Forum: Wirtschaft
Indexfonds werden beliebter: Die richtige Geldanlage für Normalsparer
DPA

Indexfonds werden bei den Deutschen beliebter. Und doch lassen viele ihr Geld weiter auf dem Sparbuch liegen - oder stecken es in teure Fonds ihrer Bank. Worauf Sie bei der Anlage achten sollten.

Seite 1 von 7
joG 28.04.2018, 15:56
1. ETFs auf Indexe sind ohne Frage.....

....für junge Anleger eine der besten Anlagen, wenn man das Lehmann Problem beachtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zudummzumzum 28.04.2018, 15:57
2. Schön und gut.

Aber es fehlt immer noch eine Alternative, die auch denjenigen ein Angebot macht, die die Kapitalerträge laufend haben möchten. Gute ETF-s mit einer breiten Basis, die aber die Erträge ausschütten, sind rar.

Denn mittlerweile habe ich den Glauben an die Politik verloren. Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass in 15 Jahren, wenn ich den ETF wieder verkaufen möchte, die steuerlichen Regeln noch genauso oder günstiger sind als heute. Und dann hat sich ein Großteil der Renditeerwartungen in Luft aufgelöst ...

Insofern: Nur Bares ist Wahres - auch bei der Geldanlage. Nicht thesaurieren, sondern Erträge aufs Konto. Was gibt es denn hierzu und wie sind die Einschätzungen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Laplace11 28.04.2018, 15:59
3. Kosten minimieren...

Geht am besten mit einem kostenlosen Depot und Einzelaktien. Diese sind in der Anschaffung am kostengünstigsten und im Gegensatz zu ETFs und aktiven Fonds kosten sie in der Verwahrung keinerlei Gebühren. Das Risiko kann hier ebenso wie bei Fonds oder ETF reduziert werden, indem viele Einzelaktien aus verschiedenen Ländern erworben werden. Lediglich ist der Aufwand hier ein größerer, da man wissen muss, was man kaufen möchte. Wer sich gut auskennt, für den ist dies die beste Strategie, da man bei Fonds auch immer die eine Vielzahl an schlechten Aktien im Portfolio hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 28.04.2018, 16:07
4. Tolle Vorschläge!

Wir gehen also von einer Anlagesumme von 50000 Euro aus, soso ... Nur muss man die 50.000 Euro ja erst einmal haben. Herr Tenhagen, wissen Sie eigentlich, wie lange ein deutscher Durchschnittsverdiener sparen muss, um 50.000 Euro zusammenzubekommen? Bei einer Sparrate von monatlich 250 Euro (für viele unserer Mitbürger ist das schon relativ viel) dauert es 16 Jahre und 8 Monate, wenn man das Geld einfach unter das Kopfkissen legt. Bei jährlichen Steigerungen von 8% (falls man mit der Auswahl des ETFs sehr viel Glück hat) geht es zwar wesentlich schneller, dauert aber immer noch ca. 10 Jahre und 9 Monate, bis man die 50.000 Euro zusammenhat. Nur entwickeln sich gerade jetzt die ETFs nicht so besonders gut. Der Hauptvorteil der ETFs liegt darin, dass viele Banken bequeme Sparpläne unterstützen, um auch kleinere Summen monatlich anlegen zu müssen, ohne allzu hohe Transaktionsgebühren zu zahlen, wie sie bei Aktien fällig werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 28.04.2018, 16:12
5. Warum kaufen Sie nicht

Zitat von zudummzumzum
Aber es fehlt immer noch eine Alternative, die auch denjenigen ein Angebot macht, die die Kapitalerträge laufend haben möchten. Gute ETF-s mit einer breiten Basis, die aber die Erträge ausschütten, sind rar. Denn mittlerweile habe ich den Glauben an die Politik verloren. Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass in 15 Jahren, wenn ich den ETF wieder verkaufen möchte, die steuerlichen Regeln noch genauso oder günstiger sind als heute. Und dann hat sich ein Großteil der Renditeerwartungen in Luft aufgelöst ... Insofern: Nur Bares ist Wahres - auch bei der Geldanlage. Nicht thesaurieren, sondern Erträge aufs Konto. Was gibt es denn hierzu und wie sind die Einschätzungen?
Aktien deutscher Versicherungsunternehmen? Einige von denen zahlen einmal jährlich ziemlich hohe Dividenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mr. tope 28.04.2018, 16:31
6. Zu kurz gedacht

