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Indexfonds werden beliebter: Die richtige Geldanlage für Normalsparer
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Indexfonds werden bei den Deutschen beliebter. Und doch lassen viele ihr Geld weiter auf dem Sparbuch liegen - oder stecken es in teure Fonds ihrer Bank. Worauf Sie bei der Anlage achten sollten.

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oidahund 28.04.2018, 17:13
10.

Es ist wie immer die Frage, wann steige ich ein und wann aus. "Wenn die Bäckereiferkäuferin oder Hilfsarbeiter am Bau morgens zu erst in den Börsen-/Wirtschaftsteil der Bildzeitung schauen, sollte man schnellst möglich aussteigen." - das war das erste, was mir ein Vermögensberater vor ca. 35 Jahren in meiner Ausbildung gelernt habe. Das gilt heute immer noch, auch wenn es heute nicht mehr die Bild ist, sondern irgend ein Blog im Internet. - Und genau da beißt sich der Artikel in den Schwanz! - Die große Unsicherheit an den Börden (China, Strafzölle, Russlandkonflikt, Niederzinspolitik der EZB, Hochverschuldete EURO-Staaten und noch einges andere) führen zu sehr volatilen Börsen. Hier muss man von einem langfristigen Anlagehorizont ausgehen, den kippt die Wirtschaft, dann kippt auch die Börse. Man muss also Geduld haben und ausharren, bis man wieder Land sieht oder (und das halte ich für wichtiger) auch mal die Traute haben Verluste zu realisieren und zu niederigeren Kursen wieder einzusteigen. Das bdeingt aber, dass man sich regelmäßig um sein Depot kümmert und auch sich über Wirtschaft, Trends und die Politik am Laufenden hält. Hier sollten aktive Fonds einem etwas die Arbeit erleichtern, aber die Auswahl ist halt schon nicht einfach.

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Hamberliner 28.04.2018, 17:22
11. XETRA rulez

Zitat von spmc-12355639674612
ohne allzu hohe Transaktionsgebühren zu zahlen, wie sie bei Aktien fällig werden.
Die Transaktionsgebühren, die von der jeweiligen Börse kassiert werden, nicht zu verwechseln mit den Depotgebühren, die man der Bank zahlt (falls keine Flatrate ebenfalls pro Transaktion), bieten auch noch Möglichkeiten clever zu handeln. Beispielsweise kassiert XETRA im Vergleich zur Frankfurter Börse und den anderen inländischen Börsen fast nichts, deren Transaktionen sind fast geschenkt, wobei man allerdings nur sehr, sehr wenige ISINs bei der XETRA handeln kann. Man sollte also immer zuerst gucken, ob es auch bei XETRA geht, und auch auf die Uhrzeit achten. Um 17 Uhr ist Schluss, bei der Frankfurter erst um 20 Uhr. Und AFAIK sind die Online-Aktienkurse der XETRA 15 Minuten zeitverzögert, im Gegensatz zu den Echtzeit-Kursen der Frankfurter Börse. Man orientiere sich also an zweiteren, auch wenn man bei XETRA kauft/verkauft.

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klarafall 28.04.2018, 17:58
12. @spmc-12355639674612

Sie haben den Inhalt des Artikel aber auch nur maximal zur Hälfte verstanden. Es geht nicht darum, daß jeder 50000 Euro zum Anlegen zusammenkratzen kann, sondern darum, daß bereits jetzt viel Geld auf Konten liegt, wo es keinerlei Rendite bringt. Dieses Geld, egal wie viel es im Einzelfall ist, sollte man besser in ETFs anlegen. Dabei ist vollkommen wurscht, von welchem Anlagebetrag die Beispielsrechnung im Artikel ausgeht. Die Rendite wird schließlich in Prozent gemessen, nicht in absoluten Eurobeträgen - auch wenn manche Leute es offenbar "unfair" finden, daß man mehr Rendite-Euro bekommt, wenn man 50000 Euro anlegt, als wenn es nur 1000 Euro sind.

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Igla 28.04.2018, 18:07
13. Der Index-Fonds funktioniert auch anders herum

Wenn die Kurse verfallen, sind die Papiere nichts mehr wert.

Im Mittelpunkt dieser Bankprodukte steht nicht das Interesse des Kunden, sondern der Wunsch nach Abkassiererei der Banken.

Ich werde demnächst meine selbst zusammengekauften Aktien (Performance oberhalb der Indizes) verkaufen, weil der Kurs-Einbruch nur noch eine Frage der Zeit ist. Und was man auf dem Konto hat, hat man. Aktien heute sind immer ein Spiel, keine Geldanlage.

Gold, Beton-Gold, Wandaktien sind attraktive Alternativen.

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pepe-b 28.04.2018, 19:23
14. @ Igla

Na wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Es gibt keinen einzigen Standard-Index, der über die lange Sicht Minus gemacht hat. Nach dem Einbruch kommt immer der Anstieg. Nur der kurzfristig Denkende lauert auf den nächsten Absturz. Im Übrigen ist ein Absturz beim ETF-Sparen ein Absturz gr nicht so schlimm. Da man jeden Monat das gleiche einzahlt, gibt es halt für das gleiche Geld mehr Anteile - die beim nächsten Anstieg dann wieder mehr wert sind.

