heißt die Lösung und mit Rettungs- respektive Sicherheitsschirmen hat man in Europa tatsächlich so seine Erfahrungen.

Natürlich war Putin amüsiert, als die Begründung für den dollen Raketenabwehrschirm der Polen damals schon die Region Iran/Irak herhalten sollte. Frag mich ernsthaft, welch schlichte Gemüter Sie mit Ihrer krud lustigen Sichtweise beeindrucken möchten.

Schöner Bauch tut's auch?

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darthmax 30.05.2018, 13:31
117. Uralte Probleme

sollten vielleicht auch von der EU mal den Gegebnheiten angepasst werden.. so die Importsteuer von 10 % auf ausländische Autos, die vor japanischer Komkurrenz schützen soll.
In der Wirtschaft ist immer alles im Fluss, da nützen dann Zoll Abmachungen, die mehr als 30 Jahre alt sind nichts. Trump bietet die Gelegenheit mit überkommenden Strukturen mal aufzuräumen.

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