Ist das einzige was der Autor aus seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit mitgenommen hat: Indexfonds = Billig = Gut?
Dazu die folgenden Anmerkungen:
1. Ein passiver Fonds ist nicht automatisch gut, weil er billig ist und ein aktiver Fonds ist nicht automatisch schlecht, weil er mehr kostet. Für den Kunden zählt am Ende nur, was dabei raus kommt: Wenn der Fonds 3% Überrendite erzielt und 2% kostet, hat der Anleger netto immer noch 1% mehr. Das bloße Argument der Günstigkeit ist also irrelevant.
2. Es ist korrekt, dass viele Fondsmanager am unter 1) beschriebenen Fall scheitern, d.h. keine ausreichende Überrendite erzielen. Hier muss zugegebenermaßen seitens der aktiven Fonds das jetzige vorherrschende Gebührenmodell überdacht werden.
3. Aber: Der Index ist der Durchschnitt der Performance der am Markt aktiven Akteure. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der durchschnittliche Portfoliomanager nicht besser als der Durchschnitt sein kann (und nach Gebühren schlechter ist).
4. Nichtsdestotrotz leistet jeder aktive Fonds seinen Beitrag zum Markt in dem a) die Preisbildung am Markt durch aktive Entscheidungen stattfindet b) Unternehmen die angelegtes Geld sinnvoll verwenden mit zusätzlichen Mitteln bedacht werden und c) Corporate Governance Themen überwacht werden. Indexfonds sind im Gegensatz dazu pure Trittbrettfahrer, die von der Arbeit der aktiven Fonds profitieren.
5. Aus den o.g. Gründen sind Indexfonds bei weitem nicht das erhoffte Allheilmittel. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht muss sich der Regulator mittelfristig überlegen wie er mit den beschriebenen Effekten aus 4) umgeht. Aus Anlegersicht, sollte sich ein Kunde am besten eine Mischung aus aktiven (mit gutem Track Record) Fonds, passiven (mit geringen Kosten) Fonds und - falls das notwendige Interesse besteht - Einzeltiteln entscheiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olli0816 28.04.2018, 16:43
7. Warum muss immer alles sofort sein?

Zitat von spmc-12355639674612
Wir gehen also von einer Anlagesumme von 50000 Euro aus, soso ... Nur muss man die 50.000 Euro ja erst einmal haben. Herr Tenhagen, wissen Sie eigentlich, wie lange ein deutscher Durchschnittsverdiener sparen muss, um 50.000 Euro zusammenzubekommen? Bei einer Sparrate von monatlich 250 Euro (für viele unserer Mitbürger ist das schon relativ viel) dauert es 16 Jahre und 8 Monate, wenn man das Geld einfach unter das Kopfkissen legt. Bei jährlichen Steigerungen von 8% (falls man mit der Auswahl des ETFs sehr viel Glück hat) geht es zwar wesentlich schneller, dauert aber immer noch ca. 10 Jahre und 9 Monate, bis man die 50.000 Euro zusammenhat. Nur entwickeln sich gerade jetzt die ETFs nicht so besonders gut. Der Hauptvorteil der ETFs liegt darin, dass viele Banken bequeme Sparpläne unterstützen, um auch kleinere Summen monatlich anlegen zu müssen, ohne allzu hohe Transaktionsgebühren zu zahlen, wie sie bei Aktien fällig werden.
50.000 EURO sind sehr viel Geld und natürlich hat die nicht jeder auf dem Konto liegen oder spart sich das in einem Jahr. Das ist doch gar nicht das Thema. Wenn jemand 250 EURO langfristig pro Monat sparen kann, ist das doch prima. Angelegt in einen entsprechenden ETF summiert sich das Geld über die Jahre. Irgendwann ist man bei den 50.000 EURO und wenn man z.B. die Resultate sieht, packt den einen oder anderen der Ehrgeiz und zahlt vielleicht noch zusätzlich wie bei einem Immobilienkredit die Sondertilgung eben eine Sonderrate auf sein Konto.

Ob sich gerade die ETFs sonderlich gut entwickeln, ist auch nicht wirklich relevant. Es gibt Zeiten, wo sie sich nach oben orientieren und andere, wo sich nichts bewegt oder sogar nach unten. Völlig natürlich und für jemanden, der heute anfängt, sogar eine ganz gute Entwicklung. Er bekommt mehr Anteile an den ETFs, weil diese nicht ständig teurer werden. Verlieren kann man mit 250 EURO als Anfänger auch nicht so viel und der Investitionshorizon ist 15 Jahre oder länger. Wichtig ist, einfach anzufangen. Die Sparraten sind bis zu 100.000 EURO sowieso das wichtigste, weil diese den Depotwert signifikant erhöhen.