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Steffen Gerlach 28.04.2018, 19:34
15. Passive Fonds

Das Problem mit den passiven Fonds ist nur: Sie bringen keine Intelligenz in das System ein. Sie leisten keinen Beitrag zur vernünftigen Preisbildung. Man spart an der Intelligenz und überlässt das Denken anderen. Etwa so, wie man im Supermarkt eigentlich bedenkenlos ein beliebiges Produkt aus dem Regal heraus greifen und kaufen kann. Es ist so gut wie sicher, dass der Preis angemessen ist, nicht zu hoch und nicht zu gering, weil das Produkt andernfalls entweder nicht gekauft oder nicht angeboten würde. Der Preis stimmt, weil andere eben doch nachdenken. Sollten ALLE auf diese Art kaufen und verkaufen, dann könnte ein Auto einen Euro kosten und ein Brot tausend. Wenn immer mehr Geld passiv gemanagt wird, dann laufen immer mehr Lemminge immer weniger Verständigen hinterher. Irgendwann könnte uns das um die Ohren fliegen.

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Thorsten_Barcelona 28.04.2018, 19:38
16. Unterschied im Risiko?

Im Artikel wird nicht auf die Risiken eingegangen ... ich mag mich falsch erinnern, aber war es nicht so, dass wenn der Emittent des Indexzertifikats Pleite geht, dann ist das Geld weg, während beim klassischen Fonds die Einlage geschützt ist, in diesem Fall?

Falls dem so ist, wäre dieser Artikel das Letzte.

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spmc-12355639674612 28.04.2018, 19:44
17. Nur dass alle meine Bekannten,

Zitat von klarafall
Sie haben den Inhalt des Artikel aber auch nur maximal zur Hälfte verstanden. Es geht nicht darum, daß jeder 50000 Euro zum Anlegen zusammenkratzen kann, sondern darum, daß bereits jetzt viel Geld auf Konten liegt, wo es keinerlei Rendite bringt. Dieses Geld, egal wie viel es im Einzelfall ist, sollte man besser in ETFs anlegen. Dabei ist vollkommen wurscht, von welchem Anlagebetrag die Beispielsrechnung im Artikel ausgeht. Die Rendite wird schließlich in Prozent gemessen, nicht in absoluten Eurobeträgen - auch wenn manche Leute es offenbar "unfair" finden, daß man mehr Rendite-Euro bekommt, wenn man 50000 Euro anlegt, als wenn es nur 1000 Euro sind.
die 50.000 Euro oder mehr auf irgendwelchen Konten herumliegen haben, über solche Ratschläge ganz herzlich lachen. Ich behaupte aber, dass diejenigen, die solche Summen auf Sparkonten haben, in der Unterzahl sind. Ich selbst beschäftige mich auch schon seit vielen Jahren mit Aktien, Fonds, ETFs etc.
Wenn Sie hier so schlau von Renditen in Prozent schreiben, hätte ich gerne gewusst, was ich von einer Rendite von 15% habe, wenn diese 15% lediglich 17,20 Euro pro Jahr ausmachen. Für solche Summen mache ich mir die Mühe nicht, das Geld extra anzulegen. Natürlich kommt es mir persönlich auch auf die Anlagebeträge an.

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zeitgeist☆ 28.04.2018, 20:01
18. ETFs wirklich der heilige Gral?

Ich habe kürzlich einen Großteil meiner etfs verkauft und investiere das Geld Stück für Stück (cost average) in aktive gemanagede Fonds. Das lässt mich ruhiger schlafen. ETFs Rauschen 1 zu 1 in die Tiefe wenn der Markt bzw Index verliert. Bei Fonds kann ich darauf bauen dass man falls notwendig etwas mehr in Cash geht und dann wieder gezielt investiert. Dafür zahle ich dann lieber etwas höhere Gebühren. Außerdem glaube ich dass ein guter Fonds auch entsprechend besser performed. Schon eine einfache sell in May Strategie erzielt eine bessere Performance als bsp der dax

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so-long 28.04.2018, 20:10
19. Immobilien

Zitat von Spiegelleserin57
Das Geld das man über lange Zeit mühsam gespart hat kann man doch besonders an der Boerse so schnell verlieren. Ich kenne einige Leute die 5 stellige Summen ohne ihre Schuld verloren haben, auch die Lehmann-Pleite hat dazu beigetragen. Niemand kann heute einem langfristigen Später garantieren dass er nicht in ein paar Jahren sein Erspartes wieder auf so eine Weiße verliert. Ein Immobilienkauf ist da sicher die bessere Idee!
sind -(neben dem Ehepartner)- ein Klumpenrisiko und (Immos!) nur für wirklich liquide Personen geeignet. Daß Immos im Wert NUR steigen könne, ist ein Ammenmärchen. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Mehrzahl der in einem ETF gebündelten Firmen bankrott gehen, ist sehr, sehr gering.

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