Übrigens: Aktien sind in den Kosten billiger. Es fällt ggü. den ETFs keine jährliche Gebühr an und wenn ich z.B. für 1.000 EURO Aktien kaufe, sind das einmalig etwas unter 0,5% Gebühren. Danach liegen die kostenlos in meinem Depot. Im Gegenteil: Ich verdiene noch zusätzlich etwas daran, weil ich meiner Depotbank erlaube, die zu verleihen. Das bringt nicht die Welt, erfreut aber Depotbank und mich. Das ist wieder ein anderes Thema. Viele hätten keine so große Sorgen, wenn sie anstatt Riester und den ganzen anderen zu teuren Blödsinn einfach nur stumpf über Jahrzehnte monatlich anhand ihrer Möglichkeiten große World-ETFs kaufen würden. Manche würden sich wundern, was für Summen herauskommen, wenn man das 30 oder 40 Jahre macht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klaatu Barada Nikto 28.04.2018, 16:48
8. Hmm...

Nochmal kurz nachschauen, was mein Krypto-Depot in den letzten 30 Tagen zugelegt hat. Ah ja, 80%.
Noch ein paar Monate warten, dann beim Umwandeln in Euro 0% Steuern und die Transaktions- & Auszahlungsgebühren i.H.v. insgesamt 1-1,5% bezahlen, fertig. Und ganz ohne eine Bank, die an mir ihre Boni verdient ^^

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleserin57 28.04.2018, 17:12
9. Das Risiko bleibt immer!

Zitat von olli0816
50.000 EURO sind sehr viel Geld und natürlich hat die nicht jeder auf dem Konto liegen oder spart sich das in einem Jahr. Das ist doch gar nicht das Thema. Wenn jemand 250 EURO langfristig pro Monat sparen kann, ist das doch prima. Angelegt in einen entsprechenden ETF summiert sich das Geld über die Jahre. Irgendwann ist man bei den 50.000 EURO und wenn man z.B. die Resultate sieht, packt den einen oder anderen der Ehrgeiz und zahlt vielleicht noch zusätzlich wie bei einem Immobilienkredit die Sondertilgung eben eine Sonderrate auf sein Konto. Ob sich gerade die ETFs sonderlich gut entwickeln, ist auch nicht wirklich relevant. Es gibt Zeiten, wo sie sich nach oben orientieren und andere, wo sich nichts bewegt oder sogar nach unten. Völlig natürlich und für jemanden, der heute anfängt, sogar eine ganz gute Entwicklung. Er bekommt mehr Anteile an den ETFs, weil diese nicht ständig teurer werden. Verlieren kann man mit 250 EURO als Anfänger auch nicht so viel und der Investitionshorizon ist 15 Jahre oder länger. Wichtig ist, einfach anzufangen. Die Sparraten sind bis zu 100.000 EURO sowieso das wichtigste, weil diese den Depotwert signifikant erhöhen. Übrigens: Aktien sind in den Kosten billiger. Es fällt ggü. den ETFs keine jährliche Gebühr an und wenn ich z.B. für 1.000 EURO Aktien kaufe, sind das einmalig etwas unter 0,5% Gebühren. Danach liegen die kostenlos in meinem Depot. Im Gegenteil: Ich verdiene noch zusätzlich etwas daran, weil ich meiner Depotbank erlaube, die zu verleihen. Das bringt nicht die Welt, erfreut aber Depotbank und mich. Das ist wieder ein anderes Thema. Viele hätten keine so große Sorgen, wenn sie anstatt Riester und den ganzen anderen zu teuren Blödsinn einfach nur stumpf über Jahrzehnte monatlich anhand ihrer Möglichkeiten große World-ETFs kaufen würden. Manche würden sich wundern, was für Summen herauskommen, wenn man das 30 oder 40 Jahre macht.
Das Geld das man über lange Zeit mühsam gespart hat kann man doch besonders an der Boerse so schnell verlieren. Ich kenne einige Leute die 5 stellige Summen ohne ihre Schuld verloren haben, auch die Lehmann-Pleite hat dazu beigetragen. Niemand kann heute einem langfristigen Später garantieren dass er nicht in ein paar Jahren sein Erspartes wieder auf so eine Weiße verliert. Ein Immobilienkauf ist da sicher die bessere Idee!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7